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Simmerath-Einruhr
19.09.2011
Was
muss für den Erhalt der Geschäfte realisiert werden?
Konsum musste vor drei Jahren schließen
Auch die Gemeinde Simmerath möchte sich an dem
LEADER-Projekt «Planungsunterstützung für modellhafte
Nahversorgungsprojekte in der LEADER-Region Eifel» aktiv
beteiligen.
Ziel
ist es, die Nahversorgung in den Eifeldörfern nachhaltig
zu verbessern. Sie muss dafür an die lokalen Gegebenheiten
angepasst werden.
Faktoren
sind Einwohnerzahl, Bevölkerungsstruktur, die
Entfernung zum nächsten größeren Versorgungszentrum,
die Verkehrsanbindungen sowie Bedarf und Engagement der örtlichen
Bevölkerung. Hinzu kommen nicht auf Anhieb erkennbare Einflussgrößen.
Ein allgemeines Erfolgsrezept, wie sich ein Konsum im Dorf rentiert,
gibt es nicht.
«Deshalb möchten wir genau wissen, welche Faktoren
realisiert werden müssen, um eine sinnvolle Nahversorgung
zu ermöglichen», erklärt Bürgermeister Karl-Heinz
Hermanns. Er möchte gemeinsam mit dem Einruhrer Ortsvorsteher
Christoph Poschen erreichen, dass Einruhr wieder eine Nahversorgungsmöglichkeit
im Ort selbst erhält, nachdem der Konsum vor drei Jahren
schließen musste. Dafür soll eine «Machbarkeitsstudie»,
die insbesondere eine intensive Befragung der Bevölkerung
berücksichtigt, durchgeführt werden. Die Gemeinde Simmerath
hat vorsorglich einen Antrag im Rahmen des LEADER-Projektes gestellt,
die Konkretisierung ist in Bearbeitung.
Die
Frage ist, wie man es schaffen kann, in einem kleinen Ort wie
Einruhr
mit 800 Haupt- und 150 Nebenwohnsitzen, jedoch mit
viel Tourismus, einen Konsum auch langfristig aufrecht zu erhalten? «Das
Schema sowie die Ergebnisse können auf andere Dörfer,
die zwar wieder andere Bedingungen haben, in vielen Punkten übertragen
werden», so Hermanns. Natürlich sei es wichtig, dass
sich Simmerath weiter als modernes Einkaufszentrum präsentiert,
auch wenn dadurch zwangsläufig eine Konkurrenz zu den Dorfläden
entsteht. «Genau das ist der Spagat, der geschaffen werden
muss.»
Ulrike
Lange Wiemers, Referentin des Bürgermeisters verrät: «Das
LEADER-Projekt soll bis Ende 2013 umgesetzt werden.» Dann
werden konkrete Entscheidungen getroffen. Eine Lösung könnte
auch das Konzept HEIKO-Einkaufsmobil sein, wie hier bereits berichtet.
Der rollende Einkaufsladen eines Südeifeler Unternehmens
unterhält derzeit 60 Fahrzeuge. Allein in Rurberg stoppt
der Wagen an 25 Haltestellen. Die Nahversorgung sinnvoll zu gestalten,
bleibt eine Herausforderung. «Entscheidend ist, dass die
Bevölkerung in alle Abläufe mit einbezogen wird»,
so Hermanns. «Sie muss sich mit ihrem Laden identifizieren.»
Quelle:
Eifeler Zeitung

Simmerath-Einruhr
19.07.2011
Kindergarten
Einruhr gehört zum Dorfbild dazu.
Förderverein in diesem neu
Jahr gegründet. Schutzengel für „Ehrenkindergartenkind“.„Kleine
Hexe“wird 40 Jahre alt
Das
weiß verputzte Haus
inmitten Einruhrs, die große Wiese drum herum und die kleine
Hexe auf dem Dach – sie gehören seit Jahren zum Dorfbild
dazu. Um genau zu sein, existiert der Kindergarten „Zur
kleinen Hexe“ seit mittlerweile 40 Jahren. Ein Jubiläum,
das am vergangenen Samstag mit einem Familienfest gefeiert wurde.

Gemeinsam
mit den Kindern feierten Eltern, Großeltern und Freunde
das vierzigjährige Bestehen des Kindergartens „Zur
kleinen Hexe“ in Einruhr. Die Kinder führten
nicht nur etwas vor, sondern konnten sich etwa auch bei
verschiedenen
Spielen austoben. Foto: Junker
Gesellschaftlicher
Wandel
„Wir sind wirklich froh, einen
Kindergarten im Ort zu haben. Der Dank gilt rückblickend
und vorausschauend den Hauptamtlichen, Eltern und natürlich
den Kindern“,
gratulierte Ortsvorsteher Christoph Poschen zum 40-jährigen
Bestehen. Egal ob im Kinderkarneval, auf Seniorennachmittagen
oder auch beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“,
der Kindergarten ist ein fester Bestandteil in der Dorfgemeinschaft.
Derzeit
besuchen 23 Kinder die moderne Kindertages-stätte. „Auch
bei uns ist der gesellschaftliche Wandel spürbar. Seit
August 2010 nehmen wir beispielsweise auch Zweijährige
auf und haben das wohnortnahe Betreuungsangebot so ausgebaut“,
erklärt
Kindergärtnerin Uschi Lenz. Neben den Glückwünschen,
die es auch von Seiten des Bürgermeisters Karl-Heinz Hermanns
gab, präsentierten die Kinder der unterschiedlichen Altersklassen
Tänze und ein Mitmachtheater und konnten sich anschließend
bei aufgebauten Spielen austoben.
Neu
gegründet wurde in
diesem Jahr ein Förderverein, der den Kindergarten materiell
und finanziell unterstützen wird. Unterstützt hat den
Kindergarten „Zur
kleinen Hexen“ schon jahrelang das „Ehrenkindergartenkind“ Karl-Heinz
Breuer, der aus den Händen der Kinder einen Schutzengel
erhielt. Für die nächsten Jahre wünscht sich nicht
nur Ortsvorsteher Christoph Poschen, sondern auch Eltern, Kinder
und die Dorfgemeinschaft: „Dass
der Kindergarten so ausgelastet bleibt, wie er bisher war und
uns noch lange erhalten bleibt.“
Quelle:
Eifeler Zeitung

