CDU Einruhr-Erkensruhr-Hirschrott
Gemeindeverband Simmerath


Einruhr, Ortseingang
Foto: B. Laschet

,

Ortsvorsteher

Christoph Poschen
 Wollseifener Strasse 22
Telefon: 02485/8285
poschen@cdu-simmerath.de

 


 

OV-Vorstand
 
Vorsitzender
Christoph Poschen
Wollseifener Strasse 22
Einruhr
024 85 / 82 85
poschen@cdu-simmerath.de
Stellv.Vorsitzender
Heribert Linscheidt
Wollseifener Strasse 30
Einruhr
02485/8230
Geschäftsführer
Michael Wollgarten
Rurstrasse 25
Einruhr
024 85/2 95
 
Beisitzer
Karl-Heinz Breuer
Franz-Becker-Strasse 15
Einruhr
02485/8182
Beisitzer
Sven Hensen
Römerstr. 4
Einruhr
02485/82 65

Inhalt

Vorsitzender der CDU-Simmerath Bernd Goffart, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Ratsherr, stellvertretender Franktionsvorsitzender und Ortsvorsteher Christoph Poschen

 

Mitgliederversammlung 2012
Vollsperrung B266
Bruchsteinmauern sanieren
Bürger werden zur Kasse gebeten
Erhalt der Geschäfte realisieren
Kindergarten feiert 40-jähriges
OV-Mitgliederversammlung Einruhr-2011
Friedhof erhält ein Eingangstor
Überraschung Römerstr.
Kostenaufteilung bei Unterführung
Unterführung B266 bei Einruhr?
OV-Mitgliederversammlung Einruhr
Neues Konzept Park Erkensruhr
SILBER für Einruhr
Kamera soll Gäste erfassen
Fraktion hat gewählt
Klare Festlegungen für Bauen
SILBER "Unser Dorf hat Zukunft"
Wanderraststation

Simmerath-Einruhr


CDU-Vorsitzender Christoph Poschen bezog zu
einigen lokalpolitischen Ereignissen Stellung

27.04.2012

Axel Wirtz zeichnete Michael Wolgarten (2. und 3. von links) für 25 Jahre r Parteizugehörigkeit aus. Es gratulierten Christoph Poschen (links) und Bernd Goffart (rechts). Foto: Manfred Schmitz

Einruhr/Erkensruhr. „Der ländliche Nordeifelraum hat unter der rot– grünen NRW–Regierung Kraft zwei tote Jahre voller Nachteile hinter sich, die uns zu einem Protestaufschrei veranlassen. Unser Bundesland hat 144 Millionen* Euro Schulden, der Haushalt ist kaputt, die Zinsuhr tickt jede Sekunde bedrohlich. Wir brauchen dringend eine stabile Regierung, die kann durchaus aus einer großen Koalition bestehen. Aber in Zukunft darf der Schwanz nicht mehr mit dem Hunde wedeln!“ Der Stolberger Landtagsabgeordnete Axel Wirtz auf Wahlkampftour bei seinen Nordeifeler Parteifreunden. Im Einruhrer Heilsteinhaus sprach er Freitagabend vor einem knappen Dutzend Mitglieder und Gästen des CDU–Ortsverbandes Einruhr/Erkensruhr. Sein Thema: „Landtagswahl 2012 - welche Politik ist gut für die Nordeifel?“ Der Düsseldorfer Parlamentarier unterstrich Tugenden und Stärken der Eifeler Menschen: „Mobilität, Fleiß, Bodenhaftung und Zuverlässigkeit, bei ihnen gilt ein Wort noch viel!“ Um so bedauerlicher, so Wirtz, sei es, „dass diese Charakteristika von der Landesregierung nicht honoriert wurden“.

Projekte lassen auf sich warten

Vorsitzender Christoph Poschen. vermittelte seinen Zuhörern lokalpolitische Informationen aus erster Hand. Als dringlich eingestufte strukturelle Einruhrer/Erkensruhrer Projekte ließen laut Poschens Prioritätenliste auf sich warten: „Der Ausbau der Römerstraße soll nun 2013/14 endlich realisierte werden, im Bauamt ist das Personal knapp.“

Der Hangweg sei noch nicht kanalisiert, 30 Bauparzellen warteten auf Erschließung. Die Arbeiten könnten beginnen, „sie werden sich über Monate hinziehen, eine provisorische Baustraße von 3,50 Meter Breite ist anzulegen“, so der Sprecher. Er bemerkte, zur Erneuerung der Fahrbahn Erkensruhr/Hirschrott „reicht keine Flickerei mehr, die Decke muss bis 2014 fachmännisch saniert werden“. Zum Einruhrer Wahrzeichen und Touristenmagnet Heilsteinbrunnen erklärte Poschen, dieser werde mit Edelstahl ausgekleidet, zudem müsse im Quellbereich eine recht kostspielige Entschlammungsmaßnahme durchgeführt werden. Vehement wandte sich der Vorsitzende gegen unlängst in einem Presseartikel geäußerte Behauptungen, der Ort Erkensruhr sei „im rapiden Niedergang begriffen“. Dies stimme nicht:„Wir haben lediglich ein Problem mit einem ortsansässigen Hotel, im Übrigen ist Erkensruhr in der Gemeinde das Dorf mit den meistverkauften Baugrundstücken, nun werden wir die Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses auf dem Areal ´Im Park´ in Angriff nehmen.“ Die Asphaltierung der B 266 bezeichnete Poschen als „vordringlich, allein jährlich 500 000 Tagesbesucher aus Nah und Fern erwarten zügiges Handeln“.

Simmeraths Bürgermeister Karl – Heinz Hermanns anerkannte, mehrere trefflich umgesetzte trügen unverkennbar die Handschrift Christoph Poschens und seines Vorstandskollegiums. Die B 266, versprach er, werde einen frischen Deckenbelag erhalten. Die für den kommenden Mittwoch im „Antoniushof“ anberaumte Bürgerinformation zu den Komplexen Windpark und Pumpspeicherkraftwerk „steht uns gut zu Gesicht“.

Beschwerden über Biker

In einer regen Aussprache zu Anwohnerklagen über Motorradfahrer, die besonders an Wochenenden auf Nordeifelpisten rücksichtslos gegen andere Verkehrsteilnehmer, zu laut und zu schnell unterwegs sind, hielt Hermanns fest: „Wir können und wollen den euregionalen Bikern ihren Eifeltrip nicht verbieten noch vergällen, sie sind willkommen und ein bedeutender Tourismus-Wirtschaftsfaktor. Aber, wir verstärken die polizeilichen Kontrollen ihres Tempos wie der Fahrweise, damit sie sich an geltende Gesetze halten“

Abschluss und Höhepunkt des Abends bildete die Ehrung eines langjährig verdienten Parteifreundes. Der Ur–Einruhrer Michael Wolgarten wurde für 25–jähriger CDU–Mitgliedschaft vom Ortsverband wie dem Bezirksvorsitzenden Wirtz mit einer bronzenen Nadel samt Urkunde ausgezeichnet. Wolgarten ist derzeit Geschäftsführer des Ortsverbandes. (M. S.)

Quelle: Eifeler Zeitung



* Anmerkung Webmaster: es muss heißen: Milliarden !!!


 

Simmerath-Einruhr

Vollsperrung B266:
Tourismusbranche fürchtet Umsatzeinbußen


Von Jan Mönch | 02.04.2012

Sechs Kilometer bis Einruhr? Erst nach Ende der Vollsperrung wieder. Wer während der Sanierung der B226 dorthin möchte,
sollte sich lieber nicht mit leerem Tank auf den Weg machen. Foto: Heiner Schepp

Würde man Christoph Poschen nach den besonderen Stärken des Landesbetriebs Straßenbau fragen, dann würde er Kommunikation vermutlich als letztes aufzählen.

Dass der Ortsvorsteher von Einruhr und Erkensruhr Ende Februar zu einer Verkehrsbesprechung, bei der es um die Sanierung der B 266 ging, nicht eingeladen wurde, sieht er noch einigermaßen gelassen. Möglicherweise entspreche dies ja dem üblichen Vorgehen. Dass der Landesbetrieb nun allerdings seit mehr als drei Wochen ein Schreiben unbeantwortet lässt, empfindet Poschen doch als reichlich unbefriedigend.

60 Kilometer Umweg

In dem Schreiben, dass per Mail und per Fax an den zuständigen Projektleiter Arnd Meyer ging, beschreibt Poschen den «gewaltigen Ärger», den die Sanierungsmaßnahmen in Einruhr und Erkensruhr seiner Meinung nach verursachen werden. Wie berichtet, soll die B 266 zwischen Mai und Juli für sechs bis acht Wochen vollgesperrt werden.

