Archiv 2008
Quelle der Artikel, falls nicht besonders gekennzeichnet, Eifeler Zeitung.
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"Eine
Politik die nach Wahlgeschenk riecht, kann die CDU nicht
verantworten"
Stellungnahme der CDU zum Haushalt 2009
Gemeinderatssitzung
vom 16.12.2008
Es
gilt das gesprochene Wort

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Verwaltung
wächst nicht mehr
Stellenplan der Gemeinde Simmerath seit sechs Jahren unverändert
20.12.2008
Simmerath.
11 Beamte und 90 tariflich Beschäftigte bilden das Stammpersonal
der Gemeinde Simmerath. Seit 2002 wächst die Verwaltung
in diesem Bereich nicht mehr, und auch der Stellenplan für
das Jahr 2009 sieht keine Veränderungen bei der Beschäftigtenzahl
vor.
Der
Gemeinderat erteilte jetzt (bei vier Gegenstimmen der UWG)
dem neuen Stellenplan seine Zustimmung.
Trotz
Stillstandes im Stellenplan sah Claus Brust (UWG) Veränderungsbedarf,
indem eine konkrete Analyse der einzelnen Stellen vorgenommen
werde. Brust sah noch Reduzierungsmöglichkeiten, da
die Verwaltung verschiedene Aufgaben abgegeben habe, beispielsweise
im Abrechnungswesen.
Bürgermeister
Hubert Breuer hielt entgegen, dass andererseits auch immer
neue Aufgaben für die Verwaltung hinzugekommen seien.
Zudem verwies der Bürgermeister auf den Bericht der
Gemeindeprüfungsanstalt, der gezeigt habe, dass die
Personalausstattung der Gemeinde Simmerath „weit unter
dem Durchschnitt“ vergleichbarer Kommunen liege.
Zum
besseren Verständnis des Stellenplans fügte Beigeordneter
Karl-Heinz Hermanns hinzu, dass die drei Stellen der Arge
noch bei der Gemeinde Simmerath geführt würden,
weil der Gesetzgeber noch keine eigene Rechtsform für
die Arge eingeführt habe.
Andererseits
sagte Hermanns zu, dass man zum Beispiel bei der Müllgebühren-Abrechnung,
die der Regioentsorgung übertragen wurde, ein „wachsames
Auge“ darauf werfen werde, dass die Verwaltungskosten
unter Kontrolle bleiben würden.
Günter
Mießen (Grüne) konnte keine Veranlassung erkennen,
in der Gemeinde Simmerath Stellenabbau zu betreiben. „Personalabbau
ist auch stets mit Leistungsabbau für die Bürger
verbunden.“
Weiteren
Prüfungen der Personalstruktur erteilte Hans-Josef Hilsenbeck
(CDU) eine Absage. Solche externen Prüfungen kosteten
viel Geld und kämen schleißlich zu dem Ergebnis,
dass der Personalbestand der Gemeinde Simmerath angemessen
sei.
Gebäude
kontrollieren
In
diesem Zusammenhang regte Hermann-Josef Bongard (FDP) an,
dass die Mitarbeiter des Bauamtes die Gebäude der Gemeinde
Simmerath, insbesondere Turn- und Schwimmhallen, durch regelmäßige
Sichtprüfung im Blick behalten sollte.
Seitens
der Verwaltung wurde darauf hingewiesen, dass die letzte
Prüfung auf Standsicherheit erst zwei Jahre zurückliege.
Weitere regelmäßige Kontrollen seien vorgesehen.
(P. St.)
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Schülerkosten:
Nachbarn halten sich bedeckt
Simmerath und Roetgen sehen Möglichkeit der Beteiligung an
den Aufwendungen der Schulstadt Monschau höchstens auf freiwilliger
Basis
20.12.2008
Monschau.
Die Schulstadt Monschau fordert langfristig eine bessere
Finanzausstattung, um ihren Bildungsauftrag für die
Nordeifel erfüllen zu können. In den letzten Tagen
häuften sich wieder die deutlich artikulierten Forderungen,
dass die Nachbarkommunen Simmerath und Roetgen sich an den
Schülerfahrtkosten zu beteiligen hätten und die
Stadt Monschau nicht mit dieser Kostenlast allein lassen
dürften.
Auf
emotionaler Ebene
Die
Diskussion wird nicht zum ersten Mal geführt, gerät
aber regelmäßig in die Gefahr, dass hier eine
vom Gesetzgeber geregelte Aufgabenverteilung auf die emotionale
Ebene transportiert wird nach dem Motto: Diese zahlungsunwilligen
Kommunen Simmerath und Roetgen lassen die Schulstadt Monschau
mit ihren Problemen im Regen stehen.
Doch
auch der Monschauer Bürgermeister hat erkannt, dass
die Nachbarn nur bedingt in die Pflicht genommen werden können.
Theo Steinröx: „Die einzige Lösung im Falle
der Schulfinanzierung besteht darin, dass die Sonderaufwendungen
für Schulen im Finanzausgleich weit besser als bisher
vom Land dotiert werden“, so die jüngste Aussage
des Bürgermeisters.
Die
kürzlich eingegangene Zuwendung seitens der Bezirksregierung
(1,8 Millionen Euro für die energetische Sanierung des
Gymnasiums) hilft der Stadt kurzfristig, generell aber ist
damit das Problem einer dauerhaft besseren Finanzausstattung
noch nicht gelöst. Einen kleinen Hoffnungsschimmer ließ kürzlich
die Gemeindeprüfungsanstalt in Monschau zurück
(wir berichteten): „Die Situation Monschaus und vergleichbarer
Schulstandorte sollte Anlass sein, im Gemeindefinanzierungs-
oder Schulgesetz NRW zu Regelungen zu kommen, die die wichtige
Aufgabe der Schulausbildung auf eine breitere finanzielle
Basis stellen“, heißt es im Bericht.
Landesprüfanstalt
und Bezirksregierung haben dabei auch wieder eine finanzielle
Beteiligung der Nachbarkommunen Simmerath und Roetgen ins
Spiel gebracht, die Schüler täglich zum St. Michael-Gymnasium,
zur Elwin-Christoffel-Realschule oder zur Gemeinschaftshauptschule
Monschau-Roetgen schicken.
Es
bleibt aber zum jetzigen Zeitpunkt bei einem Appell: „Es
liegt daher nahe, die Nachbarkommunen, deren Schüler
die Schulen besuchen, an der Finanzlast zu beteiligen“,
schreibt die Gemeindeprüfungsanstalt, wohl wissend dass
die Beteiligung nicht als Pflichtaufgabe, sondern nur auf „freiwilliger
Basis“ erfolgen kann.
Die
Freiwilligkeit einer solchen Beteiligung ist auch für
den Simmerather Bürgermeister Hubert Breuer maßgebend.
Zuletzt habe es zwar einige „unverbindliche Äußerungen“ gegeben,
aber eine konkrete Anfrage der Stadt Monschau liege nicht
vor. Daher sehe er auch derzeit keinen Anlass, das Thema
Beteiligung an Schülerfahrtkosten auf die Tagesordnung
zu setzen, hält man sich in Simmerath bedeckt. Die Rechtslage
ist für den Simmerather Bürgermeister eindeutig.
Wegen ihrer Aufgaben als Schulstadt komme Monschau ja auch
in en Genuss einer höheren Schulpauschale und höherer
Schlüsselzuweisungen des Landes. Wenn man über
eine finanzielle Beteiligung spreche, dann gehörten
alle Ein- und Ausgaben auf den Tisch.
In
diesem Zusammenhang erinnert Hubert Breuer daran, dass es
mehrere Versuche gegeben habe, in der Gemeinde Simmerath
eine Realschule zu etablieren, diese Initiative aber unter
anderem auch an „erheblichen Widerständen“ aus
Monschau gescheitert sei.
Auch
für Roetgens Bürgermeister Manfred Eis ist das
Thema Schulfinanzierung letztlich „kein Streitthema“,
da die Schulpolitik Sache der Landesregierung sei und die
Kommunen letztlich nur als Schulträger fungierten. Das
Land habe die Aufgaben klar zugewiesen. Auch der Roetgener
Bürgermeister gibt zu bedenken, dass der Stadt Monschau
bei den Schlüsselzuweisungen die Schülerzahlen
angerechnet würden. Eine Beteiligung der Nachbarkommunen
an den Schülerfahrtkosten könne daher nur eine
freiwillige Aufgabe sein. Auch bei der Gemeinde Roetgen liege
keine offizielle Anfrage aus Monschaus vor. Manfred Eis: „Ich
sehe daher im Moment auch keine Veranlassung, das Thema aufzugreifen.“ (P.
St.)
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Fremdenverkehrs-Vorteil
bringt 90 000 Euro
19.12.2008
Fremdenverkehrs-Abgabe
2009 in Simmerath beschlossen: Rund 400 Betriebe werden veranlagt.
Simmerath.
Ob Apotheke, Friseurshop oder Baustoffhändler: Die von
der Gemeinde Simmerath erhobene Fremdenverkehrsabgabe erfasst
nicht nur den klassischen touristischen Bereich. Neben der
Gastronomie haben auch viele andere im Gemeindegebiet Simmerath
ansässige Betriebe einen Vorteil von den vielen Gästen,
die die Gemeine Simmerath aufsuchen.
Dieser
Vorteil, auch wenn er im Einzelfall schwer messbar ist, gibt
den Kommunen die Möglichkeit, über die Erhebung
einer Fremdenverkehrsabgabe alle Vorteilsnehmer an den Kosten
für die Fremdenverkehrswerbung bzw. an Herstellung und
Unterhaltung von Einrichtungen, die dem Fremdenverkehr dienen,
zu beteiligen. Zum 1. Januar 2002 hat die Gemeinde Simmerath
die Fremdenverkehrsabgabe eingeführt.
Da
die Beitragskalkulation jedes Jahr neu errechnet werden muss,
hatte der Gemeinderat jetzt in seiner letzten Sitzung des
Jahres über die Höhe der Abgabe zu entscheiden.
Der
von der Gemeinde zu tragende finanzielle Aufwand am beitragsfähigen
Aufwand wurde seinerzeit auf 25 Prozent festgesetzt. Nach
der jüngsten Kalkulation würde dies für die
Gemeinde eine Summe von rund 264 000 Euro ergeben. Um kostendeckende
Einnahmen in gleicher Höhe aus dem Fremdenverkehrsbeitrag
zu erzielen, wäre ein Beitragssatz von 17,6 Prozent
erforderlich. Das aber erschien Rat und Verwaltung eine deutlich
zu hohe Belastung für die Betriebe, so dass man es unverändert
beim bisher erhobenen Beitragssatz von sechs Prozent beließ.
Hierdurch kann die Gemeinde Einnahmen in Höhe von 90
000 erzielen.
Eine „Viertel-Kraft“
Die
Auswertung der Verwaltung hat gezeigt, dass 85 Prozent der
Betriebe einen jährlichen Beitrag zwischen elf und 300
Euro aufbringen müssen. Die Tatsache, dass jährlich
rund 400 Betriebe veranlagt werden, veranlasste Klaus Stockschlaeder
(Grüne) nach dem Verwaltungsaufwand für Erhebung
der Fremdenverkehrsabgabe zu fragen. Fast „ein Viertel
Kraft“, so die Antwort der Verwaltung, kostet die Aufgabe
an Personaleinsatz.
Wie
auch schon in Vorjahren sprach sich die UWG gegen die Erhebung
der Fremdenverkehrsabgabe aus. Helmut Keischgens sah darin
eine „Wettbewerbsverzerrung“, da die Abgabe nicht
flächendeckend im Lande erhoben werde.
Diese
Argumentation aber ließ Bürgermeister Hubert Breuer
nicht gelten. Der Gesetzgeber lasse nur dort die Erhebung
einer solchen Fremdenverkehrsabgabe zu, wo auch tatsächlich
ein Vorteil aus dem Fremdenverkehr erkennbar sei. (P. St.)
Fragen
zur Finanzierung der Rursee-Touristik
" Ausdrücklich“ stimmte die CDU auch einer „notwendigen
Erhöhung“ des Zuschusses an die Rursee-Touristik um 15 000 Euro zu.
Bruno Löhrer für seine Fraktion: Die Rursee-Touristik leiste hervorragende
Arbeit, die zugleich Wirtschaftsförderung bedeute und Arbeitsplätze
schaffe.
Für
die SPD-Fraktion sprach sich Franz-Josef Hammelstein gegen
diese Erhöhung aus. „Das ist ein Schnellschuss.“ Die
Verantwortlichen der Rursee-Touristik seien selbst von der
finanziellen Entwicklung überrascht worden. Diese „Überraschung“ müsse
aufgearbeitet und zunächst in den Fachausschüssen
beraten werden.
Der
mit den Jahren angehäufte Verlust bei der Rursee-Touristik
(inzwischen 90 000 Euro) gab auch für FDP-Sprecher Hermann-Josef
Bongard Anlass zum Handeln. Der Erhöhung des Gemeindezuschusses
könne er zwar zustimmen, aber es müsse eine genaue
Ursachenforschung der sichtbar gewordenen Mängel bei
der Projektfinanzierung und dem Controlling erfolgen.
Beigeordneter
Karl-Heinz Hermanns erläuterte auf Anfrage, dass die Rursee-Touristik
wegen der Vielzahl ihrer Aufgaben (Projekte Maßnahmen, umfangreiche Öffnungszeiten)
im Grunde unterfinanziert sei. Wolle man aber den hohen Qualitäts-Standard
der Einrichtung beibehalten, führe an der Erhöhung der
Strukturhilfe der Gemeinde von 90 000 auf 105 000 Euro kein Weg
vorbei. Die Bedeutung der Rursee-Touristik macht Hermanns auch
daran fest, dass im Sommer in einem Monat rund 12 000 Besucher
das Infocenter in Rurberg aufsuchen
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Einigkeit
bei Spielplätzen und Planungskosten
16.12.2008
Eine überschaubare
Anzahl von Anträgen brachten die Fraktionen in den Simmerather
Haushaltsplan für das Jahr 2009 ein.
Den
Anträgen der CDU-Fraktion, Mittel für den Aus-
bzw. Neubau der Feuerwehrgerätehäuser in Strauch
und Steckenborn um ein Jahr vorzuziehen, wurde zugestimmt
wie auch der Erhöhung der Mittel für die Straßenunterhaltung
(von 133 000 auf 145 000 Euro). Der Ausbau der Stüttgesgasse
in Lammersdorf (187 000 Euro) soll bereits in 2010 erfolgen;
für den Ausbau des Seerandweges in Rurberg sollen 2011
50 000 Euro eingesetzt werden.
Einigkeit
wurde auch über den Antrag erzielt, die Ersatzausstattung
mit Geräten auf den Gemeinde-Spielplätzen von jährlich
10 000 auf 15 000 Euro ab dem Jahr 2009 zu erhöhen.
Folglich unterstützte die CDU-Fraktion auch den SPD-Antrag,
die Mittel zur Unterhaltung der Kinderspielplätze von
3000 auf 8000 Euro zu erhöhen.
Die
Unterstützung der Mehrheit fand auch ein weiterer SPD-Antrag,
nämlich die für 2009 angesetzten Mittel für
Bauleitplanungen um 18 000 Euro auf 200 000 Euro zu kürzen.
Nicht gefolgt wurde einem SPD-Antrag, die Mittel für
die Sanierung landwirtschaftlicher Wege (die SPD sprach von „Luxusausbau“)
von 75 000 Euro auf 50 000 Euro zu reduzieren.
Abgelehnt
wurde der Antrag von SPD und FDP, die Gewerbesteuer um sechs
Prozentpunkte zu senken.
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Ausgleich
erfolgt „nur auf dem Papier“
16.12.2008
Fehlbedarf
im 30 Millionen-Euro- Haushalt der Gemeinde Simmerath wird
aufgefangen. Keine Senkung der Gewerbesteuer.
Simmerath.
Finanziell gar nicht so schlecht steht die Gemeinde Simmerath
im kommende Jahr da. Der Haushaltsplan für das Jahr
2009 schließt zwar mit einem überschaubaren Fehlbedarf
von 1,2 Millionen Euro ab, aber dieses Minus im Etat kann
durch einen Zugriff auf die Finanz-Rücklage ausgeglichen
werden. Dieser Ausgleich hat den Vorteil, dass der Haushalt
2009 nicht von der Kommunalaufsicht genehmigt werden muss „und
somit auch entsprechende Restriktionen und Auflagen entfallen“,
wie CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer bei der Beratung
des Zahlenwerkes herausstellte. Der Gemeinderat verabschiedete
in der letzten Sitzung des Jahres den 30 Millionen-Haushalt
mit den Stimmen von CDU, SPD und Grünen – UWG
und FDP (sechs Nein-Stimmen) versagten ihre Zustimmung, erstere
wegen der nicht vorliegenden Eröffnungsbilanz, die FDP
wegen Ablehnung der von ihr beantragten Senkung der Gewerbesteuer.
„Im
Vergleich noch relativ gut“
Kämmerer
Edmund Kreutz wies darauf hin, dass der erfolgte Haushaltsausgleich
letztlich nur „auf dem Papier“ erfolge. Ein stetiger
zugriff auf die finanzielle Rücklage der Gemeinde sei
keine Zukunftsperspektive. „Der Kasse geht das Geld
aus.“ Im Vergleich zu vielen anderen aber stehe die
Gemeinde Simmerath noch relativ gut da.
Punktuell
unterschiedliche Auffassungen und die Erläuterungen
zu gestellten Änderungsanträgen (s. Box) bestimmten
dann die Haushaltsreden der Fraktionen.
Für
die CDU-Fraktion hob deren Sprecher Bruno Löhrer hervor,
dass im Interesse einer positiven Entwicklung der Gemeinde
Simmerath und des Erhaltes der kommunalen Selbstverwaltung „eine äußerst
sparsame Finanzwirtschaft dringend erforderlich ist, um einen
sich abzeichnenden Finanzkollaps zu vermeiden.“
Als „verantwortliche
politische Kraft“ in der Gemeinde habe man daher auch
die von der FDP geforderte Reduzierung der Gewerbesteuer
(von 413 auf 407 Prozentpunkte) nicht mittragen können,
selbst wenn diese Senkung den Effekt begünstigen würde,
dass die Talfahrt der Wirtschaft gebremst werde. Keinesfalls
aber könne man der Forderung der SPD folgen, die kalkulatorischen
Zinsen bei den Gebührenberechungen zu senken, weil dadurch
der Haushalt zusätzlich belastet würde. Eine solche
Politik, „die nach Wahlgeschenk riecht, kann die CDU-Fraktion
nicht verantworten.“
Einer
negativen wirtschaftlichen Entwicklung setze die Gemeinde
im Haushalt 2009 Investitionen mit einem Gesamt-Volumen von
mehr als sieben Millionen Euro entgegen.
Löhrer
nutzte seine Haushaltsrede auch, um Hubert Breuer Lob und
Dank auszusprechen, der seinen letzten Haushalt als Bürgermeister
einbringe. Der CDU-Fraktionschef bescheinigte dem Verwaltungschef, „erfolgreiche
Arbeit zum Wohle der Gemeinde“ geleistet zu haben.
Auch
nach der Kommunalwahl 2009, zeigte sich Löhrer überzeugt,
werde die CDU-Mehrheit mit dem neuen Bürgermeister Karl-Heinz
Hermanns diese „erfolgreiche Politik“ fortsetzen.
Für
die SPD-Fraktion ergriff Franz-Josef Hammelstein das Wort. „Sorgenvoll“ sah
er auf den Schuldenberg, der sich mit 24 Millionen Euro zwar
leicht verbessert habe, aber die Pro-Kopf-Verschuldung liege
immer noch bei 1500 Euro. Noch einmal hob er vorher, dass
eine Senkung der kalkulatorischen Zinsen bei den Müllgebühren
zu einer Entlastung der Bürger geführt hätte.
Ein ärgerlicher
Faktor bei den Finanzen ist aus Sicht der SPD die Kreisumlage,
die sich binnen sieben Jahren auf jetzt sechs Millionen Euro
verdoppelt habe. Positiv im Haushalt sah Hammelstein den
angemessenen Stellenplan („Die Verwaltung leistet unter
dem Strich gute Arbeit“) und das neu eingeführte
Gebäudemanagment. Gespannt schaue man auf die Städteregion,
und erwarte, dass die Zusagen, die Ausgaben mittelfristig
um 10 Prozent zu senken, auch eingehalten würden.