Simmerath-Einruhr
28.04.2011
CDU Einruhr: Den Verlust der Hauptschule Simmerath bedauert
Ortsvorsteher Christoph Poschen zum
neuen Vorsitzenden des Ortsverbandes gewählt. Sorgen
um die finanzielle Situation der Gemeinde Simmerath.
Der
CDU – Ortsverband Einruhr/Erkensruhr schließt
seine Vorstandsreihen. Christoph Poschen (Vierter von rechts)
führte bis dato kommissarisch 48 Parteifreunde, nun wurde
er offiziell zu deren Vorsitzendem gewählt. Foto: Manfred
Schmitz
Der CDU– Ortsverband Einruhr/Erkensruhr
schließt eine lange klaffende Lücke in seiner Führungsriege.
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde Christoph Poschen
jetzt im Heilsteinhaus zum Vorsitzenden gewählt, in ein
Amt, das er nach dem Rücktritt von Ursula Claßen bereits
kommissarisch führte und das er nun neben seinen Aufgaben
als Ortsvorsteher beider Dörfer zusätzlich wahrnehmen
wird.
Vorstandsneuwahlen
bildeten neben Sachstandsberichten den Kern der Tagesordnung.
Unter Leitung des Unions-Gemeindeverbandsvorsitzenden
Bernd Goffart votierten die acht Stimmberechtigten unter den
insgesamt zwölf erschienenen Mitgliedern und Gästen
einhellig für den neuen Vorsitzenden. Zu seinem Stellvertreter
wurde Heribert Linscheidt gewählt, Michael Wolgarten bleibt
für die Geschäftsführung verantwortlich. Das personell
verkleinerte Beisitzer-Gremium wird künftig von Karl-Heinz
Breuer und Sven Hensen gebildet.
„Turbulente
Zeiten“
In
seinem Rückblick auf das verflossene Ortsverbandsjahr
sprach Poschen von durchlebten „turbulenten Zeiten“.
Er skizzierte den Haushalt der Gemeinde Simmerath mit 3,5 Millionen
Euro Schulden und beklagte, die Zuweisungen der NRW-Landeregierung
begünstigten die großen Städte, während
die ländlichen Kommunen finanziell eklatant benachteiligt
würden. Allein die Abwassergebühren für die Bürger
auf dem Lande stellten für diese hohe Belastungen dar: „Das
ist eine ziemliche Sauerei!“ Auch bedauerte es der Sprecher, „dass
die Grund– und Gewerbesteuer in der Kommune erhöht
werden müssen“.
Infolge
rückläufiger Geburten und damit Schülerzahlen,
vor allem in der Simmerather Hauptschule, sei diese Bildungseinrichtung
auch in Augen vieler Eltern „nicht mehr attraktiv, schade!
Denn das wird dem qualitativ gute Angebot der Unterrichtsstätte
nicht gerecht“! Die Düsseldorfer Landesregierung propagiere
die Gemeinschaftsschule, und dazu sei die Lage der Simmerather
Hauptschule wie geschaffen, aber: „Von Monschauer Seite
erwirkt, ist der alleinige und sinnvolle Standort Simmerath leider
keine Alternative.“
Die
Straße Erkensruhr/Hirschrott, forderte der Vorsitzende,
bedürfe dringender Sanierung, und zwar nicht nur durch Auftragung
einer neuen Fahrbahndecke, auch der Unterbau sei arg defekt.
Infolge enger Haushaltsmittel sei erst für 2012/13 mit 200
000 Euro Zuweisungen zu rechnen. Die Gemeinde werde sich vom „Haus
des Gastes“ trennen, zwei neue Laternen seien am Hangweg
installiert worden. „Endlich“, so Poschen erleichtert, „hat
Einruhr eine solide Friedhofsmauer statt eines lange ertragenen
Bauzaunes.“
Schließlich, resümierte der Ortsvorsteher, bedürfe
die Römerstraße umfassender Erneuerung einschließlich
Kanalertüchtigung, „da kommen auf die Gemeinde wie
die Bürger hohe Kosten zu“. Eine Informationsveranstaltung
zu dieser unerlässlichen Investition solle noch vor den
Sommerferien stattfinden.
Bernd Goffart warb bei den Versammelten um hohe Beteiligung
an der bevorstehenden Mitgliederversammlung des Gemeindeverbandes
; sie ist auf den 4. Mai in der Eicherscheider Tenne terminiert.
In
einem Grußwort lobte Bürgermeister Karl-Heinz
Hermanns die „hervorragende Zusammenarbeit der Kommune
mit dem Ortsverband Einruhr/Erkensruhr“. Dieses erbauliche
Miteinander beruhe nicht zuletzt auf den Aktivitäten Christoph
Poschens, „einem der führenden Köpfe unserer
Partei.“ Auch würdigte Hermanns die Leistungen des
sachkundigen Bürgers Heribert Linscheidt, der sich in einem
Arbeitskreis um den Neubau des Simmerather Schwimmbades verdient
machte, dessen Rohbau noch in diesem Jahr vollendet sein werde.
Die festgeschriebene Gesamtsumme der Investition, versprach der
Bürgermeister, werde unterhalb der Vier-Millionen-Euro-
Grenze liegen.
Tourismus boomt
Der
stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck
lobte die im Einruhrer Kindergarten verrichtete gute Arbeit: „Im
Juni wird diese erprobte Einrichtung ihr 40- jähriges Bestehen
feiern.“ Vom in der Eifel boomenden Tourismusstrom, schätzt
Hilsenbeck, dürften auch die Oberseeorte spürbar profitieren.
Die Neugestaltung und Erweiterung der Burg Vogelsang, einschließlich
Neubaus einer Jugendherberge, werde den Übernachtungsbetrieb
am Rursee deutlich steigern: „25 Prozent aller auswärtigen
Nordeifel-Besucher wollen vor allem das Highlight Vogelsang erleben.“ Mit
Ausbau des Rurufer – Radweges, dem bezuschussten nostalgischen
Postkutschenbetrieb und Errichtung neuer Ruhebänke entlang
des Wanderweges Einruhr/Dedenborn nannte Hilsenbeck weitere probate
und erfolgsträchtige Fremdenverkehrs – Maßnahmen.
(M. S.)
Quelle:
Eifeler Zeitung

Simmerath-Einruhr
17.11.2010
Der
Friedhof erhält ein Eingangstor
Der
Eingang zum Friedhof in Einruhr erhält ein Tor. Dafür
hat sich der Simmerather Tiefbauausschuss ausgesprochen.
Das Tor wird rund 2000 Euro kosten, der Betrag soll im nächsten
Haushalt der Gemeinde bereitgestellt werden.

