CDU-Mitglieder
im
Schulausschuss:
Ulrich Offermann
Bernd Goffart
Josef Mohren
Günter Scheidt
Sascha Schlepütz
Sachkundige Bürger:
Andreas Hermanns, Huppenbroich
Stefan Greuel
Renate Scheidt |
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Mehr
zum Thema:
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Gemeinschaftsschule-Eckpunkte-1
Drucksache NRW vom 03.11.2010
Gemeinschaftsschule-Eckpunkte-2
Drucksache NRW vom 03.11.2010
Gemeinschaftsschule-Lehrer-NRW vom
17.11.2010
Pressemitteilung NRW-Städte-und Gemeindebund vom 25.11.2010
CDU - FDP
-Antrag "Nationalpark-Schule" vom 27.11.2010
Kampfansage
ans gegliederte Schulsystem vom 21.01.2011
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Simmerath
12.05.2012
Hürtgenwald
steht zu Schulplänen
CDU/FDP-Mehrheit im Gemeinderat
nach wie vor für Sekundarschule mit Monschau und
Simmerath. Ein Antrag der Grünen, stattdessen mit
Kreuzau und Nideggen zu kooperieren, wurde zurückgewiesen.
VON STEPHAN JOHNEN
Kleinhau.
Die Gemeinde Hürtgenwald hält an ihrem Plan fest,
mit Monschau und Simmerath eine Sekundarschule zu gründen.
Einen Antrag der Grünen, mit der Gemeinde Kreuzau
und der Stadt Nideggen in Kontakt zu treten, um sich der
dortigen Sekundarschule anzuschließen, hat der Gemeinderat
mehrheitlich mit den Stimmen von CDU und FDP am Donnerstagabend
abgelehnt. Die einzige Enthaltung kam von Ludwig Prinz
von der Partei „Die Linke“.
Der
Rat der Gemeinde Hürtgenwald hatte Ende 2011 einstimmig
grünes Licht für die Errichtung einer Sekundarschule
mit drei Standorten in einem Schulzweckverband mit Monschau
und Simmerath beschlossen.
Die
Grünen berufen sich auf Medienberichte und befürchten,
dass der Schulstandort Kleinhau zwar in der Lage wäre,
weiter zweizügig zu existieren, die betreffenden Schulen
der Gemeinde Simmerath und der Stadt Monschau dagegen in
Zukunft zu wenige Anmeldungen zu verzeichnen hätten.
Während
die Abstimmung über den Antrag ohne Diskussion verlief,
fragte die SPD-Fraktion im späteren Verlauf der Ratssitzung
bei der Verwaltung nach, wie es denn um die Zahlen bestellt
sei.
Bürgermeister
Axel Buch berief sich auf einen Vorentwurf des Schulplanungsbüros „biregio“,
das an den Planungen eines organisatorischen Konzeptes
beteiligt ist. „Zwei Züge an drei Standorten
sind durchaus realistisch“, bilanzierte Buch. Der
endgültige Bericht soll in Kürze fertiggestellt
sein.
Die
diesbezüglichen Gespräche mit der Bezirksregierung
seien gut verlaufen, das Thema Sekundarschule liege nun
beim Ministerium.
Mit
einer Entscheidung rechnet Buch allerdings erst „in
den nächsten drei Wochen“. „Bei einer
sehr konservativen Rechnung sind die Schülerzahlen
gewährleistet“, beruhigte Buch.
Quelle: Eifeler Zeitung/Nachrichten
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Simmerath
30.03.2012
Die
Hauptschule baut kräftig ab
Schülerzahlen
in Simmerath: Grundschulen hingegen weisen stabile Zahle
auf.
Simmerath.
Zahlen lügen nicht: Die demografische Entwicklung
hinterlässt auch ihre Spuren bei der Entwicklung der
Schülerzahlen in der Gemeinde Simmerath. Der aktuellen
Verwaltungsstatistik der Gemeinde Simmerath für das
Jahr 2011 ist zu entnehmen, dass die Schülerzahlen insgesamt
rückläufig sind.
Während die vier Grundschulen in der Gemeinde noch
auf sich eren Füßen stehen, ist die gemeindlichen
Hauptschule ein Auslaufmodell. Aufgrund geringer Anmeldezahlen
konnte schon zum Schuljahr 2011/2012 keine Eingangsklasse
gebildet werden. In diesem Jahr liegen 12 Anmeldungen vor.
Besser
sieht die Situation an den Grundschulen aus. Die Gesamtanzahl
aller Simmerather Grundschüler beträgt
594 nach dem Stand vom 1. Januar 2011. Im Jahr davor lag
diese Zahl mit 603 Schülern nur geringfügig höher.
Die Grundschule Simmerath kommt auf 170 Schüler (Vorjahr
177) , in Lammersdorf sind es aktuell 181 Schüler (177),
in Steckenborn sind es 155 Schüler (151). Etwas stärker
fällt mit 10 Prozent der Rückgang in Kesternich
auf 88 Schüler ins Gewicht (Vorjahr 98).
Starke Schwankungen
1984
gab insgesamt 503 Grundschüler in der Gemeinde,
deren Zahl sich dann bis zum Jahr 2000 auf 828 steigerte.
Danach folgte ein kontinuierlicher Rückgang. In elf
Jahren zeigt sich eine markante Differenz von 234 Grundschulkindern.
Noch
markanter sind die Schwankungen an der Hauptschule Simmerath.
Im Jahr 2011 besuchten nur noch 131 Schüler
die einzige weiterführende Schule in der Gemeinde Simmerath
(Vorj ahr 177). Im Jahr 1984 besuchten noch 387 Schüler
die Hauptschule. Einen vorläufigen Tiefpunkt gab es
dann 1993 mit 225 Schülern, ehe es im Jahr 2004 mit
316 Schülern noch einmal ein kleines Zwischenhoch an
der Hauptschule gab.
Um
die Jahrtausendwende gab es die höchste Schülerzahl
in der Gemeinde Simmerath mit 1113 Schülerinnen und
Schüler an den Grundschulen und der Hauptschule. Derzeit
liegt die Gesamt-schülerzahl nur noch bei 725, was in
einem Zeitraum von 10 Jahren einem Rückgang von 35 Prozent
entspricht. (P. St.)
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Monschau
28.03.2012
Roetgener
Eltern wenden sich ab
Roetgener
Eltern wenden sich ab
Neuanmeldungen für das Schuljahr 2012/2013 an den weiterführenden
Schulen der Stadt Monschau offenbaren eine dramatische Entwicklung.
An der Hauptschule kommt keine Eingangsklasse zustande.
An
der Hauptschule in Monschau wird trotz aller Bemühungen
zum neuen Schuljahr keine Eingangsklasse zustande kommen.
Foto: P. Stollenwerk
Die
Zahlen sind teils dramatisch, doch es ist wohl erst der
Anfang: Erstmals ist die demografische Entwicklung mit
einem deutlichen Rückgang der Schülerzahlen nun
auf die Anmeldungen für die weiterführenden Schulen
in der Stadt Monschau durchgeschlagen. Bürgermeisterin
Margareta Ritter sprach von einem „Rückgang
auf breiter Front“, als sie nun im Rat der Stadt
erste Vorabzahlen vermeldete.
Rückgang
auch an der ECR
Eine
besonders drastische Entwicklung erfährt dabei die
Monschauer Hauptschule, für die in der Anmeldezeit
ganze fünf Anmeldungen eingingen. „Damit wird
es im kommenden Schuljahr keine Eingangsklasse an der Gemeinschaftshauptschule
Monschau-Roetgen geben“, kündigte die Bürgermeisterin
an. Derzeit liefen Bemühungen, die fünf für
die GHS angemeldeten Schüler an der Elwin-Christoffel-Realschule
zu beschulen, „vorausgesetzt, die Eltern geben ihre
Zustimmung“, so Ritter. Für die Städtische
Realschule hätte dies auch den Charme, dass die Eingangsstufe
doch dreizügig gefahren werden könnte, denn aktuell
fehlen der ECR bei nur 61 Anmeldungen dazu einige Schüler.
Auch
am St. Michael-Gymnasium wird im kommenden Jahr der Geburtenrückgang
erstmals richtig durchschlagen: Mit 88 Anmeldungen wird
keine Vierzügigkeit mehr erreicht, was aber nicht
nur der demografischen Entwicklung geschuldet ist: „Wir
haben für das Schuljahr 2012/2013 genau null Anmeldungen
aus der Gemeinde Roetgen“, bedauerte die Monschauer
Bürgermeisterin, „dass sich die Roetgener Eltern
leider trotz der Qualität unseres Gymnasiums komplett
nach Aachen orientieren“.
Dieses
Wahlverhalten gilt übrigens auch für die anderen
Schulformen: Für die Klasse fünf an der Städtischen
Realschule wurden nur fünf Roetgener Kinder angemeldet,
für die Hauptschule zwar drei, „aber dies auch
nur, weil sie zuvor an Aachener Schulen nicht untergekommen
waren“, wie Margareta Ritter wusste.
An
der Privaten St. Ursula Mädchenrealschule erfreut
man sich zwar mit 87 Anmeldungen noch konstant guter Zahlen,
doch scheint auch hier die Roetgener Klientel (9 Anmeldungen)
lieber auf Aachener Gesamt- oder Mittelschulen zu setzen. „Für
die fünfte Klasse an St. Ursula wurden mehr Schülerinnen
aus dem Stolberger Raum – Breinig, Zweifall, Vicht,
Venwegen – angemeldet als aus Roetgen“, sagte
Ritter.
Immerhin
hatte sie auch Erfreuliches zu berichten: Mit 24 jungen
Damen, die von der Abschlussklasse an St. Ursula in die
gymnasiale Oberstufe an St. Michael wechseln, verbucht
man eine Rekordzahl an ehemaligen Realschülerinnen,
die das Abitur anstreben. „Dies sichert die Breite
in den Leistungskursen der Oberstufe am Gymnasium“,
freute sich die Bürgermeisterin.
Ein
schwacher Trost ist es für die Schulstadt Monschau
hingegen, dass die Gemeinde Hürtgenwald als designierter
Partner einer „Sekundarschule Eifel“ (ab Schuljahr
2013) ebenfalls rückläufige Zahlen verzeichnet.
Mit 18 Anmeldungen kommt an der Hauptschule Kleinhau aber
zumindest eine Eingangsklasse zusammen, 31 Mädchen
und Jungen wurden für die gemeindliche Realschule
in Kleinhau angemeldet. Das Franziskus-Gymnasium in Vossenack
vermeldete bislang 70 Anmeldungen.
Gespräche
nach den Osterferien
„Wir
werden uns nach den Osterferien erneut mit den Biregio-Schulentwicklungsplanern
zusammensetzen und die weitere Vorgehensweise beraten“,
kündigte Margareta Ritter an, dann auch die Planungen
für die Sekundarschule weiter voranzutreiben.
Sicher
scheint indes, dass die politisch Verantwortlichen nächstes
Jahr um die gleiche Zeit mit noch weitaus drastischeren
Zahlen werden jonglieren müssen. „Denn“,
orakelte die Bürgermeisterin, „dann ist nach
den vorliegenden Geburtenzahlen nochmals mit einem Einbruch
um 20 Prozent zu rechnen.“ (hes)
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Nordeifel
13.12.2011
«Große
Lösung» bei der Sekundarschule

Zug
um Zug geht die energetische Sanierung des Hauptschulgebäudes
in Simmerath weiter. Ein Standort Simmerath bei Errichtung
einer Sekundarschule ist für den Gemeinderat unverzichtbar.
Foto: P. Stollenwerk
Kurz
vor dem Jahresende 2011 und kurz vor der möglichen Zerschlagung
der Schullandschaft in der Nordeifel haben alle Beteiligten
dann doch noch die Kurve bekommen, um gemeinsam auf die Zielgerade
einzubiegen.
Der
Errichtung einer gemeinsamen Sekundarschule der vier
Eifelkommunen Hürtgenwald, Monschau, Roetgen und
Simmerath zum Schuljahr 2013/14 steht nichts mehr im
Wege.
Der
Gemeinderat Simmerath sprach sich in seiner Sitzung am
Dienstagabend einstimmig für die «große
Lösung» aus; zeitgleich verabschiedete auch
der Stadtrat Monschau einen wortgleichen Beschluss, ein
Konzept für die Errichtung einer gemeinsamen Sekundarschule
zu erarbeiten.
Der
ebenfalls am Dienstag tagende Roetgener Gemeinderat kam
zwar noch zu keiner politischen Willensbildung, steht
aber der Mitgliedschaft in einem noch zu gründenden
Schulzweckverband durchaus positiv gegenüber sobald
die Rahmenbedingungen geklärt sind. Heute tagt der
Rat der Gemeinde Hürtgenwald, wo die Verwaltung
vorgeschlagen hat, dass sich die Kommune im Interesses
eines regionalen Konsens' zur Weiterentwicklung der Schullandschaft
an der Errichtung einer Sekundarschule beteiligt.
Kritik
am Projektbüro
Die
Diskussion im Simmerather Gemeinderat wurde bestimmt
von der Erleichterung darüber, schließlich
doch noch einen gemeinsamen Weg gefunden zu haben, aber
auch von dem ernsthaften Appell, dass bei der Aufstellung
einer Konzeption für die Sekundarschule Fairness
und Gleichbehandlung aller Partner das oberste Gebot
sind. Unverzichtbar und «Voraussetzung für
eine gemeinsame Lösung» ist laut Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns dabei ein Schulstandort Simmerath,
CDU-Fraktionssprecher
Bruno Löhrer sprach
rückblickend von einer «erstaunlichen Entwicklung»,
die man vor einigen Monaten noch nicht für möglich
gehalten hätte. Begünstigt worden sei diese
Entwicklung auch dadurch, dass Simmerath sich zwecks
Kooperation in Richtung Hürtgenwald orientiert habe,
vor allem aber durch die Feststellung der Bezirksregierung,
dass die Errichtung einer Sekundarschule ohne regionalen
Konsens nicht machbar sei.
Als «wohltuend» bezeichnete
er es, dass in der Schulfrage in Simmerath stets Einmütigkeit
geherrscht habe. Weniger wohl fühlte sich Löhrer
allerdings mit der Beauftragung der Projektgruppe «biregio» aus
Bonn zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplans für
die Region.
Das
Büro hatte bereits Anfang des Jahres, damals beim
Start der Verhandlungen der drei Eifelkommunen über
die Errichtung einer Gemeinschaftsschule, einen Schulentwicklungsplan
vorgelegt, laut Löhrer mit einer «einseitigen
Darstellung.» Um so mehr solle die Verwaltung daher
auf eine objektive Vorgehensweise des Büros achten.
Laut
Beschluss soll das Büro, das bereits Erhebungen
vorgenommen hat, einen gemeinsamen Schulentwicklungsplan
für die vier an der Sekundarschule beteiligten Kommunen
aufstellen mit dem Ziel drei Schulstandorte (Hürtgenwald,
Monschau und Simmerath) mit jeweils mindestens zwei Zügen
der Jahrgangsstufen 5 bis 10 zu schaffen.
Die
Bedenken über die Beauftragung der «biregio» teilte
auch Hermann-Josef Bongard (FDP), wenngleich
es nun entscheidend sei, dass man die Chance ergreife,
um um in der Eifel ein neues Kapitel in der Schullandschaft
aufzuschlagen mit drei gleichwertigen Standorten.
Erleichtert
zeigte sich Franz-Josef Hammelstein (SPD)
darüber, dass nun eine «große Lösung» gefunden
worden sei, auch wenn man verschmerzen müsse, dass
die Sekundarschule erst zum Schuljahr 2013/14 starten
könne. Durch die Verzögerung aber habe man
auch Zeit gewonnen, um ein solides und qualitativ gutes
Angebot zu schaffen.
Ein
Schulstandort Simmerath sei unverzichtbar, da er für
die Kommune auch einen Standortvorteil bedeute. Bei der
Aufstellung des Schulentwicklungsplans gelte es daher,
auf Gleichbehandlung zu achten. Er lobte das «partnerschaftliche
Verhalten» der Gemeinde Hürtgenwald; doch
nun gelte es, «die Hand in Richtung Monschau auszustrecken.»
«Wachsam
bleiben»
Klaus
Stockschlaeder (Grüne)
sah in der Bezirkregierung den wesentlichen Auslöser, «dass
sich alle noch einmal bewegt haben.»
Auf
Distanz zur «biregio» gingen auch Claus
Brust («Das Büro ist voreingenommen»)
und Stephan Weber (UWG),
der Zweifel daran äußerte, ob es möglich
sei, im Beschluss von vorneherein drei Schulstandorte
festzulegen.
Bernd
Goffart (CDU)
bat darum, jetzt gemeinsam den neuen Weg zu beschreiten
und ein Signal zu geben, «dass wir gemeinsam mit
Monschau die Chance ergreifen wollen.» Diese Chance
sah auch Ulrich Offermann (CDU).
Auch er appellierte an «Gleichbehandlung und ehrliche
Zusammenarbeit», wenngleich es gelte, «wachsam
zu bleiben.» In diesem Sinne äußerte
sich auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. «Wir
wollen den ernsthaften Versuch starten, auf Augenhöhe
zu kooperieren.»
Die
Kritik am Projektbüro «biregio» könne
er nachvollziehen, aber das Büro habe bereits zahlreiche
Daten erhoben, so dass es keinen Sinn mache, den Auftrag
neu zu vergeben. Außerdem werde sich zeigen, «wie
die Anmeldezahlen für die Sekundarschule in Simmerath
sein werden. Hermanns warb um «Vertrauensvorschuss» und
hielt fest: «Die Eltern wollen, dass wir zusammenarbeiten.»
Quelle:
Eifeler Zeitung/Nachrichten
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Simmerath
25.11.2011
Sekundarschule:
Simmerath will die «große
Lösung»
«Die
große Lösung», also eine Sekundarschule
mit vier Eifelkommunen an drei Standorten, wollen alle
Fraktionen in Simmerath.
Dennoch benötigte der Generations-, Schul- und Sozialausschuss
der Gemeinde Simmerath am Donnerstagabend nochmals über eine Stunde
Diskussionszeit und sogar eine Sitzungsunterbrechung, ehe man die richtige
Formulierung für den Beschlussvorschlag gefunden hatte. Schließlich
sollte darin zum Ausdruck kommen, dass Simmerath lieber schon nächstes
Jahr mit der Sekundarschule starten würde und man größten
Wert auf einen Teilstandort Simmerath legt.
Klare
Wort aus Köln
Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns skizzierte noch einmal die Chronologie
der bewegten Novembertage, die die große Wende
im scheinbar festgefahrenen Schulstreit gebracht hatten.
Entscheidend sei letztlich gewesen, dass die Bezirksregierung
in aller Deutlichkeit Alleingängen ohne regionalen
Konsens eine Absage erteilt habe.
«Weder
Monschau und Roetgen noch Simmerath und Hürtgenwald
hätten also alleine eine Sekundarschule genehmigt
bekommen», stellte Hermanns fest. Oder wie Hermann-Josef
Bongard es formulierte: «Die positive Wendung
war nicht der Einsicht der Beteiligten geschuldet,
sondern der klaren Ansage der Bezirksregierung».
Auch
Ministerium stimmt zu
Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns berichtete, dass zunächst die
Bezirksregierung und wenige Tage später auch das
Schulministerium in Düsseldorf «eine Zweizügigkeit
an drei Standorten als genehmigungsfähig anerkannt» hätten.
Damit sei der Weg frei für eine große Lösung,
die es nun unter den vier Kommunen mit Leben zu füllen
gelte.
Während
Josef Mohren für die CDU einen «nach langer
Diskussion in unserer Fraktion» erarbeiteten Beschlussentwurf
vorlegte, starteten die Sozialdemokraten noch einmal
den Versuch, Konkurrenzdenken zwischen den Nachbargemeinden
zu schüren. Auf der Fotomontage mit den vier Bürgermeistern
in der Tageszeitung von Mittwoch sei «ja deutlich
zu sehen, wer am Steuer sitze», interpretierte
Sprecher Siggi Peeters, und sein Genosse Stefan Kaever
warf Bürgermeister Hermanns gar vor, er habe sich
beim Starttermin für die Sekundarschule «erneut
von Frau Ritter unterbuttern lassen».
Der
Bürgermeister aber ließ diesen SPD-Angriff
schmunzelnd als «politisches Scharmützel» an
sich abperlen und verteidigte sogar die Kollegin: «Frau
Ritter wäre auch lieber schon 2012 gestartet, musste
sich aber letztlich den Fakten und dem Willen der Politik
in ihrem Rat beugen», so Hermanns. Nach einer Sitzungsunterbrechung
räumte dann auch die SPD-Vertreter ein, «dass
gut' Ding Weile haben will», und man den Start
erst zum Schuljahr 13/14 mittrage, immer vorausgesetzt,
dass die «große Lösung» kommt.
Immerhin
wurde die SPD-Formulierung in den langen Beschlussvorschlag
aufgenommen, dass der Ausschuss «die zeitliche
Verzögerung des Projektes um ein Jahr bedauert,
da dadurch einem weiteren Jahrgang die Chance auf gemeinsames
Lernen verwehrt wird».
Gisela
Kampshoff-Enderle hätte für die Grünen
auch gerne einen Start schon im August 2012 gesehen,
aber letztlich habe die Verschiebung einige Vorteile: «Das
Konzept kann so gründlich ausgearbeitet, Schulkonferenz-Beschlüsse
können in Ruhe gefasst und den Eltern Zeit für
ihre Entscheidung gegeben werden», fasste die Grünen-Vertreterin
zusammen. Kampshoff-Enderle erinnerte daran, «dass
letztlich die Eltern die Standortfrage entscheiden»,
es also zum jetzigen Zeitpunkt müßig sei,
festzulegen, wo wie viele Züge untergebracht würden.
Das
bekräftigte auch Uli Offermann (CDU): «Das
können wir nicht bestimmen. Und wenn aufgrund der
Elternentscheidung oder der demografischen Entwicklung
Kinder felen, dann muss leider Gottes ein Stzandort aufgegeben
werden», so der Abgeordnete aus Kesternich. Offermann
sieht es als «Gebot der politischen Fairness»,
den späteren Start zuzustimmen, wenn eine Partnerkommune
darum bitte, weil sie noch nicht so weit sei.
Dem
pflichtete auch Hermann-Josef Bongard bei: «Es
ist zwar schade, aber ein neues Verfahren braucht seine
Zeit». Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns setzte
den Deckel auf die termindebatte: «Lieber eine
große Lösung 2013 als eine kleine nächstes
Jahr».
Mit
dem mühsam erarbeiteten Beschlussvorschlag konnten
sich schließlich alle Fraktionen anfreunden, auch
UWG-Vertreter Stephan Weber, der sich als Vertragsjurist
zunächst an der ein oder Formulierung in den Vorschlägen
von CDU und SPD gestört hatte. Teil dieses einstimmig
verabschiedeten Beschlusses ist neben der weiteren Verfahrensweise
auch der Hinweis, wie mit den bisherigen Beschlüssen
umzugehen ist: «Die Umsetzung des Ratsbeschlusses,
wonach die Verwaltung zielführende Verhandlungen
mit der Gemeinde Hürtgenwald über die Bildung
einer Sekundarschule führen soll, wird bis auf weiteres
umgesetzt».
Positiver
Impuls
Und
schlussendlich gab Simmeraths Generationenausschuss mit
seinem Beschluss der weiteren Entwicklung einen positiven
Impuls mit auf den weg: «Der Ausschuss hofft, dass
nun ein Weg gefunden ist, damit für die Kinder und
Jugendlichen der vier Kommunen eine qualitativ hochwertige,
wohnortnahe, gemeinsame Sekundarschule angebeoten werden
kann».
Quelle:
Eifeler Zeitung/Nachrichten
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Nordeifel
22.11.2011
Gemeinsame
Schule erst ab 2013 möglich
Nicht mit heißer Nadel soll die Sekundarschule Eifel gestrickt
werden. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die neue Schulform als
Zweckverband der vier Eifelkommunen Hürtgenwald, Monschau, Roetgen
und Simmerath jetzt doch erst zum übernächsten Schuljahr,
also ab 1. August 2013, starten kann.
Das Tempo wird zurückgefahren, damit mehr Zeit bleibt, ein pädagogische
Konzept aufzustellen oder auch die Vielzahl von organisatorische Fragen
zu klären.
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Simmeraths
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns ließ Bereitschaft
erkennen, dass Simmerath und Hürtgenwald sich
auch mit einem späteren Start anfreunden könnten.
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So
lautete auch der Tenor einer informellen Zusammenkunft
der Gemeinderäte aus Simmerath und Hürtengwald,
die am Montagabend im Franziskus-Gymnasium Vossenack
stattfand. Hier wurden zwar keine Beschlüsse gefasst,
aber den Verwaltungen mit auf den Weg gegeben, bei der
Planung einer Sekundarschule auch die Stadt Monschau
und die Gemeinde Roetgen in die Verhandlungen einzubeziehen. «Es
herrschte Einigkeit darüber, dass ein Zweckverband
der vier Eifelkommunen die erstrebenswerte und sinnvolle
Lösung darstellt,» Fasst Simmeraths Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns die Essenz des Gespräches zusammen.
«Zielführende
Verhandlungen»
Die
aktuelle Beschlusslage in Simmerath lautete immer noch,
dass die Gemeinde Simmerath mit der Gemeinde Hürtgenwald «zielführende
Verhandlungen zur Gründung einer Sekundarschule» führen
soll. Diese Verhandlungen befanden sich auch bereits
auf einem gut Weg, nachdem die Gemeinschaftshauptschule
Simmerath, die Realschule Kleinhau und das Franziskus-Gymnasium
Vossenack bereits eine pädagogisches Konzept erarbeitete
hatten, das bei einer Informationsveranstaltung am 26.
November im Vossenacker Gymnasium vorgestellt werden
sollte. Parallel zu diesen Aktivitäten liefen Gespräche
der Stadt Monschau mit der Gemeinde Hürtgenwald
ebenfalls zwecks Schaffung einer Sekundar-Schulangebotes.
Die
Informationsveranstaltung in Vossenack ist inzwischen
abgesagt worden, nachdem ein Gespräch bei der Bezirksregierung
am 14. November die Wende brachte. Bei diesem Termin
war den Beteiligten deutlich gemacht worden, dass weder
ein Monschauer noch ein Simmerather Antrag auf Bildung
einer Sekundarschule genehmigungsfähig sei, wenn
kein regionaler Konsens unter den vier Eifelkommunen
hergestellt werden könne. Anders sähe diese
bei einem gemeinsamen Antrag aus.
Ein
mindestens sechszügige Sekundarschule an drei Stadtaorten
(Monschau, Simmerath und Hürtgenwald) könnte
dann eingerichtet werden. Aufgrund dieser Sachlage beschloss
der Monschauer Stadtrat bereits einen Tag später,
die Kooperationsverhandlungen auf Monschau und Hürtgenwald
auszudehnen unter Sicherung eines Standortes Monschau.
Zwei
Tage später fand der erste Schulgipfel zu Sekundarschule
mit allen vier Eifel-Bürgermeistern im Rathaus Monschau
statt, wo ebenfalls der Wille zu einer gemeinsamen Lösung
ausgesprochen wurde. Während Simmerath und Hürtgenwald
den Schulstart im Herbst 2012 für möglich halten,
sieht Monschau diese Möglichkeit wegen der vielen
zu klärenden Fragen nicht.
Karl-Heinz
Hermanns ließ Bereitschaft erkennen, dass Simmerath
und Hürtgenwald sich auch mit einem späteren
Start anfreunden könnten.
Vor
der Schulausschusssitzung am kommenden Donnerstag in
Simmerath, wo das Thema Sekundarschule zur Beratung ansteht,
betont der Simmerather Bürgermeister, dass es immer
sein Ziel gewesen sei, gemeinsam mit Monschau und Roetgen
ein Schulangebot mit einem Standort Simmerath einzurichten».
Er hege die Hoffnung, dass nun weiter konstruktiv an
der Bildung einer Sekundarschule Eifel gearbeitet werde.
Hermanns: «In
NRW gibt es den großen Schulkonsens, da muss uns
auch auf kleiner Ebene der Konsens gelingen.»
Quelle:
Eifeler Zeitung/Nachrichten
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Kleinhau
21.11.2011
Sekundarschule
auch mit Monschau
Das Tempo wird gedrosselt, damit mehr Zeit für Detailplanungen
und die Erarbeitung eines pädagogischen Konzepts bleibt: Bei einer
Informationsveranstaltung für die Mitglieder der Räte der
Gemeinden Hürtgenwald und Simmerath im Vossenacker Franziskus-Gymnasium
wurde den Verwaltungen am Montagabend grünes Licht gegeben, die
Planungen in Sachen Sekundarschule auch auf Monschau und Roetgen auszuweiten.
Bürgermeister Axel Buch sprach sich für einen Zweckverband
der vier Gemeinden aus, der zum 1. August 2013 die Trägerschaft
einer Sekundarschule mit drei Standorten in Kleinhau, Simmerath und
Monschau übernimmt. Die bisherige Planung einer von Hürtgenwald
und Simmerath getragenen Sekundarschule, die zum 1. August 2012 ihren
Betrieb aufnehmen sollte, wird aufgegeben. Eine für das Wochenende
geplante Informationsveranstaltung der Gemeinde Hürtgenwald wird
wegen der geänderten Planungen abgesagt.
Quelle:
Dürener Zeitung/Nachrichten
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Simmerath
16.11.2011
Sekundarschule
Eifel kann kommen
Der Schulfrieden in der Nordeifel ist wieder hergestellt. Nach dem
Verlauf der zahlreichen Gespräche, die in dieser Woche geführt
wurden, steht der Bildung einer gemeinsamen Sekundarschule Eifel, getragen
als Zweckverband von den vier Kommunen Hürtgenwald, Monschau,
Roetgen und Simmerath nichts mehr im Wege.
Der Monschauer Stadtrat, der am Dienstagabend tagte, fasste bereits
einen entsprechenden Beschluss.
«Isolierung
kein guter Weg»
Etwas
anders als Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter
sehen Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns
und Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch allerdings
den Startzeitpunkt für die Sekundarschule.
Während
man in Monschau davon ausgeht, dass aufgrund der umfangreichen
Vorarbeiten die Umsetzung erst zum Schuljahr 2013/14
realisierbar ist, hält man in den beiden Nachbarkommunen
den Start bereits zum kommenden Schuljahr für durchaus
möglich.
«Wenn
die jetzt anstehenden Gespräche kurzfristig geführt
werden, steht dem nichts im Wege», meint Axel Buch
zuversichtlich. Auch Karl-Heinz Hermanns sieht diese
Chance, «falls in den wesentlichen Fragen ein Konsens
erzielt wird.» Die Details könnten dann noch
im Laufe des kommenden Jahres geklärt werden.
Die
Wiederaufnahme der festgefahrenen Gespräche zwischen
Monschau und Simmerath war auch ein Anliegen von Axel
Buch. Man sei zwar bereits in «sehr konkreten Gesprächen» mit
Simmerath zur Bildung einer Sekundarschule gewesen, aber
die Isolierung Monschaus habe er nicht als guten Weg
gesehen.
Um
so mehr begrüße er jetzt die Rückkehr
an den Verhandlungstisch im Sinne einer gemeinsamen Lösung, «bei
der niemand unter den Tisch fällt.» Es sei
im Sinne der Kinder und Eltern, dass vor Ort ein Schulangebot
unterbreitet werde, kommentiert Buch die Standortfrage
der Sekundarschule, die auch ein Thema in den anstehenden
Eifeler Runden sein wird.
Den
Durchbruch zur Erzielung des Schulfriedens und damit
verbunden eine neue Beschlusslage brachte ein gemeinsames
Gespräch bei der Bezirksregierung am vergangenen
Montag mit den Bürgermeistern sowie Städteregionsrat
Helmut Etschenberg und dem Kreis Düren. «Bei
diesem Termin gab es eindeutige Aussagen zur Genehmigungsfähigkeit
einer Sekundarschule», sieht Karl-Heinz Hermanns
den entscheidenden Auslöser für die neuen Überlegungen.
Als
Eckpunkte für die gemeinsamen Gespräche sieht
Hermanns die Aufstellung eines pädagogischen Konzepts
und die «Unverzichtbarkeit eines Schul-Standortes
Simmerath.» Dies müsse aber nach Lage der
Dinge machbar sein. Eine Lösung mit drei Standorten
sei sicher im Sinne von Eltern und Schülern. «Das
würde auch die Akzeptanz der Schule erhöhen.»
In
der Monschauer Ratssitzung hatte Margareta Ritter das
Angebot einer Sekundarschule als den richtigen Weg bezeichnet.
Die Eltern erwarteten jetzt «Antworten auf ihre
Fragen». Mit dem gefassten Beschluss stelle sich
Monschau dieser Verantwortung. Von den Kooperationspartnern
erwarte man, dass diese ebenfalls ihre Beschlüsse
modifizierten.
Quelle:
Eifeler Zeitung/Nachrichten
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Monschau
15.11.2011
Sekundarschule
im Zweckverband Eifel?
Initiative des Hürtgenwalder Bürgermeisters und aktuelle
Schülerzahlen lassen die Beteiligten an Verhandlungstisch zurückkehren
Die
aktuellen Schülerzahlen der „Schulstadt Monschau“ zeigen,
dass derzeit alleine 466 Mädchen und Jungen aus
der Nachbargemeinde Simmerath die drei städtischen
Schulen besuchen. Eine Sekundarschule ohne Simmerath
scheint da nur schwer realisierbar.
Es
war alles vorbereitet für die Gründung einer
Sekundarschule in Monschau zum Schuljahr 2012 – mit
Roetgen und ohne die Gemeinde Simmerath, die ihrerseits
mit der Gemeinde Hürtgenwald gemeinsame Sache bei
der neuen Schulform machen wollte.
Doch
gleichsam in letzter Minute könnte eine Initiative
des Hürtgenwalder Bürgermeisters Axel Buch
nun doch noch den „Eifeler Schulfrieden“ herstellen
und für Konsens unter allen beteiligten Eifelgemeinden
sorgen. Es habe, so informierte Monschaus Bürgermeisterin
Margareta Ritter gestern Nachmittag noch vor Beginn der
Schulausschusssitzung die Fraktionen, „am Montag
sehr gute Gespräche“ bei der Bezirksregierung
gegeben, die nun auf die Gründung eines Zweckverbandes
zur Bildung einer Sekundarschule hinauslaufen könnten. Ähnlich
den kommunenübergreifenden Zweckverbänden für
die Förderschule Eicherscheid oder auch den Wasserverband
Perlenbach, sollen darin die Stadt Monschau und die Gemeinden
Simmerath, Roetgen und Hürtgenwald gemeinsam die
Zukunft der weiterführenden Schulen in ihren Gemeinden
gestalten.
Bis
August 2012 nicht machbar
„Monschau
ist sehr dankbar für die Initiative von Axel Buch
und macht heute dazu den ersten Schritt seinerseits“,
verwies Bürgermeisterin Margareta Ritter auf den
geänderten Beschluss. Dieser sollte nämlich
noch bis Montag auf die Gründung einer dreizügigen
Sekundarschule mit Roetgen zum kommenden Schuljahr hinauslaufen.
Schulausschuss und am Abend auch der Stadtrat beschlossen
nun zwar auch die Gründung der neuen Schulform „Sekundarschule“,
allerdings spätestens zum Schuljahr 2013, „um
Zeit und Raum zu lassen für Verhandlungen mit den
möglichen Kooperationspartnern“, so Ritter.
Offen
blieben am Dienstag allerdings noch Details der möglichen
künftigen „Sekundarschule Nordeifel“,
so auch die Standortfrage, an der die ursprünglich
geplante gemeinsame „Gemeinschaftsschule“,
wie der Terminus da noch hieß, gescheitert war.
Möglich seien zwei oder gar auch drei Standorte,
so Ritter im Vorfeld, bei jedweder Lösung werde
aber der Schulstandort Monschau erhalten, versicherte
die Bürgermeisterin.
Aus
diesem Grunde hatte der Schulausschuss gestern in seiner
Sitzung ebenfalls über die Planungen zum Neubau
einer Mensa am Standort der Elwin-Christoffel-Realschule
Monschau zu beraten. Dort soll parallel zur Errichtung
der Sekundarschule anstelle der Hausmeisterwohnung eine
eingeschossige Mensa entstehen, in der im Ganztagsbetrieb
250 bis 300 Schülerinnen und Schüler täglich
versorgt werden können.
Auch
Planung und Bau dieser Mensa werden sich aber um ein
Jahr nach hinten verschieben, sollte es zu einer Zweckverbandslösung
und einem Start der Sekundarschule 2013 kommen.
Zustimmung
ja, Euphorie nein
Im
Schulausschuss fand der geänderte Beschluss zwar
die Zustimmung der Fraktionen, in Euphorie mochte aber
vor allem aufgrund der Verschiebung niemand verfallen.
Die Verwaltung machte aber deutlich, dass ein Beginn
der Sekundarschule noch zum kommenden Schuljahr „nicht
machbar“ sei, da dies bis 22. Dezember 2011 beantragt
und im Entwurf durch die Aufsichtsbehörden in Aachen
und Düren genehmigt werden müsse. „Das
ist unrealistisch“, so Kämmerer Franz-Karl
Boden.
„Der
heutige Beschluss ist ein Signal an die Eltern, dass es weitergeht,
wenn auch erst später in der neuen Form. Der Beschluss
ist aber auch ein Signal an die Partner, es uns gleich zu tun
und ihre Beschlüsse anzupassen“, meinte CDU-Sprecher
Micha Kreitz. Während auch Gregor Mathar bekundete, die
SPD stehe hinter dem Beschluss, war Bernd Händler (Grüne)
ein gewisses Unbehagen anzumerken: „Wir stimmen auch
zu – was bleibt uns auch anders übrig? Schließlich
war ein Konsens mit den Nachbarn immer unser Ziel. Ich kann
mir nur momentan noch nicht vorstellen, wie das – im übrigen
hervorragende – von den Schulleitern vorbereitete Konzept
an drei Standorten funktionieren soll“, meinte Händler,
hofft aber „inständig, dass wir jetzt jenen Konsens
finden, den wir bis heute nicht gefunden haben“. Über
die Debatte in Schulausschuss und Rat werden wir noch berichten.(hes)