Abermals
erinnerte die SPD an eine wichtige Forderung: Eine echte
Kosten- und Leistungsrechnung für den Bauhof sowie die
Erstellung eines Pflege- in Leistungskataloges für Grünflächen
müsse eingeführt werden.
Obwohl
die Mehrheitsfraktion nicht allen Anträgen der SPD gefolgt
sei, wolle man dem Haushalt 2009 seine Zustimmung geben.
Die
Stellungnahme der UWG-Fraktion trug Sprecher Helmut Keischgens
vor. Auch wenn das Jahresergebnis 2008 wohl besser ausfallen
werde als ursprünglich geplant, sei noch „keine
Trendwende“ in Sicht. Auch seien die Auswirkungen der
weltweiten Finanzkrise noch nicht berücksichtigt worden.
Keischgens bedauerte, dass der UWG-Antrag auf Einführung
einer „Gemeinde-Eigenheimzulage“ nicht diskutiert
worden sei. Eine solche Zulage, so die UWG, würde Schlüsselzuweisungen
und Grundsteuern aktivieren, die Ausgaben würden
sich also schnell bezahlt machen. Auch eine Reduzierung der
Gewerbesteuer (am besten deutlich unter 400 Prozentpunkten)
unterstütze die UWG. Keischgens: „Wir müssen
uns deutlich von Nachbarkommunen abheben, damit die Unternehmen
sich in Simmerath und nicht in Monschau, Schleiden oder Nideggen
ansiedeln.“
Die
Behauptung, dass die UWG-Forderung nach einem Bürgerbüro
in der Verwaltung die Personalkosten steigen lasse, sei „haltlos“ wie
sich in vergleichbaren Fällen gezeigt habe. Wohl aber
eine verstärkte Zusammenarbeit der drei Eifelkommunen
auf Verwaltungsebene ohne Auflösung der Gemeindegrenzen
könne zu Kosteneinsparungen führen, rechnete Keischgens
vor.
Weil
aber die Forderungen und Anträge der UWG seit Jahren
abgelehnt würden, könne man erneut dem Haushalt
nicht zustimmen.
Für
die FDP-Fraktion sah Fraktionssprecher Hermann-Josef Bongard
im Haushalt keinen Anlass zu finanzieller Besorgnis, da es
keine Neuverschuldung gebe. In der geforderten Senkung der
Gewerbesteuer auf 407 Prozentpunkte wie in der Nachbarkommune
Monschau sah Bongard ein positives Signal der Wirtschaftsförderung.
Die überproportional steigende Kreisumlage habe dagegen
das Stadium des Ärgernisses weit hinter sich gelassen.
Bongard: „Die Kommunen werden in einem unerträglichen
Maße belastet.“
Positive
Signale erwartet die FDP von der Landesregierung, um das
Ziel von beitragsfreien Kindergärten zu erreichen. Ein
weiterer Appell an die Landesregierung betraf das Simmerath
Krankenhaus, wo das Land „endlich sein Versprechen
einlösen“ und den Bestand des Hauses dauerhaft
sichern solle.
Bei
der Gestaltung der neuen Mitte in Woffelsbach gelte es, die
Argumente der Betroffenen ernst nehmen; andererseits dürfe
das Ziel einer touristischen Weiterentwicklung „nicht
durch halbherzige Entscheidungen verwässert“ werden,
meinte der Liberale.
Weil
aber, so Hermann-Josef Bongard, die Reduzierung der Gewerbesteuer
keine Mehrheit finde, könne man dem Haushalt nicht zustimmen.
Gerade in der jetzigen Situation wolle die FDP „Flagge
zeigen“, sagte Bongard.
Die
Aspekte zum Haushaltsplan aus Sicht der Grünen trug
Günter Mießen vor. Er warnte vor einer Senkung
der Gewerbesteuer. Das wäre nichts anders als ein „vorübergehendes
Geschenk.“ Er sehen den finanziellen Einbruch der zurückliegenden
Jahre vor allem in den hohen Kosten für den Kanalbau
begründet. Eine Erhöhung des Kanalerschließungsbeitrages
wäre hier eine Möglichkeit der Reduzierung gewesen.
Leider sei es rechtlich nicht durchzusetzen, unbebaute Grundstücke
in die Kanalgebühren mit einzubeziehen. Die so entstandenen
hohen Kosten gingen nun alle zu Lasten des Gebührenzahlers.
Finanzielle Entlastungsmöglichkeiten sah Mießen
in einer Erhöhung der Grundsteuer B und darin, dass
die Gemeinde sich von Vermögen trenne. Als Beispiel
nannte er die Unterkunft Langschoß. Die wenigen hier
noch lebenden Bewohner könnten kostengünstiger
in den Ortschaften untergebracht werden.
Abschließend
meinte Bürgermeister Hubert Breuer zur Haushaltslage
der Gemeinde, dass der hohe Schuldenstand die direkte Folge
investiver Maßnahmen sei, die zu einer Vermehrung des
Gemeindevermögens führten. (P. St.)
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Hilfe
der Nachbarn für die Schulstadt?
Stadt Monschau fordert langfristig eine bessere Finanzausstattung,
um ihren Bildungsauftrag für die Nordeifel erfüllen zu
können.
Von
Heiner Schepp
Monschau.
Wenn die Gemeindeprüfungsanstalt eine
Stadt oder Gemeinde besucht, dann freuen
sich Rat und Verwaltung in der Regel so wie
manche Schüler auf den Zeugnistag oder
eine Mathearbeit. Vier Wochen lang nisten
die überörtlichen Prüfer sich
im Rathaus ein und schauen sich genauer an,
wie die Verwaltung arbeitet, wie politische
Beschlüsse umgesetzt werden und ob diese
effektiv für den Bürger sind. Ein
besonderes Augenmerk legen die Prüfer
dabei auf die Finanzen der Stadt oder Gemeinde.
Vor
einigen Monaten war es auch in Monschau mal
wieder so weit, die Gemeindeprüfungsanstalt
NRW (GPA) war zu Gast im Rathaus an der Laufenstraße
und wälzte Akten und Bücher. Heraus
kam ein detailierter Prüfungsbericht,
den es dann auch im politischen Raum zu diskutieren
galt.
Allerdings
ließ die Verwaltung in Person ihres
Leiters Bürgermeister Theo Steinröx
kein gutes Haar an der ersten Version des
Prüfberichts, der beispielsweise „eine
straffere Organisationsstruktur in der Verwaltung,
weniger Amtsleiter und eine Verringerung
der Zahl der Ratsmitglieder“ empfohlen
hatte.
„Der
Vorentwurf des Prüfberichts war unsäglich“,
vermisste der Bürgermeister jegliches
Gefühl für die Situation der Stadt.
Dies
galt besonders auch für den Bereich
Schulen, wo die GPA der Stadt kurz und humorlos
empfahl, „die Leistungsstandards an
ihrer Einwohnerzahl auszurichten“ statt
Schulstadt für eine ganze Region sein
zu wollen. Im Klartext: Monschau solle nur
Schulen für Kinder aus dem Stadtgebiet
verwalten.
„Die
einzige Lösung im Falle der Schulfinanzierung
besteht darin, dass die Sonderaufwendungen
für Schulen im Finanzausgleich weit
besser als bisher vom Land dotiert werden“,
hielt Theo Steinröx den Prüfern
entgegen. Der Bürgermeister nutzte schließlich
im weiteren Verfahren den Prüfbericht,
um Bezirks- und Landesregierung auf die besondere
Situation der Schulstadt Monschau hinzuweisen. „Wir
haben den gefürchteten Prüfbericht
der GPA instrumentalisiert, um eine gute
Position für Monschau zu erreichen“,
so Steinröx, der mit seinem Drängen
schließlich einen ersten Erfolg hatte:
Als im Sommer kurzfristig Mittel für
die energetische Sanierung von Schulen und
Kindergärten beim Land frei wurden,
war Monschau - auch dank gut ausgearbeitet
Antragstellung - unter den Zuschussempfängern.
Erst kürzlich wurde vom RP persönlich
offiziell der Bewilligungsbescheid über
1,88 Millionen Euro an die Stadt übergeben.
Mit dem Zuschuss wird ein stark renovierungsbedürftiger
Gebäudeteil des St. Michael-Gymnasiums
nun bis zum Jahr 2013 energetisch saniert
und modernisiert.
Die
Millionenzuwendung ist aber nur eine Momentaufnahme,
generell braucht die Stadt Monschau mit ihren
drei (städtischen) weiterführenden
Schulen und ihren fünf Grundschulen
eine langfristig bessere Finanzausstattung
durch das Land, wie man auch an höherer
Stelle eingesehen hat: „Die Situation
Monschaus und vergleichbarer Schulstandorte
sollte Anlass sein, im Gemeindefinanzierungs-
und/oder im Schulgesetz NRW zu Regelungen
zu kommen, die die wichtige Aufgabe der Schulausbildung
auf eine breitere finanzielle Basis stellen“,
kündigte die Prüfungsanstalt an.“ Auch
die Bezirksregierung in Köln befürwortet „eine
grundsätzliche Überprüfung
der Regelungen zum Finanausgleich im Hinblick
auf die Aufgaben der Stadt im schulischen
Bereich“.
Beide
Behörden – Landesprüfanstalt
und Bezirksregierung – bringen aber
auch wieder eine finanzielle Beteiligung
der Nachbarkommunen Simmerath und Roetgen
ins Spiel, die ihre Schülerinnen und
Schüler täglich zu St. Michael,
zur Elwin-Christoffel-Realschule oder
zur Gemeinschaftshauptschule Monschau-Roetgen
schicken, wo die Nachbargemeinde ja sogar
im Namen auftaucht.
„Im
Hinblick auf die besondere Situation Monschaus
als Standort für Schulen, die auch auf
den Bedarf der Nachbarkommunen ausgelegt
sind, sollte angesichts der angespannten
Haushaltssituation der Stadt nach alternativen
Finanzierungsformen gesucht werden. Es sollte
daher auch im Interesse der Nachbargemeinden
liegen, dass die schlechte Finanzsituation
Monschaus verstärkt durch die zu befürchtende
demografische Entwicklung nicht zu spürbaren
Abstrichen bei der Finanzausstattung der
Schulen führt. Es liegt daher nahe,
die Nachbarkommunen, deren Schüler die
Schulen besuchen, an der Finanzlast zu beteiligen“,
schreibt die Gemeindeprüfungsanstalt,
empfiehlt aber, dass diese Lastenteilung „nicht
als Pflichtaufgabe, sondern auf freiwilliger
Basis“ erfolge.
In
die gleiche Richtung zielt die Bezirksregierung: „Die
Anregung, dass die benachbarten Kommunen
im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten
yeine freiwillige Kostenbewilligung vornehmen,
wird von mir unterstützt“, schreibt
der Regierungspräsident.
Nun
stehen erst einmal die Weihnachtsferien an,
und da ruht auch die Politik. Mit dem zweiten
Schulhalbjahr aber wird die Diskussion um
die Kosten der Schulausbildung in der Nordeifel
weitergehen. Wie heißt es doch in einem
alten Karnevalsschlager: „Wer soll
das bezahlen...?“
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Simmerath
verstärkt Bauamt
Keine wesentlichen Veränderungen im Stellenplan 2009 der Gemeinde
Simmerath.
Mit 11 Beamtenstellen und 89,4 Beschäftigtenstellen
wird sich der Stellenplan 2009 der Gemeinde
Simmerath gegenüber dem laufenden Jahr
nur unwesentlich verändern.
Bei
der Vorberatung des Plans in der Sitzung
des Haupt- und Finanzausschusses bezeichneten
mit Ausnahme der UWG alle Fraktionen das
Personalpaket für die Simmerather Verhältnisse
als angemessen.
Es
wird 2009 eine Beamtenstelle mehr geben,
da die Gemeinde einen Tiefbauingenieur zur
Verstärkung der Bauverwaltung einsetzen
wird. Die Änderung des Stellenplans
sei in dieser Form erforderlich und begründbar,
sagte Bruno Löhrer für die CDU,
und auch Gregor Harzheim (SPD) begrüßte
sowohl die geplante Neueinstellung als auch
die Einstellung einer Auszubildenden. Man
vermisse allerdings noch ein klares Konzept
für die neu gebildete Strukturabteilung;
auch schaue man „etwas skeptisch“ auf
die erfolgte Stellenreduzierung bei den Reinigungskräften.
(Harzheim: „Am unteren Ende wird gespart.“)
Bürgermeister
Hubert Breuer erläuterte, dass die neu
gebildete Strukturabteilung zu einigen Verschiebungen
innerhalb der Verwaltung führen werde.
Sobald dieser Prozess abgeschlossen sei,
werde man die Aufgaben der neuen Abteilung
darstellen.
Über
Reinigungskräfte beraten
Bei
den Reinigungskräften, ergänzte
Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns, seien
keine betriebsbedingten Kündigungen
erfolgt. Man habe in Absprache mit den Hausmeistern
das Personal lediglich ein wenig zurückgefahren.
Es sei aber eine „vertretbare Lösung“ gefunden
worden.
Hermann-Josef
Bongard (FDP) begrüßte die Aufwertung
im Bauamt, da zuletzt ja sogar Arbeit liegen
geblieben sei.
Keine
Zustimmung fand der Stellenplan bei der UWG.
Claus Brust vermisste einmal mehr Ansätze, „die
zu einer Verschlankung der Verwaltung führen“.
Wenn
die UWG die Einrichtung eines Bürgerbüros
forderte, „dann dient das bestimmt
nicht einer Verschlankung der Verwaltung“,
konterte der Bürgermeister.
Mit
den Gegenstimmen der UWG und drei Enthaltungen
der SPD (sie sieht noch Beratungsbedarf beim
Thema Reinigungskräfte) wurde der Stellenplan
dem Rat zur Annahme empfohlen. (P. St.)
Quelle:
Eifeler Zeitung
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| Die
Brücken nicht vergessen
(P. St.)
| 10.12.2008, 15:08
Simmerath.
Mit dem Neubau der Feuerwehrgerätehäuser
in Strauch (Anbau an das vorhandene Gebäude)
und Steckenborn (geplanter Neubau) soll zügig
begonnen werden: Deshalb sollen Planungsmittel
bereits in den Haushaltsplan 2009 eingesetzt
werden. Auch um die Sanierung von Brücken
im Rurtal muss sich die Gemeinde konkret
kümmern.
Dies
wurde deutlich bei der Beratung des Haushaltsplanes
2009 der Gemeinde Simmerath am Dienstagabend
im Hauptausschuss. Die Änderungswünsche
der Fraktionen für die abschließende
Beratung im Gemeinderat am 16. Dezember hielten
sich im überschaubaren Rahmen.
Konkrete Änderungsanträge
bei Investitionsmaßnahmen brachte CDU-Fraktionssprecher
Bruno Löhrer auf den Tisch.
Damit
die Vorbereitungen starten können, sollen
bereits 2009 für das Feuerwehrgerätehaus
Strauch 10.000 Euro Planungsmittel und weitere
10.000 Euro für das Jahr 2010 bereit
gestellt werden. Auch beim Feuerwehrgerätehaus
Steckenborn sollen 10.000 Euro Planungsmittel
bereits 2009 zur Verfügung gestellt
werden. 50.000 Euro werden als Verpflichtungsermächtigungen
im darauf folgenden Jahr eingesetzt, damit
auch in Steckenborn begonnen werden kann,
falls die Frage des Grunderwerbs rechtzeitig
geklärt werden kann. Im neuen Gerätehaus
soll ein Schadstoff-Messfahrzeug untergebracht
werden.
Größeren
Ersatzbedarf hat die CDU auch auf den den
Spielplätzen festgestellt. Daher sollen
für Beschaffung neuer Geräte statt
10.000 Euro in den kommenden Jahren jeweils
15000 Euro eingesetzt werden. Noch nicht
zum Zuge, obwohl vom Bauausschuss beschlossen,
kommt im nächsten Jahr der Ausbau der
Straße nach Hirschrott wie auch der
Ausbau der Stüttgesgasse in Lammersdorf.
Zumindest eine der beiden Maßnahmen,
forderte Bruno Löhrer, solle aber zeitnah
umgesetzt werden. Außerdem müsse
die Frage der Erhebung von Anliegerbeiträgen
für die Stüttgesgasse wie auch
für den zum Ausbau anstehenden Seerandweg
in Rurberg geklärt werden.
Schließlich
müsse die Gemeinde auch die Sanierung
von Brücken im Rurtal konkret in Angriff
nehmen, sah Bruno Löhrer eine große
Aufgabe auf die Gemeinde zukommen. Es sollte
geklärt werden, ob im Gesamt-Ansatz
für Straßensanierungen im Jahr
2009 auch ein konkreter Anteil für Brücken
festgelegt sei. Außerdem sollte der
Ansatz auf 145.000 Euro erhöht werden
(bisher 133.000 Euro).
Dazu
erläuterte Bürgermeister Hubert
Breuer, dass keine gesonderte Position für
Brückensanierungen ausgewiesen sei.
Mit den geringen zur Verfügung stehenden
Mitteln werde stets nur «das Nötigste» erledigt.
Für die Sanierung der Straße nach
Hirschrott solle man die Position erhöhen,
damit auch tatsächlich im Jahr 2010
die Arbeiten in Angriff genommen werden könnten.
Vier Änderungswünsche
brachte für SPD Franz-Josef Hammelstein
(«Insgesamt ist im Haushalt relativ
wenig zu bewegen») ein.
Der Ansatz
für die Sanierung von landwirtschaftlichen
Wegen (50.000 Euro) erscheine ihm zu hoch.
Die SPD beantragte eine Kürzung um die
Hälfte. Die Ausgaben für den Tourismus
(15.000 Euro) sollten auf 9000 Euro reduziert
werden, und die Planungskosten um 18000 Euro
auf 200.000 Euro erhöht werden. Wie
bereits von der CDU beantragt, hielt es auch
die SPD für erforderlich, 5000 Euro
mehr pro Haushaltsjahr für die laufende
Unterhaltung von Spielplätzen einzusetzen.
Für
die FDP beantragte Hermann-Josef Bongard
einen eigenen Haushaltansatz für die
Brückensanierung. Der allgemeine Ansatz
für Sanierungen sollte auf 158.000 Euro
erhöht werden.
Bei der
Gewerbesteuer beantragte Bongard eine Senkung
auf 407 Prozentpunkte (bisher 413 Punkte).
Mit diesem Hebesatz würde man sich dann
auf dem gleichen Niveau wie die Nachbarkommune
Monschau bewegen.
Keine Änderungsanträge
brachte die UWG ein. Claus Brust sah lediglich
den Haushalt insgesamt zu optimistisch gerechnet.
Die weltweite Finanzkrise habe darin keine
Berücksichtigung gefunden. Als sinnvoll
betrachte er eine Senkung der Gewerbesteuer,
denn die Gemeinde müsse «nach
vorne denken.» Für die Grünen
regte Günter Mießen an, dass die
Verwaltung prüfen möge, inwieweit
sie sich die Gemeinde im nächsten Jahr
von Vermögen (z.B. Gebäude) trennen
könne.
Die von
den Fraktionen eingebrachten Änderungswünsche
werden nun von der Verwaltung im aktualisierten
Haushaltsentwurf berücksichtigt, ehe
die Haushaltssatzung 2009 dann am kommenden
Dienstag in der Ratssitzung verabschiedet
wird.
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
|
| Simmerather
Vereine werden wieder gut bedient
05.12.2008

SC
Komet Steckenborn erhält zu den Bewirtschaftungskosten
des Sportheims in 1463 Euro,
RSV Hertha Strauch 1286,25 Euro
Rurberger SV 1470 Euro,
SV Germania Eicherscheid 2208,50 Euro,
TSV Kesternich 1865,50 Euro,
SV Roland Rollesbroich 1559,25 Euro,
TuS Lammersdorf 1261,75 Euro,
Tennisclub Simmerath zu den Bewirtschaftungskosten des Tennisheimes
in Simmerath 563,50 Euro,
Tennisclub Blau-Weiss Strauch 637 Euro,
Reiterverein Kesternich zu den Bewirtschaftungskosten der Reithalle
in Kesternich 591,50 Euro,
Reit- und Fahrverein Eicherscheid 824,25 Euro
Yachtclub Rursee zu den Bewirtschaftungskosten des Clubheimes in
Woffelsbach 904,75 Euro.