Betroffen ist die Strecke zwischen Kesternich und der Kreisgrenze Euskirchen, die nacheinander in vier Abschnitten abgearbeitet werden soll. Einruhr und Erkensruhr wären von den ersten beiden Bauabschnitten betroffen, an drei Wochenenden wird man nach Stand der Planungen immense Umwege in Kauf nehmen müssen, um die Orte zu erreichen - oder aus ihnen herauszukommen.

«Ich möchte ja keinen Riesenstreit mit dem Landesbetrieb vom Zaun brechen», stellt Poschen klar. Zumindest eine kurze Antwort auf seine Fragen fände er allerdings angemessen. Denn die hat er stellvertretend für die Dorfbewohner formuliert, die sich zuletzt verstärkt mit ihren Sorgen an ihn richten.

Wer etwa an den betroffenen Wochenenden aus Richtung Euskirchen nach Schleiden, Gemünd oder Vogelsang möchte, sei hin und 30 Kilometer zusätzlich unterwegs und zurück abermals 30, rechnet der Rechtsanwalt vor. Auf einen Umweg von 40 Kilometer kämen indes die Einruhrer und Erkensruhrer, wenn das Fahrtziel Simmerath lautet - mal zwei macht 80.

Für die Dorfbewohner im Allgemeinen ist dies zunächst natürlich sehr lästig, für diejenigen, die wirtschaftlich vom Tourismus abhängen - also Gastronomen, Übernachtungsbetriebe oder auch das Freibad - außerdem geschäftsschädigend, fürchtet Poschen.

Aus der Zeitung erfahren

Sebastian Lindt gibt ihm da Recht: «Gerade die langen Wochenenden im Mai und im Juni sind für die Betriebe extrem wichtig», sagt der Geschäftsführer der Rursee-Touristik. Neben Hotels und Wirtschaften werde man die Sperrung der B 226 mit Sicherheit auch bei der Rursee-Schifffahrt, beim Fahrrad-Verleih sowie in den eigenen Geschäftsstellen zu spüren bekommen. Auch Lindt attestiert dem Straßenbaubetrieb ein sanierungsbedürftiges Kommunikationsverhalten: «Ich habe von der Sperrung aus der Zeitung erfahren. Ich hätte mir gewünscht, dass man uns involviert.»

Poschen indes spricht noch einen ganz anderen Punkt an: «Was machen eigentlich Polizei, Krankenwagen und Feuerwehr im Notfall, wenn sie 60 Kilometer Umweg fahren müssen?»

Die Sorge jedenfalls kann der Landesbetrieb den Bewohnern der beiden Dörfer teilweise nehmen. Für Notfallfahrzeuge sei es selbstversändlich möglich, durch die Baustellen zu fahren, teilt Arnd Meyer unserer Zeitung auf Anfrage mit. Einzige Ausnahme sei, wenn gerade ein Asphaltfertiger den weggefrästen Altbelag durch frischen ersetzt. In dem Fall werde man die Leitstellen jedoch rechtzeitig darüber informieren, dass auch sie Extrakilometer und Extrazeit einplanen müssen. Den großen Umweg müsse man übrigens nur an zwei, nicht an drei Wochenenden in Kauf nehmen - an dem dritten sei ein kürzerer Umweg über Rurberg möglich.

An der Komplettsperrung allerdings sei schlechterdings nicht zu rütteln. «Dies geschieht im Sinne der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und ganz besonders der arbeitenden Menschen», sagt Meyer, und beruft sich auf das Arbeitsrecht. Eine teilweise Sperrung sei nur bei einer durchgängigen Fahrbahnbreite von 7,50 Meter oder mehr möglich, und die weise die B226 schlicht und ergreifend nicht auf. «Es geht ganz einfach nicht anders, so leid es mir tut.»

Die ersehnte Antwort auf Christoph Poschens Schreiben sei vorbereitet und werde demnächst an die Gemeinde rausgehen.

Quelle: Eifeler Zeitung


 

Simmerath-Einruhr

Ortstypische Bruchsteinmauern in die Jahre gekommen

06.10.2011

Es ist ein Ort der Stille und der Andacht, eine Parkanlage in wunderschöner Landschaft hoch über dem Dorf am See: Den Friedhof in Einruhr erreicht man nur über einen steilen Weg bergauf über Wilhelmsgarten, Römerstraße oder Wiesentalstraße, geschützt durch eine markante, 160 Meter lange und 1,20 bis 1,50 Meter hohe Bruchsteinmauer.

Nach der Aufstockung des Obersees in den 50er Jahren bekam Einruhr einen neuen Friedhof, der mit einer charakteristischen Bruchsteinmauer eingefriedet wurde. Nun nagt der Zahn der Zeit am Mauerwerk.
Foto: Schepp


Das mindestens 50 Jahre alte und seit geraumer zeit leider bröckelnde Mauerwerk hoch über Einruhr war nun Auslöser einer Grundsatzdebatte im Tiefbauausschuss der Gemeinde Simmerath.

Das Ergebnis der kontroversen Diskussion: Simmerath strebt eine Bestandsaufnahme der vielen alten Bruchsteinmauern im gesamten Gemeindegebiet an, mit dem Ziel, ein Sanierungsprogramm zu erstellen, ähnlich dem Straßeninstandsetzungsprogramm.

32.000 Euro als Kosten geschätzt

Der Vorschlag der SPD, den «Fall Einruhr» zunächst in diese Bestandsaufnahme einzubinden, wurde von der CDU/FDP überstimmt. Stattdessen soll die Friedhofsmauer im Oberseedorf in jedem Fall saniert werden, mit einem geschätzten Kostenaufwand von 32.000 Euro und unabhängig von der Frage, wie viele dieser Mauern im Gemeindegebiet noch saniert werden müssen.

Für Einruhr hatte Ortsvorsteher Christoph Poschen die Gemeinde um Hilfe gebeten: «Die Friedhofsmauer ist in weiten Teilen stark beschädigt und vom Verfall bedroht», hatte er im Juni berichtet und Einstellung entsprechender Haushaltsmittel für eine Sanierung einzuplanen, «damit die Schäden nicht ausufern». 17 laufende Meter besonders zerfallene Mauer waren deshalb bereits im Juni instandgesetzt worden.

Amt für Agrarordnung winkt ab

Auf die Anfrage des Einruhrer Ortsvorstehers hin kontaktierte die Gemeindeverwaltung das Dezernat 33 bei der Bezirksregierung, ehemals Amt für Agrarordnung, dass schon häufig Maßnahmen der Dorfpflege unterstützt hat. Im Falle Einruhr aber lehnte das Amt nach einer Ortsbesichtigung eine Kostenbeteiligung ab, die Begründung: Aufgrund der Randlage des Friedhofs sei die Mauer nicht ortsbildprägend und stelle suich nicht alsd historisches Mauerwerk dar.

Das sah man im Simmerather Ausschuss ganz anders. Die Bruchsteinmauer in Einruhr sei sehr wohl ortstypisch und unbedingt zu erhalten», unterstrich Jens Wunderlich (CDU), und auch sein SPD-Gegenüber Marc Topp sprach von «sehr schönen alten Mauerwerken, die unsere Dörfer prägen». Der Sozialdemokrat war es dann auch, der buchstäblich den Stein einer Gesamterfassung aller alten Mauern ins Rollen brachte: «Diese Mauern sind alle ortstypisch und alle in die Jahre gekommen», sieht er auf die Gemeinde in den nächsten Jahren einiges zukommen.

Die Mehrheit im Ausschuss aber entschied, vor der Bestandserfassung die Mauer in Einruhr zu retten, gleichwohl der Kostenansatz von 32.000 Euro für Jens Wunderlich zu knapp bemessen schien: «Das ist wenig Geld für viel Mauer», so Wunderlich, der anregte, die Sanierung notfalls in mehreren Abschnitten zu vollziehen. Andere Stimmen im Ausschuss regten an, die Mauer zumindest stellenweise durch die nicht minder eifeltypische Buchenhecke zu ersetzen, was die Gemeinde weit preiswerter komme.

Zunächst aber wird nun ermittelt, mit welchem Aufwand die Mauer des Friedhofs in Einruhr saniert werden muss. In einem zweiten Schritt werden dann auch in den anderen Orten die Bruchsteinmauern erfasst. Und gleich mit dem nächsten Beratungspunkt nahm der Tiefbauausschuss Kurs auf das nächste Instandsetzungsprogramm: Gegenstand sind die vielen Brücken im Gemeindegebiet, Auslöser diesmal: die dringend sanierungsbedürftige Brücke in Erkensruhr.