Hinzu
kommen weitere 3000 Euro, damit auf dem Friedhof weitere
Gemeinschaftsgrabfelder eingerichtet werden können.
Der
Friedhof in Einruhr wurde «vor einigen Jahren im Winter
vom Rotwild verwüstet», erinnert die Verwaltung:
Die Gräber wurden zertreten und die Winterbepflanzung
abgefressen. Die Tiere fanden ungehinderten Zugang durch
den nordöstlichen Eingang von der Römerstraße
her auf die Erweiterungsfläche. Mitarbeiter des Bauhofes
haben den Eingang durch einen Bauzaun provisorisch verschlossen.
Inzwischen
gibt es auch schon Gräber auf dem nordöstlichen
Teil des Friedhofes, so dass der Eingang vermehrt genutzt
wird. Dabei, so die Verwaltung, «rückt die optisch
nicht ansprechende Übergangslösung ins Blickfeld
der Trauergesellschaften und der Friedhofsbesucher».
Nun
wird der gut drei Meter breite Eingangsbereich mit einem
Tor versehen, Mitarbeiter des Bauhofes werden Fertigteile
aus unbehandeltem Eisen zu einem Tor zusammenfügen,
dann wird das Tor verzinkt und schließlich eingebaut.
Ausschussvorsitzender
Ulrich Offermann (CDU) stellte fest, dass die Besucher die
Tore oftmals überhaupt nicht hinter sich schließen.
Wenn die Tore sowieso nicht geschlossen würden, dann
brauche man sie auch nicht.
Quelle:
Eifeler Zeitung

Simmerath-Einruhr
16.09.2010
Eine
böse Überraschung in der Römerstraße
Ausbau eines 400 Meter langen Teilstücks in Einruhr mit Kanalsanierung
soll 800 000 Euro kosten. Schwarzdecke extrem schadhaft. Finanzierung
ist aber unrealistisch. Auf Bürger würde ein hoher Kostenanteil
zukommen.
Einruhr. „Da
sind wir böse überrascht worden“, stellte
Bauamtsleiter Bruno Laschet im Simmerather Tiefbauausschuss
fest, nachdem das Ausmaß der Kosten für den Ausbau
der Römerstraße in Einruhr auf dem Tisch lag.
Über
800 000 Euro soll der Ausbau kosten. Immerhin: Darin enthalten
ist auch die komplette Sanierung des über 40 Jahren
alten Kanals. Nicht enthalten sind allerdings die Ingenieurleistungen
und weitere Nebenkosten, die Summe würde also noch steigen.
Große
Schwierigkeiten, eine solche Maßnahme zu akzeptieren,
hatten auch die Ausschussmitglieder. Marc Topp (SPD) zeigte
sich „ziemlich verwundert“, und erinnerte daran,
dass 50 Prozent der Kosten für den Straßenausbau
von den Anwohnern zu tragen seien - und das bei nur etwa
35 betroffenen Grundstücken.
Helfen
Dorferneuerungsmittel?
„Die
Maßnahme ist zwar wünschenswert, aber unter finanziellen
Gesichtspunkten sehen wir schwarz“, schätzte auch
CDU-Sprecher Bruno Löhrer die Situation ein.
Der
hohe Kostenanteil der Bürger sei äußerst
problematisch. Da für das Jahr 2011 kaum eine Umsetzung
zu erwarten sei (das letzte Wort hat der Gemeinderat) soll
sich die Gemeinde Simmerath bemühen, über Dorferneuerungsmittel
die Maßnahme umzusetzen.
Zuvor
hatte das beauftragte Ingenieurbüro detailliert das
Vorhaben erläutert. Demnach ist die Schwarzdecke extrem
schadhaft,, es gibt Risse und Absenkungen und der Untergrund
ist nicht mehr tragfähig. Im Ergebnis ist die Verkehrssicherheit
damit nicht mehr gegeben.
Kaum
besser fiel auch das Ergebnis der Kanalbefahrung per Kamera
aus. Die 1967 verlegte Trennkanalisation ist an so vielen
Stellen so schadhaft, dass eine Erneuerung für 400 000
Euro noch um 50 000 Euro günstiger als eine Sanierung
wäre. (P. St.)
Quelle:
Eifeler Zeitung