Die
Gemeindezuschüsse machen dabei nur ein Drittel der
tatsächlich angefallenen Bewirtschaftungskosten aus.
Billard-Club
Nordeifel Simmerath zu den Mietkosten des Jahres 2007 für
Räumlichkeiten in der alten Schule Huppenbroich 250,00
Euro
Modellfluggruppe
Kranich zur Beschaffung von Buchenpflanzen für das
Modellfluggelände; 100,00 Euro
Tanzwerkstatt Simmerath für die Mietkosten 250,00 Euro.
Hansa-Gemeinschaft
Simmerath: 300 Euro für Sportgeräte;
Tanzwerkstatt Simmerath: 347 Euro für Geräte:
Reit- und Fahrverein Eicherscheid: 300 Euro;
Segelsportclub Rursee: 300 Euro für die Anschaffung eines
Jugend-Segelbootes und eines Motorbootes;
Germania Eicherscheid: 300 Euro für zwei Fußballtore;
TuS Lammersdorf: 1062 Euro für den Bau einer Flutlichtanlage
auf dem Ausweichsportplatz;
Hansa-Gemeinschaft Simmerath: 2565 Euro für für den Bau
einer Flutlichtanlage;
Roland Rollesbroich: 82 Euro für die Ertüchtigung der
Flutlichtanlage auf dem Sportplatz Rollesbroich.
Für
Veranstaltungen gibt es folgende Zuschüsse: Rursee-Marathon
(150 Euro); Reit- und Fahrverein Eicherscheid (150 Euro);
SV Germania Eicherscheid (150 Euro); Hansa-Gemeinschaft
Simmerath (400 Euro); Reit- und Fahrverein Eicherscheid
(300 Euro); TuS Lammersdorf (3100 Euro).
Für
die Beseitigung des Wildschadens auf dem Sportplatz in
Erkensruhr durch den SV Einruhr/Erkensruhr gibt es 1540
Euro Zuschuss.
Geld
auch für den Karneval
Neubau
vom Umkleiden und Duschen im Freibad Einruhr (7063,01 Euro);
Zuschüsse für Karnevalsumzüge: KG Sonnenfunken
Simmerath: 150 Euro; KG Kester Lehmschwalbe Kesternich:
150 Euro; Karnevalsfreunde Lammersdorf: 150 Euro; KG Klev
Botze Rollesbroich: 150 Euro; KV Kiescheflitscher Rurberg-Woffelsbach:
150 Euro.
Kulturelle
Vereine werden wie folgt bedacht: Trommler- und Pfeiferkorps
Kesternich (150 Euro); Trommler- und Pfeiferkorps Strauch
(150 Euro); Ortskartell Einruhr/Erkensruhr (150 Euro);
Kirchenchor Peter und Paul Kesternich (150 Euro); Verein
für Heimatgeschichte und Dorfkultur Lammersdorf (150
Euro); Musikverein Eifelklänge Eicherscheid (300 Euro);
Blasmusikvereinigung Strauch (300 Euro); Trommler- und
Pfeiferkorps Kesternich (185 Euro); Trommler- und Pfeiferkorps
Strauch (300 Euro); Musikverein Harmonie Rollesbroich (300
Euro); Musikverein Rurseeklänge Woffelsbach (28,34
Euro); Musikverein Diana Kesternich (300 Euro); Kammermusikkreis
Simmerath (300 Euro); Musikverein «Allzeit fröhlich» Dedenborn
(284,87 Euro); Mandolinenorchester Huppenbroich (50,11
Euro); Hansa Simmerath Blasmusik (300 Euro); Musikverein «Heimat-Echo» Steckenborn
(300 Euro); Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Simmerath,
(300 Euro); Theaterverein Paustenbach (300 Euro); St. Johannes
Schützenbruderschaft Lammersdorf (236,89 Euro); St.
Apollonia Schützenbruderschaft Steckenborn (109 Euro);
KV Kiescheflitscher Rurberg-Woffelsbach zu den Mietkosten
der Räumlichkeiten im Antoniushof in Rurberg für
das Jahr 2007 (250 Euro). 256 Euro erhält der Musikverein
Rurseeklänge Woffelsbach zu den Bewirtschaftungskosten
des Vereinsheimes.
Der
Verein für Heimatgeschichte und Dorfkultur Lammersdorf
erhält zu den Bewirtschaftungskosten des Bauernmuseums
Lammersdorf 500 Euro.
Trommlerkorps
baut an
13.
Der Kultur- und Sportausschuss beschloss ferner, dem Trommler-
und Pfeiferkorps 1929 Strauch für die Errichtung eines
Anbaus an das Pfarrheim Strauch zur Schaffung von Vereinsräumen
im Jahre 2009 einen Zuschuss in Höhe von 15000 Euro
und im Jahre 2010 einen Zuschuss in Höhe von 20000
Euro - vorbehaltlich der Bereitstellung entsprechender
Mittel in den Haushaltsplänen der entsprechenden Jahre
- zu gewähren.
Die
Auszahlung der Vereinszuschüsse für das Jahr
2008 erfolgt in Kürze.
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
|
| «Warme
Sanierung» tunlichst vermeiden
(Mü)
| 03.12.2008, 15:31
Einruhr.
Seit Monaten beschäftigt die Gremien
der Gemeinde Simmerath ein Bauvorhaben
am Hostertberg in Einruhr. Jetzt ging
es wiederum um den Bauantrag, nachdem
zur Änderung eines Bebauungsplans
für das Gebiet eine Veränderungssperre
wirksam geworden war.
Um
eine klare Entscheidung drückte
sich nun auch der Planungsausschuss,
indem er sich mit Mehrheit auf formale
Kriterien zurückzog: Der Kreis
als Bauaufsichtsbehörde solle
sich zunächst äußern,
ob er eine Ausnahm von der Veränderungssperre
gestatten wolle, ehe er die Gemeinde
um ihr Einvernehmen frage.
Dabei
geht es um eine zum wiederholten Male
geänderte Planung für ein
Bauvorhaben, wobei aber die jüngste
Planung nun dem Ausschuss gar nicht
vorlag; dies begründete Bürgermeister
Breuer mit der Feststellung, man könne
in dem Gebiet schließlich nicht
jetzt ein Bauvorhaben billigen, das
schon morgen nicht mehr den Festsetzungen
des Bebauungsplans entspreche.
Gegen
sechs Stimmen war dem Entwurf zur Änderung
des Bebauungsplans zugestimmt worden.
Nun können Öffentlichkeit
und Behörden beteiligt werden.
Die Änderung,
die nur einen Teil Einruhrs am Hostertberg
und oberhalb der Wollseifener Straße
berührt, soll «dorftypisches
Bauen» sicherstellen. Festgelegt
wird so, dass Einfamilienhäuser
nicht breiter als 16 Meter sein dürfen,
Doppelhäuser dürfen bis 20
Meter breit werden. Vorgeschrieben
werden auch die Höchstmaße
für die Höhen von Wänden
und Dächern, und Garagen müssen
zur Grundstücksgrenze einen Mindestabstand
von 1,50 Meter einhalten und dürfen
auch nur an einer Hausseite angebaut
werden; so will man den Durchblick
auf Grünflächen freihalten.
Die
Opposition hielt mit ihrer Meinung
nicht zurück, dass diese Änderung
des Bebauungsplans ihren Grund allein
darin habe, ein ganz bestimmtes Bauvorhaben
zu verhindern.
Und
auch Einruhrs Ortsvorsteher Christoph
Poschen hielt mit seiner Meinung nicht
hinter dem Berg, dass man in der Vergangenheit
nicht genügend aufgepasst habe,
die Reihe von Bausünden in Einruhr
gerade auf diesem Bergrücken nicht
um ein weiteres Beispiel fortsetzen
wolle. Einruhr präsentiere sich
in der Fremdenverkehrswerbung als Dorf,
und den Charakter solle man auch erhalten.
Man solle die Änderung des Bebauungsplans
offen mit den Bürgern diskutieren,
danach dann entscheiden.
Am
Rande wurde betont, dass die neuen
Richtlinien auch für den Wiederaufbau
zerstörter Häuser gelten
müssten, damit nicht das Mittel
der «warmen Sanierung» genutzt
werde, um größere alte Baukörper
in modernerem Gewand auferstehen zu
lassen.
Einig
war man sich darin, dass diese Gestaltungssatzung
für einen Teil Einruhrs nicht
der Einstieg sein dürfe in eine
Gestaltungssatzung für das gesamte
Gemeindegebiet.
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
|
| Gebühr
soll nicht über Art der Bestattung entscheiden
Erdbestattung
in Simmerath 22 Prozent teurer
Simmerath.
Wer das Zeitliche segnet, hinterlässt
den trauernden Hinterbliebenen zum Abschied
noch ein paar dicke Rechnungen. Eine
davon kommt aus dem Rathaus, denn die
Kommunen sind am Geschäft mit dem
Tod beteiligt, die eine mehr, die andere
weniger.
Die
Gemeinde Simmerath gehört derzeit
zu der Kategorie „mehr“,
denn der Gemeinderat erhöhte in
seiner jüngsten Sitzung die Gebühr
für das Ausheben und Verfüllen
eines Grabes um satte 22 Prozent auf
585 Euro, Benutzung des Sargwagens inklusive.
Da ist die Erhöhung der gleichen
Dienstleistung für ein Urnengrab
um lediglich drei Prozent auf 325 Euro
vergleichsweise ein Schnäppchen.
Alle anderen Gebühren bleiben aber
gleich, wurde mehrfach im Gemeindeparlament
betont.
Ziel:
Gebühren reduzieren
Zur
Ehrenrettung der Politiker muss gesagt
werden, dass sie mit dieser Gebührenerhöhung
nicht glücklich sind. „Wir
müssen dringend an das Thema ran“,
formulierte Hermann-Josef Bongard von
der FDP, was alle dachten. Aber nicht
sofort und nicht gleich, wie es wohl
Absicht der SPD war, die vor allem die
22-prozentige Erhöhung der Gebühr
für die Erdbestattung nicht akzeptieren
mochte. Erwartungsgemäß wurden
die Genossen abgebügelt.
„Andere
Kommunen haben ähnliche Gebühren“,
wusste Fraktionschef Bruno Löhrer
zu berichten, doch will die CDU-Mehrheit
im Rat bis zur Beratung des Haushalts
für 2010 eine gemäßigtere
Gebührenordnung auf den Tisch legen.
Mit diesem Anliegen rannten die Christdemokraten
bei der Opposition offene Türen
ein.
Denn
es könne nicht angehen, dass nur
deshalb jemand die Einäscherung
wähle, weil er die Erdbestattung
nicht mehr bezahlen könne, kritisierten
die Politiker quer durch die Fraktionen.
Um eine Wahlmöglichkeit ohne Kostendruck
geht es dem Gemeinderat. Wer schon den
Tod mit seinem Leben bezahlt hat, der
sollte wenigstens unter die Erde kommen
dürfen, wie es ihm passt.
Alle
anderen kommunalen Gebühren wurden
vom Rat einstimmig oder mit Mehrheit
durchgewunken. Erwartungsgemäß scheiterte
die SPD erneut mit ihrer Forderung, die
kalkulatorischen Zinsen zu senken. (ess)
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
|
| Wie
viel Lärm kommt aus dem Festzelt?
02.12.2008

Foto
Münker Eifeler Zeitung
Lärmschutzgutachten
für Sport- und Kulturzentrum Kesternich
noch lückenhaft. Auch die Zuwegung
muss noch geklärt werden.
Kesternich.
Mit dem Flächennutzungsplan werden
die Weichen gestellt für den geplanten
neuen Sportplatz in Kesternich mit Sportheim
und Kulturzentrum; nachdem ein erstes
Vorhaben am Widerstand der Anlieger gescheitert
war, hatte man nun für einen neu
vorgesehenen Standort zwischen Maar-
und Schulstraße frühzeitig
ein Lärmschutzgutachten in Auftrag
gegeben.
Der
Gutachter stellte nun seine Arbeit im
Planungsausschuss vor. Untersucht hatte
er drei Varianten. Und in allen drei
Fällen kam er zu dem Schluss, dass
selbst bei den Fußballspielen am
Sonntag durch die Hauptlärmquelle „Zuschauer“ nicht
eine so starke Belästigung zu erwarten
sei, dass sie die einschlägigen
Richtwerte überschreite.
Im
Ausschuss allerdings hatte man die Schwachstellen
des Gutachtens bald ausgemacht: Unberücksichtigt
war nämlich geblieben, dass gerade
bei lärmintensiven Veranstaltungen
wie Karnevals- und Beatbällen das
Kulturzentrum durch einen Zeltanbau erweitert
wird, der naturgemäß weniger
schallisoliert ist als das feste Hauptgebäude.
Und
ebenso war zur Lärmbelästigung
bei Anfahrt und Abfahrt der Besucher
nur die vage Aussage getroffen, sie bewege
sich im Rahmen der Richtlinien, müsse
also hingenommen werden. Für genauere
Aussagen, so erklärte der Gutachter,
brauche er verlässliche Daten zur
Lage der Parkplätze wie auch zur
Menge der erwarteten Besucher. Doch dazu
hatten die Ortsvereine schon für
ein früheres Gutachten Angaben geliefert,
auf die man, so mahnte der Ausschuss,
hätte zurückgreifen können.
Eine
wesentliche Komponente aber kann noch
nicht berücksichtigt werden, machte
Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns klar,
denn ungewiss bleibt, ob das Gelände über
zwei oder drei Zufahrtsstraßen
erschlossen wird, was natürlich
Auswirkungen auf die Verkehrsflüsse
hat.
Weitere
Beratung vertagt
Neben
Maar- und Schulstraße kann das
Gelände nämlich auch über
einen Wirtschaftsweg erreicht werden,
der an die gewünschte, aber noch
nicht ins Endstadium der Planung gekommene
Umgehungsstraße angebunden werden
kann.
„Weiteren
Bearbeitungsbedarf“, sah Ausschussvorsitzender
Harzheim, und einstimmig wurde die weitere
Beratung vertagt. (Mü)
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
|
| Ersatz
für wegfallende Parkplätze
Simmerather
Planungsausschuss stimmt dem Bebauungsplatz
für das „ Kraremann-Karree“ zu.
Parkplätze in einer Tiefgarage und
nahe am Krankenhaus. 15 Meter hoher Baukörper
wird optisch aufgelockert.
Simmerath.
Ohne große Diskussion passierte
der Bebauungsplan für das – vom
Investor so genannte – „Kraremann-Karree“ den
Simmerather Planungsausschuss, vermutlich
auch deshalb, weil man frühzeitig
das Gespräch mit den Betroffenen
gesucht hatte, den Nachbarn und den Gewerbetreibenden.
Unproblematisch
ist dieser Bebauungsplan und das hier
geplante Bauvorhaben nämlich nicht,
verkauft die Gemeinde doch dafür
das Land, auf dem im Ortszentrum an der
Robert-Koch-Straße derzeit rund
140 Stellplätze zu finden sind.
Auf
Dauer keine Parkgebühren
Die
Diskussion ging deshalb nicht allein
um die Aufstellung des Bebauungsplans,
sondern griff schon vor auf die Diskussion,
die bei der Genehmigung des Bauvorhabens
erwartet werden kann. Sichergestellt
wurde mit dem Kaufvertrag, dass für
die fortfallenden Parkplätze Ersatz
geschaffen wird; rund 72 Parkplätze
sollen in einer Tiefgarage angeboten
werden, noch einmal 18 auf dem Gelände
des Einkaufszentrums, und weitere 80
sollen vom Investor in der Nähe
des Krankenhauses an der Quadfliegstraße
gebaut werden. Dabei hat sich die Gemeinde
verbindlich zusichern lassen, dass der
Investor weder für die Parkplätze
in der Tiefgarage noch auf dem Gelände
auf Dauer Parkgebühren verlangen
wird.
Ebenso
ist klar, dass die Erschließung
der Parkplätze hinter dem Optikfachgeschäft
und bei dem derzeit chinesischen Restaurant
weiter über das Gelände des
Kraremann-Karrees erfolgen kann.
Schon
nach den Vorgesprächen wurde die
Planung noch einmal überarbeitet,
die zwei – allerdings durch eine
Brücke verbundene Baukörper
vorsieht. Der größere soll
nun ebenfalls nur zweigeschossig ausgeführt
werden, wobei dieser bis zu 15 Meter
hohe Baukörper noch einmal optisch
aufgelockert wird, indem er im oberen
Bereich durch eine großzügige
Dachterrasse aufgetrennt wird. Statt
des ursprünglich geplanten Tonnendaches
sind nun zwei Schleppdächer vorgesehen.
Der untere Bereich bleibt gewerblicher
Nutzung vorbehalten, im Obergeschoss
sind Wohnungen geplant. Werbeanlagen
sind auch nur im Bereich der Geschäftslokale
zulässig.
Aus
dem Ausschuss wurde der Wunsch geäußert,
dass die Parkplätze beim Krankenhaus
gebaut werden, ehe durch Bauarbeiten
die Parkplätze an der Robert-Koch-Straße
fortfallen.
Dem
Wunsch der Nachbarn folgend, sollen die
Parkplätze an der Robert-Koch-Straße
an der Fahrbahn angeordnet werden, um
zusätzlichen Lärm durch rangierende
Fahrzeuge auf dem Gelände zu vermeiden.
(Mü)
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
|
Offene
Ganztagsgrundschule ist auch weiterhin ein Erfolgsmodell
138 Kinder werden nachmittags in Simmerath, Lammersdorf und Steckenborn
betreut. Aber immer häufiger können Familien den Beitrag
nicht bezahlen.
Simmerath.
Bilanz zog der Trägerverein Offene Ganztagsgrundschule
bei seiner Jahreshauptversammlung. Dabei wurde
deutlich, dass das umfangreiche Angebot einer Betreuung
mit Kursen und Hausaufgabenhilfe bis in den Nachmittag
ohne das Engagement der Lehrer und vieler Helferinnen
und Helfer nicht aufrecht zu erhalten wäre,
sagte Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns.
Der
Verein betreut die Kinder an den drei Grundschulen
in Simmerath, Lammersdorf und Steckenborn. An der
Grundschule in Kesternich wird ein abgespecktes
Programm unter der Bezeichnung „13 plus“ angeboten.
An
Kosten entstehen den Eltern monatlich für
das erste teilnehmende Kind 50 Euro, für das
zweite 40 und für das dritte Kind in der Ganztagsbetreuung
30 Euro. Dazu kommen noch einmal etwa 2,50 Euro
täglich für das Mittagessen.
Kurse
werden gut angenommen
Die
drei Schulleiterinnen Hedwig Krause, Steckenborn,
Marianne Stiel, Lammersdorf, und Bettina Fricke,
Simmerath, berichteten übereinstimmend, dass
die Kursangebote sehr gut angenommen werden. Und
weil sich die Qualität des Angebots herumgesprochen
hat, kann man von Jahr zu Jahr bei nur geringen
Schwankungen mit einer gleich starken Nachfrage
rechnen. In Simmerath nehmen derzeit 51 Kinder
das Angebot der Offenen Ganztagsgrundschule an,
in Lammersdorf 53 und in Steckenborn 34. Zu Beginn
des Jahres gibt es an allen drei Schulen Tage der
offenen Tür, bei denen sich die Schulen mit
ihren Angeboten der künftigen Schülergeneration
und ihren Eltern vorstellen.
Sorge
bereitet allerdings, dass offensichtlich eine zunehmend
größere Zahl von Eltern finanziell nicht
in der Lage ist, ihren Kindern dieses zusätzliche
Angebot zu bezahlen. In dieses Bild passt die hohe
Zahl von Rückbuchungen wegen nicht gedeckter
Konten nach Abbuchung des Beitrags. Beim Regelbeitrag
springt die Gemeinde ein, während man bei
den Kosten für das Mittagessen Sponsoren sucht,
damit die hilfsbedürftigen Familien nur einen
Anerkennungsbeitrag leisten müssen: Ganz umsonst
gibt es nichts.
