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Nordeifel
Die
Reformierung der Aachener Kreisliga sorgt für Diskussionen
A-
und B-Ligen reduziert. Neues Abstiegssystem. D-Liga wird eingeführt.
03.02.2012
Von Kurt Kaiser
Nordeifel.
Der Fußballkreis Aachen hatte zum Wochenbeginn
die Vereinsvertreter eingeladen, um ihnen die nächste Strukturreform
der Kreisligen zu vermitteln. Ziel der neuerlichen Reform ist
die Reduzierung der Kreisliga A von 18 auf 16 Mannschaften.
Das
geschieht zur Saison 2014/15 als letzte Maßnahme des
Reformpakets. Zuvor werden nach der Saison 2012/13 die B-Ligen
von aktuell vier Gruppen mit je 18 Mannschaften auf zwei Staffeln
zu je 16 Mannschaften reduziert. Nur die Mannschaften die am
Ende der Saison auf den Plätzen zwei bis acht stehen qualifizieren
sich für die neuen B-Ligen. Je nach Anzahl der Absteiger
aus der Kreisliga A müssen nach der Saison 2012/13 über
vierzig Mannschaften von den B- in den C-Ligen absteigen. Die
Absteiger aus den B-Ligen und die ersten vier Mannschaften aus
den momentan noch sieben C-Liga Gruppen bilden dann vier neue
C-Liga Staffeln. Ab der Spielzeit 2013/14 ist die C-Liga aber
nicht mehr die unterste Liga auf Kreisebene, dann gibt es, ganz
neu im Fußballkreis Aachen, D-Ligen.
In
den voraussichtlich sechs D-Liga Staffeln, zu je 14 Mannschaften,
tummeln sich
dann die Vereine, die in der Saison 2012/13 nicht
unter den ersten vier in der C-Liga gehörten.
Nicht
bei allen Vereinen fand das Reformpaket uneingeschränkte
Zustimmung, jedoch sahen viele Vereinsvertreter ein, dass die
Reduzierung der Ligen unumgänglich war und die Lösung,
die der Fußballkreis Aachen vorgelegt hatte, akzeptabel
war. „Wir erwarten durch diese Neuerungen eine nachhaltige
Chance den Fußballkreis Aachen neu aufzustellen und somit
zukunftsfähig für die nächsten 15 bis 20 Jahre
zu gestalten. Den Kommunen wird aufgezeigt, wie sich eine mögliche
Sportplatznutzung darstellt. Unseren Vereinen werden die Gespräche über
Spielgemeinschaften oder Vereinszusammenschlüsse erleichtert.
Es wird sicherlich Diskussionen geben, aber durch diese Reform
wird ein festes Fundament geschaffen um sich neu aufzustellen
und angemessen zu reagieren“, erklärte der in Kesternich
wohnende Staffelleiter der Kreisliga B, Gruppe 4, und der C-Liga,
Staffeln 5 und 7, Bernd Mommertz.
Am
meisten trifft die Strukturreform auch in der Nordeifel die
Mannschaften
der B- und C-Ligen. Nimmt man die aktuellen Tabellen
als Maßstab, dann gibt es weiterhin die drei A-Ligisten
FC Roetgen, TV Konzen und Germania Eicherscheid, aber mit dem
SV Kalterherberg, dem TuS Mützenich und Hertha Strauch auch
nur noch drei B-Ligisten. „Sicherlich ist es bitter, dass
so viele Vereine aus der Kreisliga B absteigen müssen, aber
es wird doch immer schwerer noch geeignete Spieler, selbst für
die B-Liga, zu finden“, hat der Straucher Obmann Benno
Uhlein die nächste, aber wahrscheinlich auch vorläufig
letzte Strukturreform des Fußballkreises Aachen akzeptiert
und er hofft, dass er mit seinem Verein auch nach der Reform
noch B-Ligist bleibt.
Auch
FC Roetgens 1. Vorsitzender Friedrich Kessel begrüßte
die geplanten Umstrukturierungen. „Auch wenn wir Leidtragende
sind, weil unsere 2. Mannschaft wahrscheinlich durch die Reduzierung
der B-Ligen absteigen muss, war die Reduzierung der Ligen von
18 auf 16 Mannschaften zwingend erforderlich. Ich glaube, dass
die Lösung die der Fußballkreis Aachen jetzt gefunden
hat in Ordnung ist“.
„Nichts
Dramatisches“
Germania
Eicherscheids Obmann, Detlef Bouge, kann sich ebenfalls mit
den Veränderungen anfreunden. „Für unseren
Verein passiert ja nichts dramatisches. Ich sehe nur die Gefahr,
dass die Strecken für die Mannschaften aus den C-Ligen zu
weit werden und einige Spieler nicht bereit sind, die weiteren
Fahrten auf sich zu nehmen und dann aufhören Fußball
zu spielen“, hat der Germania-Obmann nicht Unrecht.
Denn mehr als sieben bis acht Vereine aus der Nordeifel werden
zumindest bei der Bildung in den neuen C-Ligen nicht unterkommen.
In den neu zu bildenden D-Ligen wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit
eine Staffel geben, in der nur Vereine aus der Nordeifel zu finden
sind.
Für alle Kreisligen wird es aber schon ab der kommenden
Spielzeit eine wichtige und auch sinnvolle Änderung der
Durchführungsbestimmungen geben. Bei Punktgleichheit entscheidet
das Torverhältnis nicht mehr. Zur Ermittlung der Auf- und
Absteiger werden Relegationsspiele auf neutralen Spielstätten
stattfinden.
„Sicherlich ist es bitter, dass so viele Vereine aus der
Kreisliga B absteigen müssen, aber es wird doch immer schwerer,
geeignete Spieler, selbst für diese Liga, zu finden.“
benno uhleiN, Obmann
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