Quelle:
Eifeler Zeitung/Nachrichten

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Nideggen
15.11.2011
Nideggener
Rat erklärt Bürgerbegehren für unzulässig
Der
Rat der Stadt Nideggen hat Dienstagabend das Bürgerbegehren
zur Einführung der Sekundarschule zum Schuljahr 2013/2014
für unzulässig erklärt.
Einzig die Menschen für Nideggen sowie SPD-Ratsherr Jochen Erler
stimmten gegen den Beschlussvorschlag der Verwaltung. Die meisten Sprecher
und auch Bürgermeisterin Margit Göckemeyer äußerten
ihr Unverständnis, dass die Elterninitiative nicht auf die Hinweise
der Verwaltung zu den formalen Problemen bei der Unterschriftenliste
reagiert hatte, wo doch die Initiative die Verwaltung um Überprüfung
des Begehrens gebeten hatte. Der Antrag der Unabhängigen, der
Grünen, der SPD und der FDP, mittels eines Ratsbürgerentscheides
den Bürgern dennoch die Gelegenheit zu geben, über den Zeitpunkt
der Einführung zu entscheiden, fand nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit.
In namentlicher Abstimmung votierten nur 15 Ratsvertreter für
den Vorschlag, die Bürger über die Einführung zum Schuljahr
12/13 abstimmen zu lassen, acht waren dagegen. Die Mitglieder der Menschen
für Nideggen und die vier anwesenden Christdemokraten votierten
mit Nein.
Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Hubert Müller begründete
die Haltung seiner Partei : «Wieso haben wir nicht den Mut, unsere
Ratsentscheidung zur Einrichtung der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen
zum Schuljahr 12/13 auch umzusetzen?» Da den Antragstellern die
Zweidrittelmehrheit fehlte, bleibt eben dieser Ratsbeschluss gültig.
Die Elterninitiative könnte nun auf eigenes Risiko gerichtlich
ihr Anliegen weiter verfolgen oder ein neues Bürgerbegehren einleiten.
Quelle:
Dürener Zeitung/Nachrichten

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Nideggen
Nideggener wollen Bürgerentscheid
Abstimmung über Einführung
der Sekundarschule
04.11.2011
Von Burkhard Giesen
Die
Nideggener Elterninitiative „Schulentwicklung mit
Vernunft“, die sich gegen eine Einführung
der Sekundarschule zum kommenden Schuljahr wehrt, kann
einen ersten Etappensieg vermelden: 1165 Nideggener haben
sich in die Unterschriftenlisten für ein Bürgerbegehren
eingetragen – formal nötig waren 769 Unterschriften.
Damit ist der Bürgerentscheid nun mehr als nur wahrscheinlich
geworden.
„Wir
werden die Unterschriften jetzt einzeln auf ihre Gültigkeit überprüfen“,
so Vanessa Reuter von der Stadtverwaltung. Sie geht davon
aus, dass bis zur Ratssitzung am 22. November das Ergebnis
vorliegt und der Rat dann über die Zulässigkeit
des Bürgerbegehrens entscheiden kann. Dabei kann
der Rat nur bei formalen Fehlern ein Veto einlegen. Darauf
weist die Elterninitiative auch in einem Schreiben an
die Nideggener Ratsmitglieder hin: „Sollte der
Rat seinen Ermessensspielraum überziehen, kann dies
natürlich gerichtlich überprüft werden.“
Dass
der Rat dem Begehren zustimmen könnte, damit ist
nicht zu rechnen. Bleibt nur der Bürgerentscheid.
Dann sind alle Nideggener ab 16 Jahre aufgerufen, über
die Frage „Soll die geplante Sekundarschule in
Nideggen erst zum Schuljahr 2013/2014 eingeführt
werden?“ abzustimmen. Wahlberechtig sind dann auch
EU-Bürger.
Die
Abstimmung muss innerhalb von drei Monaten erfolgen,
also spätestens zum 22. Februar (Aschermittwoch).
Bis dahin muss die Elterninitiative aber noch mehr Nideggener überzeugen.
Bei der Abstimmung müssen nämlich mindestens
20 Prozent der Wahlberechtigten – derzeit 1709
Bürger – für die Verschiebung stimmen.
Die
Stadtverwaltung reagierte in den letzten Tagen mit einem
ungewöhnlichen Schritt auf die Sammlung der Unterschriften.
Bürgermeisterin Margit Göckemeyer hat auf der
Internetseite der Stadt einen Vordruck einstellen lassen,
mit dem man seine Unterschrift für das Bürgerbegehren
widerrufen kann. Göckemeyer: „Ich bin in den
letzten Tagen verstärkt von Bürgern gefragt
worden, ob man seine Unterschrift auch zurückziehen
kann. Die Bürger fühlten sich offenbar nicht
umfassend informiert.“
„Sollte
der Rat seinen Ermessensspielraum überziehen, kann
dies natürlich gerichtlich
überprüft werden.“
Monika
Werning von der Nideggener Elterninitiative
Quelle:
Eifeler Zeitung/Nachrichten

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Hürtgenwald
Sekundarschule
Hürtgenwald hat die Zahl
der Schüler neu berechnet
Es reicht für
eine neue, fünfzügige Sekundarschule.
Verwunderung im Rat von Kreuzau ausgedrückt.
21.10.2011
Mit
wie vielen Kindern rechnen die Gemeinden Hürtgenwald
und Simmerath bei ihren Plänen für die neue
Sekundarschule? Bei der jüngsten Ratssitzung in
Kleinhau präsentierte die Verwaltung der Gemeinde
höhere Zahlen als bei Gesprächen im Mai.
Im
Rat von Kreuzau ist man nicht glücklich darüber,
dass sich Hürtgenwald für ein Zusammengehen
mit Simmerath entschieden hat. Dort spottete ein Ratsherr
bereits über die zusätzlichen Kinder, die „über
Nacht gefunden“ worden seien.
„Die
ganze Rechnerei“, so Bürgermeister Axel Buch
in Kleinhau, „bringt es nicht“. Und: Es komme
allein darauf an, wie viele Kinder letztlich tatsächlich
an der Schule angemeldet würden.
Die
Zahlen hätten auf Bitten der Bezirksregierung geändert
werden müssen, so Buch. Vom Internat in Vossenack
aus besuchen Jahr für Jahr Kinder auch die Haupt-
und die Realschule in Kleinhau. Die seien zunächst
nicht eingerechnet worden.
Sodann
müsse man, so will es die Bezirksregierung, davon
ausgehen, dass Eltern nicht mehr mit aller Macht ihr
Kind im Vossenacker Gymnasium anmelden würden, weil
ja auch von der Sekundarschule aus auf das Gymnasium
in Vossenack gewechselt werden könne.
Nicht
zuletzt würden im Gymnasium gelegentlich Kinder
abgewiesen. Auch die kämen für die neue Sekundarschule
infrage, weil sie die Zusicherung erhielten, später
nach Vossenack wechseln zu können.
Schließlich
hätte auch Simmerath noch einige Kinder hinzuzählen
müssen, die voraussichtlich von Monschau aus die
Sekundarschule besuchen würden.
Die
neue Schule funktioniert nach dem Modell „eine
Schule an zwei Standorten“. An jedem Standort sollen
alle Klassen angeboten werden. Die Sekundarschule praktiziert
ein besonderes pädagogisches Programm: Ein Schüler
kann in einem Fach knapp das Hauptschulniveau erreichen
und in anderen Fächern ein guter Realschüler
sein, und zwar gleichzeitig.
Davon
verspricht man sich eine bessere Förderung der Kinder
je nach ihren Anlagen und Talenten.
„Vielen
Leuten wird im Moment viel zugemutet“, bedauerte
Buch auf Anfrage. Er sähe es lieber, wenn man sich
für die Einführung einer neuen Schule mehr
Zeit lassen könnte.
Weil
alles so schnell gehen müsse, komme es jetzt zu
Unstimmigkeiten zwischen den Bürgermeistern und
Parteien. (mv)
Quelle:
Eifeler Zeitung/Nachrichten

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Düsseldorf
20.10.2011
Ein
historischer Erfolg für den Bildungsstandort Nordrhein-Westfalen – Verlässlichkeit
bis 2023
Der Landesvorsitzende der
CDU Nordrhein-Westfalen Norbert Röttgen
erklärt zum heutigen Beschluss des neuen
gemeinsamen Schulgesetzes sowie der Verfassungsänderung:

„Mit
dem heutigen Tag beenden wir den jahrzehntelang erbittert
geführten Streit um die Schulstruktur in Nordrhein-Westfalen
im Interesse der Schüler, Lehrer und Eltern mit
einem wirklich guten Ergebnis. Mit dem neuen Schulgesetz
und der Verfassungsänderung ist das gegliederte
Schulsystem für mindestens 12 Jahre fest verankert.
Damit ist sichergestellt, dass jedes Kind auch künftig
entsprechend seiner individuellen Begabungen und Fähigkeiten
optimal gefördert werden kann. Die neue Sekundarschule
ermöglicht eine flexible Reaktion der Kommunen auf
sinkende Schülerzahlen und sie hat keine Oberstufe.
Damit stellt sie keine Konkurrenz zum Gymnasium dar und
grenzt sich auch von dem eigenständigen Profil der
Realschulen klar ab.
Es ist gelungen, in nur drei Monate den Schulkonsens, den wir am 19.
Juli unterzeichnet haben, umzusetzen. Dies ist ein toller Erfolg, mit
dem wir den Bildungsstandort Nordrhein-Westfalen nachhaltig stärken.“

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| Kindeswohl
und Elternwille haben Vorrang vor politischen Empfindlichkeiten
! |
Kreuzau
Sekundarschule:
Kreuzau steht zu seinem
Wort
18.10.2011
Die
Harmonie und Übereinstimmung bei einer der wichtigsten
Entscheidungen des Rates der Gemeinde Kreuzau war zu
spüren. Einstimmig beschloss das Gremium, die Sekundarschule
mit zumindest den Standorten Kreuzau und Nideggen zum
Schuljahr 2012/2013 einzurichten.
Eine Entscheidung, die, wie es der CDU-Fraktionsvorsitzende Ingo Eßer
nannte, «das Ende von Haupt- und Realschule bedeutetet, die jahrzehntelang
das Schulgeschehen in der Gemeinde mitbestimmt haben». Die Einführung
der neuen Schulform beeinträchtige aber nicht die Schülerinnen
und Schüler, die derzeit Haupt- und Realschule besuchen. Sie könnten
ohne weiteres dort ihren Abschluss machen.
Eßer
erinnerte in einer kurzen Rede an die Gespräche
und Diskussionen, die zwischen den Parteien einvernehmlich
geführt worden seien. Schülerrückgang,
Eltern(schul)wahlverhalten, Meinungsbild der Elternschaft
hätten dazu geführt, «zukunftsfeste Lösungen» zu
suchen und in der Kooperation mit Nideggen zu finden.
Hinzu komme die Zusammenarbeit mit dm Kreuzauer Gymnasium
und den Berufskollegs des Kreises Düren, so dass
Schüler der Sekundarschule auch später das
Abitur machen könnten.
Der
Christdemokrat lobte das Gesprächsklima im Rat zu
diesem Punkt, das nicht in «ideologische Grabenkämpfe» mündete,
sondern das Streben nach einvernehmlichen Lösungen
stets im Vordergrund stand. Die Verwaltung und Bürgermeister
Walter Ramm forderte Ingo Eßer auf, verstärkt
die Sachaufklärung über die neue Schulform
zu betreiben, damit auch «die letzten Zweifler» überzeugt
werden.
Auch
sein Pendant auf sozialdemokratischer Seite, Rolf Heidbüchel,
erinnerte an die immensen Anstrengungen «den richtigen
Weg» einzuschlagen. Zu wichtig sei das Thema gewesen,
um es nur den Bürgermeistern zu überlassen.
Vor allem, so ein erster Seitenhieb in Richtung Hürtgenwald,
wenn man sähe, «dass der Sprecher der Bürgermeister
im Kreis Düren, Axel Buch, dem Südkreis eher
den Rücken zeigt». Der SPD-Fraktionschef stellte
ebenso wie Verwaltungsvertreter klar, dass es Hürtgenwald
mit der dort herrschenden Mehrheit war, die «Kreuzau
und Nideggen nicht gewollte haben.»
Es
sei eine «Farce» gewesen, so Bürgermeister
Walter Ramm und sein Stellvertreter Walter Stolz, Nideggen
und Kreuzau zu einem Gespräch einzuladen, «obwohl
alles vorgeplant gewesen sei». Die Entscheidung
für Simmerath sei längst gefallen gewesen,
was man auch daran sehen könnte, dass einen Tag
später in Kleinhau und Simmerath gleichlautende
Beschlüsse gefasst worden seien.
Überhaupt
fand der Kreuzauer Sozialdemokrat das Vorgehen auf den
Eifelhöhen merkwürdig. «Über Nacht
wurden in Hürtgenwald Kinder gefunden, die die neue
Schulform besuchen können», schüttelte
er den Kopf sowie über «professorale Äußerungen» in
der Ratssitzung, die bewusst, «tatsächliche
Gegebenheiten» unterschlugen. Heidbüchel machte
deutlich, dass der Hürtgenwalder CDU-Fraktionsvorsitzende
Professor Dr. Reinhard Odoj und Bürgermeister Buch
die Verantwortung für eine Entscheidung übernehmen
müssten, die in der Gemeinde stark umstritten sei.
Gelassen
betrachtet man derzeit in Kreuzau das angestrebte Bürgerbegehren
in Nideggen zur Sekundarschule. Die Kooperation sei zementiert,
in Kreuzau gelte «ein Mann, ein Wort». Man
hofft darauf, mögliche Verzögerungen bei der
Einführung der Schule zum nächsten Schuljahr
vermeiden zu können.
Priorität
habe nun die Erarbeitung eines pädagogischen Konzeptes,
bei dem beide Kommunen zusammenarbeiten und durch Fachwissen
der Gesamtschule Langerwehe unterstützt werden.
In der Dezember-Ratssitzung hoffen die Kreuzauer, alles,
was zur neuen Schulform nötig ist, in die Wege leiten
zu können.
Quelle:
Dürener Zeitung/Nachrichten

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Hürtgenwald
Willkommen oder nicht
ist die Frage
Hürtgenwald: Schulkooperation
mit Simmerath
16.10.2011
Von Sarah Maria Berners
Eine
weiterführende Schule für Kleinhau – das
ist wohl der kleinste gemeinsame Nenner, den die Hürtgenwalder
Schulen, Politik, Verwaltung und Eltern haben. Und es
ist auch der einzige.
Die
weiterführenden Schulen in Kleinhau werden künftig
mit der Simmerather Hauptschule zusammenarbeiten und
eine Sekundarschule gründen. Das hat die Politik – vielmehr
CDU und FDP – beschlossen. Vorangegangen war in
der Mediothek des Schulzentrums eine emotionale Debatte,
bei der gleich vier Ratsmitglieder wegen Befangenheit
weder Stimm- noch Rederecht hatten: Rolf Sieben (CDU)
als kommissarischer Leiter der Hauptschule Simmerath,
Heidi Rogner (SPD) als Konrektorin der Kleinhauer Hauptschule,
Manfred Rogner (Grüne) als unmittelbar Betroffener
und Hauptschul-Konrektorin Andrea Volk (SPD).
CDU-Fraktionssprecher
Reinhard Odoj machte gleich zu Beginn deutlich, wohin
der Weg gehen wird. Und er machte seinem Ärger über
das interkommunale Zusammentreffen zwischen Hürtgenwald,
Kreuzaus und Nideggen am Vorabend Luft. Odoj beschwerte
sich darüber, dass es seitens der beiden anderen
Kommunen „keine einladende Bemerkung“ gegeben
habe. „Ich hatte den Eindruck, man nähme uns – aber
ungern“, sagte Odoj. Das seien für ihn keine
Startbedingungen für eine kooperative Zusammenarbeit.
FPD-Sprecher Siegfried Bergsch teilte die Einschätzung
des CDU-Sprechers, räumte aber ein: „Das sind
wir zum Teil selbst schuld. Wir haben uns mit unserem
Beschluss festgelegt. Und dabei sollten wir auch bleiben.“ Die
Zusammenarbeit mit Simmerath sei besser, als „Anhängsel“ von
Kreuzau und Nideggen zu werden.„Simmerath hingegen
hat uns eingeladen“, sagte Odoj. Er wolle diese
Einladung annehmen, obwohl auch er – allein wegen
der Entfernung – kein Befürworter von Simmerath
sei.
Immer
wieder neue Zahlen
SPD-Sprecher
Rainer Polzenberg hingegen hatte den Eindruck, ein anderes
Treffen besucht zu haben. Und er zeigte auch eine ganz
andere Sicht der Dinge. „Wir müssen uns fragen,
was Hürtgenwald tun kann, um möglichst bald
auf diesen Zug aufzuspringen.“ Seine Fraktion sei
bereit, mit den Schulen im Südkreis Südkreis
zusammenzuarbeiten, und die Lehrer wollten gerne in die
Gespräche einsteigen. Polzenberg sprach sich klar
für die „Südkreis-Lösung“ aus, „weil
diese für Schüler und Lehrer sicherer und für
Hürtgenwald besser ist“. Er habe den Eindruck,
dass Hürtgenwald willkommen wäre, wenn man
denn wolle. Dieses Statement wurde mit „So ist
es“-Rufen aus den hinteren Reihen – in denen
auch Kreuzauer Politiker Platz genommen hatten – bestätigt.
„Ich
als Schulleiterin ohne diese politischen Befindlichkeiten
fühle mich eingeladen, mit Nideggen und Kreuzau
zusammenzuarbeiten“, sagte Ulla Mertens, Leiterin
der Hauptschule in Kleinhau, an Odoj gerichtet. Bei dem
Hürtgenwalder Vorspiel mit Simmerath könne
man nicht erwarten, dass Kreuzau und Nideggen mit offenen
Armen auf die Kommune zulaufen würden. Die Rektorin
kritisierte, dass mit den Zahlen – in der Sitzung
hatte es wieder neue gegeben – ein Spiel getrieben
werde. Sie äußerte die Befürchtung, dass
die tatsächlichen Zahlen eine horizontale Teilung
bedeuten würden – „und die wäre
fatal“. Der Rat strebt eine vertikale Teilung an,
bei der an beiden Standorten die Klassen 5 bis 10 unterrichtet
werden. Eine horizontale Teilung bedeutet, dass die Klassen
5 bis 7 und die Klassen 8 bis 10 an verschiedenen Standorten
unterrichtet würden.
Polzenberg
kritisierte Bürgermeister Axel Buch: „Sie
haben gesagt, dass Sie keine Entscheidung treffen, die
am Schulpersonal vorbei geht. Momentan sieht es aber
so aus.“
Buch
selbst zeigte sich mit dem Tempo, „mit dem die
Sau Sekundarschule derzeit durchs Dorf getrieben wird“,
unzufrieden. Er würde die Entscheidung lieber später
treffen, sieht sich jedoch zur Eile gedrängt, um
keine Nachteile für den Standort zu verursachen.
Viele
Fragen bleiben auch bei den Eltern der Grundschüler
unbeantwortet. Sie stört die Unsicherheit. Schließlich
müssten sie sich nun für oder gegen eine Schule
entscheiden, über die sie fast noch nichts wissen.
Quelle:
Eifeler Zeitung/Nachrichten

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Simmerath/Hürtgenwald
Simmerather
Sekundarschule will starten
14.10.2011