Die
Kassenprüfer fanden zwar an der Kassenführung
nichts auszusetzen, doch sie gaben dem Vorstand
einige Hausaufgaben: Aufgefallen waren ihnen unverhältnismäßig
hohe Kosten für die Beschaffung der Essensbons
wie auch die Tatsache, dass in den Reparaturkosten
für eine Spülmaschine von rund 1500 Euro
allein rund 400 Euro für Fahrtkosten in Rechnung
gestellt worden waren. Der Rat der Kassenprüfer:
Da solle man lieber einen Handwerksbetrieb vor
Ort einschalten, der zudem auch seine Steuern in
der Gemeinde zahle. Und unverständlich fanden
sie es auch, dass man über 4000 Euro an ein
Steuerberatungsbüro in Düren überweise.
Mit einem Steuerberater aus der Gemeinde könne
man sicherlich einen geringeren Preis aushandeln.
Dr. Kremer, Vorsitzender des Trägervereins,
dankte „für die wertvollen Anregungen“.
Nachdem
auf Vorschlag der Kassenprüfer dem Vorstand
Entlastung erteilt war, wurden die Kassenprüfer
Welters und Vroemen wiedergewählt. Für
den verstorbenen stellvertretenden Vorsitzenden
Bender wurde die bisherige Beisitzerin Isabell
Benkwitz neu gewählt. Neue Beisitzerin ist
Sonja Larscheid aus Steckenborn. (Mü)
Quelle: Eifeler Zeitung
oben
|
3800 „blaue“ Papiertonnen
rollen an
Verteilung der Gefäße in der Gemeinde Simmerath hat begonnen
und erfordert von der Regioentsorgung hohen logistischen Aufwand.
Simmerath.
Die Blauen Tonnen rollen an: Mit einem hohen logistischen
Aufwand werden seit gestern und noch bis Ende nächster
Woche in der Gemeinde Simmerath 3800 Blaue Tonnen
an die überwiegende Zahl der Haushalte verteilt.
Hintergrund ist der Beschluss des Simmerather Gemeinderates,
ab 1. Januar 2009 die kostenlose und freiwillige
Altpapiertonne im Gemeindegebiet einzuführen.

Foto: H. Schepp Eifeler Zeitung
In den vergangenen Wochen haben alle Haushalte zum Thema Altpapiersammlung
ein Schreiben erhalten, gemeinsame Absender: die Gemeinde Simmerath
und die Regioentsorgung, ein kommunaler Zweckverband, der seit
2008 für die Hausmüllentsorgung in Simmerath zuständig
ist.
240-Liter-Gefäß automatisch
In
dem Schreiben hatten die Bürger bis 21. November
Gelegenheit, sich zwischen drei Altpapierbehältern
zu entscheiden oder kundzutun, dass kein Gefäß für
Papier und Pappe gewünscht wird. „Wer
nicht geantwortet hat, bekommt automatisch den
wohl gängigsten Behälter, also die 240-Liter-Tonne“,
erläuterte der Beigeordnete Karl-Heinz Hermanns
gestern Morgen auf dem Bauhof, wo die Verteilaktion
täglich beginnt.
Und
so ergab der Rücklauf (bzw. Nicht-Rücklauf)
dann auch die größte Beliebtheit für
das stattliche 240-Liter-Gefäß, das
in aller Regel die Papier- und Pappe-Abfälle
eines Haushalts in vier Wochen aufnehmen sollte. „Wer
mehr Papier hat, kann aber ein Bündel oder
einen Karton auch künftig einfach mit an die
Straße stellen, wenn die Sammlung ansteht.
Wann
in welchem Ort Papier gesammelt bzw. die Blaue
Tonne geleert wird, dies erfahren die Bürger
auch weiterhin im Abfallkalender, der Mitte Dezember
an alle Haushalte verteilt wird. Dabei legte die
Gemeinde Wert auf acht unterschiedliche Abfallkalender
für die einzelnen Orte der Gemeinde statt
eines großen Gemeindekalenders.
Natürlich
werden zum jeweiligen Termin auch jene Tonnen geleert,
die die Bürger seinerzeit noch beim alten
Entsorger (Firma Förster) oder in diesem Jahr
bei der Regioentsorgung gekauft haben. Insgesamt
dürften im Gemeindegebiet nun knapp 4000 Gefäße
zur Sammlung von Papierabfällen im Umlauf
sein: 3400 Haushalte haben das 240-Liter-Gefäß geordert,
400 entschieden sich für die kleinere 120-Liter-Tonne,
43 Firmen und Einrichtungen bestellten einen großen
Papiercontainer (1100 Liter) und 930 Haushalte
haben bereits in der Vergangenheit eine Tonne bei
der Regioentsorgung (700 Stück) oder bei der
Firma Förster (230) erworben.
„Wenn
man von 6000 Restmülltonnen ausgeht, bedeuten
knapp 4800 Papiertonnen eine Auslastung von 75
bis 80 Prozent“, freut sich Stephanie Pfeifer
von der Stabsstelle der Regionentsorgung über
eine gute Quote bei der Erstausstattung.
Die
Verteilung der 240- und 120-Liter-Behältnisse
erfordert von den Mitarbeitern der Regioentsorgung
viel logistisches Geschick, denn jede Blaue Tonne
(die ja in Wirklichkeit nicht blau ist, sondern
nur einen blauen Deckel hat) ist eindeutig einer
Adresse im weitläufigen Simmerather Gemeindegebiet
zugeordnet.
Die
Regionentsorgung ist mit elf Mann für die
Veteilung in Simmerath angerückt – fünf
bestücken und verladen die Gefäße
auf dem Bauhof, drei Trupps zu je zwei Helfern
fahren die blauen Tonnen zum Bestimmungsort, wo
sie vor die Tür oder in den Hof gestellt werden. „Unsere
Mitarbeiter klingeln nicht“, verspricht Stephanie
Pfeifer.
Im
Zentralort begonnen
Begonnen
wurde mit der Verteilung der Tonnen im Zentralort
Simmerath, heute und Anfang nächster Woche
folgen Kesternich, Huppenbroich und Eicherscheid,
bis Ende nächster Woche dann die restlichen
Gemeindeteile. „Wenn es keinen neuen Wintereinbruch
gibt, sollten bis 5. Dezember alle Tonnen vertelt
sein“, hofft Stephanie Pfeifer, denn übernächste
Woche möchte die Regioentsorgung mit der Verteilkung
von 13 000 blauen Tonnen in Eschweiler beginnen.
(hes)
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
|
| Simmeraths
finanzielle Aussichten sind trübe
26.11.2008
Simmerath.
Die Gemeinde Simmerath hat finanziell bereits
erheblich rosigere Zeiten erlebt. Am Dienstagabend
musste Kämmerer Edmund Kreutz dem Gemeinderat
bei der Einbringung des Haushalts für
2009 ein Defizit von rund 1,8 Millionen Euro
ankündigen.
Durchgängig
muss der Finanzminister der Gemeinde
mit roten Zahlen jonglieren. Allein bei
den wesentlichen Erträgen und Aufwendungen
(u.a. Kreisumlage, Beitrag an den Wasserverband
Eifel-Rur, Schlüsselzuweisungen
des Landes) hat die Kämmerei ein
Minus von 865.000 Euro addiert.
Das
geht munter so weiter. Der Geldfluss
innerhalb des Gemeindehaushalts wird
spärlicher, denn es wurde eine Verschlechterung
von knapp zwei Millionen Euro errechnet.
Der Saldo aus Investitionstätigkeit
ist ebenfalls tiefrot und weist ein Minus
von etwas mehr als 1,4 Millionen Euro
aus.
Ebenfalls
gut 1,4 Millionen Euro muss die Gemeinde
aufbringen, um ihre Kredite zu tilgen.
Die Erhöhung dieser Haushaltsposition
um 360.000 Euro gegenüber dem Vorjahr
hat ihren Grund darin, dass bisher tilgungsfreie
Kredite ab 2009 getilgt werden müssen.
Die
liquiden Mittel der Gemeinde verringern
sich im kommenden Jahr um rund 3,4 Millionen
Euro. Sofern die Politik bei den Haushaltsberatungen
keine spürbaren Verbesserungen garantieren
kann, wird sich die Gemeinde wohl oder übel
mit gut 1,4 Millionen Euro neu verschulden
müssen, um die Kassenliquidität
nicht zu gefährden und langfristige
Investitionen nicht durch kurzfristige
Kassenkredite finanzieren zu müssen,
so Edmund Kreutz.
Der
Kämmerer appellierte an das Parlament,
das Ziel, den Schuldenstand der Gemeinde
von derzeit zirka 26,3 Millionen Euro,
nicht aus den Augen zu verlieren, auch
wenn das Vorhaben angesichts der aktuellen
Zahlen im kommenden Haushaltsjahr auf
Eis gelegt werden müsse.
Nicht
zu beeinflussen
Gleichgültig,
welche Bereiche Kreutz auch anführte,
viel Positives war nicht zu vermelden.
Bei den Schlüsselzuweisungen des
Landes, die insgesamt um 2,1 Prozent
steifen, geht die Gemeinde nicht nur
leer aus. Im Gegenteil, aufgrund der
aktuellen Steuerkraft muss sie geringere
Einnahmen in Höhe von 11,7 Prozent
schlucken.
Nicht
einmal über ein Plus von 197.000
Euro beim Anteil an der Einkommensteuer
kann man sich im Simmerather Rathaus
richtig freuen, denn 196.000 Euro müssen
postwendend mehr als bisher an den Kreis
Aachen wegen der Erhöhung der Kreisumlage überwiesen
werden.
Viele
dieser schlechten Botschaften sind von
der Gemeinde nicht oder kaum zu beeinflussen,
beklagt der Kämmerer in vielen Fällen
fast völlige Ohnmacht. Kreutz: «Auch
wenn mit den Geldern und dem Vermögen
der Gemeinde keine Spekulationen wie
an den großen Finanzmärkten
erfolgen, gilt auch für die Gemeinde,
dass sie auf Dauer nicht mehr Geld ausgeben
kann als sie hat.»
Nicht
einmal die Orientierungsdaten des Innenministers
für die Jahre 2010 bis 2012 sind
geeignet, verhaltenen Optimismus zu versprühen.
Finanzkollaps
vermeiden
Für
die Gemeinde Simmerath, so der Kämmerer,
werden jährliche Fehlbeträge
von 2,8 Millionen Euro und jährliche
Liquiditätsverluste von 2,1 Millionen
Euro vorhergesagt. Kreutz erwartet von
Rat und Verwaltung gemeinsames entschlossenes
Handeln, «um einem sich abzeichnenden
Finanzkollaps entgegenzuwirken und das
Abrutschen in die Haushaltssicherung
zu vermeiden».
Wie üblich,
wurde der Entwurf des Zahlenwerks ohne Diskussion
an die politischen Gremien verwiesen.
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Bürgerbüro:
sinnvoll oder überflüssig?
Rat favorisiert Umgestaltung des Eingangsbereichs im Rathaus Simmerath
Sinnvoller Service oder eine Nummer
zu groß für die kleine Gemeinde Simmerath? Am Antrag
auf Einrichtung eines Bürgerbüros im Simmerather
Rathaus schieden sich jüngst im Hauptausschuss die Geister.
Beantragt hatte die Einrichtung einer solchen Bürgeranlaufstelle
die UWG, weil sie in der Gemeindeverwaltung für den Bürger „eine
zu starke Gliederung in verschiedene Fachbereiche“ sieht.
Besser sei es, dem Bürger „möglichst viele
Produkte aus einer Hand“ bieten zu können, wenn
er zur Erledigung seiner Angelegenheiten ins Rathaus kommt. „Mit
dem Bürgerbüro bieten wir unseren Kunden mehr Bequemlichkeit,
mehr Service und eine schnellere Bearbeitung ihrer Anliegen.
Das heißt keine oder geringe Wartezeit und freundlich,
kompetente Bedienung“, heißt es im Antrag. Bürgermeister
Hubert Breuer ging mit der Argumentation der UWG hart ins Gericht: „Wenn
Sie von Wartezeiten sprechen, zeigt das, dass sie keinen blassen
Schimmer davon haben, was hier im Rathaus passiert“,
so Breuer, der gerade einen Vorteil in der Aufteilung nach
Fachämtern sieht: „Da wird jeder unmittelbar und
kompetent vom Sachbearbeiter bedient. Das geht in einem Bürgerbüro
gar nicht, da es nur als erste Anlaufstelle fungieren kann
und dann doch letztlich an das jeweilige Fachbüro weiterleitet“,
sagte der Bürgermeister.
„Nur Halbwissen“
Bruno
Löhrer widersprach dem Antrag ähnlich: „Ein
Bürgerbüro kann letztlich nur Halbwissen weitergeben,
weil eben keine Sachbearbeiter dort sitzen. Dazu wäre
dann schon eine personelle Aufstockung nötig, aber
genau dagegen wettert die UWG doch immer“, meinte
der CDU-Sprecher. Auch Günter Mießen (Grüne)
sah keinen Vorteil eines Bürgerbüros und empfahl
ebenso wie Hannelore Schwalke (FDP), „die Öffnungszeiten
zu überdenken“. Schwalke könnte sich „in
unserer Pendlergemeinde eine Samstagsöffnung einmal
im Monat nach Monschauer Vorbild“ vorstellen. Beigeordneter
Karl-Heinz Hermanns meinte dazu, mit Rücksicht auf
die Kosten einer Samstagsöffnung favorisiere man in
der Verwaltung eine Abendöffnung nach 18 Uhr einmal
in der Woche. Nur die SPD sah im UWG-Antrag einen „ernstzunehmenden
Vorschlag“ und beantragte ein fundiertes Konzept.
Die Verwaltung verwies aber darauf, dass es derzeit Überlegungen
zur Umgestaltung des Eingangsbereichs im Rathaus gebe,
die in einem „Arbeitskreis Verwaltungsreform“ konkretisiert
werden sollen. Hier könnten dann auch Teile des UWG-Antrags
einfließen. (hes)
Quelle:
Eifeler Zeitung
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| Abwasserpreis
sinkt, bleibt aber auf hohem Niveau
20.11.2008
Simmerath.
Die Kanalgebühr in der Gemeinde
Simmerath sinkt, bleibt aber auf hohem
Niveau. Diese Bilanz zog der Hauptausschuss
der Gemeinde in seiner jüngsten
Sitzung, als er den Gebührensatz
für das Abwasser zu beraten hatte.
5,60
Euro müssen die Bürger je Kubikmeter
Abwasser entrichten, maßgebend
ist dafür noch der Frischwasserverbrauch
- noch deshalb, weil auch die Gemeinde
Simmerath im kommenden Jahr, dem Urteil
des Oberverwaltungsgerichts folgend,
auf die gesplittete Gebühr umstellt.
Diese trennt die Gebühr nach Frisch-
und Niederschlagswasserverbrauch und
ist somit verursachergerechter als die
bisherige Verfahrensweise.
Ein
Arbeitskreis mit Vertretern aller Fraktionen,
der Verwaltung und des Wasserverbandes
Eifel-Rur wird sich in Kürze mit
der genauen Vorgehensweise bei der erstmaligen
Erhebung der «Regenwassergebühr» befassen.
Somit
ist der am Dienstag beschlossene Gebührensatz
nur vorläufig, die endgültigen
Sätze sollen im Frühjahr vorgelegt
werden, kündigte Bürgermeister
Hubert Breuer an. «Sie werden aber
auch dann auf jeden Fall günstiger
für die Bürger sein»,
so Breuer.
Gründe
für die Senkung, so die Verwaltung,
sind vor allem eine höhere Landeszuweisung
zu den überdurchschnittlich hohen
Abwassergebühren und ein Überschuss
von 193.000 Euro aufgrund des positiven
Jahresergebnisses 2007.
Die
Gebühr wäre dadurch normalerweise
sogar noch stärker gesunken, doch
in der Gebührenkalkulation gilt
es auch verteuerte Posten zu berücksichtigen.
So werden die Personalausgaben aufgrund
der Tarifabschlüsse für 2008
und 2009 steigen und die Geschäftsausgaben
klettern, da die RWE Rhein-Ruhr AG, die
seit diesem Jahr die Kanalgebühr
abrechnet, ihr EDV-Programm auf die getrennte
Abwassergebühr umstellen muss. Auch
der WVER stellt der Gemeinde aufgrund
höherer Personal- und Sachkosten
einen höheren Betrag in Rechnung.
So
sah Bruno Löhrer (CDU) die Entwicklung
zwar seit 2007 positiv, «aber noch
nicht genug positiv», Löhrer
erwartet «noch einigen Gesprächsbedarf»,
wenn erste Zahlen für die gesplittete
Gebühr auf dem Tisch liegen.
Wie
bei allen anderen Gebühren beantragte
die SPD auch bei der Abwassergebühr
eine Senkung des kalkulatorischen Zinssatzes
von sechs auf fünf Prozent, «dies
würde die Verbrauchsgebühr
nochmals um 20 Cent preiswerter machen»,
so Sprecher Gregor Harzheim. Der SPD-Antrag
wurde jedoch mit den Stimmen der acht
CDU-Vertreter abgelehnt.
Claus
Brust bezeichnete die Senkung als «Peanuts» und
den Abwasserpreis als «nach wie
vor unerträglich hoch».
Günter
Mießen (Grüne) regte an, auch
die Eigentümer nicht bebauter Grundstücke
bei der Kanalgebühr zu veranlagen.
Bruno Laschet von der Bauverwaltung erklärte,
dass dies rechtlich nicht möglich
sei, erst bei einer Verbindung zwischen
Hausanschluss und öffentlichem Netz
könne die Gebühr erhoben werden.
Der vorläufige Gebührensatz
wurde mehrheitlich verabschiedet.
Quelle:
Eifeler Zeitung
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| Müllgebühr
bleibt auf niedrigem Niveau
19.11.2008
Simmerath.
Die Abfallgebühren in der Gemeinde
Simmerath bleiben im nächsten
jahr nahezu unverändert. Der Hauptausschuss
beschloss am Dienstag die neuen Gebührensätze,
die in einigen Bereichen geringfügig
sinken, in anderen leicht steigen.
So
müssen die Bürger der Gemeinde
im kommenden jahr für die 60l-Restmülltonne
95,04 Euro gegenüber bisher 93,60
Euro als Jahresgebühr bezahlen,
wenn sie sich für die vierwöchentliche
Leerung und die Reduzierung für
Biotonne/Eigenkompostierung entschieden
haben. Ohne Reduzierung für Biotonne/Eigekompstierung
werden 120,60 Euro gegenüber bisher
117 Euro fällig. Bei 14-täglicher
Leerung werden für die gleiche
Tonnengröße 123 Euro (122,40)
mit Reduzierung und 167,76 Euro (168)
ohne Reduzierung fällig.
CDU-Sprecher
Bruno Löhrer erinnerte daran,
dass man im letzten jahr die Gebühren
deutlich habe senken können und
die weitgehend gleich bleibende Gebühr
daher in diesem Jahr «in Ordnung» sei.
Auch
Gergor Harzheim (SPD) verwies auf die
Senkung im Vorjahr und die seinerzeit
geäußerte Befürchtung,
ob diese Senkung wohl Bestand haben
werde. «Nun sehen wir, dass sie
Bestand hat, und dies freut uns sehr»,
so der SPD-Sprecher. Die Skepsis beim
Entsorgerwechsel habe sich nicht bestätigt,
meinte auch Claus Brust (UWG) und freute
sich für die Bürger über
die anhaltend geringen Gebühren.
Brust
wie auch Herzheim hinterfragten allerdings
die gestiegenen Verwaltungskosten in
der Gebührenkalkulation, die mit
74.000 gegenüber 61.000 Euro im
Vorjahr angeben sind. Kämmerer
Edmund Kreutz erläuterte, dass
dies vor allem mit der zusätzlichen
Logistik bei der Einführung der
Papiertonne und der Abschreibung für
die Anschaffung der blauen Tonnen zusammenhinge.
Quelle:
Eifeler Zeitung
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| Der
Tod wird immer teurer
19.11.2008
Simmerath.
Die Gebühr für eine Erdbestattung
im Reihengrab wird in der Gemeinde Simmerath
im kommenden Jahr deutlich teurer: 585 Euro
sind dann für die reine Bestattung an
die Gemeindekasse zu entrichten, bislang waren
es 480 Euro, also 105 Euro weniger.