Auch hier beschloss der Ausschuss, die Kosten für eine Sanierung zu ermitteln und im Haushalt 2012 Mittel für ein Brückeninstandsetzungsprogramm bereitzustellen.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Einruhr

Ausbauprogramm Römerstraße

05.10.2011

Auf die Bürger in Einruhr und Erkensruhr kommen enorme Beiträge zu, wenn dort in den kommenden Monaten die Anliegerstraßen kanalisiert und endausgebaut werden.

Betroffen sind die Römerstraße und der davon abzweigende Weg «Auf dem Römer» in Einruhr sowie der ehemalige Hangweg in Erkensruhr. Für das Projekt in Erkensruhr wurde nun im Tiefbauausschuss die Ausbauplanung vorgestellt, für die Erneuerung der Römerstraße wurde die Verwaltung in gleicher Sitzung beauftragt, die entsprechenden Haushaltsmittel für 2012 bereitzustellen und die Arbeiten auszuschreiben.

In schlechtem Zustand und schadstoffhaltig ist der derzeitige Belag der Römerstraße und der Nebenstraße Auf dem Römer in Einruhr. Die Straße soll deshalb mit einem Gesamtaufwand von 928 000 Euro ausgebaut werden, wobei gleichzeitig das Trennsystem erneuert wird.
Foto: Heiner Schepp

Das Ausbauprogramm für die Römerstraße wurde im Juli der Öffentlichkeit uns insbesondere den Betroffenen vorgestellt, «die vorgestellte Planung fand die Zustimmung der Versammlung», berichtet die Verwaltung darüber. Weiter hätten sich die Anwesenden an jenem Abend für eine zügige Durchführung der Arbeiten, möglichst in einem Jahr» ausgesprochen, hieß es in der Niederschrift.

Der Ausbau sieht eine fünf Meter breite Fahrbahn zwischen den Bordsteinen vor, auf der rechten Seite (gerade Hausnummern) wird ein 1,30 Meter breiter Gehweg gepflastert.

Für die Erneuerung der dortigen Kanalisation wurden 483.000 Euro, für den Straßenausbau 445.000 Euro als Baukosten geschätzt, wobei für die Erneuerung der Trennkanalisation keine Kanalanschlusskosten mehr veranschlagt werden können, heißt es im Bericht der Verwaltung.

Allerdings müssen die Anlieger 50 Prozent der Kosten für die Fahrbahnerneuerung einschließlich Entwässerung und 60 Prozent der Kosten für die Gehweganlagen mit Parkstreifen tragen, insgesamt rund 260.000 Euro, wie die Verwaltung errechnete.

Kosten von insgesamt 455.000 Euro kommen auf die betroffenen Anlieger in Erkensruhr zu, wo ein Reststück des ehemaligen Hangweges auf einer Länge von 600 Metern gemäß Abwasserbeseitigungskonzept kanalisiert werden muss.

«Wir haben es lange vor uns hergeschoben, aber jetzt sind wir in der Pflicht», sagte Jens Wunderlich (CDU) im Tiefbauausschuss, wo Monika Linscheidt vom gleichnamigen Planungsbüro die Ausbauplanung vorstellte. Die Ingenieurin unterstrich, dass die Maßnahmem bis Mitte 2012 umgesetzt sein müsse, «da ansonsten einige Kleinkläranlagen geschlossen bzw. umgenutzt werden müssen».

Auf dem 600 Meter langen Teilstück der Straße Erkensruhr - bislang nur bis Haus Nummer 284 kanalisiert - sind im Trennsystem 530 Meter Regen- und 525 Meter Schmutzwasserkanal sowie 350 Meter Grundstücksanschlussleitungen vorgesehen.

Während die höherliegenden Grundstücke im Freigefälle entwässert werden können, ließen sich für die hangseitigen Hebeanlagen nicht vermeiden, erläuterte die Planerin. Überlegt werde derzeit mit dem Perlbachverband, ob die Guss-Wasserleitung aus den 60er-Jahren im Zuge der Maßnahme ebenfalls erneuert werden könne.

Um beim Ausbau «keine bösen Überraschungen» aufgrund der topographischen Besonderheiten und des hohen Felsanteils zu erleben, empfahl Monika Linscheidt ein Bodengutachten. Die Planerin stellte zwei Varianten vor, die in Kürze auch bei einer Bürgerinformation vorgestellt werden sollen.

In der preiswerteren Form ist eine Straßenbreite von 3,50 Meter geplant, wobei alle 140 bis 170 Meter Ausweichbuchten den Begegnungsverkehr erleichtern sollen. In der aufwendigeren Variante misst die Straße 4,50 Meter und muss teils durch massive Stützbauwerke getragen werden. Im Tiefbauausschuss favorisierten die Redner aller Fraktionen aber die preiswertere Lösung, zumal das Vorhaben die Anlieger auch so «eine Stange Geld kosten wird», so Jens Wunderlich.

Auch Marc Topp (SPD) erwähnte die enormen Kosten, die für die Betroffenen «sehr schmerzhaft, aber der besonderen Lage geschuldet und letztlich absehbar» gewesen seien.

Ortsvorsteher Christoph Poschen sprach von einer «unausweichlichen Kanalmaßnahme» und «einem der letzten Projekte dieser Art». Auch Poschen hält die schmalere Variante für ausreichend, zumal Stützbauwerke für eine breitere Straße sogar das Ortsbild im malerischen Erkensruhr trüben würden.

Die Nachfrage, ob nicht eine noch schmalere (und somit preiswertere) Ausführung mit Einbahnverkehr möglich sei, verneinte die Planerin mit Hinweis auf den Winterdienst, der 3,25 Meter Straßenbreite für seine Schneepflüge benötigt.

Jens Wunderlich empfahl den Eigentümern noch nicht bebauter Grundstücke, sich bereits jetzt der Kanalanschlussbeiträge zu entledigen: «Es wird nicht billiger, wenn man das später macht», so der Unionssprecher.

Für 2012 werden Haushaltsmittel in Höhe von 710.000 Euro eingestellt, 2013 werden dann die Anlieger in einer Höhe von 455.000 Euro zur Kasse gebeten.

Zunächst aber wird die Gemeinde alle Bürger zur Informationsveranstaltung einladen.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Einruhr

19.09.2011

Was muss für den Erhalt der Geschäfte realisiert werden?
Konsum musste vor drei Jahren schließen

Auch die Gemeinde Simmerath möchte sich an dem LEADER-Projekt «Planungsunterstützung für modellhafte Nahversorgungsprojekte in der LEADER-Region Eifel» aktiv beteiligen.

Ziel ist es, die Nahversorgung in den Eifeldörfern nachhaltig zu verbessern. Sie muss dafür an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden.

Faktoren sind Einwohnerzahl, Bevölkerungsstruktur, die Entfernung zum nächsten größeren Versorgungszentrum, die Verkehrsanbindungen sowie Bedarf und Engagement der örtlichen Bevölkerung. Hinzu kommen nicht auf Anhieb erkennbare Einflussgrößen. Ein allgemeines Erfolgsrezept, wie sich ein Konsum im Dorf rentiert, gibt es nicht.

«Deshalb möchten wir genau wissen, welche Faktoren realisiert werden müssen, um eine sinnvolle Nahversorgung zu ermöglichen», erklärt Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Er möchte gemeinsam mit dem Einruhrer Ortsvorsteher Christoph Poschen erreichen, dass Einruhr wieder eine Nahversorgungsmöglichkeit im Ort selbst erhält, nachdem der Konsum vor drei Jahren schließen musste. Dafür soll eine «Machbarkeitsstudie», die insbesondere eine intensive Befragung der Bevölkerung berücksichtigt, durchgeführt werden. Die Gemeinde Simmerath hat vorsorglich einen Antrag im Rahmen des LEADER-Projektes gestellt, die Konkretisierung ist in Bearbeitung.

Die Frage ist, wie man es schaffen kann, in einem kleinen Ort wie Einruhr mit 800 Haupt- und 150 Nebenwohnsitzen, jedoch mit viel Tourismus, einen Konsum auch langfristig aufrecht zu erhalten? «Das Schema sowie die Ergebnisse können auf andere Dörfer, die zwar wieder andere Bedingungen haben, in vielen Punkten übertragen werden», so Hermanns. Natürlich sei es wichtig, dass sich Simmerath weiter als modernes Einkaufszentrum präsentiert, auch wenn dadurch zwangsläufig eine Konkurrenz zu den Dorfläden entsteht. «Genau das ist der Spagat, der geschaffen werden muss.»