Simmerath-Einruhr
16.09.2010
Für
Unterführung muss die Kostenaufteilung klar sein
Ein
interessantes Projekt an der Rurbrücke in Einruhr soll
Gestalt annehmen: Die viel befahrene B266 am Ortsrand des
Landes-Silberdorfes soll eine Unterquerung für Fußgänger
erhalten.
Die
Pläne dafür sind bereits recht weit vorangeschritten,
was bei der Diskussion im Simmerather Tiefbauausschuss zwar
für Erstaunen bei der SPD sorgte, ansonsten aber durchaus
als reizvolle Lösung gesehen wurde, hier mehr Sicherheit
für Fußgänger zu schaffen.
Sowohl
der Premium-Wanderweg Eifelsteig wie auch der Wildnis-Trail
verlaufen hier, mit vielen Wanderern, und gerade an Wochenenden
stellt man fest, dass immer mehr Fußgänger die
viel befahrene B266 überqueren.
Einigkeit
herrschte im Ausschuss aber darüber, dass die Kostenverteilung
für die Unterführung geklärt sein müsse
und sich die Gemeinde nicht in ein finanzielles Abenteuer
stürzt.
Als «grundsätzlich
sinnvoll» bezeichnet auch CDU-Fraktionssprecher Bruno
Löhrer die Maßnahme, wobei klar sein sollte, dass
die Unterführung an der Einruhrer Seite, wie auch vom
Einruhrer Ortsvorsteher gewünscht, verlaufen sollte.
Dem
Gemeinderat solle empfohlen werden, im Haushaltsplan 2011
Planungsmittel einzustellen. Außerdem will die Verwaltung
bis zur Ratssitzung versuchen, eine klare Aussage zu den
Kosten zu erhalten und wie diese aufgeteilt werden. Diese
Beschluss fasste dann auch bei den Gegenstimmen von SPD und
UWG der Ausschuss.
Der
Landesbetrieb Straßenbau hat in Vorgesprächen
zu erkennen gegeben, dass er sich an den Kosten beteiligen
würde, auf keinen Fall aber diese ganz übernimmt.
Nach einer ersten groben Kostenermittlung würde die
Unterführung zwischen 100.000 und 150.000 Euro kosten,
die Gemeinde Simmerath wäre mit 70.000 bis 100.000 Euro
in der Pflicht.
Marc
Topp (SPD) verwies darauf, dass die derzeitige Haushaltslage
der Gemeinde es nicht zulasse, solche Projekte in Angriff
zunehmen, selbst wenn der Sinn der Maßnahme nicht von
der Hand zu weisen sei. An anderer Stelle aber müsse
man auch die Wünsche von Bürgern zurückstellen, «und
daran werden wir gemessen.»
Ortsvorsteher
Christoph Poschen erinnerte, daran die Idee einer Unterführung
von der Einruhrer Dorfwerkstatt ausgegangen sei. Daraufhin
hat der Wasserverband Eifel-Rur eine Machbarkeits-Studie
vorgelegt, worin er fünf Alternativen für eine
Unterführung aufzeigt.
Man
sollte daher die «Chance ergreifen, eine solches Projekt
mit finanzieller Hilfe Dritter zu verwirklichen,» so
der Ortsvorsteher. Um eine Kostendarstellung zu erhalten,
sei es allerdings erforderlich, auch in die Planung einzusteigen.
Dass
die Gemeinde Simmerath in letzter Zeit «etwas zu häufig
in die Fördertöpfe greife», meinte Erika
Frank (UWG). Es gebe auch noch viele andere Gefahrenpunkte
in der Gemeinde, wo man aktiv werden könnte.
Quelle:
Eifeler Zeitung

Simmerath-Einruhr
Unterführung
für Fußgänger zur Querung der B266 in Einruhr?
08.09.2010
Nicht
nur die zahlreichen Wanderer auf dem Premium-Wanderweg Eifelsteig
wundern sich, wenn sie am Ortsrand von Einruhr angekommen,
die viel befahrene Bundesstraße 266 in der Nähe
der Rurbrücke überqueren müssen. Auch sonst
herrscht in diesem Bereich reger Fußgängerverkehr
auf der Fahrbahn.
Um
an diesem Gefahrenpunkt dauerhaft für Abhilfe zu sorgen,
ist nun geplant, eine Fußgängerunterführung
unter der Bundesstraße anzulegen. Nach einer Ortsbesichtigung
befasst sich in der nächsten Woche auch der Tiefbauausschuss
der Gemeinde Simmerath mit diesem Thema. Die Sitzung findet
statt am Dienstag, 14. September, um 18 Uhr im Sitzungssaal
des Rathauses.
Vorgestellt
wird in dieser Sitzung auch die Planung für die Erneuerung
der Römerstraße in Einruhr und die Planung für
den Endausbau der Erschließungsstraße Brommersbach
in Eicherscheid. Beraten wird auch über einen Antrag
des Ortsvorstehers zur Instandsetzung der Gemeindestraße
zwischen Erkensruhr und Hirschrott.
Quelle:
Eifeler Zeitung

Simmerath-Einruhr
09.04.2010
Tunnel
für die Bundesstraße in Einruhr
Auch eine Nahversorgung
für das Dorf am See ist in Arbeit
CDU-Ortsverband
tagte und ehrte Josef Wolgarten für 40 Jahre.
Die
rund zehn Jahre andauernden Investitionen, vor allem in die
Infrastruktur, hätten sich längst ausgezahlt, betonte
der Einruhrer Ortsvorsteher Christoph Poschen.
Vor
der Mitgliederversammlung der Einruhrer Ortsverband der CDU
verkündete Poschen, dass im vergangenen Jahr 200 000 Übernachtungen
in der Gemeinde gezählt werden konnten. „Mehr
als die Hälfte der Übernachtungen fallen auf Einruhr
und Erkensruhr“, freute sich der Ortsvorsteher. Deutlich
dazu beigetragen, dass so viele Gäste die Region besuchten,
hätten Eifelsteig und Wildnistrail.