Der
Grund für den happigen Anstieg:
Immer weniger Angehörige in der
Gemeinde Simmerath wählen für
ihre Verstorbenen die Erdbestattung,
immer häufiger wählen Bürger
die Urnenbestattung. Die Grundkosten
für Erdbestattungen jedoch bleiben,
sodass sich gleiche Kosten auf immer
weniger Gebührenzahler auswirken.
Der
immense Gebührenanstieg für
die konventionelle Bestattung löste
am Dienstag im Simmerather Hauptausschuss
eine längere Diskussion aus, wie
man dieser Problematik begegnen kann.
Die
Verwaltung habe in ihrem Vorschlag für
die Gebühren 2009 noch das alte
Gebührenschema beibehalten, erläuterte
Bürgermeister Hubert Breuer. Es
sei aber für 2010 zu überlegen, «ob
und wie die Urnenbestattungen stärker
an den Gesamtkosten zu beteiligen sind»,
sagte der Bürgermeister, wohlwissend,
dass ein Urnengrab deutlich weniger Fläche
beansprucht als ein Reihen- oder Wahlgrab.
Gleiche
Gebührensätze?
CDU-Sprecher
Bruno Löhrer meinte mit einem Augenzwinkern
zur Erheiterung des Ausschusses, man
habe die Problematik in einer Gruppierung
diskutiert, «die nah an dem Thema
dran ist, nämlich in der Seniorenunion».
Löhrer
ist selbst Mitglied der CDU-Altersabteilung.
Dort habe man sich dafür ausgesprochen,
gleiche Gebührensätze für
Reihen- und Urnengrab zu erheben, wie
dies beispielsweise in der Stadt Aachen
oder auch in Mechernich der Fall sei.
Vor
einer solchen «Gleichmacherei» aber
warnte Günter Mießen (Grüne).
Schließlich habe die Gemeinde auch
Vorteile durch die steigende Zahl von
Urnengräbern, sei doch dafür
deutlich weniger Friedhofsfläche
nötig. Hubert Breuer gab zu bedenken,
dass bei einer Urnenbestattung auf die
Angehörigen ja auch noch die Kosten
der Verbrennung zukämen.
Gregor
Harzheim wertete es als bedenklich, wenn
der Gebührensatz über die Bestattungsart
entscheide: «Es darf nicht sein,
dass Bürger die Urnenbestattung
wählen, weil sie sich die Erdbestattung
nicht mehr leisten können»,
so der SPD-Sprecher. Gregor Harzheim
sah aber schon für die Gebühren
2009 Spielraum in der Gebührengestaltung
und regte an, den Kostendeckungsgrad
in der Gebührenkalkulation niedriger
anzusetzen und den kalkulatorischen Zinssatz
von sechs auf fünf Prozent abzusenken.
SPD-Antrag
abgelehnt
«Damit
könnten wir diese deutliche Verteuerung
um fast 25 Prozent etwas auffangen»,
so der Sozialdemokrat. Der entsprechende
Antrag wurde jedoch von der CDU-Mehrheit
im Hauptausschuss abgelehnt. Der Deckungsgrad
sei gesetzlich vorgeschrieben, erläuterte
Kämmerer Edmund Kreutz, bei einem
nicht ausgeglichenen Haushalt sei die
Senkung sehr bedenklich. Der Beigeordnete
Karl-Heinz Hermanns wusste, dass im Kreis
Aachen «keine Kommune mit dem kalkulatorischen
Zinssatz unter sechs Prozent liegt».
Die
neuen Gebührensätze wurden
schließlich gegen die Stimmen der
SPD verabschiedet, ebenso die neue Friedhofssatzung
ab 1. Januar 2009.
Im
nächsten Jahr soll das Thema erneut
aufgegriffen werden, regte auch Hannelore
Schwalke (FDP) an. Und dann gelte es,
so regte Bruno Löhrer an, sich generell
mit der veränderten Beerdigungskultur
auseinanderzusetzen und neue Bestattungsformen
einzubeziehen.
Quelle:
Eifeler Zeitung
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1968
und 1983 zur CDU bekannt
Gemeindeverband Simmerath ehrt Jubilare. „Sind die stärkste
politische Kraft“.
Kesternich.
Im Beisein hochkarätiger Funktionsträger aus Kommunal-,
Landes- und Bundespolitik würdigte der CDU-Gemeindeverband
Simmerath Verdienste und langjährige Treue 15 seiner
Mitglieder aus sieben Orten der Gemeinde. In diesem Jahr
blicken diese auf ihr 25-jähriges bzw. 40- jähriges
Parteijubiläum zurück.
Gemeindeverbands-Vorsitzender
Bernd Goffart begrüßte zu der Feierstunde im Kesternicher
Pfarrhaus vor allem die zu Ehrenden. Die Festrede des Ehrennachmittags,
der von der Jugend des Kesternicher Trommler- und Pfeiferkorps
mit fröhlichen Klängen musikalisch umrahmt wurde,
hielt Kreisdirektor Helmut Etschenberg.
Schwierige
Zeiten
Er
wies, ebenso wie Unions-Kreisvorsitzender Axel Wirtz aus
Stolberg, zuversichtlich darauf hin, „dass trotz schwieriger
wirtschaftlicher und politischer Zeiten das bürgerliche
Lager mit knapp 50-prozentiger Zustimmung aus der Bevölkerung
rechnen kann. Wir sind momentan die stärkste politische
Kraft“.
Verbandsvorsitzender
Bernd Goffart registrierte zwei Charakteristika, die Laudator
Etschenberg für das Amt des Präsidenten der Mitte
2009 in Kraft tretenden Städteregion prädestinierten: „Erstens
ist er ein Eifeler, zweitens ein Mann der CDU!“ Dann
blickte Goffart auf die Jahre des Parteieintritts der präsenten
Jubilare zurück: „Die einen zeigten ihre Verbundenheit
mit der Union, als 1983 mit der Ära Kohl in Deutschland
eine neue Zeit anbrach. Und als die anderen sich 1968 zur
Christdemokratie bekannten, lud Mexiko zur Olympiade.“
Zukunft
mit der Städteregion
„Lassen
Sie uns unsere Zukunft mit der Städteregion gestalten“,
rief Helmut Etschenberg den Zuhörern zu.
Diese
Verwaltungse?inheit von Stadt Aachen und Städten und
Kommunen des bisherigen Kreises wird 570 000 Einwohner zählen,
so viele wie beispielsweise Düsseldorf. „Die Fusion
wird uns Einsparungen von zehn Prozent an Personal- und Sachkosten
bescheren“, sagte Etschenberg optimistisch und betonte,
seine Bewerbung um das Amt an der regionalen Verwaltungsspitze
biete eine Chance für die Christdemokraten. Wichtige
Betätigungsfelder bieten ihm der Tourismus und Projekte
mit grenzüberschreitendem Charakter. Vorhaben mit rein
nationalem Charakter würden keine Fördergelder
mehr erhalten, so der „Noch-Kreisdirektor“. Etschenberg
appellierte an seine Zuhörer, die Themen Ehrenamt, Jugend-
und Familienarbeit wie soziale Gerechtigkeit nicht aus den
Augen zu lassen: „Kleine aktive Städte und Kommunen
werden künftig im Konzert der Großen besser zu
hören sein.“
Der
CDU-Kreisvorsitzende Axel Wirtz nahm die Auszeichnung der
Jubilare vor.
Für
25- jährige Zugehörigkeit wurden mit Bronzenadeln
ausgezeichnet: Stephan Braun, Simmerath, Wolfgang Förster,
Kesternich, Klaus Frenz, Dedenborn, Bernd Goffart, Kesternich,
Stefan Jansen, Dedenborn, Helene Jost, Rurberg, Manfred Löhrer,
Huppenbroich, Friedrich Rotheut, Rollesbroich, Bernd Stollenwerk,
Simmerath.
40
Jahre besitzen einen Unions- Ausweis und wurden dafür
mit Silber belohnt: Helmut Braun, Simmerath, Paul Förster
und Josef Heinen (beide Eicherscheid), Heinz Klein, Rollesbroich,
Günther Löhrer und Ernst Reinartz, beide Kesternich.
(M. S.)
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Die
Eifel als Wald- und Holzland
18.11.2008
Simmerath.
Die Eifel ist vor allem auch ein Waldland. Die Gemeinde Simmerath
zum Beispiel ist 111 Quadratkilometer groß, 46 Prozent
der Fläche ist mit Wald (Staatswald, Privat- und Gemeindewald)
bedeckt. Von den 94 Quadratkilometern der Stadt Monschau
sind 43 Prozent Wald.
Den
größten Waldanteil aber hat die Gemeinde Roetgen,
die 39 Quadratkilometer groß ist, 69,5 Prozent davon
sind Wald. Die Gemeinde Simmerath bewirtschaftet eine Waldfläche
von etwa 2150 Hektar, wie Dietmar Wunderlich,
Betriebsleiter des Gemeindewaldes, nun im Forstausschuss
berichtete.
Der
Simmerather Gemeindewald ist aber inzwischen etwas kleiner
geworden: um etwa sieben Prozent, konkret um 164 Hektar.
Die Gemeinde hat diese Fläche mit dem Land NRW getauscht
- dies zur Arrondierung des Nationalparks. Durch den Tausch
wurde der Gemeindehaushalt 2007 um etwa 1,4 Millionen Euro
entlastet, weil auf einen sonst notwendigen Kredit in dieser
Höhe verzichtet werden konnte. Bei einem Kapitaldienst
von sieben Prozent wird der Haushalt dadurch jährlich
um etwa 98.000 Euro entlastet.
Die
Eifel als Wald- und Holzland: Um den Holz-Standort Eifel
zu sichern und zu entwickeln, wurde Mitte August dieses Jahres
der Verein «Wald und Holz Eifel» gegründet.
Aufgabe des Vereins ist es auch, die «vielschichtigen
Interessen der unterschiedlichen Akteure am Markt» zu
bündeln und die «Marktteilnehmer individuell zu
fördern».
Die
Wald- und Holzwirtschaft ist auch für die Berufs- und
Arbeitswelt von Bedeutung, hinzu kommt der Tourismus, der
ebenfalls auf den (Erholungs-) Wald setzt. So gehören
denn Waldbesitzer, Forstunternehmer, Sägewerker, Handwerker
und weitere Anbieter von Dienstleistungen rund um das Thema
Holz zu den Gründern des neuen Vereins.
Die
Gemeinde Simmerath wird zum 1. Januar 2009 Mitglied des Vereins «Wald
und Holz Eifel», der seinen Sitz am Standort des Holzkompetenzzentrums
Rheinland in Nettersheim hat. Der Mitgliedsbeitrag im Jahr:
100 Euro. Andreas Hermanns, Sprecher der CDU im Forstausschuss,
hat aber Zweifel, «dass wir auf Dauer mit einem Beitrag
von 100 Euro hinkommen».
Der
Ausschuss hat entschieden, dass Forstbetriebsleiter Dietmar
Wunderlich die Gemeinde Simmerath im neuen Verein vertreten
wird, die Verwaltungsangestellte Elisabeth Nießen ist
seine Vertreterin. Vorsitzender des Vereins ist Forstdirektor
Dengel, Leiter des Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher
Börde.
Die
Gemeinde Simmerath hofft, durch die Mitgliedschaft in diesem
Verein die Wirtschaftskraft stärken zu können und
am «Wertschöpfungspotenzial des Wirtschaftsgutes
Holz mitarbeiten zu können», erläuterte Bürgermeister
Hubert Breuer.
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Erneuerbare
Energie vom Dach
Photovoltaikanlagen
auf öffentlichen Gebäuden:
Raiffeisenbank Simmerath stellt Genossenschaftsmodell
vor, das auch für die Gemeinde
Simmerath interessant ist. Image als ökologische
Gemeinde pflegen.
Simmerath.
Die internationale Energieagentur erwartet bis 2030 einen
Anstieg des Energieverbrauchs um 55 Prozent; gleichzeitig
sollen die Kohlendioxid-Emissionen um 57 Prozent ansteigen.
Auch wer kein Energieexperte ist, weiß genau, dass
herkömmliche Energien teurer und knapper werden. Die
Bundesregierung strebt an, bis zum Jahr 2020 den Stromanteil
aus Kraft-Wärme-Kopplung auf 25 Prozent zu steigern.
Der Ausbau des Anteils erneuerbarer Energie an der Stromproduktion
soll auf bis zu 30 Prozent steigen. Derzeit liegt dieser
Anteil erst bei 6,3 Prozent.
Photovoltaikanlagen
sind ein Baustein erneuerbarer Energien, der jetzt auch für
die Region interessant wird. Der Bundesverband der Volks-
und Raiffeisenbanken hat ein Projekt unter dem Begriff „Bürgergenossenschaft
Photovoltaikanlagen“ aufgelegt. Auch die Raiffeisenbank
ist mit eingestiegen und stellte das Projekt kürzlich
der Gemeinde Simmerath vor.
Dort
vernahm man mit Interesse die Möglichkeiten künftiger
Zusammenarbeit. Kernpunkt des Projekts ist, dass für
Photovoltaikanlagen geeignete Dachflächen gemeindeigener
Gebäude zur Verfügung gestellt werden. Entweder
erhält die Kommune dafür ein Nutzungsentgeld (Miete)
pro Quadratmeter Fläche oder die Gemeinde wird an der
Einspeisevergütung ins Stromnetz beteiligt. Von besonderem
Interesse sind zudem auch landwirtschaftliche Gebäude
oder Gewerbehallen.
Konkretisiert
wurde das Vorhaben kürzlich in der Sitzung des Bauausschusses,
wo Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns herausstellte, dass
auch die Bürger Nutzen aus dem Projekt ziehen können.
Sie können eigene Dachflächen für Photovoltaikanlagen
zur Verfügung stellen oder sich mit einer Einlage in
eine noch zu gründende Genossenschaft einbringen. Eine
weiterer Effekt: Simmerath könnte sein Image als ökologische
Gemeinde pflegen.
Wie
das in der Praxis aussehen kann, erläuterte in der Sitzung
Projektbetreuer Guido Maaßen von der Raiffeisenbank
Simmerath. Der durch Photovoltaikanlagen erzeugte Strom werde
komplett ins Netz eingespeist, er diene nicht der Eigenversorgung.
42
Cent pro Kilowattstunde
Nach
dem Erneuerbare-Energien-Gesetz werde über einen Zeitraum
von 20 Jahren eine feste Vergütung garantiert Ab 2009
beträgt diese Vergütung 42 Cent pro Kilowattstunde.
Guido Maaßen: „Das ist absolut kalkulierbar.“
Auch
für die Raiffeisenbank ist nicht nur der Öko-Image-Effekt
sondern auch das Wir-Gefühl in einer Genossenschaft
einer der großen Vorteile.
In
der nächsten Ratssitzung soll nun das Projekt konkretisiert
werden. (P . St.)
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
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„Rurberger
Eurogress“ nimmt langsam Gestalt an
Ärgerliche
Verteuerung am Bauprojekt Antoniushof
muss von der Vereinsgemeinschaft aufgefangen
werden. Bisher 8000 Stunden Eigenleistung
erbracht. Jugendbälle sollen am
Rurseezentrum nicht stattfinden.
Rurberg.
Auch Marc Topp, SPD-Ratsvertreter aus Rollesbroich und außerdem
Präsident der örtlichen Karnevalsgesellschaft,
kann es kaum erwarten: Er hat schon eine konkrete Vorstellung
davon, wie er mit seiner KG zu Karneval 2009 in den neuen
Antoniushof in Rurberg einziehen wird, den er, obwohl noch
in der Rohbauphase befindlich, bereits zum „Rurberger
Eurogress“ erhob.
Den
Eindruck, dass aus dem verstaubten Antoniushof in Kürze
ein sozio-kulturelles Dorfzentrum von Rang wird, hatten aber
alle Vertreter des Bauausschusses, die jetzt vor der Sitzung
die Baustelle besichtigten und dabei über den Fortgang
der Arbeiten nur staunen konnten.
Doch
auch Ärger gehört zu jeder Baustelle, wie Rurbergs
Ortsvorsteher Heiner Jansen in seiner Funktion als Geschäftsführer
der für den Bau verantwortlichen Vereinsgemeinschaft,
berichtete. Der neue Antoniushof muss die Vorgaben der Versammlungsstättenverordnung
einhalten, was eine Verteuerung von 160 000 Euro zur Folge
hat. Insbesondere bei der Be- und Entlüftung müssen
höhere Standards erfüllt werden.
In
der Sitzung des Bauausschusses zeigt sich Alex Stiel (CDU)
erstaunt darüber, dass diese Auflagen vorher nicht bekannt
gewesen seien.
Lücke
beträgt 62 000 Euro
Heiner
Jansen kündigte an, dass die Vereinsgemeinschaft nun „nach
Mitteln und Wegen“ suchen werde, um die entstandene
Finanzierungslücke in Höhe von rund 62 000 Euro
zu decken. Die zugesagten Haushaltsmittel der Gemeinde Simmerath
sind streng auf 500 000 Euro begrenzt. Hier wird es auch
keine Überschreitung geben.
Weiterhin
berichtete Jansen, dass bisher rund 8000 Stunden Eigenleistung
seitens der Rurberger Ortsvereine eingebracht worden seien.
Mit den kalkulierten 10 000 Stunden werde man mit Sicherheit
nicht auskommen.
Ein
wesentlicher Punkt der Antoniushof-Konzeption ist ein riesiges
Rolltor (7 x 5 Meter), das sich an der Stirnseite des Saales
Richtung Nationalparktor öffnen lässt. Damit soll
die Möglichkeit geschaffen werden, auch Außenveranstaltungen
abzuhalten.
Auch
der Frage, dass durch den Antoniushof möglicherweise
eine Konkurrenzsituation für die Tenne in Eicherscheid
entstehe, begegnete Jansen. In Rurberg sei ein anderes Konzept
angestrebt; so würden beispielsweise keine Jugendbälle
veranstaltet. Insgesamt zeigte sich Jansen rückblickend „heilfroh,
dass wir für Rurberg die Chance genutzt haben, in reizvoller
Lage dieses Projekt zu verwirklichen“. (P. St.)
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
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Getrennte
Abwassergebühr als Arbeitsbeschaffung
Die Ermittlung
der unterschiedlichen Anteile kostet
Gemeinde Simmerath Zeit und Geld. Arbeitskreis
wird eingerichtet.
Simmerath. Das Gericht
hat sein Urteil gefüllt, und die Kommunen müssen
die neue Rechtsprechung umsetzen. So ergeht es auch derzeit
der Gemeinde Simmerath, die dabei ist, die getrennte Abwassergebühr
vorzubereiten.
Nach aktueller Rechtsprechung
erfolgt künftig eine Aufteilung der Abwasserkosten in
Anteile für die Entsorgung des Schmutzwassers und Anteile
für die Entsorgung des Niederschlagswassers auf dem
Grundstück. Das zu erwartende Ergebnis formulierte Bürgermeister
Hubert Breuer jetzt in der Sitzung des Bauausschusses: „Es
wird sich nicht vermeiden lassen, dass einige Bürger
stärker andere dagegen geringer belastet werden.“
60 000 Euro Zusatzkosten
Die von der Gemeinde
herausgeschickten Fragebögen an die betroffenen Bürger
(die Orte mit reinen Schmutzwasserkanälen sind nicht
betroffen) sind inzwischen zu 95 Prozent zurückgesandt
worden. Wer der Aufforderung nach Selbstauskunft trotz Erinnerungsschreiben
nicht nachgekommen ist, ist geschätzt worden. Mit der
Erhebung beauftragt worden ist ein Ingenieurbüro. Nach
Abschluss der Arbeiten werden sich die Kosten für das
Büro auf rund 60 000 Euro belaufen. Diese Kosten fließen
in die Gesamt-Gebührenbedarfsberechnung ein.
Dieser Kostenpunkt war
für Heribert Vroemen (UWG) Anlass zur Kritik. Hätte
man Kräfte der Gemeindebauamtes zur Ermittlung der Daten
eingesetzt, hätte man sich und dem Bürger 60 000
Euro sparen können. Das aber ist zu kurz gedacht, musste
sich der UWG-Vertreter von der Verwaltung vorrechnen lassen.
Denn auch der finanzielle Aufwand des Bauamtes, das für
diese Aufgabe außerdem zusätzliches Personal benötigt
hätte, wäre gleichermaßen in die Gebühren
eingerechnet worden.