Ulrike Lange Wiemers, Referentin des Bürgermeisters verrät: «Das LEADER-Projekt soll bis Ende 2013 umgesetzt werden.» Dann werden konkrete Entscheidungen getroffen. Eine Lösung könnte auch das Konzept HEIKO-Einkaufsmobil sein, wie hier bereits berichtet. Der rollende Einkaufsladen eines Südeifeler Unternehmens unterhält derzeit 60 Fahrzeuge. Allein in Rurberg stoppt der Wagen an 25 Haltestellen. Die Nahversorgung sinnvoll zu gestalten, bleibt eine Herausforderung. «Entscheidend ist, dass die Bevölkerung in alle Abläufe mit einbezogen wird», so Hermanns. «Sie muss sich mit ihrem Laden identifizieren.»

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Einruhr

19.07.2011

Kindergarten Einruhr gehört zum Dorfbild dazu.
Förderverein in diesem neu Jahr gegründet. Schutzengel für „Ehrenkindergartenkind“.„Kleine Hexe“wird 40 Jahre alt

Das weiß verputzte Haus inmitten Einruhrs, die große Wiese drum herum und die kleine Hexe auf dem Dach – sie gehören seit Jahren zum Dorfbild dazu. Um genau zu sein, existiert der Kindergarten „Zur kleinen Hexe“ seit mittlerweile 40 Jahren. Ein Jubiläum, das am vergangenen Samstag mit einem Familienfest gefeiert wurde.

Gemeinsam mit den Kindern feierten Eltern, Großeltern und Freunde das vierzigjährige Bestehen des Kindergartens „Zur kleinen Hexe“ in Einruhr. Die Kinder führten nicht nur etwas vor, sondern konnten sich etwa auch bei verschiedenen Spielen austoben. Foto: Junker

Gesellschaftlicher Wandel

„Wir sind wirklich froh, einen Kindergarten im Ort zu haben. Der Dank gilt rückblickend und vorausschauend den Hauptamtlichen, Eltern und natürlich den Kindern“, gratulierte Ortsvorsteher Christoph Poschen zum 40-jährigen Bestehen. Egal ob im Kinderkarneval, auf Seniorennachmittagen oder auch beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, der Kindergarten ist ein fester Bestandteil in der Dorfgemeinschaft.

Derzeit besuchen 23 Kinder die moderne Kindertages-stätte. „Auch bei uns ist der gesellschaftliche Wandel spürbar. Seit August 2010 nehmen wir beispielsweise auch Zweijährige auf und haben das wohnortnahe Betreuungsangebot so ausgebaut“, erklärt Kindergärtnerin Uschi Lenz. Neben den Glückwünschen, die es auch von Seiten des Bürgermeisters Karl-Heinz Hermanns gab, präsentierten die Kinder der unterschiedlichen Altersklassen Tänze und ein Mitmachtheater und konnten sich anschließend bei aufgebauten Spielen austoben.

Neu gegründet wurde in diesem Jahr ein Förderverein, der den Kindergarten materiell und finanziell unterstützen wird. Unterstützt hat den Kindergarten „Zur kleinen Hexen“ schon jahrelang das „Ehrenkindergartenkind“ Karl-Heinz Breuer, der aus den Händen der Kinder einen Schutzengel erhielt. Für die nächsten Jahre wünscht sich nicht nur Ortsvorsteher Christoph Poschen, sondern auch Eltern, Kinder und die Dorfgemeinschaft: „Dass der Kindergarten so ausgelastet bleibt, wie er bisher war und uns noch lange erhalten bleibt.“

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Einruhr

28.04.2011

CDU Einruhr: Den Verlust der Hauptschule Simmerath bedauert
Ortsvorsteher Christoph Poschen zum neuen Vorsitzenden des Ortsverbandes gewählt. Sorgen um die finanzielle Situation der Gemeinde Simmerath.

Der CDU – Ortsverband Einruhr/Erkensruhr schließt seine Vorstandsreihen. Christoph Poschen (Vierter von rechts) führte bis dato kommissarisch 48 Parteifreunde, nun wurde er offiziell zu deren Vorsitzendem gewählt. Foto: Manfred Schmitz

Der CDU– Ortsverband Einruhr/Erkensruhr schließt eine lange klaffende Lücke in seiner Führungsriege. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde Christoph Poschen jetzt im Heilsteinhaus zum Vorsitzenden gewählt, in ein Amt, das er nach dem Rücktritt von Ursula Claßen bereits kommissarisch führte und das er nun neben seinen Aufgaben als Ortsvorsteher beider Dörfer zusätzlich wahrnehmen wird.

Vorstandsneuwahlen bildeten neben Sachstandsberichten den Kern der Tagesordnung. Unter Leitung des Unions-Gemeindeverbandsvorsitzenden Bernd Goffart votierten die acht Stimmberechtigten unter den insgesamt zwölf erschienenen Mitgliedern und Gästen einhellig für den neuen Vorsitzenden. Zu seinem Stellvertreter wurde Heribert Linscheidt gewählt, Michael Wolgarten bleibt für die Geschäftsführung verantwortlich. Das personell verkleinerte Beisitzer-Gremium wird künftig von Karl-Heinz Breuer und Sven Hensen gebildet.

„Turbulente Zeiten“

In seinem Rückblick auf das verflossene Ortsverbandsjahr sprach Poschen von durchlebten „turbulenten Zeiten“. Er skizzierte den Haushalt der Gemeinde Simmerath mit 3,5 Millionen Euro Schulden und beklagte, die Zuweisungen der NRW-Landeregierung begünstigten die großen Städte, während die ländlichen Kommunen finanziell eklatant benachteiligt würden. Allein die Abwassergebühren für die Bürger auf dem Lande stellten für diese hohe Belastungen dar: „Das ist eine ziemliche Sauerei!“ Auch bedauerte es der Sprecher, „dass die Grund– und Gewerbesteuer in der Kommune erhöht werden müssen“.

Infolge rückläufiger Geburten und damit Schülerzahlen, vor allem in der Simmerather Hauptschule, sei diese Bildungseinrichtung auch in Augen vieler Eltern „nicht mehr attraktiv, schade! Denn das wird dem qualitativ gute Angebot der Unterrichtsstätte nicht gerecht“! Die Düsseldorfer Landesregierung propagiere die Gemeinschaftsschule, und dazu sei die Lage der Simmerather Hauptschule wie geschaffen, aber: „Von Monschauer Seite erwirkt, ist der alleinige und sinnvolle Standort Simmerath leider keine Alternative.“

Die Straße Erkensruhr/Hirschrott, forderte der Vorsitzende, bedürfe dringender Sanierung, und zwar nicht nur durch Auftragung einer neuen Fahrbahndecke, auch der Unterbau sei arg defekt. Infolge enger Haushaltsmittel sei erst für 2012/13 mit 200 000 Euro Zuweisungen zu rechnen. Die Gemeinde werde sich vom „Haus des Gastes“ trennen, zwei neue Laternen seien am Hangweg installiert worden. „Endlich“, so Poschen erleichtert, „hat Einruhr eine solide Friedhofsmauer statt eines lange ertragenen Bauzaunes.“

Schließlich, resümierte der Ortsvorsteher, bedürfe die Römerstraße umfassender Erneuerung einschließlich Kanalertüchtigung, „da kommen auf die Gemeinde wie die Bürger hohe Kosten zu“. Eine Informationsveranstaltung zu dieser unerlässlichen Investition solle noch vor den Sommerferien stattfinden.

Bernd Goffart warb bei den Versammelten um hohe Beteiligung an der bevorstehenden Mitgliederversammlung des Gemeindeverbandes ; sie ist auf den 4. Mai in der Eicherscheider Tenne terminiert.

In einem Grußwort lobte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns die „hervorragende Zusammenarbeit der Kommune mit dem Ortsverband Einruhr/Erkensruhr“. Dieses erbauliche Miteinander beruhe nicht zuletzt auf den Aktivitäten Christoph Poschens, „einem der führenden Köpfe unserer Partei.“ Auch würdigte Hermanns die Leistungen des sachkundigen Bürgers Heribert Linscheidt, der sich in einem Arbeitskreis um den Neubau des Simmerather Schwimmbades verdient machte, dessen Rohbau noch in diesem Jahr vollendet sein werde. Die festgeschriebene Gesamtsumme der Investition, versprach der Bürgermeister, werde unterhalb der Vier-Millionen-Euro- Grenze liegen.