Auf
dem Weg zur Sekundarschule: Die umfangreiche Sanierung
des Hauptschulgebäudes Simmerath schreitet voran:
Die neue Mensa steht bereits. Foto: P. Stollenwerk
Zielstrebig
verfolgt die Gemeinde Simmerath das Ziel, zum Schuljahr
2012/13 eine Sekundarschule einzurichten. Voraussetzung
ist dafür allerdings, dass die Kooperationsverhandlungen
mit der Nachbargemeinde Hürtgenwald weiterhin positiv
verlaufen.
Der Simmerather Rat gab durch einen einstimmigen Beschluss zur Fortführung
dieser Verhandlungen am Donnerstagabend ein klares Signal. Zeitgleich
tagte auch der Rat der Gemeinde Hürtgenwald, wo das Signal in
Richtung Simmerath nicht ganz so ausgeprägt ausfiel. Zwar wurde
mit der CDU/FDP-Mehrheit beschlossen, die Verhandlungen fortzuführen,
aber seitens der Schulleitung der der Hauptschule Kleinhau wurde auch
deutlich gemacht, dass durchaus auch Kooperationsmodelle mit den Gemeinden
Kreuzau und Nideggen eine Chance erhalten sollten.
Gelingt
die Fünfzügigkeit?
Die
Bestrebungen in Hürtgenwald und Simmerath gehen
dahin, eine «vertikale Lösung», so Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns, anbieten zu können. Dies würde
bedeuten, dass man sowohl am Schulstandort Simmerath
wie auch Kleinhau die Klassen fünf bis zehn einrichten
könnte. Voraussetzung dafür ist aber die Fünfzügigkeit
(drei Eingangsklassen einem und zwei am anderen Standort).
Bei nicht ausreichender Schülerzahl käme es
zur «horizontalen» Lösung (die Klassen
fünf bis sieben und acht bis zehn an je einem Standort).
Man
verfolge bei der Einrichtung der Sekundarschule einen «sehr
ambionierten Zeitplan», so der Bürgermeister.
Zum Schuljahr 2012/13 solle der Schulbetrieb starten,
bis 31. Dezember 2011 muss bei der Bezirksregierung der
Antrag vorliegen. Bis dahin soll noch eine Infoveranstaltung
für die dritten und vierten Schuljahre in der Aula
des Franziskus-Gymnasiums Vossenack (das ebenfalls eine
Kooperation zugesichert hat) stattfinden. Außerdem
gibt es noch eine Elternbefragung, ein pädagogisches
Konzept muss aufgestellt werden, und die Schulkonferenzen
müssen entsprechende Beschlüsse fassen. Bis
dahin dürfte das Land auch das geänderte Schulgesetz
verabschiedet haben.
Gelingt
der regionale Konsens?
«Etwas
Sorge» äußerte Klaus Stockschlaeder
(Grüne), «dass uns die Nachbarn noch Knüppel
zwischen die Beine werrfen können.» Laut Schulgesetz
ist nämlich der regionale Konsens mit den Nachbarkommunen
herzustellen.
Bruno
Löhrer (CDU) wünschte sich, dass man möglichst
bald zu einem Ergebnis komme, während Hermann-Josef
Bongarf (FDP) das Gelingen einer vertikalen Lösung
begrüßen würde: «Das würde
die Akzeptanz enorm erhöhen.»
Für
Stefan Weber (UWG) war es ein wichtiger Aspekt, wie die
Lehrer zum angestrebten Kooperationsmodell stehen. Laut
Bürgermeister Hermanns stehe die Hauptschule Simmerath
zu «100 Prozent» hinter dem Konzept, während
es in Hürtgenwald auch Tendenzen zu anderen Kooperationspartnern
gebe. Wichtig sei es aber, über den Tag hinaus zu
planen, denn sicher sei, dass in allen Kommunen die Schülerzahlen
in den nächsten Jahren rückläufig seien.
Quelle:
Eifeler Zeitung/Nachrichten

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Nideggen
Nideggener
Realschüler fühlen sich übergangen
13.10.2011

Mit
selbst gefertigten Transparenten demonstrierten Schüler
der Realschule Nideggen am Donnerstagnachmittag für den
Erhalt ihrer Schule. Foto: bel
Laut
und bunt war es am Donnerstagnachmittag auf dem Nideggener
Marktplatz vor dem Rathaus. Etwa 150 Schülerinnen
und Schüler der Realschule Nideggen machten ihrem
Unmut über die aktuelle Entwicklung in der Nideggener
Schullandschaft mit eindeutigen Transparenten, mit schrillen
Trillerpfeifen und Sprechchören Luft.
Auf vielen Spruchbändern stand zu lesen: «Jetzt reden wir!» Will
heißen, wie Schülersprecher Fabian Pütz aus dem Jahrgang
8 sagte: «Wir Schüler wollen ernst genommen werden! In den
vergangenen Wochen fühlten wir uns übergangen!» Eine
Abordnung der Realschüler suchte Bürgermeisterin Margit Göckemeyer
auf, während ihre Kollegen vor dem Rathaus in der Zülpicher
Straße ihre Forderungen stellten. «Wir demonstrieren,auf
allen Vieren», war da zu hören oder «Kreuzau, nein danke!» Göckemeyer
führte mit den Vertretern der Demonstranten in ihrem Amtszimmer
offenbar ein längeres Gespräch, denn sie erschien nach etwa
einer halben Stunde und hörte sich die Wünsche des Plenums
an. Die Moderation übernahm Fabian Pütz.
Wunschpartner
Göckemeyer
machte den Schülerinnen und Schülern klar, dass
ein Zusammenschluss mit den Schulen in Kreuzau unabdingbar
sei, weil ansonsten der Standort Nideggen in einigen Jahren
mangels Schüler geschlossen werden könnte. Zudem
sei Kreuzau deshalb der Wunschpartner, weil er nicht allzu
weit entfernt liege. An einer Sekundarschule gehe kein
Weg vorbei, weil das Modell Hauptschule landesweit irgendwann
in den nächsten Jahren zu wenige Anmeldungen haben
werde.
Schülerin
Corinna dachte besonders an die Lehrer. «Ich will,
dass unsere Lehrer an der Schule bleiben», forderte
sie, «und nicht zu weit zu anderen Schulen fahren
müssen!»
Quelle:
Dürener Zeitung
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Nideggen
Eltern
starten Bürgerbegehren
Stichwort Sekundarschule:
Wieder Kontroverse Diskussion zwischen Erziehungsberechtigten
und Vertretern der Ratsmehrheit.
630 Stimmen nötig.
06.10.2011
Vor
dem Nideggener Rathaus startete die Initiative „Schulentwicklung
mit Vernunft“ gestern Abend ihr Bürgerbegehren
gegen den Ratsbeschluss zur Sekundarschule. Die Fraktionsvorsitzenden
der Unabhängigen, der Grünen, der SPD und der
CDU sowie Bürgermeisterin Margit Göckemeyer diskutierten
mit den Eltern.
Es
ist am gestrigen Abend wieder deutlich geworden. Das Thema
Sekundarschule wird in Nideggen sehr kontrovers diskutiert:
auf der einen Seite Politik und Verwaltung, auf der anderen
Seite Eltern von vornehmlich Realschülern. Monika
Werning und Monika Dick aus Schmidt sowie Volker Floßdorf
aus Nideggen übergaben als Vertreter der Elterninitiative „Schulentwicklung
mit Vernunft“ Bürgermeisterin Margit Göckemeyer
sowie den Fraktionsvorsitzenden der Unabhängigen,
von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und der CDU
ihren Antrag zum Bürgerbegehren gemäß § 26
der nordrhein-westfälischen Gemeindeordnung.
Mit
diesem Bürgerbegehren will die Initiative die Einführung
der Sekundarschule mit ihren beiden Standorten in Kreuzau
und Nideggen zum kommenden Schuljahr, wie es der Nideggener
Stadtrat mit 20 gegen vier Stimmen beschlossen hat, stoppen
und die neue Schulform erst zum Schuljahr 2013/2014 einrichten.
Den
Eingang des Nideggener Rathauses hatten sich die Initiatoren
und zahlreiche Eltern zum Startort des Bürgerbegehrens
ausgesucht, für das sie 630 Unterschriften benötigen.
Bürgermeisterin und Politiker, die sich anschließend
zu einer Ausschusssitzung zusammensetzten, standen den
Eltern Rede und Antwort. Die Väter und Mütter
monierten das noch fehlende pädagogische Konzept,
befürchteten, dass Lehrer sich aus Nideggen wegbewerben
würden, gingen davon aus, dass die Schmidter Schüler
sich eher nach Monschau orientieren würden.
Die
Politiker versuchten, die Befürchtungen der Eltern
zu zerstreuen, verwiesen darauf, dass der Schulstandort
Nideggen nur so auf Dauer gesichert werden könne.
In einem gemeinsamen Flugblatt werben Kreuzauer und Nideggener
Fraktionen ab sofort für die Kooperation der beiden
Kommunen bei der Sekundarschule zum Schuljahresbeginn 2012/2013.
Quelle:
Eifeler Zeitung/Nachrichten
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Nideggen
Neun
Fraktionen setzen sich für die Sekundarschule ein
06.10.2011
Die
Befürworter der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen
gehen in die Offensive.
Mit einer Flugblattaktion wollen fünf der sechs der Nideggener Ratsfraktionen
und die vier Fraktionen im Kreuzauer Kommunalparlament die Nideggener
Bevölkerung und besonders die Eltern der schulpflichtigen Kinder
von der Richtigkeit der Einführung der neuen Ganztagsschulform an
den beiden Standorten und ab dem kommenden Schuljahr überzeugen.
Unterschrieben
haben das zweiseitige Flugblatt neun Fraktionsvorsitzende
aus Nideggen und Kreuzau, die Sprecher von CDU, SPD, Bündnis
90/Die Grünen und FDP sowie die Unabhängigen,
die einzig im Nideggener Kommunalparlament vertreten sind.
Nicht mit von der Partie sind die Menschen für Nideggen
(MfN), die im Rat gegen den Beschluss gestimmt haben. Die
neun Fraktionen appellieren an die Nideggener, sich nicht
dem Bürgerbegehren anzuschließen. Und sie fordern
die Initiatoren des Bürgerbegehrens auf, dieses nicht
fortzuführen.
Weitere
Informationen der neun Fraktionen zur geplanten Sekundarschule
sind vorgesehen, um die Bürger zu informieren.
Derweil
machen die Nideggener Realschüler mobil: Sie wollen
nächste Woche Donnerstag ab 13.30 Uhr mit einem Demonstrationszug
zum Rathaus ihren Unmut über den Beschluss des Nideggener
Rates kundtun. In der kommenden Wochen findet auch ein
Gespräch zwischen Vertretern von Politik und Verwaltung
der Stadt Nideggen und der Gemeinde Hürtgenwald statt,
zu dem die Hürtgenwalder eingeladen haben. Von Nideggener
Seite wurde der Wunsch geäußert, dass an dem
Gespräch auch Vertreter Kreuzaus teilnehmen.
Der Rat der Gemeinde Hürtgenwald
hatte beschlossen, eine Sekundarschule mit Simmerath
anzustreben. Daraufhin schlossen sich Nideggen
und Kreuzau zusammen. Doch die Politiker beider
Kommunen betonen, dass eine Zusammenarbeit mit
weiteren Kommunen möglich sei.
Quelle:
Dürener Zeitung
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Düsseldorf
Sekundarschule überzeugt
die Experten
Breite Zustimmung bei Anhörung
im Landtag. Aber auch massive Kritik.
05.10.2011
Von Wilfried Goebels
Die
geplante Einführung der Sekundarschule in NRW ist
bei einer Anhörung im Landtag auf breite Zustimmung
gestoßen. Massive Kritik übten allerdings die
Landeselternschaft der Realschulen und die NRW-Privatschulen. „Bei
uns kocht es“, sagte gestern der Vorsitzende der
Realschuleltern Johannes Papst. Durch die Schaffung von
200 neuen Sekundarschulen würden gute Realschulen „gefällt“.
Der
Verband der Privatschulen NRW fürchtet eine „gezielte
Aushöhlung der privaten Ersatzschulen“. Durch
die Festlegung der Sekundarschule auf eine Dreizügigkeit
werde eine Schulstruktur geschaffen, die die Genehmigung
neuer, überwiegend zweizügig geführter Privatschulen
ausschließe.
Eine
große Mehrheit der Bildungsverbände und Gewerkschaften
sowie der Kommunalvertreter unterstützte aber den
Gesetzentwurf im Bildungskonsens. Das Gesetz schaffe für
Kommunen bis 2023 „Klarheit und Planungssicherheit“,
betonte der Bildungsreferent des Deutschen Städtetages,
Klaus Hebborn. Kein Schulträger werde gezwungen, eine
Hauptschule mit ausreichender Schülerzahl zu schließen.
In
der Sekundarschule sollen künftig alle Kinder mindestens
in den Klassen 5 und 6 gemeinsam unterrichtet werden. Die
katholische Kirche will an den anerkannten Bekenntnis-Hauptschulen
festhalten.
Die
Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen
NRW erwartet eine Kommunalisierung der Schulformentscheidungen.
Künftig entscheide die Kommune über die jeweilige
Schulform vor Ort.
Quelle:
Aachener Zeitung
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Nideggen
Eine Elterninitiative
will den Ratsbeschluss kippen
03.10.2011
Die
Mitglieder der Initiative «Schulentwicklung mit Vernunft» in
Nideggen geben sich nicht geschlagen: Mit einem Bürgerbegehren
wollen sie den Beschluss des Rates zur Einführung
der Sekundarschule bereits ab dem kommenden Schuljahr aus
den Angeln heben.
Zur Erinnerung: Der Rat der Stadt Nideggen hat in seiner Sitzung am 27.
September mit 20 gegen vier Stimmen bei einer Enthaltung die Einführung
der Sekundarschule Kreuzau/Nideggen mit den Standorten Kreuzau und Nideggen
zum Schuljahr 2012/2013 beschlossen, um den Schulstandort Nideggen dauerhaft
zu sichern.
Wird
der Beschluss Realität, wird die Sekundarschule ab
2012 mit der fünften Klasse aufgebaut, während
die aktuellen Schüler von Haupt- und Realschule an
ihren jeweiligen Schulen noch den Abschluss machen können.
In
einer Sitzung des Bildungsausschusses und in der Einwohnerfragestunde
während der Ratssitzung machten Eltern, die sich in überwiegender
Mehrheit als Väter und Mütter von aktuellen Realschülern
zu erkennen gaben, aber ihrem Unmut deutlich Luft.
Ab
Mittwoch will nun die Elterninitiative «Schulentwicklung
mit Vernunft» mit einem Bürgerbegehren den Ratsbeschluss
kippen. Vertreten wird die Initiative von der Schulpflegschaftsvorsitzenden
der Realschule, Monika Werning, sowie von Monika Dick und
Volker Floßdorf. Auftakt der Unterschriftensammlung
ist um 18 Uhr vor dem Nideggener Rathaus.
Die
Initiative will erreichen, dass die Sekundarschule erst
zum Schuljahr 2012/2013 eingeführt wird. Monika Werning: «Wir
wehren uns gegen das Hauruckverfahren, vermissen pädagogische
Konzepte, befürchten, dass die Qualität der schulischen
Ausbildung nicht gegeben ist, und fordern, die Finanzierung
zu klären.»
Um
im ersten Schritt mit dem Bürgerbegehren erfolgreich
zu sein, «müssen wir gut 1000 Unterschriften
sammeln», sagte Monika Werning.
Quelle:
Dürener Zeitung
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Nideggen
Rat
votiert für Sekundarschule mit Kreuzau
Von Franz Sistemich
28.09.2011
Der
Rat der Stadt Nideggen hat Dienstagabend die Errichtung
einer Sekundarschule mit zumindest zwei Standorten in Kreuzau
und Nideggen zum Schuljahr 2012/2013 beschlossen.
Das Abitur soll am Kreuzauer Gymnasium und an den Berufskollegs des Kreises
Düren über Kooperationsvereinbarungen sichergestellt werden.
Zum Ende des Schuljahres 2016/2017 werden die Adolf-Kolping-Schule und
die Realschule Nideggen aufgelöst.
Außerdem
beschloss der Rat, die Verwaltung zu beauftragen, parallel
Gespräche mit anderen Nachbarkommunen mit Blick auf
einen möglichen Beitritt zum Schulverbund Sekundarschule
zu führen, ohne das Schüler zwischen den dann
möglicherweise mehr als zwei Standorten hin- und hergefahren
werden müssen. Außerdem sollen die Eltern ausführlich
informiert werden.
Überfüllter
Saal
Für
diesen Beschluss, den Norbert Klöcker, der Fraktionsvorsitzende
der Unabhängigen, in einer ausführlichen Form
eingebracht hatte, stimmten neben den Unabhängigen
die CDU, die FDP, die Grünen, drei der fünf SPD-Ratsmitglieder
und Bürgermeisterin Margit Göckemeyer. Die vier
Nein-Stimmen kamen von den Menschen für Nideggen und
Jochen Erler (SPD). Sein Fraktionskollege Eduard Müllejans
enthielt sich.
Vor
Diskussion und Abstimmung über die Sekundarschule
hatten sich noch etliche Eltern und Schüler der Realschule
in der überfüllten Bürgerbegegnungsstätte
während der Einwohnerfragestunde emotional und negativ
zur Einführung der neuen Schulform zum kommenden Schuljahr
geäußert. Den Vorwurf, angesichts des großen
Andrangs nicht wie zur Ausschusssitzung in die Stadthalle
ausgewichen zu sein, wies Margit Göckemeyer zurück: «Vier
Vereine haben auf ihre Sportstunden verzichten müssen.
Das war kein zweites Mal zu verantworten.»
Einzige
Chance
Die
Fraktionsvorsitzenden der Unabhängigen, von CDU, FDP,
Grünen und SPD betonten, sie verstünden die Sorgen
der Eltern, doch nur mit der Sekundarschule könne
angesichts der demographischen Entwicklung der Schulstandort
Nideggen gesichert und das hohe Niveau gesichert werden.
Die Entscheidung, zum kommenden Schuljahr die Sekundarschule
einzuführen, biete die große Chance, die Zukunft
der neuen Schule selbst mitzugestalten.
Mit
dem Beschluss reichten die Nideggener zu einem möglichen
Beitritt auch Hürtgenwald die Hand, das sich zuvor
Richtung Gemeinde Simmerath positioniert hatte.
Quelle:
Dürener Zeitung

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Nideggen
23.09.2011
Sekundarschule:
Eltern sprechen sich gegen Kreuzau aus
Von
Franz Sistemich
Die
Eltern, die sich am Donnerstag in der Nideggener Stadthalle
zu Wort meldeten, waren größtenteils einer Meinung:
Sie sind nicht gegen die Sekundarschule, aber wollen sie
nicht unter Zeitdruck.
Außerdem
wollen sie keine Sekundarschule mit Kreuzau. Denn die Eltern,
hauptsächlich äußerten sich Erziehungsberechtigte
von Realschülern, zweifelten die Qualität der
Realschule in der Nachbarkommune an: «Wir fürchten
um den guten Ruf unserer Schule, da Kreuzaus Realschule
einen schlechten Ruf hat.»
Sie
fühlten sich schlecht informiert und vermissten klare
Aussagen. Teilweise emotional ging es in der Sitzung des
Nideggener Ausschusses für Bildung, Soziales und Sport
zu. Über 100 Väter, Mütter und Schüler,
aber auch Lehrer waren zu der von den Menschen für
Nideggen (MfN) beantragten Sondersitzung des Ausschusses
gekommen. Ursprünglich terminiert für die Begegnungsstätte,
war sie wegen des erwarteten Elterninteresses in die Stadthalle
verlegt worden.
Zu
Beginn wurden Schriftstücke überreicht: Schüler
der Realschule Nideggen übergaben eine Unterschriftenliste,
Vertreter der Elterninitiative «Schulentwicklung
mit Vernunft» einen dreiseitigen Brief mit Fragen
zur Sekundarschule und Begründungen, warum sie gegen
Kooperation mit Kreuzau sind.
Dann
wurde es Zeit für eine Power-Point-Präsentation.
Margit Göckemeyer, die Bürgermeisterin, begründete
auch mit Zahlen, warum Nideggen und Kreuzau eine Sekundarschule
mit zwei Standorten ab dem Schuljahr 2012/13 bilden wollen.
Fazit: Haupt- und Realschule werden alleine nicht überleben.
Die Jungen und Mädchen, die jetzt beide Schulen besuchen,
werden dort auch ihren Abschluss machen. Nideggen kann
von der Entwicklung der Schülerzahlen her nicht alleine
eine Sekundarschule bilden. Die Kooperation mit der Gemeinde
Kreuzau ist auch der von der Bezirksregierung gewünschte
Weg. Dann äußerten sich Eltern, Lehrer, Schüler über
zwei Stunden lang.
Zum
Schluss stimmten die Politiker ab. Erwin Fritsch, der MfN-Fraktionsvorsitzende,
hatte beantragt, der Ausschuss solle dem Rat, der kommenden
Dienstag tagt, empfehlen, die Verwaltung mit einer Information
für alle Eltern über die Schularten Haupt-, Real-,
Sekundarschule und Gymnasium und einer anschließenden
Befragung der Eltern aller Schüler zu beauftragen.
Dem
Rat solle weiterhin empfohlen werden, eine Entscheidung
zur Sekundarschule Kreuzau/Nideggen erst nach Kenntnis
der Schulkonferenzbeschlüsse und Auswertung der Elternbefragung
zu fassen. Der Antrag wurde bei Stimmengleichheit abgelehnt:
Die zwei Vertreter der MfN-Fraktion sowie Jochen Erler
(SPD), der Vorsitzender des Ausschusses, stimmten zu. Die
drei Gegenstimmen kamen von den Grünen, den Unabhängigen
und Erlers Fraktionskollegin. Die beiden CDU-Vertreter
enthielten sich der Stimme. Ob der Rat auch in der Stadthalle
tagt, steht noch nicht fest.
Quelle:
Dürener Zeitung

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Nideggen
17.09.2011
Eltern
sehen bei Sekundarschule keine Eile
Nideggen: Kritik an der
fehlenden Information zur Kooperation mit Kreuzau.
Unterschriftensammlung.

Um
sich gegen die ihrer Meinung nach übereilten Beschlüsse
zur Sekundarschule zu wehren, sammeln Eltern Unterschriften.
Foto: A. Lauscher
Um
sich gegen die ihrer Meinung nach übereilten Beschlüsse
zur Sekundarschule zu wehren, sammeln Eltern Unterschriften.
Eine
Versammlung mit vielen Fragen und wenig Antworten erlebten Eltern,
Lehrer und Kommunalpolitiker am Mittwochabend in Schmidt. Der
Saal des „Schützenhofs“ war gut besetzt, das
Thema „Sekundarschule“ interessierte offensichtlich
viele Bürgerinnen und Bürger. Eingeladen hatte die
Schulpflegschaftsvorsitzende der Realschule Nideggen, Monika
Werning – allerdings ohne den Termin mit den Kommunalpolitikern
vorher abzusprechen. So konnte auch Bürgermeisterin Margit
Göckemeyer nicht teilnehmen, die sich in Urlaub befindet.
Die
Stadt Nideggen hatte als erste Kommune im Kreis Düren
den Beschluss gefasst, die neue Sekundarschule einzuführen – um
dauerhaft den Schulstandort zu erhalten. Hatte der Stadtrat
vor dem Hintergrund des Schulentwicklungsplanes des Kreises
noch recht allgemein von einer Gemeinschaftslösung
und Gesprächen mit den Nachbarkommunen gesprochen,
wurde dieser Beschluss dann mit dem Schulkompromiss in
NRW in einer Sitzung des Schulausschusses konkretisiert.
Bis auf die „Menschen für Nideggen“ votierten
alle Parteien für die Einrichtung einer Sekundarschule
zum kommenden Schuljahr. Margit Göckemeyer damals
in der Sitzung: „Der Rat, aber auch die Schulleitungen
von Haupt- und Realschule haben sich sehr deutlich für
die neue Schulform ausgesprochen.“ Selbst das Gymnasium
Kreuzau als möglicher Kooperationspartner deute da
schon die inzwischen vereinbarte Zusammenarbeit mit der
Nachbarkommune Kreuzau an.
Den
Eltern in Nideggen geht das alles aber offenbar viel zu
schnell. Sie wollten vor allem wissen, warum denn die neue
Schulform schon 2012 eingeführt werden soll und nicht
erst 2013. Eine Frage, die ihnen auch die anwesenden Schulleiter
und Ratsvertreter nicht direkt beantworten konnten. So
wurden bei der Versammlung denn auch Unterschriftenlisten
verteilt, in denen die Eltern sich für einen Aufschub
der Kooperation bis zum Schuljahr 2013/2014 aussprechen.
Passend dazu hatte die Fraktion „Menschen für
Nideggen“ bereits eine Sondersitzung des Schulausschusses
beantragt und für eine Elternbefragung plädiert.
Bevor ihrer Meinung nach eine „Hals-über-Kopf-Entscheidung“ gefällt
wird, wollen die Eltern nun in die Entscheidungen eingebunden
werden.
Quelle:
Aachener Zeitung
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Schmidt
Eltern wollen zur Sekundarschule
gehört werden
15.09.2011

Hatten
auf mehr Information gehofft: Die Schulpflegschaftsvorsitzende
und Initiatorin der Diskussionsrunde, Monika Werning
(rechts), im Gespräch mit anderen Müttern.
Foto: bel
Die
Eltern waren in den Schmidter Schützenhof gekommen,
um Antworten auf ihre vielen Fragen zu bekommen. Aus der
Zeitung hatten sie erfahren, dass die Stadt Nideggen und
die Gemeinde Kreuzau ab dem Schuljahr 2012/2013 eine gemeinsame
Sekundarschule errichten wollen.
Beide Standorte, so teilte die Nideggener Bürgermeisterin Margit
Göckemeyer den Schulpflegschaften aller Schulen in Nideggen und
Heimbach schriftlich mit, sollen dabei erhalten bleiben. Für die
Sekundarstufe II werde eine Kooperation mit dem Gymnasium Kreuzau und
den Berufskollegs des Kreises Düren angestrebt.
Doch
Monika Werning, Schulpflegschaftsvorsitzende der Realschule
Nideggen und Mit-Initiatorin der Diskussionsrunde in Schmidt,
und mit ihr viele andere Eltern wollten mehr Information.
Warum
können Haupt- und Realschule Nideggen nicht bestehen
bleiben, zumal ihnen von allen Seiten sehr gute Arbeit
attestiert wird? Selbst Betriebe im Kreisgebiet und darüber
hinaus nähmen immer wieder gern Absolventen aus beiden
Schulen. Warum fasst die Stadt Nideggen so schnelle Beschlüsse,
ohne die betroffenen Eltern und Kollegien mit ins Boot
zu holen? Das waren die wohl drängendsten Fragen.
Heinrich
Simons, Rektor der Hauptschule Nideggen, und die Rektorin
der Realschule, Christa Görgens, bestätigten
die Attraktivität ihrer Systeme. So gibt es in diesem
Jahr in der Hauptschule Nideggen zwei Eingangsklassen,
während die Hauptschule Kreuzau keine Eingangsklasse
vermelden kann. «Warum also diese Hals- über
Kopf-Entscheidung?», fragte Monika Werning im Namen
der Eltern. Vorgaben vom Schulministerium in Düsseldorf,
sagte Werning, lägen noch nicht vor.
Auch
interessierte die Anwesenden, welche finanziellen Vorteile
ein Zusammenschluss hätte und überhaupt welche
pädagogischen Gründe es für dafür geben
könnte? Allerdings war Bürgermeisterin Margit
Göckemeyer nicht anwesend, um auf diese Fragen zu
antworten. Sie hatte schriftlich abgesagt: Der Termin sei
leider mit ihr nicht abgesprochen worden. Deshalb sei es
nicht möglich teilzunehmen.
So
versuchten die Pflegschaftsvorsitzenden etwas aus den wenigen
Kommunalpolitikern und Vertretern der Verwaltungen herauszubekommen.
Vergeblich. Auch sie berichteten über Fraktionsgrenzen
hinweg, dass sie nicht informiert seien.
Die
Eltern waren natürlich nicht erfreut darüber,
kaum Antworten zu bekommen. Auf jeden Fall wollen sie am
Ball bleiben und hoffen auf mehr Informationen in den kommenden
Wochen. Sie wollen, dass in dieser wichtigen Angelegenheit
ohne jeden Druck entschieden wird. Und die Eltern forderten
Räte und Verwaltungen auf, alle Betroffenen in den
Prozess mit einzubeziehen. Die angestrebten Beschlüsse
auf der nächsten Sitzung des Schulausschusses am 22.
September und in der kommenden Ratssitzung am 27. September
müssten vertagt werden.
Am
Ende trugen sich zahlreiche Gäste in Unterschriftenlisten
ein. Weitere Listen liegen ab sofort bei den Vorsitzenden
der Schulpflegschaften bereit.
Quelle:
Dürener Zeitung
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Nideggen/Kreuzau
Kreuzau
und Nideggen planen eine Sekundarschule
02.08.2011