In Zusammenhang mit der
getrennten Abwassergebühr gibt es allerdings noch eine
Vielzahl von Fragen zu klären. So gibt es Grundstückseigentümer,
die trotz des vor 1995 bestehenden Anschluss- und Benutzungszwanges
für Niederschlags- und Schmutzwasser, das Oberflächenwasser
von Dach und Hof nicht in den Mischwasserkanal einleiten.
Damit
es zu einer einheitlichen Vorgehensweise kommt, hat die Verwaltung
die Einrichtung eines Arbeitskreis vorgeschlagen, dem neben
der Verwaltung und dem Ingenieurbüro auch Vertreter
aller im Rat vertretenen Fraktionen angehören. (P. St.)
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Weiterhin
1,50 Euro für drei Stunden Parken am Rursee
Strukturausschuss lehnt UWG-Antrag ab. Plätze in Rurberg,
Einruhr und Woffelsbach von 7 bis 20 Uhr gebührenpflichtig.
Simmerath. Es bleibt
wie es ist: die ausgewiesenen Parkplätze am Rursee (in
Rurberg, Einruhr und Woffelsbach) sind auch künftig
in der Zeit von 7 Uhr morgens bis 20 Uhr abends gebührenpflichtig.
Die Gebühr: 1,50 Euro für die ersten drei Stunden,
drei Euro für einen ganzen Tag. Den Antrag der UWG-Ratsfraktion,
die Parkordnung zu ändern und die Gebührenpflicht
auf die Zeit zwischen 9.30 und 18 Uhr einzuschränken,
hat der Strukturausschuss nun mit den Stimmen der anderen
Fraktionen abgelehnt. Dies gilt auch für eine weitere
Forderung der UWG, in Woffelsbach die Gebührenpflicht
in den Monaten November bis März ganz abzuschaffen.
Die UWG nannte einige
Gründe für die Änderung der Parkordnung: In
den Morgenstunden werden die Wege am Rursee „von einheimischen
Bürgern gerne als Lauf- oder Walkingstrecke“ genutzt.
Daher sollte die Gemeinde auf die Gebührenpflicht in
den Morgenstunden verzichten. Zudem seien die Parkschein-Automaten „teilweise“ nicht
beleuchtet, daher könnte der Besucher im Winter etwa „überhaupt
kein Ticket ziehen, weil er nichts sieht“. Insgesamt
aber sieht die UWG in einer reduzierten Gebührenpflicht
in den Morgen- und Abendstunden (bis 18 Uhr statt bis 20
Uhr) eine „Erleichterung für die einheimischen
Bürger/innen und eine Förderung der ansässigen
Gastronomie“.
Gebührenfreie Parkplätze
Es gebe keinen Grund,
die Parkordnung zu ändern, betonte Christoph Poschen,
Sprecher der CDU-Fraktion im Strukturausschuss. In den Rurseeorten
gebe es „zahlreiche gebührenfreie Parkplätze“.
Zudem könne die Gemeinde nicht auf die Einnahmen verzichten.
Auch Heiner Jansen, Ortsvorsteher von Rurberg, betonte, die
Gemeinde brauche das Geld aus den Parkschein-Automaten „dringend“,
denn durch die Einnahmen werde das Rursee-Zentrum finanziert.
Heiner Jansen sah in dem UWG-Antrag ohnehin nur „reinen
Populismus“, was Heribert Vroemen von der UWG vehement
zurückwies.
Jogger sollen sich bewegen
Christoph Poschen, Ortsvorsteher
von Einruhr, hat durchaus den Eindruck, dass die „Einwohner
in den Rursee-Orten ihren Frieden gefunden haben mit der
Situation“, zudem habe er von den „Joggern noch
keine Beschwerde gehört“. Ulrich Offermann aus
Kesternich konnte über den Hinweis der UWG auf die Läufer
und Jogger „nur grinsen“, denn Jogger sollen
und wollen sich bewegen.
Für
die SPD lehnte Franz-Josef Hammelstein den UWG-Antrag ab,
gleichwohl plädierte er für ein „Anlieger
freundliches Parken“, es sei möglich, dass die
SPD demnächst dazu einen eigenen Antrag formulieren
werde. Für eine Änderung der Parkordnung plädierte
auch Hermann-Josef Bongard (FDP), denn es sei nicht nötig, „bis
mitten in der Nacht am Rursee Parkgebühren zu erheben“.
(dm)
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
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Verwaltung
stellt sich neu auf
Im Simmerather
Rathaus hat die neu geschaffene Strukturabteilung
ihre Arbeit aufgenommen. Aktivitäten
reichen von Gebäudemanagement
bis Touristik. Ulrike Lange-Wiemers
verstärkt das Team.
Simmerath.
Das kleine silberne „Eifel-E“ trägt sie
bereits stolz am Revers, und auch sonst bedurfte es keiner
längeren Integrationsphase, um sich im Team der Simmerather
Gemeindeverwaltung wohlzufühlen: Seit 1. Oktober verstärkt
Ulrike Lange-Wiemers die Mitarbeiter-Mannschaft im Rathaus.
Die Verstärkung war notwendig, da die Verwaltung sich
neu aufgestellt und zum 1. Oktober die Abteilung V – genannt
Strukturabteilung – aus der Taufe gehoben hat.
Wirtschaftsförderung

Ein
breites Aufgabenfeld umfasst die neu gegründete Strukturabteilung
der Gemeinde Simmerath, die von Günter Kaulen und seiner
Stellvertreterin Ulrike Lange-Wiemers (vorne) geleitet wird.
Bürgermeister Hubert Breuer (re.) und Beigeordneter
Karl-Heinz Hermanns versprechen sich von der neuen Einheit
Effektivität und Kreativität.
Foto: P. Stollenwerk
Leiter
der Abteilung ist Günter Kaulen, der zuvor im Steueramt
tätig war. Die neue Abteilung bearbeitet ein weites
Feld: Es reicht vom Grundstücks- und Gebäudemanagement, über
Strukturentwicklung bis hin zu Wirtschaftsförderung
und Tourismus. Der Bereich Grundstücks- und Gebäudemanagement
obliegt Günter Kaulen, unterstützt durch Beate
Ilgart, Gaby Tourney, Monika Liedtke und Hans-Jürgen
Hüpgens. Ulrike Lange-Wiemers beschäftigt sich
schwerpunktmäßig mit Strukturentwicklung, Wirtschaftsförderung
und Tourismus, wobei sie von Brigitte Jansen unterstützt
wird.
Eine
Neuordnung wurde auch deshalb erforderlich, weil die bisherige
Leiterin der Stabsstelle Wirtschaftsförderung, Margareta
Ritter, im Frühjahr zur Stadt Monschau wechselte.
Die
Vermarktung der Gewerbebaugrundstücke wie auch der gemeindeeigenen
Baugrundstücke stellt einen weiteren Betätigungs-schwerpunkt
der neuen Strukturabteilung dar. Auch soll der Kontakt und
Austausch mit den Gewerbetreibenden verbessert werden. Ziel
ist es ferner, die Gemeinde Simmerath als attraktiven Wohn-
und Gewerbestandort zu vermarkten. Günter Kaulen, seit
19 Jahren in Diensten der Gemeindeverwaltung Simmerath, sieht
eine wichtige Aufgabe der Zukunft auch darin, „die
Gemeinde Simmerath innerhalb der Städteregion Aachen
durch Profilschärfung und entsprechende Marketingaktivitäten
zu positionieren“.
Bei
dieser großen Aufgabe möchte Ulrike Lange-Wiemers
helfen. Die Diplom-Verwaltungswirtin sucht in der Nordeifel
nach fast 25-jähriger Tätigkeit für die Stadt
Stolberg eine neue Herausforderung. In der Kupferstadt war
sie seit 2001 für die Bereiche Wirtschaftsförderung
und Tourismus zuständig und möchte auch in Simmerath
auf diesen Feldern kreativ-gestalterisch tätig sein.
Die
Kontakte zur Rursee-Touristik sowie zu allen touristisch
relevanten Akteuren sollen dabei intensiv gepflegt werden.
Das
nächste große touristische Thema in der Gemeinde
ist mit der „neuen Mitte Woffelsbach“ schon in
greifbarer Nähe.
„Eine
erfahrene Kraft“
Bürgermeister
Hubert Breuer zeigt sich erfreut darüber, dass man mit
Ulrike Lange-Wiemers „eine erfahrene Kraft“ habe
gewinnen können.
Beigeordneter
Karl-Heinz Hermanns betont in Zusammenhang mit der Neuorganisation,
dass trotz Auflösung der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung
die Bereiche Tourismus und Wirtschaft nach wie vor eine hohe
Bedeutung genießen würden und in der Strukturarbteilung
deren Bedeutung noch hervorgehoben habe, nicht zuletzt auch
deshalb, weil ständig ein Ansprechpartner erreichbar
sei.
Schließlich
ist für die Verwaltungsspitze auch von Bedeutung, dass
durch die Neuorganisation kein zusätzliches Personal
eingestellt worden sei. (P. St.)
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
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Strukturausschuss
billigt Familienfreundliches Bauen in Simmerath. Beim Erwerb
eines gemeindlichen Grundstücks bis zu 30 Prozent Preisnachlass.
Simmerath. „FamBiS“ ist
ein neues Projekt (Programm) der Gemeinde Simmerath: Familienfreundliches
Bauen in Simmerath. Die Gemeinde Simmerath wird jungen Familien,
die ein gemeindeeigenes Grundstück erwerben, je minderjährigem
Kind einen Rabatt von 10 Prozent auf den Preis je Quadratmeter
gewähren, maximal aber 30 Prozent auf den Quadratmeterpreis.
Dabei ist der Nachlass unabhängig von der Höhe
des Familieneinkommens. Grundvoraussetzung aber ist: Die
Familie muss in der Gemeinde ihren ersten Wohnsitz einrichten,
das geförderte Wohnhaus darf nicht untervermietet und
nicht gewerblich genutzt werden.
Das
Projekt „FamBiS“ ist eine CDU-Initiative und
wurde nun vom Strukturausschuss ohne Gegenstimme gebilligt.
Ziel des Projektes ist es, so erläuterte Christoph Poschen,
CDU-Sprecher im Ausschuss, den „Zuzug von jungen Familien“ in
die Gemeinde Simmerath zu fördern und damit auch die
Schulen und Kindergärten langfristig zu stärken
und zu sichern.
Beigeordneter
Karl-Heinz Hermanns ergänzte: Die Gemeinde stehe im
Bemühen um den Zuzug von Neubürgern, vor allem
junger Familien, im Wettbewerb mit anderen Städten und
Gemeinden. Ziel der Gemeinde sei es, auch schon wegen der
Förderung durch das Land (mehr Schlüsselzuweisungen)
die Zahl der Einwohner zu steigern.
Die
einzelnen Fraktionen des Gemeinderates unterstützen
das Projekt „FamBiS“, plädieren teilweise
jedoch für Änderungen der Richtlinien. So fordern
die Grünen, wie Günter Mießen sagte, als
Förderung „einen Sockelbetrag von 5000 Euro pro
Kind“, außerdem wollen sie, dass die Einkommensverhältnisse
berücksichtigt werden. Wer mehr als 100 000 Euro im
Jahr verdiene, brauche wohl die Förderung nicht.
„Besser
für Kindergartenplätze“
Für
die FDP fragte Hermann-Josef Bongard: Kann die Gemeinde Simmerath
sich mit Blick auf die 30 Millionen Euro Schulden ein „solches
Förderprogramm“ überhaupt leisten? Nach bisherigen
Erfahrungen kommen etwa drei bis fünf Familien pro Jahr
in den Genuss von „FamBiS“, die Verwaltung hat
dabei eine maximale Förderung von etwa 65 000 Euro ausgerechnet.
Dazu Hermann-Josef Bongard: Würde das Geld („ein
großer Batzen“) genutzt, um „beitragsfreie
Kindergartenplätze“ anzubieten, dann würden „mehr
Familien gefördert“. Die FDP könne sich zudem
ohne Kenntnisse des Haushaltsentwurfes für das nächste
Jahr „nicht für das Förderprogramm entscheiden“,
sagte Bongard unt enthielt sich bei der Abstimmung.
Wer
etwas erreichen wolle, der müsse auch etwas investieren,
erläuterte Heribert Vroemen die Position der UWG zu „FamBiS“,
es sei durchaus nötig wegen der „vielen Standort-Nachteile
im Rahmen des finanziell Möglichen“ in Neubürger
zu investieren. Über Einzelheiten müsse allerdings
verhandelt werden, am besten parteiübergreifend in einem
Arbeitskreis. Franz-Josef Hammelstein (SPD) hält das
Förderprogramm für eine „wichtige und wegweisende
Sache“: Es sei notwendig, die Orte der Gemeinde für
junge Familien attraktiver zu machen. Attraktiver müsse
aber auch der „spröde Titel FamBiS“ werden.
Er unterstützte die Forderung der UWG, zum Thema einen
Arbeitskreis einzurichten. So regte Hammelstein an, eventuell
auch junge Familien zu fördern, die von privat ein Baugrundstück
oder eine Immobilie erwerben wollen.
Hier
widersprach Christoph Poschen für die CDU: Bei „FamBiS“ gehe
es um gemeindeeigene Baugrundstücke. Zudem müsse
die Gemeinde „schnell ein Signal setzen“, dass
sie für „junge Familien etwas tun will“.
Es sei durchaus möglich, an den Förderrichtlinien „künftig
etwas zu ändern“, doch nun müsse das Projekt
beschlossen und auf Weg gebracht werden. Dies tat der Strukturausschuss
dann bei vier Enthaltungen. (dm)
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
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Politiker
fordern schnellere DSL-Leitungen
12.11.2008
Simmerath.
Die Forderung «Mehr Breitband für Simmerath» war
nun auch das Thema im Strukturausschuss. Anlass der Debatte
ist die zum Teil nicht vorhandene oder zumindest schlechte
Versorgung einzelner Orte mit DSL-Leitungen.
Die «unterschiedlichen
Möglichkeiten», DSL zu nutzen, werde von den Bürgern
immer wieder beklagt, mahnte die CDU-Fraktion; sie will sich
daher «nachdrücklich für eine bessere Breitbandversorgung
in unseren Orten einsetzen».
Der
Antrag dazu wurde im Strukturausschuss erörtert, Gesprächspartner
dabei war Winfried Moser von der Telekom aus Bonn, der einen
ausführlichen Vortrag hielt und zahlreiche Zahlen und
Daten präsentierte: So ist nahezu jeder der rund 6900
Haushalte in der Gemeinde mit einem Telefonanschluss versorgt,
etwa 3400 Haushalte nutzen das Internet über DSL. Allerdings:
Acht Prozent der Haushalte können nicht mit einem DSL-Anschluss
versorgt werden, dazu gehört die gesamte Ortslage Hammer.
Probleme
gibt es auch zum Beispiel in Lammersdorf. Ein Grund dafür:
Im Gemeindegebiet gibt es zwei Vermittlungsstellen - und
die sind mitunter zu weit von den einzelnen Wohnbereichen
entfernt. Winfried Moser verwies auf den Wettbewerb der Anbieter
(Provider), der dazu führe, dass «ländliche
Gebiete nicht mehr ausgebaut werden». Eine DSL-Leitung,
so nannte der Telekom-Mitarbeiter ein Beispiel, koste für
eine gewisse Länge etwa 300.000 Euro, das sei für
beispielsweise 100 Kunden (Anschlussgebühr zwischen
25 und 50 Euro) nicht kostendeckend.
Eine
Alternative für unterversorgte ländliche Bereiche
könne etwa ein Glasfaser-Kabel sein. Um die Deckungslücke
(Baukosten und Anschlüsse) zu schließen, gebe
es mehrere Möglichkeiten: Die Gemeinde garantierte eine
Zuzahlung (auch über Sach- und Eigeneigenleistung),
zudem könnten, wie in einigen Orten bereits geschehen,
die Bürger selbst die Leerrohre für den Kabelanschluss
verlegen. Für die Telekom sei dabei aber eine «garantierte
Kundenzahl» wichtig.
Die
Telekom, so Winfried Moser, prüfe in einer «Strukturplanung»,
wo und wie die Versorgung in der Gemeinde verbessert werden
könne. Dazu gehöre natürlich auch eine Kostenberechnung:
Es müsse sich lohnen.
Dass
die Breitbandversorgung unbedingt verbessert werden muss,
daran gab es im Strukturausschuss keinen Zweifel. Dabei gehe
es auch um die Qualität, mahnte Christoph Poschen, der
für «alle Orte eine vernünftige Erreichbarkeit» forderte.
Es sei wichtig, gegenüber den Ballungsgebieten «eine
Chancengleichheit» zu haben, eine qualitative DSL-Versorgung
sei auch für «die Lebensqualität auf dem
Land» notwendig.
Franz-Josef
Hammelstein (SPD) nannte ein weiteres Argument: Es gehe nicht
nur um die jungen Leute, die über DSL ins Internet wollen,
es gehe auch um die Bürger, die ihre Arbeitsplätze
zu Hause eingerichtet hätten. Notwendig sei es zudem,
so Hermann-Josef Bongard (FDP), für die Gewerbegebiete «hochwertige
Verbindungen» zu schaffen.
Auch
das Land kann helfen
Der
Strukturausschuss hat dann am Ende der langen Debatte die
Verwaltung beauftragt, «konkrete Kooperationsvereinbarungen» vorzubereiten
und dabei wegen der künftigen Breitbandversorgung Fördermöglichkeiten
durch das Land zu erkunden. Das Land NRW hat eigens ein Förderprogramm
aufgelegt, das bislang aber noch von keiner Kommune genutzt
wird. Ziel der Bemühungen der Gemeinde muss es sein,
wie Hermann Josef Bongard es formulierte, «für
eine hochwertige Versorgung zu sorgen».
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
siehe
auch DSL-Studie
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Die „Bundesliga
der Forschung“ spielt in Rollesbroich
Wissenschaftler erforschen in der Eifel das Zusammenwirken von
Boden, Pflanzen, Atmosphäre und Klima
11.11.2008
Rollesbroich.
Die „Bundesliga der deutschen Forschung“ spielt
in Rollesbroich: So beschrieb Professor Dr. Karl Schneider
bei Kaffee und Kuchen vor der Rollesbroicher CDU (siehe weiteren
Bericht), was ihn und seine Arbeitsgruppe regelmäßig
für den „transregionalen Forschungsbereich“ in
die Eifel führt. Dort wird nämlich von Wissenschaftlern
der Uni Köln eines der Bausteinchen erforscht, das in
Jahren einmal verständlich macht, wie selbst in kleinen
Gebieten im Zusammenwirken von Boden, Pflanzen und Atmosphäre
unser Klima beeinflusst wird.
Speziell
um Rollesbroich herum wird gemessen, wie sich die Feuchtigkeit
im Boden räumlich und zeitlich entwickelt, wie rasch
und wo der Boden nach der Zuführung von Feuchtigkeit,
durch Regen, Zuflüsse aus dem Grundwasser oder künstliche
Bewässerung wieder austrocknet, in Abhängigkeit
auch vom vorherrschenden Bewuchs.
Die
in Rollesbroich vor Ort ermittelten Daten werden mit den
Messergebnissen, die ein Satellit im Flug über Rollesbroich
sammelt, zu einem Gesamtbild zusammengefügt. Daraus
wird mit Untersuchungen, die Wissenschaftler der Uni Bonn,
der TH Aachen und des Forschungszentrums Jülich durchführen,
ein Modell entwickelt, das auf andere Regionen übertragbar
vorhersagen kann, wie sich unter bestimmten Vor-aussetzungen
das Klima entwickeln kann.
Beste
Voraussetzungen
Rollesbroich,
so Professor Dr. Schneider von der Uni Köln, bietet
mit seiner homogenen Landschaft von großen Weide- und
Waldflächen beste Voraussetzungen zur Entwicklung eines
solchen Modells. In zwölf Jahren, so schätzt er,
sind die Untersuchungen abgeschlossen, wobei es allerdings
möglich ist, dass man sich auch zu einem anderen Standort
für die Mess-Stationen orientiert.
Allerdings,
bis ganz konkreter Nutzen aus dieser Grundlagenforschung
erwachsen kann, können dann nochmals Jahrzehnte vergehen.