Tourismus boomt

Der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck lobte die im Einruhrer Kindergarten verrichtete gute Arbeit: „Im Juni wird diese erprobte Einrichtung ihr 40- jähriges Bestehen feiern.“ Vom in der Eifel boomenden Tourismusstrom, schätzt Hilsenbeck, dürften auch die Oberseeorte spürbar profitieren. Die Neugestaltung und Erweiterung der Burg Vogelsang, einschließlich Neubaus einer Jugendherberge, werde den Übernachtungsbetrieb am Rursee deutlich steigern: „25 Prozent aller auswärtigen Nordeifel-Besucher wollen vor allem das Highlight Vogelsang erleben.“ Mit Ausbau des Rurufer – Radweges, dem bezuschussten nostalgischen Postkutschenbetrieb und Errichtung neuer Ruhebänke entlang des Wanderweges Einruhr/Dedenborn nannte Hilsenbeck weitere probate und erfolgsträchtige Fremdenverkehrs – Maßnahmen. (M. S.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Einruhr

17.11.2010

Der Friedhof erhält ein Eingangstor

Der Eingang zum Friedhof in Einruhr erhält ein Tor. Dafür hat sich der Simmerather Tiefbauausschuss ausgesprochen.
Das Tor wird rund 2000 Euro kosten, der Betrag soll im nächsten Haushalt der Gemeinde bereitgestellt werden.

Hinzu kommen weitere 3000 Euro, damit auf dem Friedhof weitere Gemeinschaftsgrabfelder eingerichtet werden können.

Der Friedhof in Einruhr wurde «vor einigen Jahren im Winter vom Rotwild verwüstet», erinnert die Verwaltung: Die Gräber wurden zertreten und die Winterbepflanzung abgefressen. Die Tiere fanden ungehinderten Zugang durch den nordöstlichen Eingang von der Römerstraße her auf die Erweiterungsfläche. Mitarbeiter des Bauhofes haben den Eingang durch einen Bauzaun provisorisch verschlossen.

Inzwischen gibt es auch schon Gräber auf dem nordöstlichen Teil des Friedhofes, so dass der Eingang vermehrt genutzt wird. Dabei, so die Verwaltung, «rückt die optisch nicht ansprechende Übergangslösung ins Blickfeld der Trauergesellschaften und der Friedhofsbesucher».

Nun wird der gut drei Meter breite Eingangsbereich mit einem Tor versehen, Mitarbeiter des Bauhofes werden Fertigteile aus unbehandeltem Eisen zu einem Tor zusammenfügen, dann wird das Tor verzinkt und schließlich eingebaut.

Ausschussvorsitzender Ulrich Offermann (CDU) stellte fest, dass die Besucher die Tore oftmals überhaupt nicht hinter sich schließen. Wenn die Tore sowieso nicht geschlossen würden, dann brauche man sie auch nicht.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Einruhr

16.09.2010

Eine böse Überraschung in der Römerstraße

Ausbau eines 400 Meter langen Teilstücks in Einruhr mit Kanalsanierung soll 800 000 Euro kosten. Schwarzdecke extrem schadhaft. Finanzierung ist aber unrealistisch. Auf Bürger würde ein hoher Kostenanteil zukommen.

Einruhr. „Da sind wir böse überrascht worden“, stellte Bauamtsleiter Bruno Laschet im Simmerather Tiefbauausschuss fest, nachdem das Ausmaß der Kosten für den Ausbau der Römerstraße in Einruhr auf dem Tisch lag.

Über 800 000 Euro soll der Ausbau kosten. Immerhin: Darin enthalten ist auch die komplette Sanierung des über 40 Jahren alten Kanals. Nicht enthalten sind allerdings die Ingenieurleistungen und weitere Nebenkosten, die Summe würde also noch steigen.

Große Schwierigkeiten, eine solche Maßnahme zu akzeptieren, hatten auch die Ausschussmitglieder. Marc Topp (SPD) zeigte sich „ziemlich verwundert“, und erinnerte daran, dass 50 Prozent der Kosten für den Straßenausbau von den Anwohnern zu tragen seien - und das bei nur etwa 35 betroffenen Grundstücken.

Helfen Dorferneuerungsmittel?

„Die Maßnahme ist zwar wünschenswert, aber unter finanziellen Gesichtspunkten sehen wir schwarz“, schätzte auch CDU-Sprecher Bruno Löhrer die Situation ein.

Der hohe Kostenanteil der Bürger sei äußerst problematisch. Da für das Jahr 2011 kaum eine Umsetzung zu erwarten sei (das letzte Wort hat der Gemeinderat) soll sich die Gemeinde Simmerath bemühen, über Dorferneuerungsmittel die Maßnahme umzusetzen.

Zuvor hatte das beauftragte Ingenieurbüro detailliert das Vorhaben erläutert. Demnach ist die Schwarzdecke extrem schadhaft,, es gibt Risse und Absenkungen und der Untergrund ist nicht mehr tragfähig. Im Ergebnis ist die Verkehrssicherheit damit nicht mehr gegeben.

Kaum besser fiel auch das Ergebnis der Kanalbefahrung per Kamera aus. Die 1967 verlegte Trennkanalisation ist an so vielen Stellen so schadhaft, dass eine Erneuerung für 400 000 Euro noch um 50 000 Euro günstiger als eine Sanierung wäre. (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Einruhr

16.09.2010

Für Unterführung muss die Kostenaufteilung klar sein

Ein interessantes Projekt an der Rurbrücke in Einruhr soll Gestalt annehmen: Die viel befahrene B266 am Ortsrand des Landes-Silberdorfes soll eine Unterquerung für Fußgänger erhalten.

Die Pläne dafür sind bereits recht weit vorangeschritten, was bei der Diskussion im Simmerather Tiefbauausschuss zwar für Erstaunen bei der SPD sorgte, ansonsten aber durchaus als reizvolle Lösung gesehen wurde, hier mehr Sicherheit für Fußgänger zu schaffen.

Sowohl der Premium-Wanderweg Eifelsteig wie auch der Wildnis-Trail verlaufen hier, mit vielen Wanderern, und gerade an Wochenenden stellt man fest, dass immer mehr Fußgänger die viel befahrene B266 überqueren.

Einigkeit herrschte im Ausschuss aber darüber, dass die Kostenverteilung für die Unterführung geklärt sein müsse und sich die Gemeinde nicht in ein finanzielles Abenteuer stürzt.

Als «grundsätzlich sinnvoll» bezeichnet auch CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer die Maßnahme, wobei klar sein sollte, dass die Unterführung an der Einruhrer Seite, wie auch vom Einruhrer Ortsvorsteher gewünscht, verlaufen sollte.

Dem Gemeinderat solle empfohlen werden, im Haushaltsplan 2011 Planungsmittel einzustellen. Außerdem will die Verwaltung bis zur Ratssitzung versuchen, eine klare Aussage zu den Kosten zu erhalten und wie diese aufgeteilt werden. Diese Beschluss fasste dann auch bei den Gegenstimmen von SPD und UWG der Ausschuss.

Der Landesbetrieb Straßenbau hat in Vorgesprächen zu erkennen gegeben, dass er sich an den Kosten beteiligen würde, auf keinen Fall aber diese ganz übernimmt. Nach einer ersten groben Kostenermittlung würde die Unterführung zwischen 100.000 und 150.000 Euro kosten, die Gemeinde Simmerath wäre mit 70.000 bis 100.000 Euro in der Pflicht.

Marc Topp (SPD) verwies darauf, dass die derzeitige Haushaltslage der Gemeinde es nicht zulasse, solche Projekte in Angriff zunehmen, selbst wenn der Sinn der Maßnahme nicht von der Hand zu weisen sei. An anderer Stelle aber müsse man auch die Wünsche von Bürgern zurückstellen, «und daran werden wir gemessen.»

Ortsvorsteher Christoph Poschen erinnerte, daran die Idee einer Unterführung von der Einruhrer Dorfwerkstatt ausgegangen sei. Daraufhin hat der Wasserverband Eifel-Rur eine Machbarkeits-Studie vorgelegt, worin er fünf Alternativen für eine Unterführung aufzeigt.

Man sollte daher die «Chance ergreifen, eine solches Projekt mit finanzieller Hilfe Dritter zu verwirklichen,» so der Ortsvorsteher. Um eine Kostendarstellung zu erhalten, sei es allerdings erforderlich, auch in die Planung einzusteigen.

Dass die Gemeinde Simmerath in letzter Zeit «etwas zu häufig in die Fördertöpfe greife», meinte Erika Frank (UWG). Es gebe auch noch viele andere Gefahrenpunkte in der Gemeinde, wo man aktiv werden könnte.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Einruhr

Unterführung für Fußgänger zur Querung der B266 in Einruhr?

08.09.2010

Nicht nur die zahlreichen Wanderer auf dem Premium-Wanderweg Eifelsteig wundern sich, wenn sie am Ortsrand von Einruhr angekommen, die viel befahrene Bundesstraße 266 in der Nähe der Rurbrücke überqueren müssen. Auch sonst herrscht in diesem Bereich reger Fußgängerverkehr auf der Fahrbahn.