Margit
Göckemeyer und Walter Stolz stellten gestern die
Pläne der Verwaltungen zur Einrichtung einer Sekundarschule
vor. Foto: Johnen
Kreuzau
und Nideggen wollen gemeinsam eine Sekundarschule entwickeln.
Zum Schuljahr 2012/13 sollen die Pläne für die
voraussichtlich siebenzügige Schule mit zwei Standorten
umgesetzt sein. «Wir bauen unser System um - und
gehen angesichts sinkender Schülerzahlen die Herausforderungen
gemeinsam an», sagte Nideggens Bürgermeisterin
Margit Göckemeyer am Dienstag bei der Vorstellung
der Pläne.
Die Beratung und Entscheidung in den politischen Gremien der Kommunen
steht zwar noch an, «aber in beiden Rathäusern ist schon kräftig
vorgearbeitet worden», sagte Walter Stolz, der Allgemeine Vertreter
des Kreuzauer Bürgermeisters. Stolz hatte von Seiten der Kreuzauer
Verwaltung in den vergangenen Tagen die intensiven «Gespräche» mit
Nideggen geführt - Bürgermeister Walter Ramm ist derzeit im
Sommerurlaub.
«Beide
Räte haben uns beauftragt, eine tragfähige Lösung
zu finden», hieß es am Dienstag im Kreuzauer
Rathaus. Ziel sei es, die Schulstandorte zu erhalten und
Planungssicherheit für Eltern und Schüler zu
schaffen. Beide Verwaltungen seien überzeugt, dass
die Sekundarschule «die Schulform ist, die wir wollen».
So
könne Eltern und Kindern dauerhaft ein verlässliches
Bildungsangebot gemacht werden. Erste Beratungen mit der
Bezirksregierung haben bereits stattgefunden, von dort
aus gebe es grünes Licht. «Der frühe Vogel
fängt den Wurm», zeigte sich Göckemeyer
optimistisch, dass die Politik die Überlegungen der
Verwaltung in einen Auftrag ummünzen wird. Nach der
Sommerpause soll das Thema beraten werden. Bis Anfang Dezember
müsse die Einrichtung bei der Bezirksregierung beantragt
werden.
Die
Südkreiskommunen sind schon seit Jahrzehnten in einem
Schulverband für die Förderschule in Boich miteinander
verbunden. Diese Zusammenarbeit soll intensiviert werden.
Mit drei Zügen in Nideggen und vier Zügen in
Kreuzau - so eine Überlegung - könnten an beiden
Standorten Kinder von der fünften bis zur zehnten
Klasse unterrichtet werden.
Zum
Erwerb der allgemeinen Hochschulreife sei die Kooperation
mit dem Gymnasium Kreuzau und den Berufskollegs des Kreises
geplant. «Es gibt noch viele Details zu besprechen»,
sagte Stolz am Dienstag. Die Hürtgenwalder Entscheidung,
bei möglichen Kooperationen vor allem Richtung Simmerath
zu blicken, habe die Planungen «unterstützt».
Die
Haupt- und Realschulen in Kreuzau und Nideggen sollen nicht
geschlossen werden, sondern auslaufen. «Wechsel sind
nicht nötig», betonte Göckemeyer. Eine
Sekundarschule biete «durchlässige Qualifizierungsmöglichkeiten»,
um den bestmöglichen Abschluss zu bekommen - wohnortnah.
«Keine
unserer Haupt- und Realschulen ist auf Dauer für sich
lebensfähig», gab Stolz zu bedenken. Nach Vorstellung
von Margit Göckemeyer soll Heimbach in den Schulverband
aufgenommen werden. Ein Angebot soll auch Richtung Vettweiß unterbreitet
werden.
Quelle:
Dürener Zeitung
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Düsseldorf
13.09.2011
Wirtz:
Schulkonsens trägt CDU-Handschrift
Zufrieden
ist auch der Stolberger CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz,
der betont: «Es ist unsere Handschrift, die dieser
Schulkonsens trägt.» Wobei er hinzufügt,
die zwischen CDU, SPD und Bündnisgrünen vereinbarten
Ziele würden «fair umgesetzt».
Durch
die Verfassungsänderung wird laut Wirtz ein vielfältiges
Schulsystem für Nordrhein-Westfalen festgeschrieben.
Die neue Sekundarschule verbinde die Qualität von
Haupt- und Realschule und ermögliche ein attraktives
Schulangebot auch bei zurückgehenden Schülerzahlen,
wobei die Verantwortung über die Schulform bei den
Schulträgern vor Ort liege. Zudem gebe es nun Planungssicherheit
für zwölf Jahre, betont Wirtz.
Quelle:
CDU
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Düsseldorf
03.09.2011
1.
Lesung eines neuen Schulgesetzes in NRW
Der Landesvorsitzende der CDU Nordrhein-Westfalen Norbert Röttgen
erklärt zur 1. Lesung der Einbringung eines neuen gemeinsamen Schulgesetzes
in Nordrhein-Westfalen von CDU, SPD und Grünen:
„ Mit
dem neuen Schulgesetz und der Verfassungsänderung, die heute
im Landtag eingebracht wurden, beenden wir den jahrzehntelangen Streit
um Grundsatzfragen der Bildungspolitik in Nordrhein-Westfalen. Schüler,
Lehrer und Eltern können sich endlich auf ein verlässliches
Schulsystem einstellen – und zwar mindestens bis zum Jahr 2023.
Dies ist ein toller Erfolg, mit dem wir den Bildungsstandort Nordrhein-Westfalen
erheblich stärken.
Es ist gelungen, ein wirklich gutes Ergebnis zu erzielen, hinter dem wir
mit voller Überzeugung stehen, weil alle zentralen Forderungen der
CDU umgesetzt sind“, so der CDU-Landesvorsitzende Dr. Norbert Röttgen.
„ Aus meiner Sicht als CDU-Landesvorsitzender sind dies die wesentlichen
Punkte:
1
.Das gegliederte Schulsystem ist politisch gesichert und in der Landesverfassung
verankert. Es wird in Nordrhein-Westfalen keine Einheitsschule geben und
auch die Gemeinschaftsschule kommt nicht. Damit ist gewährleistet,
dass jedes Kind auch in Zukunft entsprechend seiner individuellen Begabungen
und Interessen optimal gefördert werden kann.
2.
Keine Schulform wird abgeschafft.
3.
Wir haben uns auf eine neue Schulform verständigt: Die Sekundarschule
ermöglicht eine flexible Reaktion der Kommunen auf sinkende Schülerzahlen.
Sie hat keine Oberstufe. Damit stellt sie keine Konkurrenz zum Gymnasium
dar und grenzt sich auch von dem eigenständigen Profil der Realschulen
klar ab.
4.
Besonders wichtig war uns, dass keine Schulform gegenüber einer anderen
grundsätzlich bevorzugt oder benachteiligt wird. Auch dies ist mit
den heute im Landtag gefassten Beschlüssen gewährleistet.
Damit haben wir nach meiner Einschätzung eine wirklich überzeugende
und praxistaugliche Schulstruktur geschaffen. Dies wird auch einhellig
von den Fachverbänden bestätigt.
Ich möchte mich ausdrücklich bei allen herzlich bedanken, die
daran mitgewirkt haben, dass dieser Schulkonsens erreicht wurde und dass
nach nur wenigen Wochen bereits heute im Landtag die entsprechenden Verfassungs-
und Gesetzesänderungen eingebracht werden konnten.“
Quelle:
CDU
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Hürtgenwald/Simmerath
18.07.2011
Weitere
Schritte zur Kooperation mit Simmerath
Die
mit einiger Aufregung geführte Debatte um die Schulentwicklung
und Gründung einer Gemeinschaftsschule fand im Rat
der Gemeinde Hürtgenwald ein vorläufiges Ergebnis:
Bürgermeister Axel Buch wurde beauftragt, insbesondere
mit der Gemeinde Simmerath Gespräche zu führen
mit dem Ziel der Gründung einer Gemeinschaftsschule,
dabei soll er aber die Kommunen Kreuzau und Nideggen nicht
aus den Augen verlieren.
Es
lag ein Antrag der SPD-Fraktion vor, die forderte, unverzüglich
Verhandlungen mit den Kommunen Kreuzau und Nideggen aufzunehmen.
Verhandlungen mit Simmerath wurden hier nicht gefordert.
Deshalb lehnte die Mehrheit diesen Antrag ab.
Andrea
Volk, SPD, Konrektorin in Kreuzau, erklärte sich für
befangen. Rainer Polzenberg, SPD-Fraktionsvorsitzender,
hielt es für vorhersehbar, „dass man mit Simmerath
klarkommen wird“, drängte aber darauf, dass
man eine Option in die andere Richtung offen lasse. Er
wies besonders darauf hin, dass beispielsweise Eltern aus
Gey oder Straß sich eher in Richtung Düren oder
Kreuzau orientieren werden. Siegfried Bergsch, FDP, meinte,
man könne nicht auf das Entgegenkommen der Gemeinden
aus dem Südkreis warten. Dem pflichtete Professor
Odoj, CDU, bei: „Bis jetzt sind weder Nideggen noch
Kreuzau noch Heimbach auf uns zugekommen.“
In
Simmerath hat sich unterdessen der dortige Schulausschuss
ebenfalls für eine Orientierung in Richtung Hürtgenwald
hin ausgesprochen. Simmerath strebt nach dem Scheitern
der Verhandlungen mit Monschau eine Kooperation der Hauptschulen
Simmerath und Kleinhau mit zwei Schulstandorten an. Ferner
wird eine Kooperation mit dem Gymnasium in Vossenack gewünscht,
das als verbindlicher Kooperationspartner zur Verfügung
steht. (ale)
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Simmerath
16.07.2011
Gemeinschaftsschule „auf
Augenhöhe“
Kooperation Simmerath und
Hürtgenwald einstimmig vom Schulausschuss
unterstützt. „Zielführende Gespräche“ fortsetzen.

Die Hauptschule Simmerath ist ein Auslaufmodell. Schon zum nächsten
Schuljahr gibt es keine neue Eingangsklasse mehr. Stattdessen soll hier
die Gemeinschaftsschule einziehen. Foto: P. Stollenwerk
Wenn
es in der Gemeinde Simmerath demnächst für Eltern
um die Entscheidung für die Schullaufbahn ihrer Kinder
geht, dann wird die Schulstadt Monschau eine ernstzunehmende
Konkurrenz erhalten. Mit einem einstimmigen Beschluss brachte
der Simmerather Schulausschuss am Donnerstagabend ein Kooperationsmodell
zur Bildung einer Gemeinschaftsschule mit der Gemeinde
Hürtgenwald auf den Weg (wir berichteten). Vorausgesetzt,
dass das Vorhaben klappt, soll ab dem Schuljahr 2012/13
eine Gemeinschaftsschule mit zwei Standorten in den Hauptschulgebäuden
Simmerath und Kleinhau angeboten werden.
Die
ersten Vorgespräche zwischen Simmeraths Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns und Hürtgenwalds Bürgermeister
Axel Buch haben bereits stattgefunden. Man sieht sich als „vertrauensvolle
Partner“ - eine Verhandlungsposition, die in den
zuvor stattgefundenen Gesprächen mit Monschau vermisst
wurde, wie bei der rund 90-minütigen Diskussion im
Ausschuss deutlich wurde.
Der
Ausschuss beauftragte den Bürgermeister, die Gespräche
und Überlegungen „zielführend fortzusetzen“.
Gleichzeitig wurden die bestehenden Ratsbeschlüsse
zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule Nordeifel durch
die Kommunen Simmerath, Monschau und Roetgen aufgehoben.
„Es
ist eine Menge passiert“, bilanzierte Ausschussvorsitzender Franz-Josef
Hammelstein. Der Versuch der Monschauer Bürgermeisterin,
Fördermittel von Simmerath nach Monschau umzuwidmen,
habe „Turbulenzen“ ausgelöst und in Simmerath
die Zweifel verstärkt, ob Monschau überhaupt
noch an einer Kooperation interessiert sei.
„Monschau
hat die Tür zugemacht“, lautete für Günter
Scheidt (CDU) das Fazit des zurückliegenden
halben Jahres, in dem die Stadt den Antrag auf Einrichtung
einer Gemeinschaftsschule alleine gestellt habe. Die Gespräche
mit der Nachbarkommune Hürtgenwald dagegen seien „gut
angelaufen“. Das Hauptschulgebäude in Simmerath
biete die besten Voraussetzungen für ein weiterführendes
Schulangebot. In diesem Zusammenhang verwies er auch auf
die mit Hürtgenwald bereits hervorragend funktionierende
Zusammenarbeit im Bereich der Förderschule. Auch Bernd
Goffart (CDU) sah einen gelungenen Start in der
Kooperation mit Hürtgenwald. Dies sei keine Notlösung.
Vielmehr habe er das Gefühl, „dass wir auf Augenhöhe
verhandeln.“ Die durch das Franziskus-Gymnasium zugesagte
Kooperation mit einer Gemeinschaftsschule Simmerath/Hürtgenwald
sei zudem ein unschätzbarer Vorteil, da sie auch das
Gymnasium als dann zentral liegenden Einrichtung stärke.
„Wichtig
ist ein gutes Konzept für die Schülerbeförderung,
das die Eltern überzeugt“, lenkte Siegfried
Peters (SPD) den Blick auf die praktische Seite
einer Kooperation, während Klaus
Stockschlaeder (Grüne) die Hoffnung äußerte, „dass
wir die Eltern mitnehmen können und die mentale Offenheit
vorhanden ist.“
Ein
wesentlicher Punkt, der alle zukünftigen Gemeinschaftsschulen
betrifft, ist derzeit noch die unklare Gesetzeslage im
Land,weshalb Stephan Weber (UWG)
auch Bedenken äußerte, sich auf den Begriff
Gemeinschaftsschule festzulegen; man möge sich auch
daher andere Optionen offenhalten.
Zur
aktuellen Situation teilte Bürgermeister Karl-Heinz
Hermanns mit, dass der Gesetzesentwurf der rot-grünen
Landesregierung eine Dreizügigkeit der Gemeinschaftsschule
vorsehe (25 Schüler pro Klasse). Im Entwurf ist auch
die Rede davon, dass bei neuen Schulmodellen auch eine
Abstimmung mit den Nachbarkommunen erfolgen sollte. Hermanns
sicherte zu, dass man selbstverständlich auch die
Stadt Monschau einbeziehen werde. Es sei nicht das Ziel, „bestehende
Schulen in Monschau zu gefährden, aber wir wollen
für Simmerath ein attraktives Angebot in der Sekundarstufe
I schaffen.“ So gehe man davon aus, dass auch weiterhin
ein bestimmter Anteil Simmerather Schüler die Realschule
in Monschau besuche.
Von
allen Seiten wurde bei der Diskussion nachhaltig darauf
hingewiesen, dass das Beförderungsangebot für
die Schulkinder stimmen muss. Angedacht ist schon einmal
der Einsatz von Kleinbussen möglichst ohne Umsteigen
am Bushof Simmerath. (P. St.)
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Simmerath/Hürtgenwald
Neue
Schule:
Simmerath plant
jetzt mit Hürtgenwald
Die
Kooperation mit der Nachbarkommune Monschau zur Bildung
einer Gemeinschaftsschule wird als gescheitert erklärt.
Angestrebt werden zwei Standorte „auf Augenhöhe“ an
den Hauptschulen Simmerath und Kleinhau.
14.07.2011
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Gemeinschaftshauptschule
Simmerath: Energetische Sanierung schreitet voran.
Hier: Die neue Mensa (Zeichnung) |
Bei
der Neugestaltung der Schullandschaft in der Nordeifel
hat der Simmerather Schulausschuss in seiner Sitzung am
gestrigen Abend ein neues Kapitel aufgeschlagen: Nachdem
die Verhandlungen mit der Nachbarkommune Monschau zur Bildung
einer Gemeinschaftsschule aus Simmerather Sicht nicht zielführend
verliefen, orientiert die Gemeinde sich nun in den Kreis
Düren.
Angestrebt
wird eine Kooperation der Hauptschulen Simmerath und Kleinhau
mit zwei Schulstandorten sowohl in Simmerath wie auch in
Kleinhau. Ferner ist eine Kooperation mit dem Franziskus-Gymnasium
Vossenack angestrebt, das traditionell von zahlreichen
Schülern aus der Gemeinde Simmerath besucht wird.
Das Gymnasium hat inzwischen seine Bereitschaft erklärt
als verbindlicher Kooperationspartner zu fungieren.
Die Zielrichtung der Verwaltung, bei der neu einzugehenden Schulpartnerschaft
auf Augenhöhe» zu verhandeln, fand im Ausschuss breite Unterstützung.
Gleichzeitig wurden die seit Februar laufenden Verhandlungen mit der
Stadt Monschau als gescheitert erklärt, indem die bisher gefassten
Ratsbeschlüsse (Beteiligung am Modellversuch Gemeinschaftsschule,
aber keine Beteiligung an der Trägerschaft) aufgehoben wurden.
Bei
der Beratung im Ausschuss wurde noch einmal deutlich, mit
welchen Schwierigkeiten von Beginn an die Verhandlungen
zwischen Monschau und Simmerath behaftet waren, zumal sich
bereits frühzeitig abzeichnete, dass Monschau einem
zweiten Standort der Gemeinschaftsschule in Simmerath nicht
zustimmen würde. Bestärkt fühlte sich Monschau
als alleiniger Standort durch das Ergebnis einer Elternbefragung,
worin sich zwei Drittel der Eltern für einen alleinigen
Standort Monschau ausgesprochen hatten.
In Simmerath interpretierte man das Eltern-Votum allerdings ein wenig
anders, da sich bei der Befragung die Simmerather Eltern mehrheitlich
für zwei Schul-Standorte in Simmerath und Monschau ausgesprochen
hatten.
Für höchste Verstimmung sorgte dann in Simmerath der Vorstoß der
Monschauer Bürgermeisterin, durch die Bezirksregierung prüfen
zu lassen, ob eventuell für den Ausbau des Hauptschulgebäudes
in Simmerath bereits bewilligte Gelder nach Monschau «umgewidmet» werden
können für den hier erforderlichen Ausbau der Elwin-Christoffel-Realschule
als künftigem Standort einer Gemeinschaftsschule. Für eine
solche Transaktion sah die Bezirksregierung allerdings keine rechtliche
Grundlage.
In
ihren Erläuterungen zur gestrigen Sitzung zitierte
die Verwaltung aus einem Gespräch bei Regierungspräsidentin
Gisela Walsken. An dieser Runde nahmen neben Monschaus
Bürgermeisterin Margareta Ritter und Simmeraths
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns auch die beiden
Schulausschuss-Vorsitzenden Waldtraud Haake (Monschau)
und Franz-Josef Hammelstein (Simmerath) teil. Nachdem
von Monschauer Seite eine erneute Standort-Diskussion
abgelehnt worden sei, habe die Regierungspräsidentin «ein
weiteres Gespräch in dieser Zusammensetzung für
nicht mehr angebracht» erklärt.
Schülerzahlen reichen aus
Wenige Tage nach diesem Termin nahm die Simmerather Verwaltung dann Kontakt
mit der Gemeinde Hürtgenwald auf. Die beiden Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns und Axel Buch führten ebenfalls ein Gespräch
bei der Bezirksregierung, zudem wurde von allen Simmerather Ratsfraktionen
die Kooperation mit Hürtgenwald unterstützt.
Was
die Schülerzahlen betrifft, sieht man auf der Grundlage
der vorliegenden Zahlen der Grundschulübergänger
eine Gemeinschaftsschule Hürtgenwald/Simmerath als
machbar an.
Als
lösbar sieht die Verwaltung auch die Frage der Schülerbeförderung
an, die dann neu und attraktiver gestaltet werden müsste.
Die
große Unbekannte ist aber die derzeit noch fehlende
gesetzliche Grundlage für eine Gemeinschaftsschule.
Die Landesregierung strebt an, keine Schulversuch mehr
zu genehmigen sondern die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen
im Schulgesetz zu verankern.
Schon
in einer «starken Ehe» mit Simmerath
Auch in den politischen Gremien der Gemeinde Hürtgenwald wird über
die Kooperation zwischen den Gemeinden Simmerath und Hürtgenwald
zur Bildung einer Gemeinschaftsschule mit zwei Standorten diskutiert.
Der Schulausschuss gab der Verwaltung in seiner Sitzung am Dienstag den
Auftrag Gespräche mit den Nachbarkommunen, «insbesondere mit
Simmerath», zu führen, um vor dem Hintergrund rückläufiger
Schülerzahlen zur Bildung einer Gemeinschaftsschule zu gelangen.
Aber auch andere Kooperationsmodelle, zum Beispiel mit Nideggen und Kreuzau
sollten nicht aus den Augen verloren werden, auch wenn aus diesen beiden
Kommunen im Gegensatz zu Simmerath noch keine Anfragen vorliegen.
Auch bei der Debatte im Schulauschuss Hürtgenwald wurde deutlich,
dass es oberstes Ziel der politischen Kräfte ist, den Schulstandort
Kleinhau zu erhalten. Kleinhau verfügt neben einer Hauptschule auch
noch über eine Realschule.
Hürtgenwalds Bürgermeister Axel Buch ließ eine deutliche
Sympathie für eine Kooperation mit Simmerath erkennen, vor allem
weil man sich bereits, wie er sagte, «in einer starken Ehe» mit
Simmerath befinde, weil viele Schüler von dort das Vossenacker Franziskus-Gymnasium
besuchten.
Neue
Hauptschüler teilweise nach Kleinhau
Lediglich sieben Anmeldungen für die Hauptschule gingen bei der
Gemeinde Simmerath für das Schuljahr 2011/2012 ein. Die Bezirksregierung
hat daraufhin keine Eingangsklasse mehr zugelassen. Die meisten Eltern
haben sich daraufhin entscheiden, ihre Kinder an die Hauptschule Kleinhau
zu schicken.
Bereits am 5. April hatte der Rat die beginnende Auflösung der Hauptschule
beschlossen. Die verbleibenden Schüler werden aber weiter in Simmerath
beschult.
Quelle:
Eifeler Zeitung
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Monschau/Simmerath
07.07.2011
Schulfrieden noch nicht in Sicht
Was wird aus der geplanten Gemeinschaftsschule
Nordeifel? In Simmerath zeichnen sich neue Entwicklungen ab.
Heute Sondersitzung des Rates. Monschau wartet Landtagsbeschluss ab.
Im
Februar 2011 fand in der Realschule Monschau die erste
Informationsveranstaltung zur Gemeinschaftsschule Nordeifel
statt. Der Durchbruch ist seitdem noch nicht gelungen.
Das
Thema Gemeinschaftsschule Nordeifel ist in den zurückliegenden
Wochen aus der öffentlichen Diskussion ferngehalten
worden. Wohl aber darf vermutet werden, dass hinter den
Kulissen über das Projekt heftig diskutiert wird.
In dieser Woche darf man damit rechnen, dass die Öffentlichkeit
Neues zur künftigen Entwicklung der Schullandschaft
in der Nordeifel erfahren wird. Wenn man Beobachtern
Glauben schenken darf, dann scheint in der Nordeifel
wie auch auf Landesebene noch kein Schulfrieden in Sicht.