Auf
der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Einruhr wurden
Josef Wolgarten (5.v.r.)
von Christoph Poschen (r.) für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Foto:
Sarah Irlenbusch
Wichtig
war für die Mitglieder vor allem der neu entwickelte
Flächennutzungsplan. Hinfällig sei die angedachte
Möglichkeit, hinter dem Tretbecken, in der so genannten
Paffenaul, zukünftig Bauland auszuweisen. „Das
ist aus Naturschutzgründen nicht möglich“,
wusste Poschen. Hingegen seien eine Verlängerung der
Römerstraße und eine Bebauung oberhalb des Friedhofes
denkbar. „Doch, ob das jemals Bauland wird, muss abgewartete
werden“. Dies müsse die Bezirksregierung entscheiden.
Wahrscheinlich werde im Sommer der neue Flächennutzungsplan
beschlossen. Erst danach könne ein Bebauungsplan entwickelt
werden.
Der
Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ habe deutlich
gezeigt, wie wichtig ehrenamtliches Engagement sei, betonte
Poschen. Einruhr holte sich auf Landesebene die Silbermedaille.
Gleiches gelte für den Neubau der Duschen im Naturfreibad. „Auch
hier haben die Vereine zusammen gearbeitet.“ Dank eines
Finanzzuschusses von der Städteregion und vor allem
vom Marathonverein werde demnächst ein Ruderbootssteg
gebaut. Trotz der schlechten finanziellen Lage der Gemeinde
seien die Straßen „Auf dem Römer“ und „Heilsteinstraße“ ausgebessert
worden. Geplant sei zudem eine Erneuerung der Straße
zwischen Erkensruhr und Hirschrott. Allerdings könne
hier wahrscheinlich nicht nur die Deckschicht ausgebessert
werden, sondern müsse zudem auch der Unterbau erneuert
werden.
Ein
wichtiger Schritt für den Tourismus sei die geplante
Unterführung unter den Hauptstrasse B266. „Wanderer
sollen die Straße zukünftig nicht mehr über-,
sondern unterqueren“, sagte Poschen. Konkreteres konnte
Poschen noch nicht verraten.
Ebenso
wichtig für den Ort sei eine örtliche Nahversorgung,
die seit eineinhalb Jahren in Einruhr fehle. „Hier
muss was gemacht werden.“ Ein entsprechender Projektantrag
sei gestellt worden. Zukünftig werde von Fachleuten
der Bedarf geprüft. Nur mit Hilfe dieser fachlichen
Expertise könnten die Voraussetzungen für die Nahversorgung
geklärt werden.
Die
ersten Weichen für die Arbeit im Städteregionstag
seien gestellt, berichtete der stellvertretende Städteregionsrat
Hans-Josef Hilsenbeck. Geplant sei der Ausbau des Radwegenetzes.
Für die Route entlang der Rur zwischen Einruhr und Monschau
werde der Wirtschaftsweg zwischen Dedenborn und Pleushütte
ausgebaut.
Lobende
Worte für Ortsvorsteher Poschen fand neben Hilsenbeck
auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns: „Er vertritt
mit Nachdruck und erfolgreich die Interessen von Einruhr
und Erkensruhr.“
Zudem
ging der Bürgermeister kurz auf die Zukunft des Simmerather
Krankenhauses ein. „Wir sind auf einem guten Weg“,
betonte er. Für Ende April sei ein Gespräch mit
allen Mitarbeitern geplant. Schon jetzt stehe fest, dass
der Betrieb weitergehen und eine gute Lösung in Bezug
auf die Trägerschaft gefunden werde.
Anschließend
wurde Josef Wolgarten für 40-jährige Mitgliedschaft
ausgezeichnet. (sas)
Quelle:
Eifeler Zeitung
Erkensruhr
Neues
Konzept für Park in Erkensruhr
Der
Tiefbau-, Verkehrs- und Denkmalausschuss der Gemeinde Simmerath
hat beschlossen, den Springbrunnen in Erkensruhr mit Fördermitteln
der Städteregion Aachen und mit Hilfe des örtlichen
Bürgervereins wieder instand setzen zu lassen, sobald
die Fördermittel bewilligt sind. Darüber hinaus
wurde die Verwaltung beauftragt, mit dem Bürgerverein
ein neues Konzept für die Parkanlage zu entwickeln,
damit in den Haushalt 2011 entsprechende Mittel eingestellt
werden können. Sofern Haushaltsmittel zur Verfügung
stehen, soll die Anschaffung einer neuen Tischtennisplatte
auf das Jahr 2010 vorgezogen werden.
Quelle:
Eifeler Zeitung
Einruhr
Silber
für Einruhr:
«Engagement ist nicht
mit Geld zu bezahlen»
Von
Vera Junker 29.11.2009
Einruhr/Waldfeucht.
Sie ist quadratisch, nicht ganz leicht und sorgt für
jede Menge gute Laune. Wovon mag da wohl die Rede sein? Von
einer Plakette - einer silbernen, um genau zu sein. Solch
ein Exemplar erhielt das Eifeldorf Einruhr am Samstag im
Rahmen des Landeswettbewerbs «Unser Dorf hat Zukunft» aus
den Händen des nordrhein-westfälischen Umweltministers
Eckhard Uhlenberg.
Dieser
stellte ebenfalls schnell und richtig fest: «Das Klima
hier ist wunderbar.» Wieso sollte es auch anders sein?
Im Waldfeuchter Bürgertreff versammelten sich schließlich
Vertreter der 26 Dörfer, die sich erfolgreich für
den Landeswettbewerb «Unser Dorf hat Zukunft» qualifiziert
hatten. Für alle gab es entweder eine bronzene, silberne
oder goldenen Plakette, als Anerkennung für dörfliches
Engagement und übernommene Eigenverantwortung.
Dörfer
lebenswert gestalten
«Es
ist in der Tat fantastisch mit welch unverändert großem
Engagement die Dörfer den ländlichen Raum lebenswert
machen, ihn gestalten und weiter entwickeln. Das ist mit
Geld nicht zu bezahlen», bekräftigte Uhlenberg
noch einmal anlässlich der Feier im westlichsten Zipfel
des Kreises Heinsberg. Der Dorfwettbewerb weist mittlerweile
eine 50-jährige Geschichte auf und hat an seiner Attraktivität
bis heute nichts verloren.