Um an diesem Gefahrenpunkt dauerhaft für Abhilfe zu sorgen, ist nun geplant, eine Fußgängerunterführung unter der Bundesstraße anzulegen. Nach einer Ortsbesichtigung befasst sich in der nächsten Woche auch der Tiefbauausschuss der Gemeinde Simmerath mit diesem Thema. Die Sitzung findet statt am Dienstag, 14. September, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

Vorgestellt wird in dieser Sitzung auch die Planung für die Erneuerung der Römerstraße in Einruhr und die Planung für den Endausbau der Erschließungsstraße Brommersbach in Eicherscheid. Beraten wird auch über einen Antrag des Ortsvorstehers zur Instandsetzung der Gemeindestraße zwischen Erkensruhr und Hirschrott.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath-Einruhr

09.04.2010

Tunnel für die Bundesstraße in Einruhr
Auch eine Nahversorgung für das Dorf am See ist in Arbeit
CDU-Ortsverband tagte und ehrte Josef Wolgarten für 40 Jahre.

Die rund zehn Jahre andauernden Investitionen, vor allem in die Infrastruktur, hätten sich längst ausgezahlt, betonte der Einruhrer Ortsvorsteher Christoph Poschen.

Vor der Mitgliederversammlung der Einruhrer Ortsverband der CDU verkündete Poschen, dass im vergangenen Jahr 200 000 Übernachtungen in der Gemeinde gezählt werden konnten. „Mehr als die Hälfte der Übernachtungen fallen auf Einruhr und Erkensruhr“, freute sich der Ortsvorsteher. Deutlich dazu beigetragen, dass so viele Gäste die Region besuchten, hätten Eifelsteig und Wildnistrail.

Auf der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Einruhr wurden Josef Wolgarten (5.v.r.)
von Christoph Poschen (r.) für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Foto: Sarah Irlenbusch

Wichtig war für die Mitglieder vor allem der neu entwickelte Flächennutzungsplan. Hinfällig sei die angedachte Möglichkeit, hinter dem Tretbecken, in der so genannten Paffenaul, zukünftig Bauland auszuweisen. „Das ist aus Naturschutzgründen nicht möglich“, wusste Poschen. Hingegen seien eine Verlängerung der Römerstraße und eine Bebauung oberhalb des Friedhofes denkbar. „Doch, ob das jemals Bauland wird, muss abgewartete werden“. Dies müsse die Bezirksregierung entscheiden. Wahrscheinlich werde im Sommer der neue Flächennutzungsplan beschlossen. Erst danach könne ein Bebauungsplan entwickelt werden.

Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ habe deutlich gezeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement sei, betonte Poschen. Einruhr holte sich auf Landesebene die Silbermedaille. Gleiches gelte für den Neubau der Duschen im Naturfreibad. „Auch hier haben die Vereine zusammen gearbeitet.“ Dank eines Finanzzuschusses von der Städteregion und vor allem vom Marathonverein werde demnächst ein Ruderbootssteg gebaut. Trotz der schlechten finanziellen Lage der Gemeinde seien die Straßen „Auf dem Römer“ und „Heilsteinstraße“ ausgebessert worden. Geplant sei zudem eine Erneuerung der Straße zwischen Erkensruhr und Hirschrott. Allerdings könne hier wahrscheinlich nicht nur die Deckschicht ausgebessert werden, sondern müsse zudem auch der Unterbau erneuert werden.

Ein wichtiger Schritt für den Tourismus sei die geplante Unterführung unter den Hauptstrasse B266. „Wanderer sollen die Straße zukünftig nicht mehr über-, sondern unterqueren“, sagte Poschen. Konkreteres konnte Poschen noch nicht verraten.

Ebenso wichtig für den Ort sei eine örtliche Nahversorgung, die seit eineinhalb Jahren in Einruhr fehle. „Hier muss was gemacht werden.“ Ein entsprechender Projektantrag sei gestellt worden. Zukünftig werde von Fachleuten der Bedarf geprüft. Nur mit Hilfe dieser fachlichen Expertise könnten die Voraussetzungen für die Nahversorgung geklärt werden.

Die ersten Weichen für die Arbeit im Städteregionstag seien gestellt, berichtete der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck. Geplant sei der Ausbau des Radwegenetzes. Für die Route entlang der Rur zwischen Einruhr und Monschau werde der Wirtschaftsweg zwischen Dedenborn und Pleushütte ausgebaut.

Lobende Worte für Ortsvorsteher Poschen fand neben Hilsenbeck auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns: „Er vertritt mit Nachdruck und erfolgreich die Interessen von Einruhr und Erkensruhr.“

Zudem ging der Bürgermeister kurz auf die Zukunft des Simmerather Krankenhauses ein. „Wir sind auf einem guten Weg“, betonte er. Für Ende April sei ein Gespräch mit allen Mitarbeitern geplant. Schon jetzt stehe fest, dass der Betrieb weitergehen und eine gute Lösung in Bezug auf die Trägerschaft gefunden werde.

Anschließend wurde Josef Wolgarten für 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. (sas)

Quelle: Eifeler Zeitung


Erkensruhr

Neues Konzept für Park in Erkensruhr

Der Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss der Gemeinde Simmerath hat beschlossen, den Springbrunnen in Erkensruhr mit Fördermitteln der Städteregion Aachen und mit Hilfe des örtlichen Bürgervereins wieder instand setzen zu lassen, sobald die Fördermittel bewilligt sind. Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt, mit dem Bürgerverein ein neues Konzept für die Parkanlage zu entwickeln, damit in den Haushalt 2011 entsprechende Mittel eingestellt werden können. Sofern Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, soll die Anschaffung einer neuen Tischtennisplatte auf das Jahr 2010 vorgezogen werden.

Quelle: Eifeler Zeitung


Einruhr

Silber für Einruhr:
«Engagement ist nicht mit Geld zu bezahlen»

Von Vera Junker 29.11.2009

Einruhr/Waldfeucht. Sie ist quadratisch, nicht ganz leicht und sorgt für jede Menge gute Laune. Wovon mag da wohl die Rede sein? Von einer Plakette - einer silbernen, um genau zu sein. Solch ein Exemplar erhielt das Eifeldorf Einruhr am Samstag im Rahmen des Landeswettbewerbs «Unser Dorf hat Zukunft» aus den Händen des nordrhein-westfälischen Umweltministers Eckhard Uhlenberg.

Dieser stellte ebenfalls schnell und richtig fest: «Das Klima hier ist wunderbar.» Wieso sollte es auch anders sein? Im Waldfeuchter Bürgertreff versammelten sich schließlich Vertreter der 26 Dörfer, die sich erfolgreich für den Landeswettbewerb «Unser Dorf hat Zukunft» qualifiziert hatten. Für alle gab es entweder eine bronzene, silberne oder goldenen Plakette, als Anerkennung für dörfliches Engagement und übernommene Eigenverantwortung.

Dörfer lebenswert gestalten

«Es ist in der Tat fantastisch mit welch unverändert großem Engagement die Dörfer den ländlichen Raum lebenswert machen, ihn gestalten und weiter entwickeln. Das ist mit Geld nicht zu bezahlen», bekräftigte Uhlenberg noch einmal anlässlich der Feier im westlichsten Zipfel des Kreises Heinsberg. Der Dorfwettbewerb weist mittlerweile eine 50-jährige Geschichte auf und hat an seiner Attraktivität bis heute nichts verloren.

Gut gelaunt nahmen die Vertreter des Dorfes Einruhr, allen voran Ortsvorsteher Christoph Poschen, aus der Hand von Umweltminister Eckhard Uhlenberg die verdiente Silberplakette entgegen. «Es ist der Lohn für das Engagement, das die Leute im Dorf in gezeigt haben», sagte Poschen. Foto: Vera Junker

«Es ist schon ein schöner Titel mit dem man den Dorfnamen nun schmücken darf», erklärte Einruhrs Ortsvorsteher Christoph Poschen. Die etwa 15-köpfige Delegation vom Obersee, die sich auf den Weg in den Selfkant gemacht hatte, wurde zusätzlich unterstützt vom stellvertretenden Städteregionsrates Hans-Josef Hilsenbeck und dem stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, Bernd Goffart.

Ein Punkt, den das 700 Seelen-Dorf Einruhr ausmacht, ist die gelebte Dorfgemeinschaft, der Zusammenhalt bei vielen Veranstaltungen und im Alltag. «Oftmals gerät der ländliche Raum im Vergleich zu Ballungszentren ins Hintertreffen. Doch das was das Leben in Dörfern auszeichnet, wie Nachbarschaftsverhältnisse und Gemeinschaft, finden sie in Städten nicht», spricht auch Eckhard Uhlenberg die Vorzüge des Lebens auf dem Lande an, das er selbst kennt.