Infoveranstaltung
zur Gemeinschaftsschule
Foto: Archiv/P. Stollenwerk
Heute
trifft sich der Simmerather Gemeinderat nicht öffentlich
zu einer Sondersitzung, bei der das Thema Gemeinschaftsschule
im Blickpunkt steht. In der nächsten Woche, am Donnerstag,
14. Juli, findet dann eine öffentliche Sitzung des
Schulausschusses statt mit einem Tagesordnungspunkt,
der da lautet: „Einrichtung einer Gemeinschaftsschule
unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen.“ Eine
Interpretation dieser Formulierung lässt sich Simmeraths
Bürgermeister Karl-Heinz Hermann zum jetzigen Zeitpunkt
unter Hinweis auf die ausstehenden Beratungen nicht entlocken,
hat aber für diese Woche eine Erklärung angekündigt,
wo sich „Simmerath positionieren wird.“
„Keine
Entscheidungsgrundlage“
In
der Nachbarkommune Monschau, die den Antrag auf Einrichtung
einer Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2012/13 eingereicht
hat, sieht man laut Bürgermeisterin Margareta Ritter „im
Moment keine Entscheidungsgrundlage.“ Die in Simmerath
angekündigten „aktuellen Entwicklungen“ werde
sie abwarten. Wichtig aus ihrer Sicht sei die Einbringung
einer gesetzlichen Änderung im Landtag, die die
Voraussetzungen dafür schaffe, dass die Gemeinschaftsschule
auf einer rechtlichen Grundlage stehe.
Im
Düsseldorfer Parlament wird dieser Änderungsantrag
am 12. Juli eingebracht. Ein Gerichtsurteil hatte ausgesagt,
dass ein so tiefgreifender Einschnitt in die Schullandschaft
einer gesetzlichen Grundlage bedürfe.
Unabhängig
von möglicherweise neuen Entwicklungen in Simmerath,
hält Margareta Ritter am Willen Monschaus fest,
eine Gemeinschaftsschule einzurichten, wie es auch in
der Abfragung des Elternwillens zum Ausdruck gekommen
sei. Erforderlich dazu sei allerdings eine Modifizierung
der bestehenden Ratsbeschlüsse.
Wie
mehrfach berichtet, hatten die neben Roetgen in der Hauptsache
beteiligten Kommunen Simmerath und Monschau keine Einigkeit
in der Standortfrage für eine Gemeinschaftsschule
erzielt. In einer Elternbefragung hatten sich über
zwei Drittel für den Standort Monschau ausgesprochen.
Simmerath
dagegen sieht den idealen Standort für eine Gemeinschaftsschule
im demnächst sanierten Hauptschulgebäude in
Simmerath. Von einer Beteiligung der Trägerschaft
hatte der Rat dann auch vorerst Abstand genommen.
Zuletzt
hatte es seitens CDU Simmerath beim Parteitag in Eicherscheid
heftige Vorhaltungen in Richtung Monschau gegeben, weil „die
schlechteste Lösung den Zuschlag der Eltern“ erhalten
habe. Nach dieser Attacke des CDU-Fraktionsvorsitzenden
Bruno Löhrer vom 5. Mai hat es keine öffentliche
Erklärungen mehr zum Thema Gemeinschaftsschule gegeben.
Das soll sich diese Woche ändern. (P. St.)
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Düsseldorf/Monschau/Simmerath
21.06.2011
« Deutliche Öffnung
der CDU zur Gemeinschaftsschule»
Die
Einrichtung von Gemeinschaftsschulen zum neuen Schuljahr
wird vielerorts im Lande diskutiert - bekanntlich auch
in Monschau und Simmerath.
Eine
heftige Diskussion findet derzeit auch in Düsseldorf
zwischen Landesregierung und Opposition um eine langfristige
Ausrichtung der Bildungspolitik im Lande statt. Doch
ein Schulfrieden ist derzeit nicht in Sicht, zumal die
CDU einem von Ministerpräsidentin
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| «Klares
Bekenntnis» zum Gymnasium unverzichtbar |
Hannelore
Kraft anberaumten Gipfelgespräch am kommenden Freitag
fernbleiben wird. Als Hauptgrund für die Absage
gibt die CDU an, dass Kraft auch die Linkspartei eingeladen
habe, die die Christdemokra ten nicht Verhandlungspartner
akzeptieren. Abgesehen davon stört sich die CDU
auch an der Form der Einladung, indem einseitig ein Termin
festgelegt worden sei.
Trotz
der momentanen Verunsicherung um eine langfristig gesicherte
Schulpolitik hält der CDU-Landtagsabgeordnete Axel
Wirtz fest, dass der Inhalt der Diskussion nichts mit
dem Verfahren zu tun habe. «Wir müssen uns
aufeinander zu bewegen, damit endlich Ruhe an der Schulfront
einkehrt.»
Die
Frage der Einrichtung von Gemeinschafts schulen vor Ort
stehe außerhalb dieser Diskussion, sagte der Stolberger
Parlamentarier am Montag. In den Reihen der Landes-CDU
sei inzwischen «eine deutliche Öffnung» zur
Gemeinschaftsschule hin festzustellen, auch wenn man
mit Recht die Frage stellen dürfe, ob es Sinn mache,
in den beiden Eingangsklassen einer Gemeinschaftsschule
nach gymnasialen Standard zu unterrichten.
Für
Axel Wirtz ist ein «klares Bekenntnis» zum
Gymnasium unverzichtbarer Bestandteil des Schulsystems.
Was das Schicksal der Realschulen betreffe, so müsse
man im Rahmen einer Neustrukturierung diese Schulform
fortentwickeln.
Unberührt von der Debatte in Düsseldorf seien die Entscheidungen
vor Ort. Es sei Sache der Kommunen und des Elternwillens, ob Gemeinschaftsschulen
eingerichtet werden sollten. Dies gelte auch für die von der Stadt
Monschau beantragte Gemeinschaftsschule. Wirtz sieht trotz des Einladungs-Eklats,
dass innerhalb der Landes-CDU «die Chancen nie größer
waren, die Gemeinschaftsschule zu etablieren.» Es mache keinen
Sinn, «übergeordnete Ideologien» voranzustellen.
Gerne vernimmt Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter diese
Kunde, wenngleich man in Monschau vom zeitlichen Ablauf her «keine
Not» habe. In Monschau wolle man mit der Gesamtschule erst im
nächsten Jahr starten. Sicher sei jetzt schon, dass Monschau keine
Genehmigung mehr für einen Schulversuch erhalte, auch wenn es
in den vorliegenden Ratsbeschlüssen heißt, dass Monschau
und Simmerath sich am Schulversuch beteiligen wollten. Grundlage ist
ein Gerichtsurteil zur Gesamtschule, wonach für einen solch tiefgreifenden
Einschnitt in die Schullandschaft eine gesetzliche Grundlage erforderlich
sei, so das Gericht.
Margareta
Ritter zeigte sich zuversichtlich, dass das Schulgesetz
geändert werde. Diese würde für die Kommunen
zudem eine gesicherte gesetzliche Regelung schaffen.
Es müssten dann allerdings noch «ergänzende
Ratsbeschlüsse» gefasst werden.
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20.06.2011
Blankenheim/Nettersheim:
Gemeinschaftsschule gekippt
Die erste Gemeinschaftsschule in der Region ist gekippt. Sie sollte
in Blankenheim und Nettersheim entstehen. Bei dieser neuen Schulform
lernen Kinder vom 5. bis 10. Schuljahr zusammen an einer Schule und
werden nicht auf verschiedene Schultypen verteilt. Die Landesregierung
hat nun ihre Genehmigung für Blankenheim und Nettersheim zurückgezogen.
Ausschlaggebend war eine Klage des benachbarten Klosters Steinfeld.
Dort sah man in der geplanten Gemeinschaftsschule eine Konkurrenz zum
eigenen Gymnasium. In Blankenheim und Nettersheim ist man nun geschockt
von der Nachricht aus Düsseldorf. Das Aus für die Gemeinschaftsschule
sei nur ein vorläufiger Sieg fürs Kloster Steinfeld, sagte
Blankenheims Bürgermeister Hartmann. Sobald es ein neues Schulgesetz
gebe, werde man das Projekt wieder angehen. Am Dienstag werden zunächst
die Eltern der 124 betroffenen Kinder informiert. Sie können sich
ab sofort an den beiden Hauptschulen oder an der Realschule für
das neue Schuljahr anmelden.
Nach
Schul-Aus Kritik an Landespolitik
Der
Bürgermeister von Blankenheim hat alle Landtagsfraktionen
aufgefordert, so schnell wie möglich ein neues Schulgesetz
zu beschließen, um in Zukunft weitere Klagen gegen
die Gemeinschaftsschule zu verhindern. Nach dem Aus für
die Gemeinschaftsschule in Blankenheim/Nettersheim können
sich die betroffenen 124 Schüler, die bereits eine
Zusage für die Schule hatten, sich ab sofort an
anderen Schulen anmelden.
Quelle:
WDR
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Köln/Simmerath/Monschau
Eifeler-Zeitung
vom 07. April 2011
Fördermittel
bleiben in Simmerath
11.05.2011
Bei
der Bewältigung des Projektes Gemeinschaftsschule
Simmerath/Monschau hat die Kölner Regierungspräsidentin
Gisela Walsken die Nachbarkommunen aufgefordert, «die
Entwicklung ihrer Schulen erneut zu beraten und ihre
Planungen möglichst miteinander abzustimmen.»
Regierungspräsidentin
Gisela Walsken
Zur
politisch seit Monaten heftig im politischen Raum diskutierten
Gründung einer Gemeinschaftsschule fand jetzt
ein Gespräch bei der Bezirksregierung statt, wobei
es in erster Linie um die Umwidmung von Fördermitteln
ging. An dem Gespräch mit der Regierungspräsidentin
und ihren Mitarbeitern nahmen der Simmerather Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns und der Schulausschussvorsitzende
Franz-Josef Hammelstein sowie Monschaus Bürgermeisterin
Margareta Ritter und die dortige Schulausschussvorsitzende
Waltraud Haake teil.
Wie mehrfach berichtet, hatte die Monschauer Bürgermeisterin angeregt,
Fördermittel aus Simmerath, die für die energetische Sanierung
des dortigen Hauptschulgebäudes vorgesehen waren, eventuell nach
Simmerath umzuwidmen. Fördermittel in Höhe von 4,5 Millionen
Euro waren für die Maßnahme bereits bereitgestellt und bewilligt
worden.
Dieser
Vorschlag, so lautete das Ergebnis des Gespräches,
lässt sich aber nicht umsetzen. «Eine Umwidmung
der Mittel ist aus rechtlichen Gründen ausgeschlossen»,
teilt die Bezirksregierung mit. Solange Simmerath nicht
aus eigenen Stücken auf diese Mittel verzichte
oder die eigene Planung ändere, «ist eine Übertragung
der Fördermittel nicht möglich», heißt
es weiter aus Köln.
Die
ursprüngliche Planung sah vor, eine gemeinsame
Gemeinschaftsschule zum Schuljahr 2012/13 zu errichten,
und die Klassen auf beide Standorte zu verteilen. Seitens
der Stadt Monschau wurde eine Gemeinschaftsschule mit
alleinigem Standort in Monschau favorisiert, was auch
im Ergebnis einer Elternbefragung zum Ausdruck kam,
worin sich die Eltern mehrheitlich für einen alleinigen
Standort Monschau ausgesprochen hatten.
Dass Simmerath einer Umwidmung von Mittel nicht zustimmen würde,
war zu erwarten, da an der Hauptschule mit dem Baubeginn an der neuen
Mensa als zweitem Bauabschnitt neue Fakten geschaffen wurden. Die Bagger
stehen bereit, eine Baustraße zum Gelände wurde bereits
hergerichtet.
Für Karl-Heinz Hermanns ist als
Gesprächsergebnis wichtig, dass die Bezirksregierung «weder
Veranlassung noch eine rechtliche Handhabe» sehe, die
Fördermittel umzuwidmen.
Die
Bauarbeiten zur Errichtung einer Mensa seien wie geplant
der nächste Schritt. Beabsichtigt sei, bis Mitte
2012 einen Großteil der Arbeiten zu erledigen,
wobei gleichzeitig die Fertigstellung der Schwimmhalle
neben der Hauptschule vorgesehen sei.
Vor einen finanzielles Problem sieht sich derweil die Stadt Monschau
gestellt, da man an der Realschule als geplantem Standort für
die Gemeinschaftsschule räumliche Erweiterungen, unter anderem
um eine Mensa, vornehmen muss.
Antrag nachbessern
Dem entgegen steht der Beschluss des Rates, keine Kredite für
investive Maßnahmen aufzunehmen. «Wir sind aber zuversichtlich,
eine Lösung zu finden», sieht die Monschauer Bürgermeisterin
Margareta Ritter auch nach dem Gespräch in Köln Wege, um
den Antrag auf Errichtung einer Gemeinschaftsschule nachzubessern.
Andererseits ist der Monschauer Bürgermeisterin auch klar, dass
die Fördermittel nicht automatisch Monschau zugeordnet worden
wären, selbst wenn Simmerath für den Vorschlag der Umwidmung
offen gewesen sei.
Nun werde man «in aller Ruhe» das Genehmigungsverfahren
abwarten. Nach wie vor stehe für die Stadt Monschau der Elternwille
im Vordergrund. Daher sei man auch weiterhin zuversichtlich, dass in
Monschau eine Gemeinschaftsschule «genehmigt und errichtet wird.»
Nach
wie vor wünsche sie sich auch eine gemeinsame
Trägerschaft mit Simmerath, auch wenn sie inzwischen
den Eindruck gewonnen habe, dass man sich in Simmerath
in Teilen der Politik nicht mehr mit einer gemeinsamen
Gemeinschaftsschule identifiziere.
Quelle:
Eifeler Zeitung

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Verwaltungsgericht stoppt
Gemeinschaftsschule
Arnsberg/Finnentrop
Einen echten "Hammer" präsentierte am Montag das Verwaltungsgericht
Arnsberg: Die
Errichtung einer Gemeinschaftsschule in Finnentrop wurde vorläufig
gestoppt.
Mit
Beschlüssen vom 8. April hat das Gericht den Eilanträgen
der benachbarten Städte Attendorn und Lennestadt stattgegeben
und die aufschiebende Wirkung ihrer Klagen gegen die Genehmigung
der Gemeinschaftsschule durch das Schulministerium des
Landes wiederhergestellt.
Grundsätzlich
berechtigt
Zur Begründung hat das Gericht im Wesentlichen laut einer am Montag
veröffentlichten Pressemitteilung ausgeführt, benachbarte
kommunale Schulträger seien grundsätzlich berechtigt, eine
Verletzung ihres kommunalen Selbstverwaltungsrechts auch gegenüber
der Genehmigung von Schulversuchen bzw. Versuchsschulen geltend zu
machen.
Bei
vorläufiger Bewertung erweise sich die der Gemeinde
Finnentrop erteilte Genehmigung als rechtswidrig. Sie lasse
sich nicht auf die vom Schulministerium herangezogene Regelung über
Schulversuche in Paragraph 25 Absatz 1 des Schulgesetzes
und auch nicht auf die zusätzlich zu beachtende Vorschrift über
Versuchsschulen in Absatz 2 stützen. Diese Bestimmungen
ermöglichten lediglich ergebnisoffene Schulversuche
als atypische Ausnahmen. Das fragliche Vorhaben sei jedoch
- unabhängig davon, wie viele entsprechende "Schulversuche" gegenwärtig
verwirklicht würden - Teil einer systematischen, über
punktuelle Projekte hinausgehenden Einführung einer
neuen Schulform, wie sich aus der Koalitionsvereinbarung
und dem Runderlass des Ministeriums vom 21. September 2010
ergebe. Ein derartiges Vorhaben unterliege dem Vorbehalt
des Gesetzes; es erfordere ein entsprechendes verfassungskonformes
formelles Gesetz, das in diesem Fall nicht vorhanden sei.
Nicht
rechtskräftig
Aber auch gemessen an vorhandenen gesetzlichen Bestimmungen, so die
Arnsberger Richter weiter, sei die Genehmigung rechtswidrig, weil das
Ministerium das ihm zustehende planerische Ermessen nicht ordnungsgemäß ausgeübt
habe. Die Beschlüsse des Arnsberger Verwaltungsgerichts sind nicht
rechtskräftig. Über eine Beschwerde hätte das Oberverwaltungsgericht
für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster zu entscheiden.
Die vollständigen anonymisierten Entscheidungen sind in Kürze
in der Rechtsprechungsdatenbank "nrwe" abrufbar.
Quelle: Siegener Zeitung
CDU
bietet Rot-Grün erneut Schulfrieden an
Dienstag, 12. April 2011
Oliver
Wittke und Karl-Josef Laumann: Angebot für Schulfrieden
in NRW
Partei und Fraktion
der CDU Nordrhein-Westfalen haben heute angekündigt,
die Partei- und Fraktionsvorsitzenden der im Landtag vertretenen
demokratischen Parteien und die Schulministerin zu Konsensgesprächen über
eine Reform des Schulsystems einzuladen.
Hintergrund ist das
Urteil des Verwaltungsgerichts Arnsberg, das aufgrund der
fehlenden Rechtgrundlage die Gründung einer Gemeinschaftsschule
im sauerländischen Finnentrop gestoppt hatte. Das
Urteil zeige, dass die Minderheitsregierung mit ihrem Vorhaben,
die Einheitsschule mittels Schulversuchen einzuführen,
gescheitert sei, sagten der Fraktionsvorsitzende der CDU
im nordrhein-westfälischen Landtag Karl-Josef Laumann
und der Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen
Oliver Wittke heute bei einer Pressekonferenz.
Gesprächsangebot über
Schulkonsens
Auf Einladung des Landesvorsitzenden
der NRW-CDU Norbert Röttgen und des Fraktionsvorsitzenden
der CDU im nordrhein-westfälischen Landtag Karl-Josef
Laumann soll nach der Osterpause mit allen im Landtag vertretenen
demokratischen Parteien sowie der Schulministerin ein Gespräch
stattfinden, in dem es darum geht, wie man zu einem Schulfrieden
für Nordrhein-Westfalen kommen könne. Aus Sicht
der CDU sei Voraussetzung für einen Schulfrieden,
dass es auch in Zukunft ein vielfältiges Schulsystem
in Nordrhein-Westfalen geben werde, betonten Laumann und
Wittke.
Wittke: „Schulpolitik
aus den Gerichtssälen holen“
Schulpolitik müsse
verlässlich sein, ergänzte Generalsekretär
Wittke. Daher gehe es bei dem Gespräch auch darum,
die „Schulpolitik aus den Gerichtssälen zu holen“.
Angesichts der Überarbeitung der schulpolitischen
Positionen der NRW-CDU mit dem Parteitagsbeschluss in Siegen
erwarte man nun von Rot-Grün, sich in der Schulformdebatte
ebenso zu bewegen. Die CDU sei kompromissbereit, deswegen
sei es nun an der Zeit, sich gemeinsam an einen Tisch zu
setzen, so Wittke.
Laumann: Rechtssicherheit
für Eltern und Schüler
Auch Laumann kritisierte,
dass viele Schüler und Eltern, die sich für eine
Gemeinschaftsschule entschieden hätten, nun verunsichert
seien. Die Schulpolitik von Rot-Grün stehe „rechtlich
nicht auf gutem Boden“. So könne zum heutigen
Zeitpunkt niemand sagen, ob die geplanten Schulen ihre
Arbeit zum Beginn des Schuljahres aufnehmen könnten.
Deswegen gehe es nun darum, Rechtssicherheit zu schaffen.
Die CDU strebe eine Entscheidung an, die über eine
Legislaturperiode Bestand hat, so Laumann.
Gutachten: Regelschule
nicht über Schulversuch einführen
Gleichzeitig stellte
Laumann ein Gutachten des früheren Staatssekretärs
im Schulministerium Günter Winands vor. Dieses Gutachten
stelle unmissverständlich fest, dass eine Schulform über
die im Gesetz eingeräumte Möglichkeit des Schulversuchs
nicht als Regelschule eingeführt werden könne.
Hierzu brauche es ein Gesetz. In dieser Form sei die Gemeinschaftsschule
nicht mit der Landesverfassung in Einklang zu bringen,
so Laumann.
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Streit
um Gemeinschaftsschule beschäftigt viele Bürger
13.04.2011
Nicht immer interessiert und fasziniert die Bürger das kommunalpolitische
Tagesgeschäft in der Nordeifel. Die Standort-Diskussion zwischen
den Kommunen Monschau und Simmerath um die künftige Gemeinschaftsschule
ist derzeit aber das Thema Nummer eins in der Region.
Auch in den Diskussionsforen der Online-Seiten unserer Zeitung spiegelt
sich die derzeitige Emotionslage wieder. Der Streit zwischen Monschau
und Simmerath reißt alte Gräben wieder auf und schafft neue
Barrieren einer künftigen Zusammenarbeit. Dass dabei das eigentliche
Thema, nämlich die Schullandschaft in der Nordeifel im Sinne der
Kinder und Eltern neu zu gestalten, fast in den Hintergrund tritt, ärgert
auch viele Bürger.
«Ich
hab schon lange resigniert. Es geht überall in der
Politik nur noch um Image, Prestige und das Ego der einzelnen
Politiker und schon lange nicht mehr um das Volk»,
kann man da lesen oder auch: «Wichtig ist, unserem
künftigen Kapital - und das sind unsere Kinder -
die beste Ausbildungsmöglichkeit zu geben. Wenn
diese Parteisoldaten aus Simmerath nicht verstehen (ich
bin aus Simmerath), dass es jetzt besser ist, das Geld
im Sinne unserer Kinder umzuleiten, sollten wir sie mit
Schimpf und Schande aus der Eifel jagen,» ärgert
sich ein Bürger.
«Fangt
endlich an zu sparen! Fangt endlich an normalen Menschenverstand
zu benutzen!», ärgert sich ein anderer Bürger.
Die Anregung der Monschauer Bürgermeisterin, zu
prüfen, ob eine Umwidmung der Fördermittel
für die Hauptschule Simmerath nach Monschau möglich
sei, ist nicht für alle ein Grund, die Fassung zu
verlieren. «Ich fass´ es nicht. Was poltern
die denn rum? Frau Ritter hat doch lediglich im Interesse
unserer Kinder angefragt, ob Mittel, die nicht im Kranzbruch
benötigt werden, für die gemeinsame neue Gemeinschaftsschule
genutzt werden können, und das freiwillig. Was hat
das mit dem Tourismus zu tun. Ohne Frau Ritter wäre
manches am Rursee so nicht entwickelt worden?»
Dazu
heißt es an derer Stelle: «Gehe davon aus,
dass Monschau endlich mal Geld aus der Simmerather Ecke
dafür sehen will, dass die Simmerather Schüler
seit Jahrzehnten auf Kosten von Monschau zu den Monschauer
Schulen gekarrt worden sind!»
Immer
wieder flammt der Ärger der Bürger über
die Kommunalpolitiker auf: «Wacht endlich auf!
Ihr erhöht unsere Steuern und verramscht den Sportplatz,
um Schule, Schwimmhalle und Turnhalle zu bauen, obwohl
nichts davon nötig ist!? Warum das Gezänk mit
Monschau? Vertragt Euch endlich mit Monschau!»
Auch
von Roetgener Bürgern gibt es Äußerungen
zum Thema: «Der Unterschied ist, dass Monschau
bereit war, den Elternwillen in jedem Fall zu akzeptieren.
Simmerath nur wenn er positiv für Simmerath ausfällt.»
Viele,
die sich an der Diskussion glauben, dass der Elternwille
nicht ausreichend Berücksichtigung findet: «Warum
habt Ihr dann uns Eltern überhaupt gefragt? Wird
bei der ganzen Diskussion auch mal an die Kinder gedacht,
die ständig die Schule wechseln sollen oder geht
es nur um Geld, Gebäude und Prestige?», heißt
es.
«Was
soll das ganze Geschwafel?», heißt es an
anderer Stelle: «Fakt ist doch bei dem ganzen Gezänk,
dass die Simmerather Ratsvertreter noch nicht damit zurecht
kommen, dass die ehemalige Mitarbeiterin Magga Ritter
jetzt in Monschau Bürgermeisterin ist. Es entstehen
jetzt Machtkämpfe zwischen Hermanns und Ritter.»
Andere
Bürger können die Diskussion nur unter dem
Gesichtspunkt bitter Ironie betrachten: «Heute
morgen haben Bausoldaten am Gericht mit dem Bau einer
Mauer begonnen, Visa für die Reise ins gegnerische
Gebiet werden weder in Monschau noch in Simmerath erteilt!»
Quelle:
Eifeler Zeitung
Anmerkung:
Die
CDU ist offen für jede Kritik und Anregung.
Gerne laden wir jeden Bürger zu einem offenen Gespräch ein.
Allerdings erwarten wir Sachlichkeit und ein gewisses Maß an Fairness.
Anonyme Wortmeldungen - insbesondere von der Gegenseite - werden zwar
gerne genutzt, geben uns aber keine Gelegenheit zur sachlichen Aufklärung.
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Der
Gipfel der Unverschämtheit
08.04.2011
Laut
dem Bericht in der Lokalzeitung vom 07.04.2011 (s. unten)
hat die Monschauer Bürgermeisterin Frau Regierungspräsidentin
Gisela Walsken angeschrieben und aufgefordert, eine Reduzierung
der bewilligten Landeszuschüsse zur Sanierung der
Hauptschule Simmerath vorzunehmen und diese frei werdenden
Mittel für einen Anbau der geplanten Gemeinschaftsschule
in Monschau zu verwenden.
Diese
Vorgehensweise der Monschauer Bürgermeisterin haben
wir mit Befremden und Unverständnis zur Kenntnis
genommen.
Es
stellt schon einen einmaligen Vorgang dar, wenn eine
Nachbarkommune, mit der man bisher in vielen Bereichen
partnerschaftlich zusammengearbeitet hat, versucht,
einem bewilligte Fördermittel während einer
laufenden Maßnahme streitig zu machen.
Der
Gipfel der Unverschämtheit ist jedoch, dass dieses
Ansinnen, ohne vorher mit uns Simmerathern darüber
zu sprechen direkt an die Bezirksregierung herangetragen
wurde und das einen Tag, nachdem wir die gemeinsame Beantragung
einer Gemeinschaftsschule beschlossen hatten.
Der
Gemeinde Simmerath wurde mit Bescheid der Bezirksregierung
Köln vom 23.09.2009 eine Zuwendung in Höhe
von 4.455.000,00 € für die energetische und
bauliche Sanierung des Gebäudes der Gemeinschafts-Hauptschule
Simmerath mit Zweifach-Sporthalle bewilligt. Die Sanierung
erfolgt im Passivhausstandard. Der erste Bauabschnitt
ist nahezu abgeschlossen. Einzelne Aufträge für
den zweiten Bauabschnitt sind bereits vergeben.
Der
Bewilligungsbescheid enthält eine Zweckbindungsfrist
von 10 bzw. 20 Jahren, wonach die sanierten Gebäudeteile
für Zwecke der sozialen Infrastruktur genutzt werden
müssen. Diese Auflage wird die Gemeinde problemlos
auch ohne einen Standort als Gemeinschaftsschule erfüllen.
An
dieser Stelle sagen wir nochmals ausdrücklich,
dass der beste Standort für eine Gemeinschaftschule
an einem Standort (Beschulung aller Schüler
der Klassen 5-10) die jetzige Hauptschule Simmerath
wäre. Hierzu hat die Stadt Monschau jedoch erklärt,
diese Möglichkeit bei der Elternbefragung in
keinem Fall zuzulassen, da sie sie einen Alleinstandort
Simmerath selbst bei einem mehrheitlichen Votum der
Eltern nicht akzeptieren werde. Der Dank dafür,
dass wir diese Haltung zähneknirschend akzeptiert
haben, ist nun das Begehren der Stadt Monschau, der
Gemeinde Simmerath die Fördermittel für
dieses Gebäude streitig zu machen und sie selbst
zu vereinnahmen.
Durch
eine E-Mail der Bürgermeisterin Ritter wurde Bürgermeister
Hermanns am Tag nach der Simmerather Ratssitzung erstmalig über
die Absicht der Stadt Monschau unterrichtet, prüfen
zu lassen, ob Mittel, die für die Sanierung der
Hauptschule Simmerath bewilligt wurden, auf die Gemeinschaftsschule
in Simmerath übertragen werden können. In dieser
E-Mail ist anders als im Zeitungsbericht an keiner Stelle
die Rede davon, dass dies nur im Falle der Zustimmung
Simmeraths in Betracht gezogen wird.
Darüber
hinaus weist Frau Ritter in ihrer Mail darauf hin, dass
die Stadt Monschau als Träger von 2 Schulen (und
nicht die 3 Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath
gemeinsam) die Gemeinschaftsschule alleine beantragen
wird. Der Gemeinde Simmerath wird lediglich anheimgestellt,
sich als Schulträger der Hauptschule Simmerath als
eine Art Befürworter zu beteiligen.
Der
Gemeinderat Simmerath hat am letzten Dienstag gem. Absprache
der 3 Bürgermeister Eis, Hermanns und Ritter beschlossen,
dass die Gemeinde Simmerath mit der Gemeinschafts-Hauptschule
Simmerath am gemeinsamen Schulversuch „Gemeinschaftsschule“der
Stadt Monschau, der Gemeinde Roetgen und der Gemeinde Simmerath
als Mitantragsteller teilnimmt. Aus diesem Grunde ist es unverständlich,
weshalb die Stadt Monschau jetzt wieder einen eigenen Antrag
stellen will und lediglich ein gemeinsames Schreiben der 3
Bürgermeister/ Kommunen beigefügt werden soll.
In
Kenntnis des von der Stadt Monschau beauftragten Schulentwicklungplanes
ist die Aussage von Bürgermeisterin Ritter , wonach
es in den ersten beiden Jahren keines Anbaus an der
Elwin-Christoffel-Schule bedürfe, nicht nachvollziehbar.
Das Gutachten der Stadt Monschau sagt aus, dass bei
Vierzügigkeit 13 Klassen und Fachräume und
bei Dreizügigkeit mindestens 5 Klassenräume
an der Elwin-Christoffel-Schule fehlen.
Ob es vertretbar ist, dass eine Stadt mit einem Haushaltsdefizit von
8,4 Mio Euro in 2011, die sich darüber hinaus im Nothaushalt befindet,
einen Schulanbau leisten möchte, wenn hierzu andere Alternativen
vorhanden sind, dürfte fraglich sein.
Die Vorgehensweise der Stadt Monschau stellt für uns einen derartigen
Vertrauensverlust dar, dass Simmerath in allen Bereichen so z.B. beim
Wasserversorgungszweckverband und beim Volkshochschulzweckverband sowie
bei der Monschauer Land-Touristik zu entscheiden hat, ob eine weitere
Zusammenarbeit mit der Stadt Monschau im Interesse der Simmerather Bevölkerung
noch sinnvoll ist. Sollte
die Stadt Monschau, wie sie es sich in den letzten Monaten stets auf
die Fahnen geschrieben hat, tatsächlich in erster Linie das Kindeswohl
im Auge haben, sollte Sie von ihrem Ansinnen Abstand nehmen und sich
für den für unsere Kinder besten Standort, nämlich den
alleinigen Standort in Simmerath entscheiden.
Karl-Heinz Hermanns, Bürgermeister
Bruno
Löhrer, Fraktionsvorsitzender CDU
Siegfried Lauscher, stellv. Fraktionsvorsitzender SPD
Hermann-Josef
Bongard, Fraktionsvorsitzender FDP
Stephan Weber, Fraktionsvorsitzender UWG
Günter Mießen, Fraktionsvorsitzender Bündnis90/Die Grünen
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Monschau
will Geld für Simmerather Hauptschule umwidmen
Stadt Monschau fragt bei Bezirksregierung
nach, ob noch nicht abgerufene Fördermittel für
die Sanierung des Gebäudes in Simmerath der Erweiterung
der Elwin-Christoffel-Realschule dienen können.
06.04.2011
Rund
7,5 Millionen Euro sind der Gemeinde Simmerath für
die energetische Sanierung ihres Gebäudekomplexes
Hauptschule zugesagt worden. Mit der Sanierung der Sporthalle
steht der erste Bauabschnitt vor dem Abschluss.
Bevor nun weitere bauliche Maßnahmen am Schulgebäude selbst
in Angriff genommen werden sollte, tritt die Nachbarkommune Monschau
mit dem Vorschlag auf den Plan, dass geprüft werden solle, «ob
für die eventuelle Erweiterung der Elwin-Christoffel-Realschule
im Rahmen der Einrichtung einer Gemeinschaftsschule bereits bewilligte,
aber noch nicht beauftragte Fördermittel für die Hauptschule
Simmerath, umgewidmet werden könnten, soweit die Gemeinde Simmerath
dem zustimmt». So formuliert es Monschaus Bürgermeisterin
Margareta Ritter in einem Schreiben an Regierungspräsidentin Gisela
Walsken.
Aus
Sicht der Stadt Monschau hat die Elternbefragung zur
Einrichtung einer Gemeinschaftsschule für die Kommunen
Monschau, Roetgen und Simmerath eine eindeutige Situation
ergeben. Die Eltern hatten bei Standortfrage zu zwei
Drittel einen alleinigen Schulstandort Monschau favorisiert.
Aus
der Sicht von Margareta Ritter «besteht jetzt Klarheit»,
da sowohl die drei Schulkonferenzen wie auch die Eltern sich
eindeutig entschieden hätten. Außerdem sei das positive
Votum der Eltern für die
Einrichtung einer Gemeinschaftsschule «ein
Riesenschritt.»
Die
Frage nach der möglichen Umwidmung der Mittel
von Simmerath nach Monschau bezeichnet die Monschauer
Bürgermeisterin auf Anfrage der Lokalredaktion
als eine logische Folgerung. «Man muss sich fragen,
ob das Geld in Simmerath noch richtig angelegt wäre,
bevor dies der Bund der Steuerzahler tut.» Unter
anderem soll an die Hauptschule Simmerath, deren «beginnende
Auflösung» der Rat beschlossen hat, eine
Mensa angebaut werden.
Bei
einer Unterbringung der Gemeinschaftsschule in der Elwin
Christoffel-Realschule Monschau ist laut Margareta Ritter
ein «minimaler Ausbau» erforderlich, der
eine Million Euro nicht überschreite. In den ersten
beiden Jahren bedürfte es überhaupt keiner
baulichen Anpassung, erst bei Beginn der Vierzügigkeit
sei zusätzlicher Raumbedarf gegeben.
Quelle Eifeler-Zeitung
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Leserbrief
in der Eifeler
Zeitung
08.04.2011
Das
Beste aus Niederlage machen
Bianca Förster
aus Höfen schreibt zur
Debatte über den Standort der Gemeinschaftsschule:
Da meinte man doch tatsächlich, dass die Vernunft
gewonnen hätte, was sich im mehrheitlichen Votum
der befragten Eltern für einen Schulstandort ausdrückte.
Offensichtlich hatten
auch viele Simmerather Eltern das Wohl ihrer Kinder für
wichtiger gehalten als das Gezänk der Gemeinde Simmerath,
unbedingt auch etwas vom Kuchen abhaben zu wollen. Für
viele Simmerather ist es offensichtlich auch keine „Strafe“ nach
Monschau zur Schule fahren zu müssen, da viele von
Ihnen dies selbst jahrelang gemacht haben, nämlich
zur Elwin-Christoffel-Realschule und zum St. Michael
Gymnasium.
Alle Wogen, die im
Vorfeld so hoch geschlagen waren, schienen durch das
Ergebnis der Befragung geglättet worden zu sein.
Und was passiert?
Der Gemeinderat Simmerath
spricht zwar davon, das „Ergebnis zu akzeptieren“,
lehnt aber gleichzeitig eine Beteiligung an einer Trägerschaft
der Gemeinschaftsschule ab. Zudem sei „noch nicht
das letzte Wort gesprochen“, man sei „eingesackt
worden“, „Simmerath ist nicht gut aus der
Sache herausgekommen“, es bleibe „ein bitterer
Nachgeschmack“.
In einer Demokratie
ist es eben so, dass Mehrheiten entscheiden. Demokratie
heißt auch, Niederlagen einstecken zu können
und das Beste daraus zu machen.
Sehr
geehrte Frau Förster,
ihre Meinung, dass Simmerath unbedingt etwas vom Kuchen abhaben wolle
und dafür Gezänk in Kauf nimmt ist unverständlich und
nicht zutreffend. Simmerath war und ist immer zu einer fairen Kooperation
zwischen zwei gleichberechtigten Partnern bereit.
Sicher
verstehen Sie, dass die Simmerather Politik gegenüber
der Bevölkerung verpflichtet und aufgerufen ist, alles
daran zusetzen, damit auch in Zukunft ein Schulangebot der
Sekundarstufe I in Simmerath erhalten bleibt.
Deswegen
hat sich der Simmerather Gemeinderat bereits im Dezember
2010, einstimmig für eine gemeinsame Schule der
Kommunen Monschau-Roetgen-Simmerath an zwei Standorten
in Monschau und Simmerath ausgesprochen. Dabei hat Simmerath
zurecht auf die hervoragende Simmerather Infrastruktur
hingewiesen.
Erst
und insbesondere die Erklärung der Monschauer Ratsfraktionen,
dass allein Monschau als Standort in Frage kommt, erzeugte
in Simmerath Verwunderung und Irritation.
Selbstverständlich
akzeptieren wir den Elternwille und damit den alleinigen Standort
Monschau.
Sie haben recht, wenn
Sie schreiben: "In einer Demokratie ist es so, dass Mehrheiten
entscheiden" Die
Stadt Monschau hat erklärt, bei der Elternbefragung die
Möglichkeit Simmerath als ein alleiniger Standort in keinem
Fall zuzulassen, da sie sie einen Alleinstandort
Simmerath selbst bei einem mehrheitlichen Votum der Eltern
nicht akzeptieren werde. Soviel zum Demokratieverständnis.
Das
wir uns zur Zeit nicht
an einer Trägerschaft binden, liegt im nicht
ausreichenden Raumangebot an der Elwin-Christoffel-Realschule
und der damit verbundenen hohen unbestimmten
Um- und Anbaukosten begründet. Wo doch in
Simmerath alles bestens vorhanden ist.
Sehr geehrte Frau Förster,
spätestens seit dem gestrigen Tag (s. Bericht oben) werden Sie
uns bestätigen, dass wir in dieser Frage umsichtig und verantwortungsvoll
gehandelt haben.
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Monschau/Simmerath
Gemeinschaftsschule
in Simmerath wird noch nicht abgeschrieben
06.04.2011
Aus
Sicht der Gemeinde Simmerath ist bei der Standort-Frage
einer künftigen Gemeinschaftsschule Nordeifel noch
nicht das letzte Wort gesprochen.
Zwar haben sich die Eltern bei einer Befragung mehrheitlich für
einen alleinigen Standort Monschau ausgesprochen, aber erst das tatsächliche
Anmeldeverhalten der Eltern zum Start des Schulversuchs ab dem Schuljahr
2012/13 werde Fakten schaffen, war die durchgängige Meinung im
Gemeinderat.
So
beschloss der Rat, angelehnt an einen Vorschlag der CDU,
einstimmig, dass Simmerath mit seiner Hauptschule am
gemeinsamen Schulversuch «Modellvorhaben Gemeinschaftsschule» mit
Monschau und Roetgen teilnimmt. Ferner stellte der Rat
fest, dass sich bei der Elternbefragung eine Mehrheit
der Simmerather Eltern für zwei Schulstandorte in
Monschau und Simmerath ausgesprochen habe. Das Gesamtergebnis
der Befragung favorisiere zwar einen alleinigen Standort
Monschau, was man auch akzeptiere.
Von
einer Beteiligung an der Trägerschaft der Gemeinschaftsschule
in Monschau sieht die Gemeinde Simmerath aber «zurzeit» ab,
wurde bei drei Gegenstimme (zwei Grüne, eine UWG)
beschlossen. Ausdrücklich hieß es aber weiter
im Beschluss, dass sich Simmerath sodann an einer Trägerschaft
beteiligen werde, wenn entsprechend dem Willen der Simmerather
Eltern die Gemeinschaftsschule doch noch an zwei Standorten
in Monschau und Simmerath eingerichtet werde.
Die
vorausgegangene einstündige Debatte diente der Vergangenheitsbewältigung,
richtete aber auch den Blick nach vorne.
So
warb Grünen-Fraktionssprecher Klaus Stockschlaeder
engagiert dafür, dass sich Simmerath bereits zum
jetzigen Zeitpunkt an einer Trägerschaft beteiligen
solle, um deutlich zu machen, «dass die Gemeinschaftsschule
auch eine Simmerather Schule ist.» Wenn tatsächlich
alle 334 Eltern, die für die Einrichtung einer Gesamtschule
votiert hätten, dies auch umsetzten, «dann
bekommen wir eine sechszügige Schule.» Für
einen solchen Fall, prognostizierte Stockschlaeder, «wird
Simmerath ohnehin Standort.»
Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns sah die Aussagekraft des Fragebogens
zurückhaltender: «Es bleibt abzuwarten, ob
das Votum auch später dem tatsächlichen Anmeldeverhalten
entspricht.» Dies gelte insbesondere für die
Roetgener Schüler. Wichtig sei es allerdings, dass
die drei Kommunen gemeinsam den Antrag für die Teilnahme
am Schulversuch stellten. «Das hat mehr Gewicht.»
Von
einem «erwarteten Ergebnis» der Elternbefragung
sprach CDU-Fraktionssprecher Bruno Löhrer. Das mehrheitliche
Votum der Simmerather Eltern für zwei Schulstandorte
gelte es aber zu würdigen, weshalb man erst dann
in die Trägerschaft einsteige, wenn Simmerath Teil-Standort
der Gemeinschaftsschule werde.
«Simmerath
ist nicht gut aus der Sache herausgekommen», blickte
Franz-Josef Hammelstein (SPD) auf die Schuldebatte zurück.
Man sei von Monschau «eingesackt» worden. «Vielleicht
haben wir uns zu früh positioniert.» Für
Hammelstein blieb ein «bitterer Nachgeschmack» zurück,
insbesondere aufgrund
der gemeinsamen Erklärung aller Monschauer Fraktionen,
die den Eindruck
erweckt habe, als habe man es in Simmerath «mit
Lokalpolitikern» zu tun. Der Lammersdorfer Ratsvertreter
zeigte sich überzeugt, dass «der Standort
Simmerath, auch von den Räumen her, die bessere
Lösung» gewesen wäre. Zu befürchten
sei, dass am Standort Monschau «langfristig die
Schüler fehlen.»
«Von
Beginn an», zeigte sich Hermann-Josef Bongard (FDP)
enttäuscht, habe Monschau auf dem Standort als Gemeinschaftsschule
beharrt, und die Nachbarkommunen seien lediglich eingeladen
worden, sich zu beteiligen. Daher sei es folgerichtig,
wenn Simmerath derzeit von einer Trägerschaft absehe.
Auch
für Ulrich Offermann (CDU) ist Simmerath als Teil-Standort
für eine Gemeinschaftsschule noch lange nicht aus
dem Rennen, spielte er auf das für eine Gemeinschaftsschule
nicht ausreichende Raumangebot an der Elwin-Christoffel-Realschule
an. «Die Fakten» des Raumgebotes in Simmerath
und Monschau seien auch die Bezirksregierung bekannt.
Diese Frage werde bei der Genehmigung und der möglichen
Gewährung von Zuschüssen «sicher eine
Rolle spielen.»
Quelle: Eifeler Zeitung
Hauptschule:
Die Auflösung beginnt
Was mit den bisher sechs Anmeldungen an der Hauptschule Simmerath für
das kommende Schuljahr geschieht, ist noch unklar: Fest steht aber, dass
der Auflösungsprozess beginnt. Nach dem 31. Juli 2012 werden keine
Neuanmeldungen mehr entgegengenommen. Sicher ist auch, dass alle Schüler
bis zum Ende ihrer Schullaufbahn an der Hauptschule Simmerath beschult
werden, beschloss der Gemeinderat, unabhängig davon, ob zwischenzeitlich
eine Gemeinschaftsschule eingerichtet wird.
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Gemeinschaftsschule
Votum
Standort:
Gesamtergebnis alle Stimmen
(Monschau-Roetgen-Simmerath):
391 für einen Standort
158 für zwei Standorte
Damit ist klar, die Eltern würden
mehrheitlich ihre Kinder an einer Gemeinschaftsschule mit
einem Standort in Monschau (Klassen 5-10) anmelden.
Ergebnis
nur Simmerath:
104 für einen Standort
137 für zwei Standorte
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Monschau/Simmerath
Umfrage:
Gemeinschaftsschule in Monschau
gewünscht
05.04.2011
Das
ebenso politisch wie auch pädagogisch in den zurückliegenden
Wochen heftig diskutierte Thema einer Gemeinschaftsschule
Nordeifel kann in wesentlichen Punkten abgehakt werden.
Eine in der vorigen Woche vorgenommene Elternbefragung ergibt ein klares
Votum für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule. Seitens der
Stadt Monschau soll nun umgehend die Teilnahme am NRW-Schulversuch
ab dem Schuljahr 2012/13 bei der Bezirksregierung beantragt werden.
Die
Befragung ergab noch einem anderen Punkt Klarheit: Lässt
man die Fragebögen ohne Votum außen vor, dann
sprachen sich mehr als zwei Drittel für einen alleinigen
Standort der Gemeinschaftsschule in Monschau aus. 391
Eltern (71,2 Prozent) favorisierten diesen Schulstandort,
während 158 (28,8 Prozent) sich für einen geteilten
Standort der Gemeinschaftsschule in Simmerath (5. und
6. Klasse) bzw. Monschau (Klasse 7-10) aussprechen.
Die
drei Nordeifeler Bürgermeister, Margareta Ritter
aus Monschau, Karl-Heinz Hermanns (Simmerath) und Manfred
Eis (Roetgen) präsentierten am Montag in Monschauer
Rathaus im Beisein der Arbeitsgruppe aus Vertretern der
weiterführenden Schulen das Ergebnis der Elternbefragung,
das die Monschauer Schulverwaltung in Rekordzeit ausgewertet
und grafisch dargestellt hatte.
Margareta
Ritter freute sich über das deutliche Votum der
Eltern, die die Gemeinschaftsschule und deren pädagogisches
Konzept als Alternative anerkannt hätten, dies auch
vor dem Hintergrund dass die drei Eifelkommunen bis 2017
rund 700 Schüler verlieren werde. Das Interesse
an der künftigen Gestaltung der Schullandschaft
werde auch dadurch bestätigt, dass fast 90 Prozent
der Fragebögen ausgefüllt zurückkamen.
Befragt worden waren Eltern, deren Kinder jetzt das zweit
und dritte Grundschuljahr besuchen.
So
sprachen sich von den insgesamt 611 Beteiligten an der
Aktion fast 55 Prozent für eine Gemeinschaftsschule
aus, knapp 43 Prozent sprach sich dagegen aus.
Noch
differenzierter sollen in den nächsten Tage die
Nein-Stimmen betrachtet werden, denn das Eltern-Votum
für den Wechsel ihrer Kinder zum Gymnasium wirkte
sich im Ergebnis als Votum gegen eine Gesamtschule aus.
Simmeraths
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns meinte, man müsse
nun abwarten, wie viele Anmeldungen tatsächlich
zum übernächsten Schuljahr an einer Gemeinschaftsschule
erfolgen würden, «aber die Zahlen sprechen
für eine Akzeptanz.» Differenzierter sah er
die Standortfrage, da sich von 273 Befragten in der Gemeinde
Simmerath 137 für zwei Schulstandorte und 104 für
einen Standort ausgesprochen hätten (im Stadtgebiet
Monschau waren 195 für einen Standort, 9 für
zwei Standorte und in Roetgen 92 für einen und 12
für zwei Standorte).
Quelle:
Eifeler-Zeitung
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Simmerath
Gemeinschaftsschule
02.04.2011
„Standortfrage
wichtig aber nicht entscheidend“
Simmerather
Grüne zur Gemeinschaftsschule
Bei
ihrer Haltung zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule
Nordeifel legt die Grünen-Fraktion Simmerath Wert
auf die Feststellung, dass bei der Beratung im Schulausschuss
Gisela Kampshoff-Enderle nicht gegen eine Kompromisslösung
mit zwei Schulstandorten gestimmt habe, sondern lediglich
den Passus im Beschlussvorschlag („Sollte das Ergebnis
der Elternbefragung keinen Schulstandort in Simmerath
zur Folge haben, sieht die Gemeinde von einer Beteiligung
an der Trägerschaft der Gemeinschaftsschule in Monschau
ab“) abgelehnt habe. Gisela Kampshoff-Enderle:
Die Fraktion möchte auch auch für diesen Fall
eine gemeinsame Trägerschaft suchen, um die Gemeinschaftsschule
für die Region zu stärken.“
Eine
Gemeinschaftsschule bedürfe der Unterstützung
aller drei Kommunen, um erfolgreich zu sein, heißt
es weiter in der Stellungnahme. „Wir Simmerather
Grünen wünschen die Gründung dieser Schule,
und zwar nicht nur als aus der Not heraus geboren, sondern
weil sie ein neues zukunftsweisendes Modell für
eine bessere Bildung unserer Kinder ist und eine große
Chance für unsere Region. Wir favorisieren diese
Schule, durchaus auch mit zwei Standorten oder gar am
Standort Simmerath. Letzteres würde unseren Kindern
die langen Fahrtzeiten verkürzen.
Sollten
sich die Eltern bei der anstehenden Elternbefragung jedoch
mehrheitlich gegen eine Schule mit zwei Standorten aussprechen,
so werden wir das respektieren, ohne jedoch das übergeordnete
Ziel aus den Augen zu verlieren, nämlich als Gemeinde
an der Gründung dieser zukunftsweisenden Schule
hier in der Nordeifel beteiligt zu sein.“ Man werde
sich weiterhin dafür einsetzen, eine gemeinsame
Trägerschaft mit Monschau und Roetgen für die
Gemeinschaftsschule zu bilden. Die Inhalte könnten
in einem nächsten Schritt ausgehandelt werden.
Gisela
Kampshoff-Enderle: „Nur eine Gemeinschaftsschule
mit großem Rückhalt in der Bevölkerung
der gesamten Nordeifel kann erfolgreich sein.“ Die
Standortfrage ist wichtig, aber nicht entscheidend.“
Leserbriefe
aus der Eifeler Zeitung zur Gemeinschaftsschule
Pädagogisch äußerst
nachteilig
Georg Lammerich aus Neuss und Monschau nimmt zu Leserbriefen von Kristina
Merten und Hajo Dautzenberg wie folgt Stellung: Fakt ist: Die Gemeinschaftsschule
in Blankenheim und Nettersheim hat zwar zwei Standorte, es werden aber
an beiden Schulen alle Klassen unterrichtet, von Klasse 5 bis Klasse
10. Eine Verteilung von einzelnen Jahrgangsstufen auf die Standorte
findet nicht statt.
Nur
so kann sich eine Schulgemeinschaft bilden und können
die Schüler der verschiedenen Klassenstufen voneinander
profitieren. Klasse 5 bis 7 und 8 bis 10 an zwei Standorten
in mehr als zehn Kilometer Entfernung ist pädagogisch
und organisatorisch äußert nachteilig. Vielleicht
sollte die Politik endlich dazu übergehen, ehrlich
gegenüber den Bürgern zu sein, die Fakten offen
legen und sie in die Entscheidungsfindung einzubeziehen.
Kinder
stehen im Hintergrund
Diana Johnen aus Lammersdorf schreibt über die Informationsveranstaltung
zum Thema Gemeinschaftsschule. Ich war am Mittwoch auf der Infoveranstaltung
zum Thema „Gemeinschaftsschule“ in Simmerath und war entsetzt über
die extrem politische Diskussion der Standortfrage. Leider kam es so
rüber, dass für die Politiker das pädagogische Konzept
und die Zukunft der Kinder im Hintergrund stehen.
Es
wurde an dem Abend die ganze Zeit nur von Entfernungen
gesprochen und darüber, dass die Schüler wegen
der hohen Entfernung abwandern.
Ich
glaube nicht, dass das der einzige Grund ist. Meiner
Meinung nach schauen sich Eltern die Schulen ganz genau
an und entscheiden sich wegen des Konzepts und der Qualität
für die Schule und nicht nur wegen der Entfernung.
Ich
denke, wenn das Konzept und „Ruf“ der Schule
gut sind, werden auch die Schüler kommen (das beste
Beispiel ist doch die St. Ursula Realschule).
Den
vier Schulleitern möchte ich noch ein Kompliment
aussprechen, dass sie in so kurzer Zeit ein so gutes
Konzept erarbeitet haben. Wenn das so umgesetzt wird,
glaube ich, ist die Gemeinschaftsschule ein Gewinn für
unsere Region.
Quelle:
Eifeler-Zeitung
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Simmerath
Gemeinschaftsschule
Von der Standortfrage kaum
zu trennen
Gemeinschaftsschule
für die Nordeifel:
Bei der Infoveranstaltung für Eltern in Simmerath spielte auch
die politische Note mit.
Am
Montag sind alle schlauer: Dann liegt das Ergebnis der
Elternbefragung zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule
Nordeifel zum Schuljahr 2012/13 vor. Eine Vielzahl von
Fragebögen sind bereits ausgefüllt worden,
während andernorts noch Informationsveranstaltungen
für Eltern laufen. Die Befragung der Eltern soll
nicht nur Aufschluss darüber geben, ob eine Gemeinschaftsschule überhaupt
Akzeptanz findet, sondern auch die in den zurückliegenden
Wochen heftig diskutierte Standortfrage der neuen Schule
klären. Bekanntlich möchte die Stadt Monschau
die Gemeinschaftsschule in der Elwin-Christoffel-Realschule
ansiedeln, während die Gemeinde Simmerath ihr Hauptschulgebäude
ins Gespräch bringt, zumindest als Teil-Standort
für das 5. und 6. Schuljahr.