Dass
aber die Ergebnisse seiner Forschung Nutzen bringen werden,
davon war er auch überzeugt. Die Bewässerung landwirtschaftlicher
Flächen werde nämlich zunehmend an Bedeutung gewinnen,
und da sei es wichtig, nicht die Fehler der Vergangenheit
zu wiederholen, die etwa in Russland nun bei der Austrocknung
großer Binnenmeere deutlich würden, so der Wissenschaftler.
(Mü)
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
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„Für
Simmerath ändert sich nichts“
Thema Städteregion bei der CDU in Rollesbroich
11.11.2008
Rollesbroich.
Gleich fünf Kandidaten stellten sich beim gemütlichen
Nachmittag der Rollesbroicher CDU vor, von Horst Jansen,
der für den Ort in den Gemeinderat einziehen will, bis
Helmut Etschenberg, der sich für die CDU aus Stadt und
Kreis Aachen um das Amt des Städteregionsrates bewirbt.
Ihm ist klar, dass viele Wähler dieser neuen Verwaltungsinstanz
mit Vorbehalten begegnen.
Eine
Stimme mit Gewicht

Kandidaten
und ein Wissenschaftler bei der Rollesbroicher CDU (v. li.): Ratskandidat
Horst Jansen, Städteregionsrat-Kandidat Helmut Etschenberg,
Professor Karl Schneider, Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz
Hermanns und Jürgen Braun, als Ortsvorsteher vorgeschlagen.
Foto: Münker
"Für
Simmerath ändert sich nichts,“ versuchte
er Ängsten die Grundlage zu entziehen;
allein die Stadt Aachen übertrage
Aufgaben an die neue Städteregion,
die die kreisangehörigen Gemeinden
bislang auch schon durch den Kreis wahrnehmen
ließen. In Zukunft werde es dann
nur noch ein Gesundheitsamt geben, ein
Sozialamt, wie es auch bisher schon nur
ein Straßenverkehrsamt gebe. Zielvorgabe
sei, in der ersten Legislaturperiode bis
2014 schon zehn Prozent der Personal- und
Sachkosten einzusparen. Dass von diesem
Ziel nicht abgewichen würde, darauf
würden die Bürgermeister und
Kommunalparlamente der Region schon achten.
Es
komme darauf an, dass der Raum Aachen „im
Konzert der Großen“ nicht übersehen
werde, dass er sich gegen die Attraktivität
der Konzentrationen entlang des Rheins
von Düsseldorf bis Bonn behaupten
könne. Und mit dann 570 000 Einwohnern
habe die Stimme der Städteregion Gewicht.
In den Niederlanden sei schon ein ähnliches
Gebilde mit der Parkstad Limburg entstanden,
in Belgien gebe es die deutschsprachige
Gemeinschaft. Man müsse, unter Einbezug
der Nachbarkreisen Düren und Heinsberg
Formen der Zusammenarbeit finden, die in
eine europäische Modellregion „Charlemagne“ münden
könnten.
Und
was die Solidarität unter Nachbarn
bewirken könne, habe sich in jüngster
Vergangenheit beim Krankenhaus Simmerath
gezeigt. Wenn dann erst einmal 570 000
Bürger hinter entsprechenden Bemühungen
um Stabilisierung der Einrichtung stünden,
könne daran kein Minister vorbei.
So sei die Städteregion eine „Riesenchance“ für
alle, Gemeinden und Bürger. (Mü)
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Mit
Grünschnitt ins Biomasse-Heizkraftwerk?
(dm)
| 07.11.2008, 15:08
Simmerath.
Wohin nur mit dem Grün- und Heckenschnitt? Und wohin
mit den Bergen aus Laub? Die Verwaltung wird prüfen,
ob die Grünabfälle vor Ort verwertet werden können:
der Heckenschnitt im Biomasse-Heizkraftwerk in Simmerath,
der Grünschnitt samt Buchenlaub in den Biogas-Anlagen
im Gemeindegebiet.
Wichtig
dabei: Die Bürger sollen ab dem nächsten Jahr die
Grünabfälle möglichst kostenlos entsorgen
können. «Ein zusätzliches Entsorgungsangebot
darf nicht zu einer wesentlich höheren Gebühr führen»,
mahnen die Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen,
die nun zum Thema Grün- und Heckenschnitt gemeinsam
einen Antrag eingebracht haben.
Mit
dem Thema befasste sich auch kurz der Umweltausschuss und
beauftragte die Verwaltung, Gespräche mit den örtlichen
Betreibern des Bio-Heizkraftwerkes und der Biogas-Anlagen
zu führen.
Neues
Konzept in Arbeit
Weitere
Gespräche sind zudem mit dem Zweckverband Entsorgungsregion
West (ZEW) und den Abfallwirtschaft-Entsorgung (AWA) notwendig,
denn: die ZEW ist derzeit dabei, ein neues Abfallwirtschafts-Konzept
zu entwickeln. Nach diesem Konzept sollen Bioabfälle
samt Grünschnitt in Biogasanlagen vergärt werden.
Die
AWA-Geschäftsführung ist zudem beauftragt, «Konzepte
zur energetischen Nutzung von Bio- und Grünabfällen
zu entwickeln, um künftig das Energiepotenzial dieser
Abfälle» zu nutzen, um Gas, Strom und Wärme
zu erzeugen.
Nach
ersten Überlegungen sollen in einem «ersten Schritt» die
bisherigen Standorte in Alsdorf-Warden, Hürtgenwald-Horm
und Würselen (Kompostanlage) um- und ausgebaut werden.
Nach diesen Überlegungen spielen dabei die vorhandenen
Anlagen in der Gemeinde Simmerath keine Rolle, allerdings:
Weitere Standorte für Vergärungsanlagen sind nicht
ausgeschlossen, so die Simmerather Verwaltung.
Für
die Sammlung von Grünabfällen ist die Gemeinde
zuständig. Über die Art der Sammlung ist jedoch
noch nicht entschieden. Denkbar ist, so die Verwaltung, dass
die Bürger den Heckenschnitt etwa selbst anliefern,
denkbar ist aber auch ein Hol-System (Ausgabe von Laub- und
Grünschnittsäcken), möglich ist aber auch,
das in den einzelnen Orten Container aufgestellt werden.
Das
Problem dabei, so erläuterte Bürgermeister Hubert
Breuer: die Container müssen beaufsichtigt werden. CDU
und Grüne regten an, für die Kontrolle der Biomasse
und für die Organisation der Sammlungen «möglichst
Ein-Euro-Jobber» einzustellen.
Ein
weiteres Problem, auf das Bürgermeister Breuer hinwies:
Heckenschnitt und Astwerk könne nicht gleich am Biomasse-Heizkraftwerk
Simmerath gehäckselt werden - wegen des Lärmschutzes.
Da müsse ein anderer Standort gefunden werden. Eine
Lösung, wie die Bürger künftig Grün-
und Heckenschnitt entsorgen können, müsse unbedingt
entwickelt werden, denn, so beklagte Hannelore Schwalke von
der FDP: Immer mehr Abfälle werden im Wald und in der
Landschaft entsorgt.
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
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Simmerath
UWG kann sich noch nicht entscheiden
(P. St.) | 07.11.2008, 14:09
Eicherscheid.
Erst am 7. Juni 2009 in der Wahlkabine müssen sich die
Mitglieder der UWG-Fraktion letztlich entscheiden, welchem
Simmerather Bürgermeister-Kandidaten sie ihre Stimme
geben.
Dass
es im Vorfeld des Kommunalwahlkampfes schwierig ist, sich
festzulegen, welchen Kandidaten man unterstützt, zeigte
sich deutlich bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung
der Unabhängigen Wählergemeinschaft am Donnerstagebend
in der Tenne.
Hier
stellten sich die beiden bisher bekannten Bürgermeister-Kandidaten
Karl-Heinz Hermanns (51, CDU) und Gregor Harzheim (51, SPD)
der UWG vor. Da die Simmerather Unabhängigen selbst
keinen Kandidaten aufstellen werden, sollten die Mitglieder
nach einem Frage- und Antwortspiel mit den Kandidaten entscheiden,
wen man im Wahlkampf unterstützt, oder ob man sich neutral
verhält.
Nachdem
die Kandidaten ausführlich Rede und Antwort gestanden
hatten, konnten sich die 19 stimmberechtigten UWG-Mitglieder
allerdings nicht entscheiden. 19 Mitglieder stimmten dafür,
dass man sich im Wahlkampf neutral verhält, nur zwei
hatten sich festgelegt.
Mit
der öffentlichen Prüfung zweier Kandidaten des
politischen Gegners beschritt die UWG Neuland im kommunalpolitischen
Simmerather Alltag. Rund 80 Besucher waren in die Tenne gekommen,
auch unterstützende Kräfte aus den Lagern der beiden
Kandiaten waren gekommen, die CDU war dabei klar in der Mehrheit.
UWG-Vorsitzender
Helmut Keischgens hoffte auf eine faire Veranstaltung, und
nach Bekanntgabe der Spielregeln durfte man von einem friedvollen
der Argumente ausgehen. So kam es dann auch; bis zum Schluss
regierte die Sachlichkeit.
Aus
dem Zuhörerkreis wurden keine Fragen zugelassen («aus
Gründen der Fairness und damit es kein unendlich langer
Abend wird»), auch Zwischenrufe waren unerwünscht.
Der Vorstand auf dem Podium hatte zu sieben Themenkomplexen
Fragen vorbereitet, die mit je drei Minuten Redezeit von
den Kandidaten abgearbeitet wurden. Für die Einhaltung
der Spielregeln sorgte Moderator Thomas Gerards.
Nach
Entscheidung durch Münzwurf durfte CDU-Kandidat Karl-Heinz
Hermanns, derzeit Beigeordneter in der Gemeindeverwaltung
Simmerath, die Runde eröffnen. Ehrenamtliches Engagement,
fachliche Fähigkeiten und Überparteilichkeit im
Amt nannte der Kandidat als seine Stärken, während
Gregor Harzheim, Mitarbeiter eines Kölner Verlages,
von einer Eigen-Charakteristik Abstand nahm. «Das sollen
andere entscheiden.». Sein Ziel als Bürgermeister
sei es, ein «demokratisch-offenes Klima» in Simmerath
zu erzeugen.
Die
nachgefragten Themen waren den Kandidaten nicht bekannt,
aber große Überraschungen kamen nicht auf den
Tisch; man kennt sich ja zur Genüge aus den Ratssitzungen
und Ausschüssen.
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
Besser
auf die Folgekosten achten
Die beiden Simmerather Bürgermeister-Kandidaten Gregor Harzheim
und Karl-Heinz Hermanns zu Gast bei der UWG. Klare, aber durchaus
nicht immer konträre Ansichten zu wichtigen Simmerather Themen.
Simmerath.
Aktuelle kommunalpolitische Themen in der Gemeinde Simmerath
wurden angesprochen, als die UWG die beiden Bürgermeister-Kandidaten
Karl-Heinz Hermanns (CDU) und Gregor Harzheim (SPD) zum Vorstellungsgespräch
eingeladen hatte (s. a. Bericht 1. Lokalseite). Im Frage-
und Antwortspiel vertraten die Kandidaten keineswegs nur
konträre Ansichten; es gab auch eine Reihe von Übereinstimmungen.
Parken
und Neubau von Geschäftshäusern in Simmerath
Karl-Heinz
Hermanns: Der Wegfall von 70 Parkplätzen an der Robert-Koch-Straße
durch zwei geplante Bauvorhaben werde durch 80 neue Parkplätze
hinter dem Krankenhaus kompensiert. Der Bedarf nach neuen
Geschäften sei laut eines Einzelhandelsgutachten klar
vorhanden. Hermanns: „Simmeraths Kaufkraft ist noch
lange nicht ausgeschöpft.“
Gregor
Harzheim: „Ich gehe nicht davon aus, dass es zu einer
Verschärfung der Parksituation im Zentrum Simmeraths
kommen wird.“ Simmerath müsse als Einzelhandelsstandort
gestärkt und entwickelt werden. Harzheim: „Die
Planung ist reizvoll.“
Familienpolitik
in der Gemeinde
Gregor
Harzheim: „Es müssen Voraussetzungen geschaffen
werden, die es ermöglichen, Familie und Beruf zu vereinbaren.“ Familienfreundliche
Baulandpreise, ausreichend Kindertagesstätten und die
Sicherung der Schulstandorte seien Rahmenbedingungen.
Karl-Heinz
Hermanns: Es seien bereits Initiativen ergriffen worden,
dass bei Bedarf der finanzielle Elternanteil in Kindertagesstätten
und der offenen Ganztagsschule übernommen werde. Auch
der Erhalt von Einzelhandelsgeschäften sei ein wichtiger
Standortfaktor. Bei Rabatten für Bauland habe die Verwaltung
bereits ein konkretes Modell erarbeitet.
Finanzlage
der Gemeinde
Karl-Heinz
Hermanns: Der aktuelle Schuldenstand von knapp 30 Millionen
Euro entspreche den Investionen in den Kanalbau der letzten
25 Jahre. „Die Finanzsituation wird sich positiv entwickeln.“
Gregor
Harzheim: Das neue kommunale Finanzmanagment ermögliche
einen klaren Blick auf das Gemeindevermögen. Hohe Schulden
würden aber Investitionen hemmen. „Bei künftigen
Investitionen muss die Gemeinde viel intensiver als bisher
die Frage der Folgekosten abwägen.“
Struktur
in der Verwaltung
Gregor
Harzheim: Sämtliche Veränderungen sollten in Absprache
mit den Mitarbeitern erfolgen. Es sollte ein Bürgerbüro
eingerichtet werden, und Abläufe in der Verwaltung einer
stärkeren Eigenkritik unterzogen werden. „Chaotische
Verhältnisse“ wie zuletzt im Bauamt, dürften
nicht sein.
Karl-Heinz
Hermanns: Der Bürger soll mehr Angelegenheiten online
erledigen können; die Öffnungszeit des Rathauses
werde an einem Tag in der Woche länger als 18 Uhr sein.
Ein echtes Bürgerbüro sei bei einer kleinen Verwaltung
schwierig. Zum Bauamt sagte er: „Die Situation war
nicht optimal, aber der Gemeinde ist kein finanzieller Schaden
entstanden.“
Abwassergebühr
Karl-Heinz
Hermanns: Der Landeszuschuss pro Kubikmeter Abwasser wurde
von einst 6 auf jetzt 55 Cent erhöht. Die Unterstützung
aber müsse noch stärker werden.
Gregor
Harzheim: Der kalkulatorische Zinssatz bei den Kanalgebühren
liege zu hoch. Dessen Senkung würde die Bürger
entlasten.
Städteregion
Gregor
Harzheim: „Die Südkreisgemeinden müssen gemeinsam
auftreten, um die Position der Eifel zu stärken.“ Insgesamt
verspreche er sich von der Städteregion mehr Gewicht;
leider sei aber eine Verlagerung der Aufgaben von der Bezirksregierung
auf die Städteregion nicht erfolgt.
Karl-Heinz
Hermanns: „Die versprochene Kostenreduzierung durch
Synergieeffekte der Städteregion muss eingehalten werden.“ Die
künftigen Bürgermeister-Konferenzen erhielten eine
höhere Bedeutung bei Entscheidungsprozessen. „Deshalb
kommt es verstärkt auf die Kompetenz der Bürgermeister
an.“
Klassische
Abschlussfrage
Mit
der klassischen Talkmaster-Frage „Warum glauben Sie
der bessere Bürgermeister-Kandidat zu sein?“,
schloss die Runde dann. Die UWG-Mitglieder konnten unter
den beiden Bürgermeister-Kandidaten keinen Favoriten
ausmachen und werden sich bis auf weiteres neutral verhalten.
UWG-Vorsitzender Helmut Keischgens: „Wir wollen dem
Wähler bei seiner Entscheidung aber Hilfe geben.“ (P.
St.)
Quelle:
Eifeler Zeitung
oben
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Fast
einstimmig: CDU will Etschenberg
99,49 Prozent: Christdemokraten wählen Kreisdirektor zum Spitzenkandidaten
für die Städteregion. Rüttgers: „Der richtige
Mann.“
Von Udo Kals
Kreis
Aachen. Kreisdirektor Helmut Etschenberg ist gestern Abend
mit einem eindrucksvollen Ergebnis zum CDU-Spitzenkandidaten
für die Städteregion bei der Kommunalwahl im Juni
2009 gewählt worden. 194 der 195 Delegierten aus Stadt
und Kreis Aachen – und damit 99,49 Prozent, bei einer
Gegenstimme – votierten im Alten Kurhaus für den
61-Jährigen. Etschenberg bedankte sich im Beisein von
NRW-Ministerpräsident und CDU-Landeschef Jürgen
Rüttgers sowie der sichtlich zufriedenen Parteivorsitzenden
Armin Laschet (Stadt Aachen) und Axel Wirtz (Kreis) für „dieses überzeugende
Signal“. Zudem beschwor er seine Parteifreunde, „geschlossen
für das Ziel zu kämpfen, dass die CDU die stärkste
Kraft in der Städteregion wird“.

Foto: Aachener Zeitung
Zuvor
hatte ihn Landrat Carl Meulenbergh als „Idealfall für
die Stelle des Städteregionsrates“ bezeichnet: „Du
hast selbst auch ein Stück Herzblut in diese Entwicklung
gesteckt. Und so kann mir als Landrat nichts Besseres passieren,
als den Staffelstab an Dich weiterzugeben.“ Das Amt
des Städteregionsrates ist in der Nachfolge der Position
des heutigen Landrates als Chef der Verwaltung zu sehen,
wobei sich das Aufgabengebiet vergrößert. Auf
der einen Seite löst sich zum 21. Oktober 2009 der Kreis
Aachen auf und geht in die Städteregion über. Auf
der anderen Seite gibt die Stadt Aachen einen Teil ihrer
Kompetenzen und Mitarbeiter an die Städteregion ab.
Und so wird der Städteregionsrat, der wie die (Ober-)Bürgermeister
am 7. Juni direkt von den Bürgern in Stadt und Kreis
Aachen gewählt wird, Chef einer rund 1300-köpfigen
Verwaltung mit Sitz im heutigen Kreishaus an der Zollernstraße
in Aachen sein. Rüttgers zeigte sich zuversichtlich,
dass Etschenberg die Wahl gewinnen werde. „Er ist der
richtige Mann für diesen Posten“, sagte der Ministerpräsident.
Quelle:
Aachener Zeitung
Etschenbergs
Kür: Rüttgers ist die Krönung
Ministerpräsident will mit Besuch ein Zeichen setzen: „Die
Städteregion ist wirklich etwas Besonderes.“
Von
Udo Kals
Kreis
Aachen. Bei der Kür von Helmut Etschenberg war der Gast
aus Düsseldorf im Alten Kurhaus die Krönung. Schließlich
sucht sich Jürgen Rüttgers die Termine sorgfältig
aus, bei denen er erscheint. Und natürlich, sagt der
Landesvater und CDU-Landeschef dann auch später zum
großen Wohlgefallen der lokalen Parteiprominenz, „ist
die Städteregion wirklich etwas Besonderes“. Und
das wolle er mit seinem Besuch unterstreichen.
Dass
der Mann aus Pulheim das Vorhaben in der Vergangenheit durchaus
kritisch betrachtet hat, gibt er in seiner Rede gerne zu.
Wobei er mit seiner Interpretation dann doch relativ alleine
ist im Ballsaal. „Ich musste hartnäckig nachfragen“,
erinnert er an die zähen Verhandlungen im Jahr 2007: „Aber
nicht, um die Städteregion zu verhindern, sondern damit
es klappt.“ Am Ende hat es geklappt, auch wenn es oft
gehakt hat. Dabei lobt Rüttgers nun die Beharrlichkeit
der Protagonisten. Denn für ihn ist die Städteregion
auch ein Beispiel dafür, dass „der Glaube Berge
versetzen kann“.