Allerdings gab es von Seiten des Ministers auch einige kritische Worte. «Nicht alles ist eitel Sonnenschein. Man kann nicht leugnen, dass viele Dörfer kämpfen und unter einem hohen Funktionsverlust leiden. In solchen Fällen müssen wir uns fragen, wo gibt es Alternativen?»

Und die Alternative sieht der Minister definitiv nicht in der «allabendlichen Flimmerkiste», sondern viel eher in der regelmäßigen Kommunikation, dem Gedanken- und Meinungsaustausch.

An Gesprächen und vor allen Dingen Gesprächsstoff mangelte es den anwesenden Dorfvertretern in Waldfeucht jedenfalls nicht. Vom Wetter bis hin zu den unterschiedlichsten Dorfkonzepten wurde allerlei diskutiert.

Auch ein Sonderpreis

Thema war unter anderem auch das in Eigeninitiative geplante und umgesetzte Projekt des Naturschwimmbades Einruhr. Für dieses erhielt die Dorfgemeinschaft einen Sonderpreis vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Form eines Baumes (Salix alba), der zur Eingrünung des Schwimmbades beitragen soll. «Der wird mit Sicherheit einen schönen Platz finden», erklärte Bernhard Pauls vom Schwimmbadverein.

Nach Abschluss des Programms, das von dem diesjährigen Golddorf Waldfeucht auch musikalisch auf vielfältige Weise untermalt wurde, waren alle Mitgereisten zufrieden: «Es war ein schöner Tag. Jetzt brauchen wir nur noch einen angemessenen Platz für unsere Silberplakette», sagte Christoph Poschen und fuhr fort: «Wenn es in die nächste Entscheidung auf Kreisebene geht, da sind wir voraussichtlich wieder dabei.»

Quelle: Eifeler Zeitung

mehr zum Thema:
   
Unser Dorf hat Zukunft


Einruhr

Kamera soll Gäste erfassen
Videoüberwachung im Heilsteinhaus Einruhr soll der Gästebetreuung dienen. FDP im Kreis Aachen betrachtet die Anlage als nicht unproblematisch.

Einruhr. Im Heilsteinhaus in Einruhr gehen die Gäste ein und aus. Seit Einrichtung des Nationalparks Eifel ist das Haus enorm stark frequentiert. Lockte vorher schon der immerwährend sprudelnde Brunnen im Innenhof mit dem wohltuenden Heilsteinwasser zahlreiche Menschen an, so ist mit der Einrichtung eines Nationalpark-Infopunktes und zuletzt der Öffnung der Wanderraststationen noch einmal eine deutliche Steigerung der Besucherzahlen erreicht worden. Durch die Lage am Premium-Wanderweg Eifelsteig und dem Wildnis-Trail ist Einruhr zu einem Zentrum der Wander-Aktivitäten in der Region geworden.

Quelle: Eifeler Zeitung


Simmerath

Der neue Vorstand
CDU-Fraktion hat gewählt:

Bruno Löhrer bleibt Fraktionschef.

Schnell und einvernehmlich wurden die Wahlen zum Fraktionsvorstand der CDU-Fraktion in Simmerath durchgeführt. Die Fraktion wählte ihren alten Vorsitzenden Bruno Löhrer zum neuen Vorsitzenden wieder. Stellvertreter wurden Jens Wunderlich und Christoph Poschen. Zur Geschäftsführerin wurde Ursula Harth bestimmt. Sascha Schlepütz ist zukünftig für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Vorsitzender
Bruno Löhrer
Stellvertreter:
Jens Wunderlich
Stellvertreter:
Christoph Poschen
 
Geschäftsführerin
Ursula Harth
Öffentlichkeitsarbeit
Sascha Schlepütz
 

Klare Festlegungen für das Bauen in Einruhr getroffen

30.09.2009

Planungsausschuss Simmerath verabschiedete Satzung. Keine Bruchsteinmauern bei Einfriedungen von Grundstücken statthaft.

Einruhr. Wieder einmal ging es im Simmerather Planungsausschuss um den Bebauungsplan für Einruhr, genauer: Um die Anregungen, die während der Offenlage eingebracht worden waren. Dabei hatte man den Plan zweckmäßig in zwei Bereiche unterteilt, weil die textlichen Festsetzungen die beiden Bereiche mit unterschiedlicher Härte treffen.

Entsprechend auch hatte eine Bürgerin beantragt, ihr Grundstück wieder dem Geltungsbereich „A“ zuzuordnen, wo es auch ursprünglich zu finden war. Dem stimmte der Planungsausschuss zu. Sie hatte dazu verwundert feststellen müssen, dass der Plan für den Geltungsbereich „B“ (oberhalb der Wollseifener Straße ) einige Einschränkungen aufwies, die bei der Vorstellung des Plans nicht angesprochen worden waren. Und ähnliches hatte auch CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer festgestellt.

Nur den Bereich B trifft so eine Festlegung, wonach je Einzelhaus höchstens drei Wohneinheiten zulässig sein sollten, je Doppelhaushälfte höchstens zwei. Doch die Zahl der Wohnungseinheiten beeinflusst nicht das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes, und gerade in einem Fremdenverkehrsort sei es doch sinnvoll, statt zwei Wohnungen mit 120 Quadratmetern Wohnfläche auch mehrere kleinere Wohneinheiten in einem Haus unterzubringen. Dem schloss sich der Ausschuss an, beschloss, bei der Zahl der Wohneinheiten je Haus wie für den Bereich „A“ auch für „B“ keine Festlegung zu treffen.

Kompromiss beim Doppelhaus

Keine Einwendungen gab es dagegen, dass ein Einzelhaus höchstens 16 Meter breit sein dürfte. Unverständlich blieb dem Ausschuss dagegen, weshalb die Breite je Doppelhaus auf zehn Meter beschränkt werden solle, nachdem bei der öffentlichen Vorstellung noch von einer Gesamtbreite von 20 Metern ausgegangen worden war. Grund für die Beschränkung auf maximal 10 Meter war aus der Sicht der Planer, dass sonst der erste Bauherr ein 15 Meter breites Haus bauen könne, für die zweite Doppelhaushälfte blieben dann nur noch fünf Meter. Doch die Mitglieder setzten auf den guten Willen der Bauherren, privatrechtlich zum Einvernehmen zu kommen, ließen die Festlegung auf zehn Meter Breite je Doppelhaushälfte dennoch passieren, nachdem die Verwaltung versichert hatte, Sonderfälle über Befreiungen von den Festsetzungen regeln zu können.

Strittig blieb im Ausschuss, was bei Einfriedungen als ortstypisch anzusehen sei, vor allem Hermann-Josef Bongard von der FDP sah auch bis zu 80 Zentimeter hohe Bruchsteinmauern als ortstypisch an. Doch nachdem auch anderenorts bereits als Einfriedungen nur Zäune und Hecken zulässig seien, blieb es nach der Devise „gleiches Recht für alle“ bei der Beschränkung, wobei bei den Zäunen sowohl Jägerzäune wie auch die „Bonanzazäune“ ausgenommen bleiben. Allerdings gilt für schon stehende Anlagen Bestandsschutz.

Schließlich wurde dem Rat empfohlen, den Bebauungsplan als Satzung zu beschließen. Allerdings gab es bei der Gestaltungssatzung Widerspruch: FDP und UWG stimmten dagegen, die SPD enthielt sich der Stimme. (Mü)

Quelle: Eifeler Zeitung


SILBER

Dorf am See ist mächtig stolz auf den Erfolg im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.
Natur und Tourismus ergänzen sich.

Von Heiner Schepp

Die gute Nachricht aus dem fernen Westfalen machte am Sonntag schnell die Runde: Die Nachricht von der Silbermedaille für Einruhr im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hatte sich Dank Telefon und SMS schon kurz nach der Bekanntgabe im gut 200 Kilometer entfernten Bad Sassendorf bis in die Eifel verbreitet. Und so war es kein Wunder, dass die 15-köpfige Delegation, die am frühen Morgen in Richtung Westfalen aufgebrochen war, schon am Abend des erfolgreichen Tages mit einer silber glitzernden Dorflinde am Heilsteinhaus in Einruhr empfangen wurde.

Mehr als 1000 Dörfer dabei

„Das war ein schöner Tag für Einruhr“, stand Ortsvorsteher Christoph Poschen auch am Montag noch ganz unter dem Eindruck des sonntäglichen Ausflugs nach Bad Sassendorf. Mit 15 Bürgern aus Einruhr und gemeinsam mit einer Delegation aus Reifferscheid, das ebenfalls beim Landesentscheid vertreten war, war es schon Sonntag früh im Reisebus auf den genau 215 Kilometer weiten Trip gegangen. Fern der Heimat stieß dann noch ein bekanntes Gesicht zur Gruppe aus Einruhr: Beigeordneter Karl-Heinz Hermanns hatte ganz in der Nähe im Sauerland ein paar Tage Urlaub vom Wahlkampfstress genossen und stärkte den Vertretern aus seiner Gemeinde den Rücken. Die kleine Feierstunde fand im Rahmen des Bauernmarktes im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse in Ostinghausen, Bad Sassendorf (bei Soest) statt. Vor der mit Spannung erwarteten Ergebnisbekanntgabe betonte NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg, dass es „beeindruckend ist, zu erleben, welches Engagement und welche Begeisterung der Dorfwettbewerb auslöst“.