Der
Elternwille zählt: Bei der abschließenden
Informationsveranstaltung zur Einrichtung einer
Gemeinschaftsschule Nordeifel in der Aula der Hauptschule Simmerath
war das Interesse groß.
Foto: P. Stollenwerk
Nachdem
in Monschau und Roetgen die Eltern der Grundschüler
des zweiten und dritten Schuljahres bereits ins Bild
gesetzt wurden, fand nun am Mittwochabend in der Aula
der Hauptschule Simmerath die dritte Informationsveranstaltung
für Eltern der Gemeinde Simmerath statt. Über
zweieinhalb Stunden wurde unter der Moderation von Simmeraths
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns informiert und
auch politisiert. Die Information über die pädagogischen
Inhalte des so genannten Schulversuchs, der zum übernächsten
Schuljahr gestartet werden soll, stand zwar im Mittelpunkt,
war aber untrennbar mit der Standortfrage verbunden,
die zuletzt die Diskussion überlagerte und auch
bei Simmerather Info-Veranstaltung immer wieder aufkochte.
Rund
120 Eltern hatten sich eingefunden; auf dem Podium hatten
die Vertreter der Kommunen Simmerath und Monschau sowie
die Projektgruppe Gemeinschaftsschule, bestehend aus
Vertretern der vier weiterführenden Schulen, Platz
genommen.
Die
Notwendigkeit einer Veränderung der Schullandschaft,
auch in der Nordeifel, wird mit Blick auf die demographische
Entwicklung, jedem deutlich. Auf der Grundlage dieser
Prognose gab die Stadt Monschau auch einen kommunenübergreifenden
Schulentwicklungsplan in Auftrag, der von Andrea Compes
von der Monschauer Schulverwaltung erläutert wurde.
Dass die Zahl der Grundschüler in den den drei Eifelkommunen
Monschau, Simmerath und Roetgen von 2005 (1800 Schüler)
bis zum Jahr 2025 auf 1200 zurückgehen wird, ist
nicht zu leugnen. Wenn man ferner betrachtet, dass inzwischen
51 Prozent aller Grundschüler zum Gymnasium wechseln,
31 Prozent zur Realschule und nur noch neun Prozent zur
Hauptschule, lässt sich daraus ablesen, dass die
Eltern die Hauptschule abgewählt haben.
„Handlungsbedarf“ sah
auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Daher habe
auch die Schulkonferenz der Hauptschule Simmerath beschlossen,
sich dem auf auf sechs Jahre angelegten Schulversuch
anzuschließen. Dies allerdings auf der Grundlage
des jüngsten Beschlusses der Schulausschusses, der
das Hauptschulgebäude wegen seines Raumkonzeptes
als geeigneteren Standort für eine Gemeinschaftsschule
sehe, zumindest als Teil-Standort. Wichtig für Simmerath
sei es, weiterhin ein Schulangebot der Sekundarstufe
I vorzuhalten, warb Hermanns um Verständnis. „Das
richtet sich nicht gegen Monschau.“ Das Hauptschulgebäude
mit insgesamt 46 Klassen- und Fachräumen werde nach
erfolgter Sanierung im Sommer 2012 nebst neuer Sporthalle
und Schwimmhalle in einem „Top-Zustand“ sein.
Diese
räumliche Voraussetzungen würden in Monschau
laut des in Auftrag gegebenen biregio-Gutachtens weder
an der Realschule noch an der Hauptschule erfüllt.
Als weitere Argumente für Simmerath brachte Hermanns
eine Entfernungs-Kilometer-Tabelle in Gespräch,
die Simmerath als den zentraler gelegenen Standort ausweise,
wie auch den Gedanken ein, dass ein Gemeinschafts-Schulstandort
Simmerath auch noch für Kinder aus Schmidt und Vossenack
interessant sei.
„Wir
glauben, dass eine Gemeinschaftsschule mit einem Standort
in Simmerath besser angenommen wird.“
Monschaus
Bürgermeisterin Margareta Ritter betonte, dass der
Schritt zur Gemeinschaftsschule „alternativlos“ sei.
Er könne aber nur gelingen, wenn man Vertrauen bei
den Eltern schaffe. Monschau werde bei entsprechendem
Elternwillen auch zwei Standorte mittragen, „auch
wenn das pädagogisch schwierig ist.“ Es stelle
sich aber die Frage, „ob die Simmerather Eltern
sich abwenden, wenn es nur einen Standort Monschau gibt.“ Ihr
Wunsch sei es nach wie vor, dass sich Simmerath mit der
Hauptschule am Schulversuch beteilige.
Nachdem
die Projektgruppe dann ausführlich und detailliert
die pädagogischen Grundlagen einer Gemeinschaftsschule
dargelegt hatte, schlossen sich zahlreiche Fragen von
Eltern an, die Inhalte und Organisation der neuen Schulform
betrafen, aber auch die Standortfrage blieb nicht außen
vor, ebenso auch die Bedenken nach eventuell zu langen
Fahrzeiten für Kinder bei einem Ganztagesbetrieb,
der bei einer Gemeinschaftsschule verpflichtend ist.
Eine Mutter forderte, dass „Monschau und Simmerath
sich einig werden sollen“, ein Vater bezeichnete
die Standort-Debatte als „traurig.“
Eine
Mutter wollte auch wissen, warum im Fragebogen nicht
auch die Alternative eines alleinigen Standortes Simmerath
aufgeführt sei. Margareta Ritter: Dies würde
eine „Zerschlagung der Realschule Monschau“ bedeuten.
Karl-Heinz Hermanns: Rechtlich sei eine solche Lösung
zwar möglich, sie werde am Veto-Recht Monschaus
scheitern. (P. St.)
Info
Gemeinschaftsschule pfd
Pädagogisches
Konzept zur Gemeinschaftsschule pfd
Kommentar
Erste Runde vorbei
Gemeinschaftsschule
noch lange nicht vom Tisch
Peter
Stollenwerk
Das
stetige Bemühen, die Diskussion um die Gründung
einer Gemeinschaftsschule Nordeifel von der Standortfrage
zu trennen, war zu spüren, aber bei der Infoveranstaltung
für Eltern in Simmerath in der Aula der Hauptschule
verspürte man nicht minder das politische Knistern
zwischen den beiden Kommunen Monschau und Simmerath im
Rennen um die besseren Argumente. Als infrastruktureller
Vorteil, auch im Hinblick auf die demographische Entwicklung,
ist ein attraktives Schulangebot für jede Kommune
eine Art Lebensversicherung.
Die
Standortfrage geht nun in den Endspurt. Das am Montag
vorliegende Ergebnis der Elternbefragung wird entscheidende
Erkenntnisse bringen, aber das Thema Gemeinschaftsschule
hat das Zeug zum Dauerbrenner und ist noch lange nicht
vom Tisch. Nur der Gong nach einer kampfbetonten ersten
Runde hat geschlagen.
Quelle:
Eifeler-Zeitung
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Simmerath
Gemeinschaftsschule:
Simmerath sieht das
bessere Raumkonzept
25.03.2011
Nicht
gut zu sprechen war der Schulausschuss der Gemeinde Simmerath in seiner
Sondersitzung auf das bisherige Vorgehen Nachbarkommunen Monschau beim
Projekt Gemeinschaftsschule für die Kommunen Monschau, Roetgen
und Simmerath. Die Diskussion über die Standortfrage hat inzwischen
tiefe politische Gräben aufgerissen.
Zur Beruhigung trug da auch nicht eine noch kurz vor der Sitzung geführte
Korrespondenz der beiden Verwaltungsspitzen bei.
Die
Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter hatte darin
noch einmal betont, dass für eine Gemeinschaftsschule
ein alleiniger Standort an der Elwin Christoffel-Realschule
(ECR) Monschau favorisiert werde. Die Gemeinde Simmerath sei
aber mit ihrer Hauptschule eingeladen, sich ebenfalls
am Schulversuch der Gemeinschaftsschule zu beteiligen.