Lebensplanung
geändert
Einer,
der stets ans Gelingen geglaubt und dafür gearbeitet
habe, sei Helmut Etschenberg gewesen, betont Landrat Carl
Meulenbergh in seiner Vorstellung des Kandidaten und fügt
schmunzelnd hinzu: „Wir sind dem Ministerpräsidenten
ganz schön auf die Nerven gegangen.“ Was er davon
hat, weiß Etschenberg nun. Denn eigentlich sah er sich
ab dem Jahr 2009 als Pensionär, der oft und gerne seine
Freizeit in Südfrankreich verbringen wollte. Doch als
die CDU im Frühjahr plötzlich ohne Kandidat dastand,
habe er „spontan seine Lebensplanung geändert“,
sagt Meulenbergh: „Das verdient Anerkennung.“
Die
hat er am Dienstagabend mit seiner fast einstimmigen Wahl
(194 von 195 Stimmen) von seinen Parteifreunden aus Stadt
und Kreis bereits erhalten. Jetzt will der 61-jährige
Kreisdirektor – natürlich – mehr: „Ich
trete mit dem festen Willen an, der erste gewählte Städteregionsrat
zu werden.“ Dass er dies wird, davon ist auch Rüttgers überzeugt. „Er
ist jemand, den interessiert, was die Leute wollen. Er setzt
sich für die Menschen und die Region ein – und
das schon seit sehr vielen Jahren“, sagt der Ministerpräsident,
der Etschenberg seit Ende der 70er Jahre kennt. Damals war
der gebürtige Aachener in Monschau, wo er heute noch
wohnt, als Stadtdirektor tätig, bevor er 1993 mit der
Wahl zum Kreisdirektor ins Kreishaus zurückkehrte, wo
er 1963 seine berufliche Karriere als Verwaltungspraktikant
begann. Und mit Blick auf seine Vita unterstreicht Etschenberg: „Ich
bin ein Prototyp der Städteregion.“
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Krankenhaus
Empört über
Krankenhaus-Zuschuss für Simmerath
Stolberger
SPD nimmt Beteiligung über Umlage
ins Visier. Kreis Aachen „Eine
schädliche Diskussion“.
Versorgung als Pflichtaufgabe.
Stolberg/Simmerath. „Der
Kreis beschließt einfach Mehrausgaben mit Auswirkungen
auf die Kommunen“, ärgerte sich Dieter Wolf im
Stolberger Hauptausschuss. Dabei hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende
in der Kupferstadt die Finanzspritze des Kreises für
das Simmerather Krankenhaus im Blick. Mit 600 000 Euro in
drei Jahren unterstützt der Landrat den Erhalt der Geburtshilfe
an St. Brigida. Der Anteil Stolbergs an der Kreisumlage liege
bei rund 20 Prozent, rechnete der Sozialdemokrat vor, also
sei Stolberg mit 120 000 Euro an dem Zuschuss des Simmerather
Krankenhauses beteiligt. „Das entspricht dem Anteil
der drei Eifelkommunen mit dem reichen Roetgen“, fragte
Wolf, ob dies im Vorfeld vom Kreis mit der Stadt kommuniziert
wurde. „Das ist nicht thematisiert worden“, sicherte
Bürgermeister Ferdi Gatzweiler eine Überprüfung
zu.
Zwar „rein
rechnerisch fast richtig, aber inhaltlich verfehlt“ sei
die Argumentation des SPD-Fraktionsvorsitzenden, konterte
Kreissprecher Holger Benend auf Anfrage. Stolberg sei über
seinen Anteil an der Kreisumlage von 22,18 Prozent mit etwa
133 000 Euro an dem Zuschuss für das Krankenhaus beteiligt.
Auch
wenn dieser zwar formal eine freiwillige Ausgabe sei, so
sei der Kreis andererseits per Gesetz verpflichtet, die Versorgung
durch Krankenhäuser sicherzustellen. Außerdem übe
der Kreis eine Ausgleichsfunktion aus. Der Zuschuss sei erforderlich,
um die medizinische Versorgung in der Eifel aufrecht erhalten
zu können; somit müsse man ihn als eine Pflichtaufgabe
würdigen.
„Es
ist aber auch eine schädliche Diskussion, Projekte in
den Städten und Gemeinden untereinander aufzurechnen“,
betonte Benend. Simmerath neide schließlich auch nicht
die Investitionen des Kreises in Stolberg. (-jül-)
Quelle: Eifeler Zeitung
Solidarität
ist für die SPD offensichtlich eine Einbahnstraße“
CDU-Kreisvorsitzender
Axel Wirtz reagiert auf Stolberger
SPD-Kritik an der Krankenhaus-Finanzierung
Simmerath
Nordeifel.
Die Argumentation der SPD Stolberg, die Stadt Stolberg müsse
für den Erhalt des Krankenhauses Simmerath zwangsweise
120 000 Euro zahlen, „ist typisch für die Mauerbauer
der SPD Stolberg“, erklärt der Kreisvorsitzende
der CDU Axel Wirtz MdL. Wirtz reagiert damit auf die im Stolberger
Hauptausschuss geäußerte Empörung des SPD-Fraktionsvorsitzenden
Dieter Wolf.
Axel
Wirtz: „Der frisch gekürte Bundestagskandidat
der SPD, Martin Peters, ist auch Vorsitzender der SPD Stolberg
und Mitglied der Fraktion. Noch vor wenigen Tagen wurde mit
großem öffentlichem Getöse Gregor Harzheim
zum Spitzenkandidaten der SPD Simmerath gewählt. Beide
sollten sich im Sinne der Versorgung der Eifelbevölkerung
und im Sinne des Erhalts des Krankenhauses Simmerath von
den Äußerungen der Stolberger SPD-Fraktion distanzieren,“ fordert
Axel Wirtz.
Alle
Kreiskommunen hätten mit Unterstützung der CDU
als der führenden politischen Kraft immer dann zusammen
gestanden und Solidarität gegenüber dem ländlichen
Raum geübt, wenn dies erforderlich war. Beispiel hierfür
sei die Unterstützung in der Frage der talsperrenbedingten
Mehraufwendungen oder auch jetzt die Frage des Krankenhauses
Simmerath.
Axel
Wirtz abschließend: „Es ist nicht hinnehmbar,
dass durch politisches Getöse aus der SPD Stolberg die
hervorragende Arbeit der Eifelkommunen, des Kreises und der
Initiative "Rettet das Krankenhaus" in Mitleidenschaft
gezogen wird. Für die SPD ist Solidarität offensichtlich,
wenn es um Taten und nicht um Sonntagsreden geht, eine Einbahnstraße.“
Quelle:
Eifeler Zeitung
Dedenborn
SPD
handelt sich weiterhin Kritik ein
31.10.2008
Dedenborn/Hammer.
Die jüngsten Äußerungen der Stolberger Sozialdemokraten
zur Finanzierung des Simmerather Krankenhauses standen auch
im Blickpunkt bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes
Dedenborn.
Hierzu
begrüßte dessen Vorsitzender Arno Braun mehr als
30 Mitglieder und Gäste im Hotel Schütt in Hammer.
Das
die Diskussion beherrschende Thema waren jedoch zunächst
die Stolberger Genossen. Wie berichtet, hatte deren Fraktionsvorsitzender
Dieter Wolf im Hauptausschuss gerügt, dass der Kreis
Aachen den Fortbestand der «Geburtshilfe» am
Malteser-Krankenhaus mit einem auf drei Jahre verteilten
Zuschuss von 600.000 Euro unterstützt hat. Stolbergs
Genossen können sich mit dieser Finanzspritze nicht
anfreunden.
Diese Äußerung
entfachte unter den in Hammer versammelten Christdemokraten
einen wahren Sturm der Entrüstung. Karl-Heinz Hermanns,
Beigeordneter der Gemeinde Simmerath und designierter Nachfolger
von Bürgermeister Hubert Breuer: «Solidarität
unter Demokraten ist dann absolut lebensnotwendig, wenn sie
unverzichtbar ist. Und unser Krankenhaus ist unverzichtbar!»
Bernd
Goffart, Unions-Gemeindeverbands-Vorsitzender, vermisst bei
Stolbergs SPD ebenfalls «die kleinste Spur solidarischen
Verhaltens». Nach «einer solchen Sonntagsrede,
wie sie im Stolberger Hauptausschuss gehalten worden sei,
sei ist es nicht verwunderlich, wenn nun Simmeraths SPD-
Bürgermeisterkandidat «im Regen steht».
Quelle:
Eifeler Zeitung
SPD
soll sich klar zum Krankenhaus bekennen
Nordeifel. Der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Aachen,
Helmut Brandt, hat die SPD in Stolberg und den SPD-Kandidaten für
den Bundestag, Martin Peters, aufgefordert, sich eindeutig für
die Beibehaltung des Simmerather Krankenhauses auch mit finanzieller
Unterstützung des Kreises
einzusetzen. Brandt kann die Diskussion um die Krankenhausfinanzierung
der Stolberger SPD nicht nachvollziehen. „Wenn Stolberg Gelder
vom Kreis für Investitionen erhält, wie etwa zum Bau
einer neuen Kreisstraße, dann wird von Seiten einer Stadtratsfraktion
beispielsweise aus Monschau oder Würselen doch auch nicht
wegen der Kosten am Sinn dieser Maßnahme gezweifelt“,
so MdB Brandt.
„Nur
dadurch, dass bisher alle an einem Strang gezogen haben,
konnte es zu dieser positiven Wendung erst kommen“,
lobte Brandt die Arbeit des Kreises Aachen und seiner Kommunen
sowie der Landesregierung. Durch die jetzt vom Fraktionsvorsitzenden
der SPD im Rat der Stadt Stolberg und vom SPD-Bundestagskandidaten
getroffenen Aussagen werde das Bekenntnis zum langfristigen
Fortbestand in Frage gestellt. Das Verhandlungsergebnis sei
im übrigen mit den Stimmen der Stolberger SPD-Vertreter
im Kreistag einstimmig untermauert worden.
Brandt
fordert die Stolberger SPD auf, sich klar für die gefundene
Lösung auszusprechen. „Es ist wichtig, dass alle
Kommunen und Räte des Kreises Aachen ohne wenn und aber
diese Ergebnis mittragen“, so Helmut Brandt.
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Bürger
sehen „keinen zwingenden Grund“ für Bauland
Geplante Neuausweisung von Wohnbauflächen in Simmerath im
Bereich Heustraße/In der Mahr stößt auf Widerstand
Simmerath.
Das Verfahren zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans
der Gemeinde Simmerath geht seinen Weg. Obwohl von Beginn
des Verfahrens an die Bürger in hohem Maße beteiligt
wurden, herrscht nicht überall uneingeschränkte
Zustimmung.
Widerstand
regt sich in Simmerath im Bereich Heustraße und In
der Mahr, wo zahlreiche Bürger Widerspruch gegen die
Neuaufstellung des Flächennutzungsplans (FNP) der Gemeinde
Simmerath eingelegt haben. Rund 70 Bürger haben den
Widerspruch unterschrieben, der der Gemeinde Simmerath, dem
Kreis Aachen und der Bezirksregierung Köln vorliegt.
Der Widerspruch wendet sich gegen eine weitere Ausweisung
von Bauflächen südlich der beiden Straßen.
In der Begründung des Widerspruchs, der von Roswitha
Weinberg und Erika Frank als Anwohnerinnen der Heustraße
unterzeichnet wurde, wird argumentiert, dass sich die derzeit
als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen Flächen unmittelbar
hinter den Hausgärten der Heustraße und der Straße
In der Mahr befinden und eine Landschaft mit natürlichen
Lebensräumen darstelle, die angereichert werden solle „mit
belebenden und gliedernden Elementen“.
Doch
im Falle der Aufstellung eines Bebauungsplans werde das rechtsgültige
Entwicklungsziel Anreicherung „zunichte gemacht und
eine intakte gewachsene Kulturlandschaft und Lebensraum vieler
Tierarten vernichtet“. Hierbei handele es sich um Lebensräume
von planungsrelevanten zum Teil seltenen, nach der Roten
Liste NRW und der Roten Liste Eifel gefährdeten sowie
FFH-relevanten und nach der europäischen Vogelschutzrichtlinie
geschützten Arten.
Die
geplante Bebauung liege außerdem nahe dem Naturschutzgebiet
Tiefenbachtal mit Nebenbächen, das zugleich als FFH-Gebiet
(Gebiet zum Erhalt des Europäischen Naturerbes) ausgewiesen
sei. Die Entfernung zum FFH-Gebiet liege nur zwischen 160
und und 500 Meter. Bei einer Bebauung bestehe die Gefahr,
dass das FFH-Gebiet durch Lichtverschmutzung, Beseitigung
von Grünabfällen jeglicher Art und herumstreunende
Hunde und Katzen beeinträchtigt werde, argumentieren
die Bürger weiter. „Aufgrund der ökologisch
hohen Wertigkeit des Landschaftsschutzgebietes sind wir der
Meinung, dass die Gemeinde Simmerath den Nachweis von Wohnbedarf
erbringen sollte, bevor eine solch intakte Kulturlandschaft
geopfert wird. Vorrangig sollten außerdem innergemeindliche
Baulücken geschlossen werden, die nach intensiven Erkundigungen
der Unterzeichner noch in ausreichender Zahl in den Baugebieten
am nordwestlichen Rand von Simmerath vorhanden sind“,
heißt es weiter.
Daher
gebe es „keinen zwingenden Grund, ein ökologisch
wertvolles Landschaftsschutzgebiet zu zerstören“.
Da für das Gemeinwohl noch ausreichend Bauland zur Verfügung
stehe, sei zu befürchten, dass die Erschließung
von neuem Bauland „auf das Interesse Einzelner
zurückzuführen ist.“
Die
Nachfrage nach Bauland gehe nachweislich zurück. Dies
gelte auch für die Gemeinde Simmerath. Der Wegfall der
Eigenheimzulage, die steigenden Energiekosten und der demographische
Wandel machten „auf lange Sicht weitere Ausweisungen
von Bauland unnötig“. Diese Fakten, sollten auch
die Kommunalpolitiker ernst nehmen und entsprechend handeln.
Eine Bebauung sei „unvertretbar.“
Verantwortung übernehmen
Abschließend
argumentieren die Bürger: „Daher sollten die Eifelgemeinden,
in unserem Fall die Gemeinde Simmerath, sich auf ihren wahrhaftigen
Reichtum besinnen, der in einer gewachsenen, kleinbäuerlichen
Kulturlandschaft liegt, und die Verantwortung dafür übernehmen,
dass diese für kommende Generationen erhalten bleibt.“ (P.
St.)
Quelle: Eifeler Zeitung
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Zeitaufwendige
Heimreise hat ein Ende
Ab Januar soll an der GHS Simmerath nachmittags ein zweiter Bus
fahren
Simmerath.
Die drei Ziffern 13+ bedeuten für 24 Schülerinnen
und Schüler der Gemeinschaftshauptschule (GHS) Simmerath
büffeln auch nach dem regulären Schulunterricht.
Die Jugendlichen, die an der GHS die Übermittagsbetreuung
in Anspruch nehmen bleiben bis 15.30 in der Schule und treten
erst dann die Heimreise an.
Über
die Gemeinde verteilt
Bisher
gestaltete sich diese allerdings als äußerst zeitaufwendig:
Da die 24 Schüler, die über das gesamte Gemeindegebiet
verstreut wohnen, mit nur einem Bus befördert werden,
dauert es bis alle von ihnen zu Hause ankommen. „Im
Extremfall dauert es Eineinviertel Stunden bis alle Ortschaften
abgefahren sind“, weiß Karl-Heinz Hermanns, Beigeordneter
der Gemeinde Simmerath. „Diese Situation ist aus meiner
Sicht nicht hinnehmbar“, so der für die Schulen
zuständige Derzernent.
Um
die Fahrtzeit zu verkürzen, hat Hermanns deshalb dem
Schulausschuss vorgeschlagen, einen zweiten Bus einzusetzen.
Mit Erfolg: Die Mitglieder des Ausschusses votierten einstimmig,
ab Januar 2009 einen zweiten Bus verkehren zu lassen. Die
Kosten für die freiwillige Leistung der Gemeinde sollen
in den Haushaltsplan 2009 aufgenommen werden. Monika Dörfler,
die Schulleiterin der GHS begrüßt die Entscheidung
des Schulausschusses: „Ich bin sehr froh, dass dies
gelungen ist. Ein zweiter Bus ist eine große Erleichterung,
so kann man die Strecke aufteilen und die Kinder sind eher
zu Hause.“
Mehr
Kinder in 13+ bringen
Gleichzeitig
verfolgen Gemeinde und Schulleitung neben der Verkürzung
der Fahrtzeiten ein zweites Ziel: „Wir versprechen
uns von der Maßnahme, dass mehr Kinder an dem Nachmittagsprogramm
teilnehmen, wenn sie wissen, dass die Fahrtzeiten moderat
sind“, sagt Karl-Heinz Hermanns. „Wir wollen
mehr Kinder in 13+ bringen.“ (ab)
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Kinder
sollen nicht mehr länger an Schülertischen essen
Von
Andreas Bongartz | 29.10.2008, 14:45
Simmerath.
Es tut sich was an der Gemeinschaftshauptschule (GHS) Simmerath:
Die Einrichtung an der Walter-Bachmann-Straße soll
eine Mensa bekommen, das wurde jetzt einstimmig in der
zwölften Sitzung des Ausschusses für Schule,
Jugend und Soziales beschlossen.
Zu
diesem Zweck sollen Fördermittel des Landes NRW im
Rahmen des «1000-Schulen-Programms» angezapft
werden. Bei Aufnahme in das Landesprogramm kann das Bauvorhaben
an der Hauptschule mit bis zu 100.000 Euro gefördert
werden (eine Eigenbeteiligung der Gemeinde in gleicher
Höhe ist dann allerdings vorgesehen).
24
Schülerinnen und Schüler werden zurzeit an der
Gemeinschaftshauptschule im Rahmen des Programms 13+ über
die Mittagszeit hinaus betreut. Bisher nehmen sie ihr Mittagsessen
in einem provisorisch eingerichteten Klassenraum ein. Mit
der Mensa soll das Provisorium ein Ende finden.
«Wenn
die Kinder über Mittag in der Schule bleiben, kann
das Mittagessen an den Schülertischen nur eine vorübergehende
Lösung sein», befand Günter Scheidt von
der CDU. «Eine sehr gute Investition in die Schüler
und ihre Zukunft» sah auch Franz Josef Hammelstein
von der SPD in dem Beschluss.
Gleichzeitig
verbinden die Ausschussmitglieder und die Schulleitung
mit dem geplanten Vorhaben die Hoffnung, dass so ein erster
Schritt in Richtung Ganztagsschule getan werden kann. «Die
Mensa ist ein Schritt in Richtung große Lösung»,
sagte denn auch Monika Dörfler, die Leiterin der Gemeinschaftshauptschule. «Die
Schüler, die über Mittag bleiben, nehmen ihr
Essen in einem ganz normalen Raum zu sich, ein direkter
Unterschied zwischen Schule und Mensa, wo es Essen gibt,
ist aber eine gute Sache.»
Im
Schulausschuss war man sich einig: Gibt es erst einmal
angemessene Räumlichkeiten zum Essen, steigt vielleicht
auch die Akzeptanz für die Übermittagsbetreuung.
Die
Mensa soll voraussichtlich als Ausbau in zwei Klassenräumen
im Erdgeschoss des Schulgebäudes an der Giebelseite
zum Venn hin eingerichtet werden. Der Eigenanteil der Gemeinde
könnte mit Mitteln aus der Schulpauschale gedeckt
werden, so Karl-Heinz Hermanns.
Der
Beigeordnete und frisch gekürte Bürgermeisterkandidat
betonte allerdings, dass nicht zwingenderweise die höchste
Fördersumme von 100.000 Euro in Anspruch genommen
werden muss. «Wir wollen aber auf jeden Fall einen
Fuß in die Tür kriegen.» Bis Ende November
soll die Förderung beantragt werden. «Wir hoffen,
dass wir die Mensa dann ab 2010 in Betrieb nehmen können»,
sagt Ernst Breuer vom Schulamt der Gemeinde.
Die
Gemeinde Simmerath will die Rahmenbedingungen für
ihre Schülerinnen und Schüler verbessern. So
hat man im Schulausschuss ebenfalls beschlossen eine Förderung
aus dem Landesprogramm «Geld oder Stelle» für
die Übermittagsbetreuung an der GHS zu beantragen.
Der
Schule ständen demnach 15.000 Euro pro Jahr oder 0,3
Lehrerstellen zur Verfügung. Falls die Förderung
bewilligt wird, möchte die Schule das Geld für
die Finanzierung der pädagogischen Betreuung über
den Ablauf des Programms 13+ im Februar des kommenden Jahres
verwenden.
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