Gut
gelaunt nahmen die Vertreter des Dorfes Einruhr, allen voran
Ortsvorsteher Christoph Poschen, aus der Hand von Umweltminister
Eckhard Uhlenberg die verdiente Silberplakette entgegen. «Es
ist der Lohn für das Engagement, das die Leute im Dorf
in gezeigt haben», sagte Poschen. Foto: Vera Junker
«Es
ist schon ein schöner Titel mit dem man den Dorfnamen
nun schmücken darf», erklärte Einruhrs Ortsvorsteher
Christoph Poschen. Die etwa 15-köpfige Delegation vom
Obersee, die sich auf den Weg in den Selfkant gemacht hatte,
wurde zusätzlich unterstützt vom stellvertretenden
Städteregionsrates Hans-Josef Hilsenbeck und dem stellvertretenden
Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, Bernd Goffart.
Ein
Punkt, den das 700 Seelen-Dorf Einruhr ausmacht, ist die
gelebte Dorfgemeinschaft, der Zusammenhalt bei vielen Veranstaltungen
und im Alltag. «Oftmals gerät der ländliche
Raum im Vergleich zu Ballungszentren ins Hintertreffen. Doch
das was das Leben in Dörfern auszeichnet, wie Nachbarschaftsverhältnisse
und Gemeinschaft, finden sie in Städten nicht»,
spricht auch Eckhard Uhlenberg die Vorzüge des Lebens
auf dem Lande an, das er selbst kennt.
Allerdings
gab es von Seiten des Ministers auch einige kritische Worte. «Nicht
alles ist eitel Sonnenschein. Man kann nicht leugnen, dass
viele Dörfer kämpfen und unter einem hohen Funktionsverlust
leiden. In solchen Fällen müssen wir uns fragen,
wo gibt es Alternativen?»
Und
die Alternative sieht der Minister definitiv nicht in der «allabendlichen
Flimmerkiste», sondern viel eher in der regelmäßigen
Kommunikation, dem Gedanken- und Meinungsaustausch.
An
Gesprächen und vor allen Dingen Gesprächsstoff
mangelte es den anwesenden Dorfvertretern in Waldfeucht jedenfalls
nicht. Vom Wetter bis hin zu den unterschiedlichsten Dorfkonzepten
wurde allerlei diskutiert.
Auch
ein Sonderpreis
Thema
war unter anderem auch das in Eigeninitiative geplante und
umgesetzte Projekt des Naturschwimmbades Einruhr. Für
dieses erhielt die Dorfgemeinschaft einen Sonderpreis vom
Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Form eines
Baumes (Salix alba), der zur Eingrünung des Schwimmbades
beitragen soll. «Der wird mit Sicherheit einen schönen
Platz finden», erklärte Bernhard Pauls vom Schwimmbadverein.
Nach
Abschluss des Programms, das von dem diesjährigen Golddorf
Waldfeucht auch musikalisch auf vielfältige Weise untermalt
wurde, waren alle Mitgereisten zufrieden: «Es war ein
schöner Tag. Jetzt brauchen wir nur noch einen angemessenen
Platz für unsere Silberplakette», sagte Christoph
Poschen und fuhr fort: «Wenn es in die nächste
Entscheidung auf Kreisebene geht, da sind wir voraussichtlich
wieder dabei.»
Quelle:
Eifeler Zeitung

Einruhr
Kamera
soll Gäste erfassen
Videoüberwachung
im Heilsteinhaus Einruhr soll der Gästebetreuung
dienen. FDP im Kreis Aachen betrachtet die Anlage
als nicht unproblematisch.
Einruhr.
Im Heilsteinhaus in Einruhr gehen die Gäste ein und
aus. Seit Einrichtung des Nationalparks Eifel ist das Haus
enorm stark frequentiert. Lockte vorher schon der immerwährend
sprudelnde Brunnen im Innenhof mit dem wohltuenden Heilsteinwasser
zahlreiche Menschen an, so ist mit der Einrichtung eines
Nationalpark-Infopunktes und zuletzt der Öffnung der
Wanderraststationen noch einmal eine deutliche Steigerung
der Besucherzahlen erreicht worden. Durch die Lage am Premium-Wanderweg
Eifelsteig und dem Wildnis-Trail ist Einruhr zu einem Zentrum
der Wander-Aktivitäten in der Region geworden.
Quelle:
Eifeler Zeitung

Simmerath
Der
neue Vorstand
CDU-Fraktion hat gewählt:
Bruno
Löhrer bleibt Fraktionschef.
Schnell
und einvernehmlich wurden die Wahlen zum Fraktionsvorstand
der CDU-Fraktion in Simmerath durchgeführt. Die Fraktion
wählte ihren alten Vorsitzenden Bruno Löhrer zum
neuen Vorsitzenden wieder. Stellvertreter wurden Jens Wunderlich
und Christoph Poschen. Zur Geschäftsführerin wurde
Ursula Harth bestimmt. Sascha Schlepütz ist zukünftig
für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.
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Vorsitzender
Bruno Löhrer
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Stellvertreter:
Jens Wunderlich
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Stellvertreter:
Christoph Poschen
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Geschäftsführerin
Ursula Harth
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Öffentlichkeitsarbeit
Sascha Schlepütz
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Klare
Festlegungen für das Bauen in Einruhr getroffen
30.09.2009
Planungsausschuss
Simmerath verabschiedete Satzung. Keine Bruchsteinmauern
bei Einfriedungen von Grundstücken statthaft.
Einruhr.
Wieder einmal ging es im Simmerather Planungsausschuss um
den Bebauungsplan für Einruhr, genauer: Um die Anregungen,
die während der Offenlage eingebracht worden waren.
Dabei hatte man den Plan zweckmäßig in zwei Bereiche
unterteilt, weil die textlichen Festsetzungen die beiden
Bereiche mit unterschiedlicher Härte treffen.
Entsprechend
auch hatte eine Bürgerin beantragt, ihr Grundstück
wieder dem Geltungsbereich „A“ zuzuordnen, wo
es auch ursprünglich zu finden war. Dem stimmte der
Planungsausschuss zu. Sie hatte dazu verwundert feststellen
müssen, dass der Plan für den Geltungsbereich „B“ (oberhalb
der Wollseifener Straße ) einige Einschränkungen
aufwies, die bei der Vorstellung des Plans nicht angesprochen
worden waren. Und ähnliches hatte auch CDU-Fraktionssprecher
Bruno Löhrer festgestellt.
Nur
den Bereich B trifft so eine Festlegung, wonach je Einzelhaus
höchstens drei Wohneinheiten zulässig sein sollten,
je Doppelhaushälfte höchstens zwei. Doch die Zahl
der Wohnungseinheiten beeinflusst nicht das äußere
Erscheinungsbild des Gebäudes, und gerade in einem Fremdenverkehrsort
sei es doch sinnvoll, statt zwei Wohnungen mit 120 Quadratmetern
Wohnfläche auch mehrere kleinere Wohneinheiten in einem
Haus unterzubringen. Dem schloss sich der Ausschuss an, beschloss,
bei der Zahl der Wohneinheiten je Haus wie für den Bereich „A“ auch
für „B“ keine Festlegung zu treffen.
Kompromiss
beim Doppelhaus
Keine
Einwendungen gab es dagegen, dass ein Einzelhaus höchstens
16 Meter breit sein dürfte. Unverständlich blieb
dem Ausschuss dagegen, weshalb die Breite je Doppelhaus auf
zehn Meter beschränkt werden solle, nachdem bei der öffentlichen
Vorstellung noch von einer Gesamtbreite von 20 Metern ausgegangen
worden war. Grund für die Beschränkung auf maximal
10 Meter war aus der Sicht der Planer, dass sonst der erste
Bauherr ein 15 Meter breites Haus bauen könne, für
die zweite Doppelhaushälfte blieben dann nur noch fünf
Meter. Doch die Mitglieder setzten auf den guten Willen der
Bauherren, privatrechtlich zum Einvernehmen zu kommen, ließen
die Festlegung auf zehn Meter Breite je Doppelhaushälfte
dennoch passieren, nachdem die Verwaltung versichert hatte,
Sonderfälle über Befreiungen von den Festsetzungen
regeln zu können.
Strittig
blieb im Ausschuss, was bei Einfriedungen als ortstypisch
anzusehen sei, vor allem Hermann-Josef Bongard von der FDP
sah auch bis zu 80 Zentimeter hohe Bruchsteinmauern als ortstypisch
an. Doch nachdem auch anderenorts bereits als Einfriedungen
nur Zäune und Hecken zulässig seien, blieb es nach
der Devise „gleiches Recht für alle“ bei
der Beschränkung, wobei bei den Zäunen sowohl Jägerzäune
wie auch die „Bonanzazäune“ ausgenommen
bleiben. Allerdings gilt für schon stehende Anlagen
Bestandsschutz.
Schließlich
wurde dem Rat empfohlen, den Bebauungsplan als Satzung zu
beschließen. Allerdings gab es bei der Gestaltungssatzung
Widerspruch: FDP und UWG stimmten dagegen, die SPD enthielt
sich der Stimme. (Mü)
Quelle:
Eifeler Zeitung