An
Deutlichkeit nichts vermissen ließ dann
auch der Beschluss des Simmerather Schulausschusses,
der weiterhin an zwei Standorten für eine
Gemeinschaftsschule festhalten möchte. Man
sei bereit einer Kompromisslösung zuzustimmen,
wenn zumindest alle Schüler der Jahrgangsstufen
5 und 6 aus Monschau, Roetgen und Simmerath komplett
in Simmerath beschult würden, wurde bei
einer Gegenstimme (Gisela-Kampshoff-Enderle/Grüne)
beschlossen. Sollte das Ergebnis der Elternbefragung
keinen Schulstandort Simmerath ergeben, werde
man dieses Ergebnis akzeptieren, aber zugleich
auch von einer Trägerschaft der Gemeinschaftsschule
in Monschau absehen, hieß es weiter im
Beschluss.
Aufhorchen
ließ in der Sitzung, der auch einige Ratsvertreter
aus Monschau beiwohnten, ein Leitfaden des NRW-Schulministeriums,
der, so Josef Mohren (CDU), « bisher übersehen
worden ist.» Darin heißt es, dass
es in Zeiten rückläufiger Schülerzahlen
kaum vertretbar sei, «auf der einen Seite
neuen Schulraum zu bauen, während andernorts
qualitativ gute Schulgebäude leer stehen.»
Daraus
folgerte der Schulausschuss, dass zum Beginn
des Schulversuchs im Schuljahr 2012/13 mit der
Gemeinschaftshauptschule Simmerath ein den Belangen
einer Gemeinschaftsschule «voll entsprechendes
Gebäude» zur Verfügung stehe.
Im Hinblick auf die Schülerzahlen (die überwiegende
Zahl der zu erwartenden Gemeinschaftsschüler
komme aus der Gemeinde Simmerath) und von den
Raumkapazitäten her sah der Ausschuss die
Hauptschule Simmerath «als den geeigneteren
Standort.»
Fahrtkilometer
errechnet
Bezug
genommen wurde dabei auch auf den aktuellen Schulentwicklungsplan
der Stadt Monschau, wonach sowohl im Hauptschulgebäude
Monschau wie auch in der Elwin-Christoffel-Realschule
die für eine Gemeinschaftsschule erforderlichen
Räume nicht zur Verfügung stehen würden.
Diese Situation, so hieß es im Ausschuss,
könne bei der Genehmigung zum Problem werden.
Zudem berichtete Bürgermeister Karl-Heinz
Hermanns, dass laut Information des Städte-
und Gemeindebundes zum nächsten Schuljahr
14 Gemeinschaftsschulen in NRW starten würden;
für das Schuljahr 2012/13 würden zudem
mehr als 40 weitere Interessensbekundungen vorliegen.
Da das Land aber eine Obergrenze von 50 Gemeinschaftsschulen
festgelegt habe, dürften einige Projekte
nicht zum Zuge kommen.
Eine
interessantes Detail zur Standortfrage hatte
Siegfried Peeters (SPD) ausgearbeitet, indem
er die Fahrtkilometer von den einzelnen Orten
nach Monschau bzw. Simmerath auflistete. Aus
dieser Aufstellung ergab sich, dass zwar vor
allem die Kinder aus Höfen und Kalterherberg
eine weitere Fahrstrecke in Kauf nehmen müssten,
ansonsten aber Simmerath zentraler liege und
daher die «nahe liegende Lösung» sei.
Bernd
Goffart (CDU) fand nicht nur in den Geburtenzahlen
(zuletzt 63 in Monschau und 111 in Simmerath)
weitere Argumente, die für einen Standort
der Gemeinschaftsschule in Simmerath sprechen
würden. Ein Einstieg in Simmerath bringe
mehr Zulauf, und aus Monschau ginge der Gemeinschaftsschule «kein
Kind verloren», da sich in Monschau keine
Alternativen böten, wohl aber für die
Simmerather Kinder mit Angeboten in Nideggen,
Kleinhau und Hürtgenwald.
Auch
Günther Scheidt (CDU) sah eine 5. und 6.
Klasse in Simmerath «hervorragend aufgehoben.» Für
einen alleinigen Standort verfüge die Elwin-Christoffel-Realschule
nicht über genügend Kapazitäten;
allein schon für den Schulsport sei die
dortige Sporthalle zu klein.
Emotional
auf den bisherigen Verlauf der Verhandlungen
reagierte Hermann-Josef Bongard (FDP): «Mit
Monschau ist eine Kooperation einfach nicht hinzukriegen,» störte
er sich an der «Arroganz, Monschau als
alleinigen Schulstandort einzufordern.» Wenn
Monschau seinen eigenen Weg gehe, «dann
ist das Projekt zum Scheitern verurteilt.»
Tief
saß der Stachel der Enttäuschung auch
bei Ulrich Offermann (CDU): Er sei «unvorstellbar
enttäuscht» über das Verhalten
aus Monschau, die Nachbarkommune lasse jedes
Feingefühl und den Willen zur Gemeinsamkeit
vermissen. Es müsse doch wohl erlaubt sein,
die Vorteile eines Schulstandortes Simmerath
herauszustellen.
Alle
Beteiligten, unabhängig von kommunaler Zugehörigkeit,
haben erklärt, dass der Elternwille das
Maß aller Dinge dafür sein, ob für
die 5. und 6. Klasse ein Standort der Gemeinschaftsschule
in Simmerath einegrichtet wird. Diese Befragung
startet in der kommenden Woche.
Quelle:
Eifeler-Zeitung
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Roetgen
Das
Interesse in Roetgen ist bisher überschaubar
Gemeinschaftsschule? Aachen ist nicht weit
24.03.2011
Ernst Schneiders
über einen Schulversuch
und die Resonanz
Nimmt man die Infoveranstaltung
zur Gemeinschaftsschule zum Maßstab, dann wird
das Interesse an dieser neuen Schulform für die
Nordeifel in Roetgen recht überschaubar bleiben.
Kurz vor 18 Uhr am Mittwoch verloren sich die Protagonisten
im großen neuen Bürgersaal, der seine erste
offizielle Veranstaltung erleben sollte. Das Wort vom „Debakel“ machte
die Runde. Dann kamen doch noch gut zwei Handvoll Eltern
- nicht mehr, und das bei sieben in Frage kommenden Schulklassen.
Auch in der Eifel
ist die Hauptschule ein Auslaufmodell. Für die Schulträger
und Kollegien also dringender Anlass, über neue
Formen schulischer Bildung nachzudenken. Das Ergebnis
dieses Denkprozesses, von den beteiligten Schulleitern
engagiert vorgetragen, klingt überzeugend. Um zu
diesem Urteil zu gelangen, muss man nicht pädagogisch
vorgebildet sein. Und auch Andrea Compes vom Schulamt
der Stadt Monschau nimmt man es bedenkenlos ab, wenn
sie sagt, dass an der Gemeinschaftsschule „viel
Herzblut“ hängt.
Monschaus Bürgermeisterin
Margareta Ritter spulte gewohnt souverän ihren Part
ab, beantwortete bereitwillig alle Fragen aus dem Auditorium.
Derer viele waren es nicht. Sie drehten sich unter anderem
um Sinn und Unsinn zweier Standorte in Monschau und Simmerath.
Pädagogisch sinnvoll, so Ritter mit Unterstützung
von Realschulleiter Peter Groten, sei nur ein Standort.
Allerdings habe sich die Simmerather Politik noch nicht
positioniert, und entscheidend sei letztlich der Elternwille,
der in der kommenden Woche abgefragt werden soll.
Skepsis wurde auch
laut wegen des Begriffs „Schulversuch“. Sollte
es in NRW in absehbarer Zeit Neuwahlen mit anschließend
anderer politischer Farbenlehre geben, könne diese
neue Regierung den Versuch doch einfach kippen, „und
dann stehen wir da“.
Weil die derzeitige
Minderheitsregierung nicht in der Lage sei, das Schulgesetz
entsprechend zu ändern, spreche man von einem Schulversuch, „ein
Begriff, mit dem ich auch nicht glücklich bin“,
erklärte Bürgermeisterin Ritter und zeigte
sich überzeugt, dass bis zum Start der neuen Schule
im Jahr 2012 eine entsprechende Gesetzesänderung über
die Bühne gegangen sei, nachdem sich auch die CDU
mittlerweile bewege. Außerdem, fragte Monschaus
Verwaltungschefin, „welche Landesregierung will
sich gegen den erklärten Elternwillen stellen?“
„Die Gemeinschaftsschule
ist das beste, was wir den Kindern antun können“,
hatte Roetgens Bürgermeister Manfred Eis bereits
bei der Begrüßung gesagt. Die spärliche
Kulisse spricht eine andere Sprache, und sie ist wohl
Roetgener Realität.
Aachen ist nicht
weit, das Inda-Gymnasium in Kornelimünster quasi
um die Ecke und die Gesamtschule Brand auch nur gut einen
Steinwurf weiter entfernt. Viele Roetgener sind nach
Aachen orientiert. Kinder, die die Gemeinschaftsschule
besuchen, müssen dazu „in die Eifel fahren“.
Klingt nach Tagestour.
So hat denn Margareta
Ritters Bemerkung, mit dem Schulversuch „Roetgen
näher an die Eifel zu rücken“, eine Bedeutung,
die weit über die Schule hinausgeht.
Quelle:
Eifeler-Zeitung
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Simmerath
„Monschau
ist traditionell die Schulstadt der Region“
Gemeinsames Papier
der fünf Monschauer Ratsfraktionen zur
Gemeinschaftsschule. Bei Standortfrage zählt
Elternwille.
24.03.2011
„ Die Region wird gemeinsam gewinnen oder einzeln verlieren.“ Unter
diesen Gedanken stellen alle fünf im Rat der Stadt Monschau vertretenen
Fraktionen jetzt eine gemeinsame Position zur Schulentwicklung der weiterführenden
Schulen und Sicherung des Bildungsangebotes in der Region. „Die Region
muss hier ihre Kräfte bündeln, um ein attraktives und vielfältiges
Bildungsangebot für unsere Kinder vorzuhalten,“ heißt es in
dem von Micha Kreitz (CDU), Gregor Mathar (SPD), Werner Krickel (Die Grünen),
Kurt Victor (FDP) und Reinhard Germ/Bürgerforum 21/Die Linke) unterzeichneten
Papier.
Der
Dank an alle, die sich bislang konstruktiv an diesem
Prozess beteiligt hätten, gelte insbesondere den
Schulleitungen und Kollegien der vier betroffenen Schulen
in Monschau und Simmerath, aber auch dem Erprobungsstufenkoordinator
des Gymnasiums. „Sein Appell in der Sache ist objektiv
und im Interesse der Kinder getroffen worden. Wir nehmen
ihn ausdrücklich in Schutz gegenüber den jüngsten
unsachlichen Angriffen.“
Es
gehe um die besten Bildungschancen für alle Kinder, „nicht
um Ideologien oder standortbezogene Schaukämpfe.“ Entscheidend
sei der Elternwille.
Das
vorliegende, von allen Schulen gemeinsam erarbeitete
Konzept der Gemeinschaftsschule gebe allen Kindern die
Chance auf eine individuelle Schullaufbahn.
„Wir
möchten die Gemeinschaftsschule in gemeinsamer Trägerschaft
von Monschau, Simmerath und Roetgen führen. Wie
dies konkret aussehen soll, muss in den nächsten
Monaten noch erarbeitet werden,“ erklären
die fünf Monschauer Fraktionsvorsitzenden. Monschau
sei traditionell „die Schulstadt der Region“.
Auch wegen der räumlichen Nähe und der engen
pädagogischen Verzahnung zum Kooperationspartner
St. Michael-Gymnasium solle Monschau der Standort für
eine Gemeinschaftsschule sein.
Ein
möglicher Teil-Standort der Gemeinschaftsschule
in Simmerath für die Jahrgänge 5 und 6 „ist
für uns nur denkbar, wenn die Eltern der zukünftigen
Schülerinnen und Schüler dies mehrheitlich
so wollen.“ Man werde den Elternwillen zur Standortfrage
akzeptieren und wolle eine gemeinsame Schule mit den
Nachbarkommunen. „Es verwundert uns, wenn andernorts
Gemeinsamkeit nur gewünscht ist, wenn die Eltern
so entscheiden, wie es den Lokalpolitikern passt,“ heißt
es abschließend.
Quelle:
Eifeler-Zeitung
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Leserbrief Eifeler
Zeitung vom 23.03.2011
„ Politischer
Wille“ statt der bestmöglichen Lösung
Kristina
Merten aus Imgenbroich schreibt zu
den Berichten über die Simmerather
Gemeinschaftsschule und die Anmerkung
zum Bau eines eigenen Schwimmbades: „Bemerkenswert“ ist
nicht, dass . . .
.
. . sich ein Lehrer in einem Leserbrief
zur Gemeinschaftsschule äußert.
Meinungsfreiheit ist Teil unserer demokratischen
Ordnung. Von einer Äußerung
von „Lehrern“ und einer
Positionierung des Gymnasiums kann
bei einem einzelnen Leserbrief wohl
keine Rede sein.
Bemerkenswert
ist hingegen, dass . . .
.
. . man in Simmerath die persönlichen
Ansichten des Eingangsstufenkoordinators
des Monschauer Gymnasiums und seine
Ausführungen zu den Nachteilen
einer Gemeinschaftsschule mit zwei
Standorten als Positionierung des Gymnasiums
bewertet.
.
. . man sich über die ausführliche
Erläuterung der Nachteile einer
Gemeinschaftsschule mit zwei Standorten ärgert
und als Konsequenz den Austritt aus
dem Förderverein des Gymnasiums
ankündigt.
.
. . man keine Vorteile einer Gemeinschaftsschule
mit zwei Standorten anführt und
man seinen Wunsch nach einem Simmerather
Standort der Gemeinschaftsschule damit
begründet, dass an fünf Gemeinschaftsschulen
in NRW ebenfalls zwei Standorte geplant
seien. Bei einem genauen Blick auf
diese Schulen würde man feststellen,
dass es sich um nebeneinander liegende
Schulen oder Schulen im selben Stadtteil
handelt und die Umstände nicht
vergleichbar sind.
.
. . man statt in Kenntnis der sinkenden
Schülerzahlen für die Gemeinschaftsschule
die bestmöglichen räumlichen,
organisatorischen und pädagogischen
Voraussetzungen zu schaffen, wieder
politische Interessen in den Vordergrund
stellt.
.
. . man entgegen den Empfehlungen,
die Entscheidung der Eltern bezüglich
der Gemeinschaftsschule nicht durch
politische „Irritationen“ zu
beeinflussen, dieses dennoch wiederholt
tut.
.
. . man in Simmerath für knapp
sieben Millionen Euro ein Schulgebäude
saniert, dessen Nutzung in der Zukunft
unklar ist.
.
. . man langjährige Verträge
zur Abnahme von Fernwärme abschließt
und dann die Sanierung nach Passivhausstandard
eines der Fernwärme abnehmenden
Gebäude beschließt, wodurch
die benötigte Menge an Fernwärme
sich um bis zu 80 Prozent reduziert.
.
. . ein Fachmann vom deutschen Schwimmverband
eine Empfehlung zu einem gemeinsamen
Schwimmbad abgegeben hat, die ein Hallenbad
mit einem Sechs-Bahnen- und 25-Meter-Becken
und einem separatem Lehrschwimmbecken
für die Anforderungen der Schulen,
Vereine und Bürger der Kommunen
Monschau und Simmerath mit Baukosten
von rund 5 Millionen Euro als vollkommen
ausreichend erklärt.
.
. . man in Stolberg mit rund 57 000
Einwohnern im vergangenen Jahr im Hallenbad
weniger als 66 000 Badegäste verzeichnen
konnte und 570 000 Euro Defizit aufweist.
.
. . man überzeugt davon ist, zwei
Hallenbäder bei einer aktuellen
Einwohnerzahl von rund 27 000 und einem
prognostizierten Einwohnerrückgang
bis 2030 um rund 4 000 Einwohner und
dem damit einhergehenden Schülerschwund
in den Gemeinden Monschau und Simmerath
erfolgreich zu betreiben.
.
. .man in Monschau verkündet,
das neue Vennbad „ohne neue Kredite“ bauen
zu können, aber sowohl in 2010
ein Haushaltsdefizit von über
8,5 Millionen Euro verzeichnete und
für 2011 wieder 8,4 Millionen
Euro Defizit entstehen.
.
. . man in zwei benachbarten Kommunen
neue Bäder plant, ohne die Bürger
dieser Gemeinden dazu zu befragen.
Wirklich
schade, dass es bei zahlreichen Entscheidungen
nicht um die bestmögliche Lösung
geht, sondern darum, umzusetzen, was
politisch gewollt ist.
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Das
Wohl der Kinder steht im Vordergrund,
Eltern entscheiden
Weder
der Hauptschule Simmerath (5
Anmeldungen) noch der Hauptschule
Monschau/Roetgen (8 Anmeldungen)
ist eine Zukunft beschert; auch
eine Zusammenlegung würde
daran nichts ändern.
Die politisch Verantwortlichen der Gemeinde Simmerath stehen
der Simmerather Bevölkerung gegenüber in der Pflicht
und Verantwortung, alle Möglichkeiten auszuschöpfen,
damit auch in Zukunft eine Angebot der Sekundarstufe I für
Simmerath erhalten bleibt.
Die CDU Simmerath hat sich in vielen Sitzungen intensiv und sehr
ausführlich mit dem Thema Schule beschäftigt. Etliche
Fachvorlagen wurden erörtert und aufgearbeitet.
Eine zukunftsfähige Option ist die Teilnahme am Modellversuch
zur Einrichtung einer Gemein-schaftsschule für den Bereich
Monschau, Roetgen und Simmerath mit gleichberechtigten Standorten
in Monschau und Simmerath.
Die sanierte und modernisierte Hauptschule mit modernen Fach-
und Aufenthaltsräumen, Mensa, Sporthalle, Schwimmbad und
Sportplatz ist der ideale Standort für den Bereich Simmerath.
In Nordrhein Westfalen starten zum nächsten Schuljahr 17
Gemeinschaftsschulen. Sechs Schulen verfügen über zwei
Standorte. Darunter Blankenheim/Nettersheim. Die Standorte dort
liegen in einer Entfernung von ca. 12 km. Es ist also keineswegs
so, wie Frau Merten schreibt, dass es sich um nebeneinanderliegende
Schulen, bzw. Schulen in einem Stadtteil handelt.
Maßgebend für die Standortfrage sind weder politische
Interessen, noch gibt es politische „Irritationen“ die
eine Entscheidung beeinflussen. Allein der Elternwille ist entscheidend,
weshalb diesbezüglich ein Elternentscheid per Umfrage durchgeführt
wird.
Die Zukunft des Schul- und Sportzentrums Simmerath ist keineswegs
ungewiss, sollten sich die Eltern mit Mehrheit gegen den Standort
Simmerath entscheiden.
Nachdem die Entscheidung in Monschau, dass eigene Schwimmbad
am vorhandenen Standort bereits frühzeitig gefallen ist,
ist die Errichtung eines eigenen Schwimmbades für Simmerath
konsequent und richtig. Simmerath braucht ein Schwimmbad, für
den Schulsport, für die Bürger und Besucher.
Es ist unverantwortlich, wenn durch Leserbriefe mit wenig Sachkompetenz
und Hintergrundwissen Stimmungen erzeugt werden, die nur zur
Verunsicherung der Bevölkerung beitragen. Den Verfassern(innen)
kann ich nur empfehlen, genauere Informationen einzuholen, anstatt
permanent „ungefähres“ zu verbreiten.
Hajo
Dautzenberg
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Leserbrief Eifeler
Zeitung vom 21.03.2011
Das ist Politik
nach verstaubter Gutsherrenart
Ingo
Mertens aus Monschau schreibt zum Bericht Gemeinschaftsschule: „Elternwille
zählt“: Verwunderung und Verärgerung
löst bei mir ebenfalls die Haltung der Simmerather
CDU in der Diskussion um die Standortfrage einer Gemeinschaftsschule
aus.
Soll
denn nach ihrer Sicht die Demokratie und das Grundrecht
auf freie Meinungsäußerung abgeschafft werden,
wenn die geäußerte Meinung nicht in den eigenen
Kram passt, aber schwer wiegt, weil kompetent ist?
Wen
soll man denn ihrer Ansicht nach hören und meiner
Meinung nach auch befragen, wenn nicht die direkt betroffenen
Lehrer, Eltern und Schüler, was ihrer Meinung nach
das Beste ist und bei aller Diskussion letzten Endes
heraus kommen solle? Ich finde es schon bedenklich, wie
man als demokratische Partei mit kompetenten Meinungsäußerungen
umgeht. Für mich hat das etwas von verstaubter Gutsherrenart,
wo die eigenen Befindlichkeiten schwerer wiegen, als
ein gutes von sozialer Kompetenz getragenes Miteinander
aller Beteiligten.
So
nach dem Motto, „und willst du nicht mein Bruder
sein, so schlag' ich dir den Schädel ein“ oder
ich nehme dir wenigstens zuerst mal meine Förmchen
in Form meines Fördervereinsbeitrages weg, dann
kannst du gucken, womit du in Zukunft spielst!
Demokratie
sei die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten
anderer Leute zu beugen, sagte einst Winston Churchill.
Das
ist schon wieder mal so ein Theaterstück, mit dem
der Bürger an der Nase herum geführt werden
soll. Ich kann nur jedem betroffenen und interessierten
Bürger raten, sich nach Möglichkeit breit gefächerte
Informationen einzuholen und sich somit ein eigenes Bild
in der Angelegenheit zu machen.
Zum
Thema Schwimmbad sage ich nur, dass das Monschauer Bad
auch ein Jahr früher geschlossen war und somit eher
als in Simmerath reagiert werden musste. Der längst
bestehende Abnahmevertrag von Fernwärme fand in
der Diskussion kaum Beachtung. Warum nur? Mit dem Signalisieren
von Gesprächsbereitschaft alleine ist es nicht getan.
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Die
CDU-Simmerath meint:
Elternwille
ist keine Entscheidung nach Gutsherrenart
Zumindest bei der Simmerather CDU gibt es keine Tendenzen zum
mittelalterlichen Regententum nach Gutsherrenart. Im Gegenteil,
die Simmerather CDU ist offen für jede Kritik, Anregung
und Meinungsäußerung, insbesondere auch die von Bürgerinitiativen.
Der
Verfasser des Leserbriefes schreibt:
" Soll denn nach ihrer Sicht die Demokratie und das Grundrecht auf freie
Meinungsäußerung abgeschafft werden, wenn die geäußerte
Meinung nicht in den eigenen Kram passt, aber schwer wiegt, weil kompetent ist?"
Das
Gegenteil ist der Fall. Nicht zuletzt durch unseren
bürgerfreundlichen Internetauftritt hat jeder
Bürger die Möglichkeit, seine Meinung
und Anregung frei zu äußern. Kompetente
Meinungsäußerungen sind uns jederzeit
herzlich willkommen. Dabei zeigen wir ein hohes
Maß an Offenheit und Demokratieverständnis,
indem wir auch die Meinungen ablichten, die uns
nicht in den Kram passen.
Selbstverständlich
sollen sich Lehrer, Schüler und Eltern zum
Konzept und der Standortfrage äußern.
Der Verfasser des Leserbriefes des Gymnasiums, Herr
Leubner, Erprobungsstufenkoordinator (Klasse 5
und 6) ist gar nicht direkt betroffen. Er äußert
sich unter anderem:
" Ich
kann nur hoffen, dass die Entscheidungsträger pädagogischen Erwägungen
mehr Bedeutung beimessen als kommunalpolitischen Überlegungen. Zum
Wohle der Schülerinnen und Schüler bitte ich alle Politiker die Diskussion über
zwei Schulstandorte ad acta zu legen".
Gerade
wegen unserer Offenheit und demokratischen Vorgehensweise,
mittels Entscheidung durch die Eltern, weisen wir
mögliche kommunalpolitische Überlegungungen
auf schärfste zurück. Auch den über
den Willen der Eltern hinweggehende Vorschlag,
die Diskussion über zwei Standorte ad acta
zu legen, lehnen wir ab.
Wie
gesagt, für uns ist der
Elternwille maßgebend, Vorgehensweisen
nach Gutsherrenart lehnen wir ab.
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Simmerath
Thema
Gemeinschaftsschule
Die
CDU Simmerath sieht in Monschau kein Interesse an einem
zweiten Standort.
Verärgert über Positionierung des Gymnasiums.
17.03.2011
Die
Pläne für die derzeit laufende Sanierung
des Hauptschulgebäudes in Simmerath sehen auch
die Errichtung einer Mensa (Zeichnung) vor. Von den
Kapazitäten her biete das Gebäude beste Voraussetzungen
als Teilstandort für eine Gemeinschaftsschule,
ist die CDU Simmerath überzeugt.
Elternwille
zählt
Wenn in Kürze die Entscheidung über die Einrichtung einer
Gemeinschaftsschule für die Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath
fällt, dann ist auch für die CDU-Fraktion in Simmerath der
Elternwille maßgebend, ob die neue Schule an einem oder zwei
Standorten errichtet werden soll.
Dies betonte jetzt der Vorstand der Simmerather Mehrheitsfraktion,
bestehend aus Bruno Löhrer, Bernd Goffart und Jens Wunderlich
im Gespräch mit der Lokalredaktion.
| CDU-Fraktions-
und Partei-Spitze |
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| Bruno
Löhrer |
Jens
Wunderlich |
Bernd
Goffart |
Ob
es zu zwei Standorten für eine Gemeinschaftsschule
in Monschau und Simmerath kommt, hängt für
den Fraktionsvorsitzenden Bruno Löhrer allein
vom Elternwillen ab. Doch bei der Infoveranstaltung
in Monschau habe sich bereits abgezeichnet, dass der
politische Wille in Monschau wohl auf einen Standort
in Monschau hinauslaufe. Als «erstaunlich» empfindet
es Löhrer, dass hier mit Blick auf Simmerath von
einem «Neben-Standort» gesprochen worden
sei.
Keine
Akzeptanz?
Löhrer
erinnert daran, dass der Erkenntnis, dass die Hauptschulen
in Monschau und Simmerath keine Akzeptanz mehr bei
den Eltern gefunden hätten, die Überlegung
gefolgt sei, gemeinsam mit Monschau einen Zweckverband
für eine Gemeinschaftsschule zu gründen.
Darin sei man sich «bis auf den Standort» einig
gewesen.
Da
das Hauptschulgebäude in Simmerath «beste
Voraussetzungen» biete, sei in Gesprächen
mit der Bezirksregierung und den beiden Bürgermeistern
die Standortteilung (5. bis 7. Klasse in Simmerath,
8. bis 10. Klasse in Monschau) als realistisch betrachtet
worden, zumal von den derzeit 17 Gemeinschaftsschulen
in NRW fünf an zwei Standorten angesiedelt seien.
Wenn aber nun der Elternwille entscheide und mehrheitlich ein Schulstandort
in Monschau gewünscht werde, dann sei ein Zweckverband und damit
auch eine Beteiligung an der Finanzierung «kein Thema» mehr.
Verwunderung
und Verärgerung hatte bei der CDU Simmerath «die
Einmischung» von Lehrern des St. Michael-Gymnasiums
Monschau in die aktuelle Diskussion um die Standortfrage
ausgelöst. Bruno Löhrer: «Ich kann
mich nur wundern, dass sich das Gymnasiums zum jetzigen
Zeitpunkt so klar für einen Standort positioniert.» Als
persönliche Konsequenz kündigte er seinen
Austritt aus dem Förderverein an.
Als «bemerkenswert» bezeichnete
es auch die die Simmerather CDU-Spitze, dass ein von
den Kapazitäten her geeignetes Gebäude wie
die Hauptschule Simmerath möglicherweise ungenutzt
bleibe, zumal auch der Leiter der Elwin-Christoffel-Realschule
Monschau davon gesprochen habe, dass für die Einrichtung
einer Gemeinschaftsschule ein weiterer Ausbau des ECR,
vor allem die Schaffung einer Mensa, erforderlich sei.
In
einem zweiten Standort der Gemeinschaftsschule in Simmerath
sieht Jens Wunderlich durchaus Vorteile, da Simmerath
zentraler liege und damit auch das Einzugsgebiet vergrößert
werde. Ein stärkerer Zulauf zur Gemeinschaftsschule
wirke sich nicht zuletzt auch positiv auf die Zahl
der Übergänger zum Monschauer Gymnasium aus.
Quelle:
Eifeler-Zeitung
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Monschau
17.03.2011
„Gemeinschaftsschule
ist alternativlos“
In der Elwin-Christoffel-Realschule
in Monschau ging es um den geplanten Schulversuch.
Viele Eltern blieben skeptisch.
Offene
Worte wollten die rund einhundert Eltern, die zu der
abendlichen Informationsveranstaltung in die Elwin-Christoffel-Realschule
gekommen waren, hören: Bürgermeisterin Margareta
Ritter und Repräsentanten der Projektgruppe „Gemeinschaftsschule
Monschau-Simmerath-Roetgen“ standen Rede und
Antwort. Trotz mannigfaltiger Informationen blieben
einige wesentliche Fragen offen.
Die
Eltern aktueller Zweit- und Drittklässler waren
mit einer großen Portion Neugier und auch etwas
Skepsis gekommen. Vor der halbvollen Aula waren Bürgermeisterin
Ritter, ihr Allgemeiner Vertreter Hermann Mertens und
Andrea Compes vom Schulamt angetreten, um Aufklärungsarbeit
zu leisten und für das neue Schulprojekt zu werben.
Unterstützt wurden sie vom Schulleiter der Elwin-Christoffel-Realschule,
Peter Groten, dem Konrektor der GHS Monschau-Roetgen,
Franz-Josef Prümmer, dem Schulleiter der GHS Simmerath,
Rolf Sieben, und dem Schulleiter des St.-Michael-Gymnasiums
Monschau, Dr. Lothar Stresius.
„Kind
der Not“
Dass
die Gemeinschaftsschule nicht in erster Linie ein „Kind
der Liebe“, sondern eher ein „Kind der
Not“ ist, wurde im ersten Teil der Veranstaltung
schnell deutlich. Andrea Compes vermittelte den Besuchern
mit Hilfe einiger Diagramme und Kurven ein deutliches
Bild über die demographische Entwicklung und den
Rückgang zukünftiger Schülerzahlen in
der Region. Aus dem umfangreichen Gutachten des beauftragten
Büros „biregio“ ließ sich die
Entwicklung deutlich ablesen. Die Hauptschulen bringen
zur Zeit nicht einmal zusammen mehr die Mindestzahl
bei den Schüler-Anmeldungen auf: Sie sind ein
Auslaufmodell. Auch die CDU sei mittlerweile vom Festhalten
an der Hauptschule abgerückt, erläuterte
Bürgermeisterin Ritter die politische Genese des
Schulprojekts.
Franz-Josef
Prümmer von der GHS Monschau-Roetgen lobte die
vorbildliche Zusammenarbeit aller Beteiligten und stellte
fest: Ich bin überzeugt davon, dass eine Gemeinschaftsschule
eine überzeugende Antwort auf die demographische
Entwicklung ist.“ Diese Schule werde eine gebundene
Ganztagsschule sein. In der Erprobungsstufe der Klassen
5 und 6 werde gemeinsam gelernt, ab Klasse 7 erfolge
dann eine kooperative Form des Lernens nach den Stundentafeln
der jeweiligen Schulformen. Es werde zusätzliche
Klassenleiterstunden geben sowie Ergänzungsstunden,
in denen eigenverantwortlich gelernt und gearbeitet
werden solle.
„Aufstieg
jederzeit möglich“
Peter
Groten von der Elwin-Christoffel-Realschule betonte: „Jederzeit
ist allen Schülern der Aufstieg vom Hauptschul-
in den Realschulbereich möglich.“ Dieser
hohe Grad an Flexibilität sei eine Stärke
des vorgestellten Modells. Durch einen Kooperationsvertrag
mit dem benachbarten St. Michael-Gymnasium werde der
Wechsel für Schüler, die gymnasialen Standard
erfüllten, erleichtert. Schulleiter Dr. Stresius: „Schüler
mit einem qualifizierten Sekundar I-Abschluss werden
von uns garantiert übernommen.“
Auf
die Frage, welche Alternative denn zu dem vorgestellten
Schulmodell bestünde, antwortete Margareta Ritter
knapp: Für unsere Hauptschulen kommt das Ende,
die Realschule wird zweizügig.“ Der Erregung
im Publikum begegnete sie mit den Worten: „Wir
entscheiden hier nicht über Kinder, sondern über
ein Schulangebot.“ Insofern sei auch der offizielle
Begriff „Schulversuch“ missverständlich
und weise in eine falsche Richtung: „Für
uns ist angesichts der heutigen Entwicklung die Gemeinschaftsschule
alternativlos, wir können gar nicht mehr zurück!“
Schließlich
folgte die Frage, die schon in den vergangenen Tagen
für einigen Wirbel gesorgt hatte – die nach
dem Standort der Schule. Genauer: ob die Klassen 5/6
einer zukünftigen Gemeinschaftsschule an einem
anderen Standort unterrichtet werden sollten als die
Klassen 7 bis 10. Margareta Ritter: „Das ist
die einzige Frage, die noch offen ist.“
Nicht
wenige Eltern schienen den Eindruck gewonnen zu haben,
als seien ihre Kinder letztlich die, die durch das
in letzter Zeit höchst unerquickliche Gerangel
zwischen den beiden Nachbarn Monschau und Simmerath
das Nachsehen haben könnten. Und blieb am Ende
auch einiges an Skepsis. Diese richtete sich jedoch
augenfällig weniger gegen das präsentierte
Schulmodell oder den Enthusiasmus der Pädagogen,
die ihr „Kind der Not“ durchaus lieben
gelernt zu haben schienen. (Egl)
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| Axel
Wirtz MdL |
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Simmerath-Monschau
14.03.2011
Gemeinschaftsschule
für Monschau, Simmerath und Roetgen positiv
Im
Hinblick auf die aktuelle schulpolitische Situation in
der Eifel zählt das, was die Räte in den Kommunen
für sich als geeignet ansehen. Das sagt mir meine
kommunalpolitische Erfahrung. Deshalb findet die Entscheidung
für die Gemeinschaftsschule meine volle Unterstützung.
Mit
dem am Samstag vom CDU-Landesparteitag verabschiedeten
schulpolitischen Leitlinien ´Jedem Kind gerecht
werden´, bekennt sich die CDU klar zu einer Schulvielfalt,
in der Eltern und Kinder wohnortnah die Schule wählen
können, die dem Kind entspreche. Aufgrund der demografischen
Entwicklung und Akzeptanzproblemen insbesondere von Hauptschulen
müssen und wollen wir reagieren. So wäre eine
Verbundschule wünschenswert gewesen, um einen gesonderten
Hauptschulzweig anbieten zu können. Da jedoch die
Kommunalparlamente und die Schulkonferenzen inklusive
der darin vertretenen Eltern sich deutlich für eine
Gemeinschaftsschule ausgesprochens haben, findet dies
meine ausdrückliche Unterstützung.
Die
CDU orientiert sich am Elternwillen, der insoweit auch
in der Standortfrage (Klassen 5+6 in Simmerath?) gelten
muss.
Es
kommt hinzu, dass eine Verbundschule schon aus tatsächlichen
Gründen deshalb ausscheidet, weil die erforderliche
Anmeldezahl von 18 Schülern für die Eingangsklasse
des Hauptschulzweiges nicht erreicht wird (es liegen
nur 15 Anmeldungen vor). Dies wird sich auch erkennbar
in den kommenden Jahren nicht zugunsten der Hauptsschule
verbessern.
Es
ist eine passgenaue und richtige Lösung für
Monschau, Roetgen und Simmerath, eine Gemeinschaftsschule
einzurichten, wobei eine intensive Zusammenarbeit mit
dem städtischen St. Michael-Gymnasium in Monschau
für alle Beteilgten Vorteile bringen wird.
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Monschau
16.03.2011
Monschau
akzeptiert auch zwei Schulstandorte
Gemeinschaftsschule:
Wie positioniert sich die Gemeinde Simmerath?
Die Elternbefragung gibt letztlich den Ausschlag.
„Das
Separieren von Kindern im 5. und 6. Schuljahr ist pädagogisch
nicht sinnvoll“, erklärte Monschaus Bürgermeisterin
Margareta Ritter am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss
der Stadt. Die Gemeinde Simmerath habe sich in dieser
Frage noch nicht positioniert, und es stehe noch nicht
fest, ob die Nachbargemeinde bei der Gemeinschaftsschule
auf dem Modell der zwei Standorte beharre.
In
der bisherigen Diskussion der Standortfrage habe sich,
so eine Vorlage der Stadtverwaltung, herauskristallisiert,
das mehrheitlich ein Standort favorisiert werde. Als
weitere Möglichkeit sei ein zweigeteilter Standort
mit den Klassen 5 und 6 in Simmerath sowie 7 bis 10 in
Monschau diskutiert worden. Erkennbar nicht gewünscht
sei ein Standort mit einer Beschulung ausschließlich
Simmerather Kinder in den Klassen 5 und 6.
Nach
Info-Abenden für die Eltern solle schließlich
der Elternwille abgefragt werden. Sollte diese Abfrage
ergeben, dass es Wille der Eltern sei, in Simmerath einen
Standort zu behalten, dann, so Bürgermeisterin Margareta
Ritter, müsse die Stadt Monschau bereit sein, diesem
Elternwillen zu folgen. Die Verwaltungschefin: „Sollte
Simmerath sich nach der Elternbefragung so positionieren,
dass die Klassen 5 und 6 in Simmerath und der Klassen
7 bis 10 in Monschau beschult werden, dann sollten wir
das machen.“
Ausschließlich
versöhnliche Töne waren im Rathaus zu hören.
CDU-Fraktionsvorsitzender Micha Kreitz: „Die CDU
Monschau hat die Hand ausgestreckt. Jetzt sollten wir
den Weg gemeinsam zu Ende gehen.“ Brigitte Olschewski,
stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende: „Das
Konzept verträgt eigentlich keine zwei Standorte.
Aber die SPD ist mit Bauchschmerzen bereit, sich auf
die beiden Schulstandorte einzulassen.“ Werner
Krickel, Fraktionssprecher der Grünen: „Wenn
jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass die betroffenen
Schulen ein solch hervorragendes Konzept erstellen würden,
hätte man ihn einen Fantasten genannt.“
Mehrheit
müsse Mehrheit sein, forderte der Grüne. Sobald
die Auswertung der Elternbefragung vorliege und die Stimmen
addiert seien, müsse jede Kommune bereit sein, das
Votum zu akzeptieren. Krickel: „Wir müssen
für die Eltern Sicherheit schaffen.“ (ess)
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Leserbrief Eifeler
Zeitung vom 12.03.2011
Gemeinschaftsschule unter einem Dach
Walter Leubner, Erprobungsstufenkoordinator
(Klasse 5 und 6) am St. Michael-Gymnasium Monschau, nimmt Stellung
zum Konzept für die neue Gemeinschaftsschule.
„Ich habe an der Informationsveranstaltung
zum Thema Gemeinschaftsschule in der Elwin-Christoffel-Realschule
teilgenommen. Sowohl die sachlichen Ausführungen der Projektgruppe »biregio« wie
auch die engagierte und überzeugende Arbeit der betroffenen
Schulleiter, die ein in sich stimmiges und transparentes pädagogisches
Konzept für diese neue Schulform erarbeitet hatten, stießen – das
war zumindest mein Eindruck – bei allen Entscheidungsträgem
zu Recht auf breite Zustimmung.
In der sich anschließenden
Diskussionsrunde kam dann jedoch ein Thema zur Sprache, das mich
sehr beunruhigt und zu dem ich aus meiner Sicht Stellung nehmen
möchte. Es geht um die Frage, ob die Klassen 5/6 einer zukünftigen
Gemeinschaftsschule an einem anderen Standort unterrichtet werden
sollen als die Klassen 7 bis 10. Gegen dieses Dependence-Modell
gibt es aus meiner Sicht erhebliche organisatorische und pädagogische
Einwände.
Entsprechend dem bei uns praktizierten
Fachlehrerprinzip wäre ein ständiges Hin- und Herfahren
vieler Kollegen unvermeidlich, was verkehrs- und witterungsbedingt
zu häufigen Verspätungen gegebenenfalls sogar zu Unterrichtsausfall
führen würde. Schüler hätten zudem kaum eine
Möglichkeit, in dringenden Fällen ihre Klassenlehrer
zu erreichen. Dass dieses Modell zu völlig inakzeptablen Konsequenzen
bei der Unterrichtsverteilung und bei der Stundenplangestaltung
führen würde, bedarf hier wohl keiner weiteren Erläuterung.
Gerade in einer „Gemeinschaftsschule“ ist
eine ständige Kommunikation, sind ständige Absprachen
aller in diesen Klassen unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen
unerlässlich. Nur so kann eine effektive pädagogische
Arbeit gewährleistet werden. Wie aber soll das bei zwei Schulstandorten
funktionieren?
Unterrichtsmedien und die Fachraumausstattung
(z.B. Mikroskope für die Biologie) müssten in Klassenstärke
doppelt angeschafft werden. Wer soll das bezahlen?
Und wie sollen z.B. Schülervollversammlungen
organisiert werden? Mit der Abtrennung der Erprobungsstufe vom
Rest der Schülerschaft wird zudem ein ganz wichtiges Grundprinzip
der Gemeinschaftsschule mit Füßen getreten: das Gemeinschaftsgefühl.
Diese Kinder würden zu „Inselbewohnern“, abgeschnitten
vom Rest der Schule, ohne frühzeitige Integrationschance,
ohne Kontakt zu „ihrer“ eigentlichen Schule.
Wer kann das gut heißen?
Im pädagogischen Konzept
stellte Herr Groten einen wichtigen Baustein zukünftigen Lernens
vor, nämlich dass ältere Schüler den Jüngeren
bei fachlichen und zwischenmenschlichen Problemen hilfreich zur
Seite stehen sollen. Wie soll das bei diesem Modell möglich
sein? Die Integration der neuen Schüler wird häufig durch „Paten“ (Schüler
aus höheren Klassen) unterstützt, die sich freiwillig
um die Belange der „Kleinen“ kümmern. Sollen wir
in Zukunft auf dieses soziale Engagement verzichten?
Viele Schülerinnen und
Schüler der 5. und 6. Klasse haben Geschwister oder Freunde
in höheren Jahrgangsstufen, mit denen sie gemeinsam zur Schule
fahren und sich in den Pausen treffen, auch das wäre in Zukunft
unmöglich. Ich halte es für unabdingbar, dass sich alle
Jahrgangsstufen unter einem Dach befinden. Dass die „Kleinen“ sich
als Teil einer Gemeinschaft empfinden, in der sie selbst „größer“ werden
können. Den „Schultorso“, den eine solche Entscheidung
hinterlassen würde, können weder Schüler, noch Eltern
und Lehrer ernsthaft befürworten.
Ich kann nur hoffen, dass die
Entscheidungsträger pädagogischen Erwägungen mehr
Bedeutung beimessen als kommunalpolitischen Überlegungen.
Zum Wohle der Schülerinnen
und Schüler bitte ich alle Politiker die Diskussion über
zwei Schulstandorte ad acta zu legen.
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Gleiche
Bedingungen für alle - Gemeinschaftsschule braucht zwei
Standorte
Auch
wenn er es so offen nicht sagt, redet Lehrer Leubner vom
Gymnasium Monschau einem alleinigen Standort Monschau für
die Gemeinschaftsschule das Wort – Simmerath und die
Simmerather Schüler gingen damit leer aus.
Nicht
nur sprengt Herr Leubner den Konsens der Schulleiter, die
sich bewusst nicht zur Standortfrage geäußert
haben. Seine Argumente für einen alleinigen Standort
Monschau erweisen sich schnell als fadenscheinig:
1.)
Sechs der 17 genehmigten Gemeinschaftsschulen in NRW haben
zwei Standorte. Die Gemeinschaftsschule Blankenheim/Nettersheim
wirbt sogar offensiv mit dem Vorteil zweier Standorte. Warum
sollte das dann also bei uns nicht möglich sein ?
2.)
Auch bei alleinigem Standort Monschau könnten nicht
alle Schüler in einem einzigen Haus untergebracht, sondern
müssten auf verschiedene Gebäude verteilt werden.
Sind das dann nicht ebenfalls zwei verschiedene Standorte
?
3.)
Es gilt immer noch: Besser ist es, wenn Lehrer fahren als
wenn Schüler fahren müssen. Steckt also hinter
Leubners Gedanken nicht auch ein Stück Egoismus ?
4.)
In Simmerath gibt es ein topmodernes Hauptschul-Gebäude,
energetisch saniert und mit allen modernen Einrichtungen,
auch Fachräumen, bestens ausgestattet. Sporthalle, Leichtathletik-Anlagen
und bald auch das Schwimmbad befinden sich unmittelbar nebenan.
Es könnte mehr Sportunterricht geben als die drei Wochenstunden,
die das bisherige Konzept für die Gemeinschaftsschule
lediglich vorsieht. Aus welchem Grunde sollte man diese hervorragende
Ressource den Kindern unserer Region nicht zu Nutzen kommen
lassen ?
5.)
Für einen Lehrer sehr bedenklich ist Leubners Beispiel
einer Mutter aus Konzen, die möglicherweise mit ihrem
Pkw ein Kind nach Monschau und ein anderes Kind nach Simmerath
fahren müsste. Vergisst Herr Leubner etwa, dass der
Schülertransport durch Schulbusse erfolgt statt durch
Privat-Pkws? Mehr Sorgen als Mütter mit Pkws machen
mir die Kinder z.B. aus dem Rurtal, die über die volle
Schulzeit per Bus nach Monschau kutschiert werden müssten,
obwohl sie ebenso gut für einige Jahre in Simmerath
unterrichtet werden könnten.
6.)
Simmerath hat deutlich mehr Einwohner und auch deutlich mehr
Schüler als Monschau. Warum sollte die Mehrheit der
Schüler dann also dauerhaft in eine andere Kommune fahren,
obwohl dies gar nicht nötig wäre? Selbst nach Auffassung
der Bezirksregierung wäre es unbedenklich, die Klassen
5 bis 7 an dem einen Standort und die Klassen 8 bis 10 am
anderen Standort zu unterrichten.
7.) Wenn wir es mit einer Gleichbehandlung der Kinder in unseren
Kommunen ernst meinen, dann brauchen wir zwei gleichberechtigte
Standorte für die Gemeinschaftsschule. Wer einem alleinigen
Standort Monschau das Wort redet, bei dem ist es mit der viel
gepriesenen Solidarität wohl nicht weit her.
Christoph Poschen
Ortsvorsteher Einruhr/Erkensruhr
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Monschau
12.03.2011
Stadt
Monschau informiert Eltern über Gemeinschaftsschule
Die
Stadt Monschau möchte alle betroffenen Eltern und interessierte
Bürger über das Modellvorhaben «Gemeinschaftsschule» informieren
und hat deshalb für Mittwoch, 16. März, um 18 Uhr
in die Aula der Elwin-Christoffel-Realschule, Wilhelm-Jansen-Straße
5 in Monschau, eingeladen.
In einem Schreiben an die Eltern der aktuellen Zweit- und Drittklässler
der Monschauer Grundschulen heißt es: «Die allgemeine demographische
Entwicklung mit einem Rückgang der Geburten macht auch vor der
Stadt Monschau und der Region nicht Halt.
Mit
den prognostizierten Schulanmeldezahlen ist es für
die kommenden Jahre nicht mehr möglich, in den Hauptschulen
eigenständige Schuleingangsklassen zu bilden. Der
aktuell in Arbeit befindliche Schulentwicklungsplan für
die weiterführenden Schulen zeigt auf, dass auch
die Realschule mittelfristig von den sinkenden Schülerzahlen
erfasst werden wird.
Angesichts
dieser Perspektiven ist Handlungsbedarf gegeben. Oberstes
Ziel der Stadt Monschau ist es, auch weiterhin dauerhaft
eine wohnortnahe Beschulung unserer Kinder im Bereich
der Sekundarstufe 1 zu ermöglichen.
Gemeinsam
und ganztägig
Die
Landesregierung NRW ermöglicht es nunmehr, im Rahmen
eines Schulversuches so genannte Gemeinschaftsschulen
einzurichten. In einer Gemeinschaftsschule werden alle
Kinder im 5. und 6. Schuljahr gemeinsam und ganztägig
in Orientierung an gymnasialen Standards unterrichtet.
Darüber hinaus kooperiert die Gemeinschaftsschule
mit einem Gymnasium.
Die
Stadt Monschau möchte bei der Landesregierung einen
Antrag stellen, in Monschau eine solche Gemeinschaftsschule
zu errichten. Diese soll durch die Zusammenführung
der Elwin-Christoffel-Realschule, der Gemeinschaftshauptschule
Monschau-Roetgen und der Hauptschule Simmerath in Kooperation
mit dem Städtischen St. Michael-Gymnasium errichtet
werden und würde mit Beginn des Schuljahres 2012/2013
starten.
Verständlicherweise
führen solche Änderungen teilweise zu Verunsicherungen
bei den betroffenen Eltern. Daher bietet die Stadt Monschau
als Schulträger eine entsprechende Informationsveranstaltung
an.»
Nach
der Informationsveranstaltung am 16. März werden über
die Kinder ein Fragebogen und ein Informationsblatt zur
Gemeinschaftsschule verteilt. Ziel dieser Befragung ist
die Feststellung des Elternwillens, der ebenfalls zur
Grundlage in diesem Entscheidungsprozess gemacht wird.
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Monschau
Die
Schul-Zukunft auf den Weg gebracht
01.03.2011
Die
Gemeinschaftsschule Monschau-Simmerath-Roetgen ist auf
dem Weg - das war die wichtigste Botschaft nach über
drei Stunden Information und Diskussion am Montagabend
in der Aula der Monschauer Realschule. Dort, an der Elwin-Christoffel-Realschule,
wird der Schulversuch ab dem Schuljahr 2012/13, so scheint
es, auf jeden Fall starten.
Die Frage ist aber, ob nur dort unterrichtet wird oder möglicherweise
auch noch an einem zweiten Standort Simmerath. Denn alleine an dieser
Frage schieden sich bei der großen Zusammenkunft aller drei Gemeinderäte
am Montagabend die Geister.
1800
statt 2500 Schüler
«Die
Region wird gemeinsam gewinnen oder einzeln verlieren».
Diese Aussage aus dem aktuellen Schulentwicklungsplan
schwebte auch mahnend über der zweiten Sitzung des
großen Nordeifeler Stadt- und Gemeinderates, zu
der Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter rund
150 Kommunalpolitiker, Vertreter der Schulen und interessierte
Bürger begrüßte.