Silber für Einruhr: Die kleine Gruppe vom Obersee hatte gemeinsam mit dem Beigeordneten und zukünftigen Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns im westfälischen Bad Sassendorf allen Grund zur Freude. Foto: privat

Mit mehr als 1000 Teilnehmern sei Nordrhein-Westfalen bundesweit Spitze. „In unseren Dörfern werden aktive Gemeinschaften gelebt, die kreativ und innovativ ihr Umfeld voranbringen. Dieses bürgerschaftliche Engagement ist mit Geld nicht zu bezahlen und wird in Zukunft noch wichtiger werden“, meinte der Umweltminister, der dann zunächst die Namen der 26 Bronzegewinner verlas. Darunter war Einruhr noch nicht, und so stieg bei der Eifel-Delegation die Spannung noch weiter an. Bei der nächsten Gruppe, den 27 Silberdörfern war Einruhr dann aber dabei, doch Enttäuschung darüber, dass man nicht zu den sechs Golddörfern – je drei im Rheinland und in Westfalen – gehörte, kam nicht auf, im Gegenteil: „Wir haben Silber gewonnen und nicht Gold verloren“, freute sich Christoph Poschen, als er gleich nach der Bekanntgabe die Lokalredaktion über den Erfolg informierte. Poschen dankte allen, die zu diesem schönen Erfolg beigetragen hätten, „einem Erfolg der ganzen Dorfgemeinschaft“.

Sonderpreis für das Naturbad

Ob man nun näher an Gold oder an Bronze war, war für die Delegation aus Einruhr vor Ort nicht herauszukriegen, „ist aber auch nur zweitrangig“, meinte der Ortsvorsteher. Viel wichtiger sei der Sonderpreis, den man zusätzlich zum Silber mit nach Hause habe bringen können. Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau zeichnete Einruhr für Idee, Konzeption und das bürgerschaftliche Engagement bei der Realisierung des Naturschwimmbades mit ökologischer Wasserreinigung mit dieser Extra-Prämie aus. Diese hat einen Wert von 1000 Euro und wird in Naturalien verliehen: Der Preis in Form von Salix Alba soll zur Eingrünung des Schwimmbades in Einruhr beitragen.

Der Gesamterfolg – Silber und Sonderpreis – sei das Ergebnis des dörflichen Engagements, das der Jury bei ihrem Besuch im sommerlichen Einruhr nicht entgangen sei, ging Christoph Poschen am Montag in die Analyse. Zudem sei es dem Dorf am Obersee gelungen, zu zeigen, „dass Natur und Tourismus sich durchaus ergänzen können“, so der Ortsvorsteher. Der Erfolg im Landeswettebwerb sei Ansporn, auf dieser Schiene weiterzuarbeiten.

Zunächst aber darf sich Einruhr nun über den Erfolg freuen. Vor­aussichtlich wird man für die Siegerehrung am 28. November im nicht ganz so fernen Landesgolddorf Waldfeucht (Kreis Heinsberg) wieder einen Bus aus Einruhr chartern.

Quelle: Eifeler Zeitung


Erleichterung: „Nationalpark tut uns gut“
Die Übergabe der Wanderraststation in Einruhr war verbunden mit einem Rückblick auf fünf Jahre Nationalpark Eifel. Am Anfang stand auch Skepsis.

03.06.2009

Am Tag des ersten kleinen Jubiläums, das der Nationalpark Eifel feiern kann, überwog natürlich die Feierstimmung, aber auch fünf Jahre nach der Gründung darf man daran erinnern, dass durchaus ein paar Steine aus dem Weg geräumt werden mussten, ehe die Verordnung für das Großschutzgebiet erlassen werden konnte.

Ein Schluck Heilsteinwasser: Bürgermeister Hubert Breuer, Beigeordneter und CDU Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz Hermanns, Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Eckhard Uhlenberg, re. Axel Wirtz MdL

Foto: P. Stollenwerk

Der Rückblick auf durchweg fünf gute Jahre und der Ausblick auf noch viele weitere Jahrzehnte, wo die Natur einmal ganz sich selbst überlassen werden soll, bestimmten am gestrigen Mittwoch eine Feierstunde unter freiem Himmel im Heilsteinhaus Einruhr. Das kleine Nationalpark-Jubiläum war auch ein idealer Anlass, um die soeben fertig gestellte Wanderraststation ihrer Bestimmung zu übergeben, ebenso den am gleichen Ort untergebrachten Nationalpark-Infopunkt. Dass morgen auch noch eine Briefmarke zum Nationalpark Eifel erscheint, rundet die Feierstimmung ab.

Die Wanderraststation, die täglich von 10 bis 17 Uhr benutzt werden kann, erweitert nicht nur die Infrastruktur des Heilsteinhauses, sondern soll auch Wanderern Gelegenheit bieten, sich auszuruhen, sich umzukleiden oder sich am Kaminfeuer zu wärmen.

Auch NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg war anlässlich des dreifachen Anlasses nach Einruhr gekommen – und das aus voller Überzeugung. Wer wandert schon – wie kürzlich Uhlenberg – zwei Tage am Stück bei anhaltendem Regen quer durch den Nationalpark Eifel? Also weiß der Minister, wovon er redet, wenn er erwähnt, dass der Nationalpark geeignet sei, die „Faszination Wildnis hautnah zu erleben“.

Wie bedeutsam der Nationalpark für die gesamte Region ist, machte Uhlenberg am Besucheraufzukommen deutlich. So geht eine Studie davon aus, das im Jahr 2007 rund 450 000 Menschen den Nationalpark Eifel besuchten und der Gesamt-Umsatz der Touristen bei 8,7 Millionen Euro lag. Umgerechnet entspreche diese einer Zahl von 256 Arbeitsplätzen. Wesentlich zum Image des Nationalparks trugen laut Uhlenberg die Ranger und deren von den Besuchern hoch geschätzte Führungen bei. Ihnen galt ein besonderer Dank des Ministers.

„Beste Idee der letzten Jahre“

Zuvor hatte Simmeraths Bürgermeister Hubert Breuer die rund 100 Gäste im Innenhof des Heilsteinhauses begrüßt und die Nationalparkgründung als „die beste Idee der letzten Jahre“ bezeichnet. Der Nationalpark Eifel habe einen „unwahrscheinlichen Schub für die gesamte Region“ ausgelöst.

Einruhrs Ortsvorsteher Christoph Poschen stellte fest, dass der Nationalpark-Infopunkt und die die Wanderstation geradezu beispielhaft die aufstrebende Entwicklung der Region und des Ortes Einruhr dokumentierten, was in direktem Zusammenhang mit dem fünfjährigen Bestehen des Nationalparks Eifel stehe.

Poschen räumte ein, dass man der Nationalpark-Idee zunächst reserviert gegenüber gestanden habe, und die Befürchtung exisitierte, ob man nach Abzug des Militärs nun „vom Regen in die Traufe“ komme. Heute aber könne man mit Erleichterung feststellen: „Der Nationalpark tut uns gut.“ Unter dem Strich sei es schlechthin die beste Idee der vergangenen Jahre gewesen.

Hennig Walter, der Leiter des Nationalparkforstamtes, wusste sehr wohl, dass fünf Jahre Nationalpark „für die Natur nur ein Wimpernschlag sind“. Der Nationalpark befinde sich noch in der Entwicklung, „und wir müssen noch etwas an der Natur arbeiten“. Dies sei ein spannender Prozess, und erst in etwa 30 Jahren könne sich der Mensch als „gestaltendes Element“ zurückziehen. Nach diesem Zeitraum rechne man damit, dass man bereits 87 Prozent der Fläche in die natürliche Entwicklung zurückgeben könne. 40 Prozent des 110 Quadratkilometer großen Schutzgebietes seien bereits der Natur überlassen worden.

Rückblickend auf die Gründungstage des Nationalparks Eifel stellte Walter fest: „Damals hat die gesamte Region an einem Strick gezogen, und das auch noch in die gleiche Richtung.“ (P. St.)

Quelle: Eifeler Zeitung

Vorsitzender der CDU-Simmerat Bernd Goffart, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Ratsherr und Ortsvorsteher Christoph Poschen

 



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Letzte Änderung: 18-Mai-2012

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