SILBER
Dorf
am See ist mächtig stolz auf den Erfolg im Landeswettbewerb „Unser
Dorf hat Zukunft“.
Natur und Tourismus ergänzen
sich.
Von
Heiner Schepp
Die
gute Nachricht aus dem fernen Westfalen machte am Sonntag
schnell die Runde: Die Nachricht von der Silbermedaille für
Einruhr im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hatte
sich Dank Telefon und SMS schon kurz nach der Bekanntgabe
im gut 200 Kilometer entfernten Bad Sassendorf bis in die
Eifel verbreitet. Und so war es kein Wunder, dass die 15-köpfige
Delegation, die am frühen Morgen in Richtung Westfalen
aufgebrochen war, schon am Abend des erfolgreichen Tages
mit einer silber glitzernden Dorflinde am Heilsteinhaus in
Einruhr empfangen wurde.
Mehr
als 1000 Dörfer dabei
„Das
war ein schöner Tag für Einruhr“, stand Ortsvorsteher
Christoph Poschen auch am Montag noch ganz unter dem Eindruck
des sonntäglichen Ausflugs nach Bad Sassendorf. Mit
15 Bürgern aus Einruhr und gemeinsam mit einer Delegation
aus Reifferscheid, das ebenfalls beim Landesentscheid vertreten
war, war es schon Sonntag früh im Reisebus auf den genau
215 Kilometer weiten Trip gegangen. Fern der Heimat stieß dann
noch ein bekanntes Gesicht zur Gruppe aus Einruhr: Beigeordneter
Karl-Heinz Hermanns hatte ganz in der Nähe im Sauerland
ein paar Tage Urlaub vom Wahlkampfstress genossen und stärkte
den Vertretern aus seiner Gemeinde den Rücken. Die kleine
Feierstunde fand im Rahmen des Bauernmarktes im Landwirtschaftszentrum
Haus Düsse in Ostinghausen, Bad Sassendorf (bei Soest)
statt. Vor der mit Spannung erwarteten Ergebnisbekanntgabe
betonte NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg, dass es „beeindruckend
ist, zu erleben, welches Engagement und welche Begeisterung
der Dorfwettbewerb auslöst“.

Silber
für Einruhr: Die kleine Gruppe vom Obersee hatte gemeinsam
mit dem Beigeordneten und zukünftigen Simmerather Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns im westfälischen Bad Sassendorf allen
Grund zur Freude. Foto: privat
Mit
mehr als 1000 Teilnehmern sei Nordrhein-Westfalen bundesweit
Spitze. „In unseren Dörfern werden aktive Gemeinschaften
gelebt, die kreativ und innovativ ihr Umfeld voranbringen.
Dieses bürgerschaftliche Engagement ist mit Geld nicht
zu bezahlen und wird in Zukunft noch wichtiger werden“,
meinte der Umweltminister, der dann zunächst die Namen
der 26 Bronzegewinner verlas. Darunter war Einruhr noch nicht,
und so stieg bei der Eifel-Delegation die Spannung noch weiter
an. Bei der nächsten Gruppe, den 27 Silberdörfern
war Einruhr dann aber dabei, doch Enttäuschung darüber,
dass man nicht zu den sechs Golddörfern – je drei
im Rheinland und in Westfalen – gehörte, kam nicht
auf, im Gegenteil: „Wir haben Silber gewonnen und nicht
Gold verloren“, freute sich Christoph Poschen, als
er gleich nach der Bekanntgabe die Lokalredaktion über
den Erfolg informierte. Poschen dankte allen, die zu diesem
schönen Erfolg beigetragen hätten, „einem
Erfolg der ganzen Dorfgemeinschaft“.
Sonderpreis
für das Naturbad
Ob
man nun näher an Gold oder an Bronze war, war für
die Delegation aus Einruhr vor Ort nicht herauszukriegen, „ist
aber auch nur zweitrangig“, meinte der Ortsvorsteher.
Viel wichtiger sei der Sonderpreis, den man zusätzlich
zum Silber mit nach Hause habe bringen können. Der Verband
Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau zeichnete Einruhr
für Idee, Konzeption und das bürgerschaftliche
Engagement bei der Realisierung des Naturschwimmbades mit ökologischer
Wasserreinigung mit dieser Extra-Prämie aus. Diese hat
einen Wert von 1000 Euro und wird in Naturalien verliehen:
Der Preis in Form von Salix Alba soll zur Eingrünung
des Schwimmbades in Einruhr beitragen.
Der
Gesamterfolg – Silber und Sonderpreis – sei das
Ergebnis des dörflichen Engagements, das der Jury bei
ihrem Besuch im sommerlichen Einruhr nicht entgangen sei,
ging Christoph Poschen am Montag in die Analyse. Zudem sei
es dem Dorf am Obersee gelungen, zu zeigen, „dass Natur
und Tourismus sich durchaus ergänzen können“,
so der Ortsvorsteher. Der Erfolg im Landeswettebwerb sei
Ansporn, auf dieser Schiene weiterzuarbeiten.
Zunächst
aber darf sich Einruhr nun über den Erfolg freuen. Voraussichtlich
wird man für die Siegerehrung am 28. November im nicht
ganz so fernen Landesgolddorf Waldfeucht (Kreis Heinsberg)
wieder einen Bus aus Einruhr chartern.
Quelle:
Eifeler Zeitung

Erleichterung: „Nationalpark
tut uns gut“
Die Übergabe
der Wanderraststation in Einruhr war verbunden
mit einem Rückblick auf fünf Jahre Nationalpark
Eifel. Am Anfang stand auch Skepsis.
03.06.2009
Am
Tag des ersten kleinen Jubiläums, das der Nationalpark
Eifel feiern kann, überwog natürlich die Feierstimmung,
aber auch fünf Jahre nach der Gründung darf man
daran erinnern, dass durchaus ein paar Steine aus dem Weg
geräumt werden mussten, ehe die Verordnung für
das Großschutzgebiet erlassen werden konnte.

Ein
Schluck Heilsteinwasser: Bürgermeister Hubert Breuer,
Beigeordneter und CDU Bürgermeisterkandidat Karl-Heinz
Hermanns, Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Eckhard
Uhlenberg, re. Axel Wirtz MdL
Foto:
P. Stollenwerk
Der
Rückblick auf durchweg fünf gute Jahre und der
Ausblick auf noch viele weitere Jahrzehnte, wo die Natur
einmal ganz sich selbst überlassen werden soll, bestimmten
am gestrigen Mittwoch eine Feierstunde unter freiem Himmel
im Heilsteinhaus Einruhr. Das kleine Nationalpark-Jubiläum
war auch ein idealer Anlass, um die soeben fertig gestellte
Wanderraststation ihrer Bestimmung zu übergeben, ebenso
den am gleichen Ort untergebrachten Nationalpark-Infopunkt.
Dass morgen auch noch eine Briefmarke zum Nationalpark Eifel
erscheint, rundet die Feierstimmung ab.
Die
Wanderraststation, die täglich von 10 bis 17 Uhr benutzt
werden kann, erweitert nicht nur die Infrastruktur des Heilsteinhauses,
sondern soll auch Wanderern Gelegenheit bieten, sich auszuruhen,
sich umzukleiden oder sich am Kaminfeuer zu wärmen.
Auch
NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg war anlässlich
des dreifachen Anlasses nach Einruhr gekommen – und
das aus voller Überzeugung. Wer wandert schon – wie
kürzlich Uhlenberg – zwei Tage am Stück bei
anhaltendem Regen quer durch den Nationalpark Eifel? Also
weiß der Minister, wovon er redet, wenn er erwähnt,
dass der Nationalpark geeignet sei, die „Faszination
Wildnis hautnah zu erleben“.
Wie
bedeutsam der Nationalpark für die gesamte Region ist,
machte Uhlenberg am Besucheraufzukommen deutlich. So geht
eine Studie davon aus, das im Jahr 2007 rund 450 000 Menschen
den Nationalpark Eifel besuchten und der Gesamt-Umsatz der
Touristen bei 8,7 Millionen Euro lag. Umgerechnet entspreche
diese einer Zahl von 256 Arbeitsplätzen. Wesentlich
zum Image des Nationalparks trugen laut Uhlenberg die Ranger
und deren von den Besuchern hoch geschätzte Führungen
bei. Ihnen galt ein besonderer Dank des Ministers.
„Beste
Idee der letzten Jahre“
Zuvor
hatte Simmeraths Bürgermeister Hubert Breuer die rund
100 Gäste im Innenhof des Heilsteinhauses begrüßt
und die Nationalparkgründung als „die beste Idee
der letzten Jahre“ bezeichnet. Der Nationalpark Eifel
habe einen „unwahrscheinlichen Schub für die gesamte
Region“ ausgelöst.
Einruhrs
Ortsvorsteher Christoph Poschen stellte fest, dass der Nationalpark-Infopunkt
und die die Wanderstation geradezu beispielhaft die aufstrebende
Entwicklung der Region und des Ortes Einruhr dokumentierten,
was in direktem Zusammenhang mit dem fünfjährigen
Bestehen des Nationalparks Eifel stehe.
Poschen
räumte ein, dass man der Nationalpark-Idee zunächst
reserviert gegenüber gestanden habe, und die Befürchtung
exisitierte, ob man nach Abzug des Militärs nun „vom
Regen in die Traufe“ komme. Heute aber könne man
mit Erleichterung feststellen: „Der Nationalpark tut
uns gut.“ Unter dem Strich sei es schlechthin die beste
Idee der vergangenen Jahre gewesen.
Hennig
Walter, der Leiter des Nationalparkforstamtes, wusste sehr
wohl, dass fünf Jahre Nationalpark „für die
Natur nur ein Wimpernschlag sind“. Der Nationalpark
befinde sich noch in der Entwicklung, „und wir müssen
noch etwas an der Natur arbeiten“. Dies sei ein spannender
Prozess, und erst in etwa 30 Jahren könne sich der Mensch
als „gestaltendes Element“ zurückziehen.
Nach diesem Zeitraum rechne man damit, dass man bereits 87
Prozent der Fläche in die natürliche Entwicklung
zurückgeben könne. 40 Prozent des 110 Quadratkilometer
großen Schutzgebietes seien bereits der Natur überlassen
worden.
Rückblickend
auf die Gründungstage des Nationalparks Eifel stellte
Walter fest: „Damals hat die gesamte Region an einem
Strick gezogen, und das auch noch in die gleiche Richtung.“ (P.
St.)
Quelle:
Eifeler Zeitung

Vorsitzender
der CDU-Simmerat Bernd Goffart, Städteregionsrat Helmut
Etschenberg, Ratsherr und Ortsvorsteher Christoph Poschen

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