In
großer Runde für die gesamte Region: Die Informationsveranstaltung
zum Thema Gemeinschaftsschule für Monschau, Simmerath
und Roetgen brachte nicht nur die drei Räte sondern auch
zahlreiche Zuhörer in der Elwin-Christoffel-Realschule
Monschau zusammen. Foto: P. Stollenwerk
Wolf
Krämer-Mandeau vom Bonner Büro «biregio» versorgte
die Zuhörer mit Zahlen und Statistiken, steckte
die demografischen Rahmenbedingungen der Schul-Zukunft
ab. Kernaussagen: In sechs Jahren wird die «Bildungsregion
Eifel» 27 Prozent weniger Einschulungen haben,
was auch zu Lasten der Real- und Mittelschulen, besonders
aber der Hauptschulen gehen wird. Schon jetzt habe sich
auch in der Nordeifel eine Viertelung der Akzeptanz für
die Hauptschule gegenüber 2004 eingestellt. Auch
der Rückgang der Gesamtschülerzahl ab Sekundarstufe
I von heute 2500 auf 1800 gebe die Maxime vor: «Aufbrechen
statt bedingungslos ergeben». Für die biregio
ist die Gemeinschaftsschule der einzig gangbare Weg,
der nach heute vorliegenden Zahlen auch bis 2025 abgesichert
wäre - auch wenn erst kürzlich von der Städteregion
andere, noch alarmierendere Zahlen vorgelegt werden.
Der
Information über den Status Quo und über das
Rahmenkonzept für die Gemeinschaftsschule (s. weiteren
Bericht) folgte die gut 90-minütige Diskussion.
In ihrem Konzept hatten die Schulvertreter angeregt,
in der Orientierungsstufe 5/6 mit zwei Standorten zu
arbeiten, «um Eltern und Kinder der Gemeinde Simmerath
besser und dauerhaft an die neue Schule zu binden».
In nahezu allen Wortbeiträgen der Simmerather Gemeinderatsvertreter
- gleich welcher Coleur - wurde aber deutlich, dass dieser
Kompromiss dort als nicht weitreichend genug bewertet
wird.
«Das
Konzept ist hervorragend, aber sinnvoller wäre es,
die Eingangsstufe 5/6 komplett in Simmerath zu fahren
und ab der siebten Klasse in Monschau», meinte
Günter Scheidt, und auch sein CDU-Kollege Bruno
Löhrer glaubt, man könne die Kinder aus Randbereichen
wie Schmidt oder Eiruhr nur dann für die hiesige(n)
Schule(n) zurückgewinnen, wenn die Wege nicht zu
weit seien. Für Simmeraths SPD-Vertreter Franz-Josef
Hammelstein ist es gar schon «ein Riesenfehler,
im Zusammenhang mit Simmerath das Wort ÈDependance» ins
Spiel gebracht zu haben», denn dies bezeichne einen «kleinen,
untergeordneten Ableger». Tatsächlich komme
aber nur eine Lösung mit zwei gleichberechtigten
Standorten in Frage, unterstrich Hammelstein.
«...damit
Simmerath etwas hat»
Micha
Kreitz, schulpolitischer Sprecher der Monschauer CDU,
hielt es für wenig zielführend, «die
Diskussion mit semantischen Spitzfindigkeien und Wortklaubereien» zu
führen, «über dieses Stadium sind wir
doch eigentlich schon hinweg», stellte er fest, «dass
in drei von vier Punkten Einvernehmen der Verantwortlichen
in der Region herrscht».
Simmeraths
Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns erinnerte aber
an den einstimmigen Beschluss des Simmerather Gemeinderats,
der nur für eine Gemeinschaftsschule an zwei Standorten
votiert habe. «Es ist nicht sinnvoll, eine oder
zwei Klassen in Simmerath anzubieten, nur damit Simmerath
etwas hat», so Hermanns, der aus einem Gespäch
bei der Bezirksregierung berichtete, dass man sich auch
dort eine Aufteilung von je rei Jahrgängen für
Monschau und Simmerath vorstellen könne.
Gleichsam
zwischen den Fronten liegend, tendierten die Vertreter
aus Roetgen zu einer Lösung mit einem Standort: «Durch
unsere geographische Lage und die vierte Aachener Gesamtschule
wird der Elternwille in Roetgen ohnehin schon sehr zerpflückt.
Das würde ein zweiter Standort nicht leichter machen»,
merkte Silvia Bourceau (UWG) an, und Janine Köster,
Mutter, Lehrerin und Schulexpertin der Roetgener SPD
wagte «zu bezweifeln, dass ein zweiter Standort
den Eltern gefällt». Und Roetgens Bürgermeister
Manfred Eis unkte, dass auch die Gemeinschaftsschule
wohl nichts daran ändern könne, dass viele
Roetgener ihren Lebensmittelpunkt in Aachen hätten.
Bei einer Gemeinschaftsschule mit Ortswechsel nach der
sechsten oder siebten Klasse werde die Elternentscheidung
wohl noch eher für eine Aachener Einrichtung fallen,
mutmaßte Eis.
«Das
Konzept ist wichtiger als die Stadortfrage», merkte
Stefan Weber von der Simmerather UWG an, und auch Ronald
Borning (CDU Roetgen) regte an, die Standortfrage nach
dem Elternwille auszurichten, die Grundschulen in die
Entscheidungsfindung einzubeziehen und vor allem «die
Schule positiv zu bewerben».
Den
Elternwillen zu erforschen, dies wird nun die Aufgabe
eines wohl formulierten Fragebogens sein, den die «biregio»-Experten
entwerfen werden und der im Zusammenhang mit Informationsveranstaltungen
verteilt werden wird. Ebenfalls innerhalb der kommenden
sechs Wochen werden alle Schulkonferenzen tagen und müssen
die Gemeinderäte entsprechende Beschlüsse fassen.
Verantwortungsbewusstsein
«Wir
haben heute zwar nichts verabschiedet, aber doch etwas
auf den Weg gebracht», fasste Bernd Goffart, Simmeraths
CDU-Vorsitzender zusammen, und Margareta Ritter dankte «allen
Beteiligten für Ihr großes politisches Verantwortungsbewusstsein».
Gemeinschaftsschule:
Verfrühte Laufbahnentscheidungen
gibt es nicht
01.03.2011
.Ein überzeugendes
pädagogisches Rahmenkonzept hat die «Projektgruppe
Gemeinschaftsschule Monschau-Simmerath-Roetgen» in
relativ kurzer Zeit entworfen, das auch bei der gemeinsamen
Informationsveranstaltung für die Kommunen in der
Monschauer Elwin Christoffel-Realschule auf ungeteilte
Zustimmung stieß.
In dem Projekt wirkten mit: Für die Elwin Christoffel-Realschule
Monschau: Schulleiter Peter Groten, stellv. Schulleiter Albert Rieger
und Dietmar Deuster; für die Gemeinschaftshauptschule Monschau-Roetgen:
Konrektor Franz-Josef Prümmer, Margitta Isaac und Ruth Wolff;
für die Gemeinschaftshauptschule Simmerath: Konrektor Rolf Sieben
und für das St. Michael-Gymnasium Monschau: Schulleiter Dr. Lothar
Stresius.
In
der neu einzurichtenden Gemeinschaftsschule sollen die
Realschule Monschau sowie die beiden Hauptschulen Monschau
und Simmerath zusammengeführt werden. Die Schule
bietet eine gebundene Ganztagsbetreuung. Zum Einstieg
werden heterogene (also gemischte Klassen) in den Jahrgangsstufen
fünf und sechs gebildet.
In
diesen Gruppen sollen die Schüler mit unterschiedlichen
Begabungen miteinander und voneinander lernen. Das gemeinsame
Lernen aus der Grundschule wird also fortgesetzt. Verfrühte
Laufbahnentscheidungen, die später korrigiert werden
müssen, fallen somit weg. Ab Klasse sieben wird
der Unterricht in kooperativer Form stattfinden, wobei
auch in den Klassen sieben und acht die Durchlässigkeit
der Bildungsgänge erhalten bleibt.
Als
Abschlüsse sind der Realschulabschluss und der Hauptschulabschluss
möglich. Mit dem St. Michael-Gymnasium besteht ein
Kooperationsvertrag, der bei einem qualifizierten Abschluss
der Sekundarstufe I die Übernahme in die gymnasiale
Oberstufe garantiert. Dazu werden besondere Förderangebote
der Gemeinschaftsschule in Abstimmung mit dem Gymnasium
installiert. Gemeinsame Fachkonferenzen und Lehrerfortbildung
sowie der Austausch von Lehrkräften sind ebenfalls
Teil der Kooperationsvereinbarung.
Ab
Klasse sieben wird in differenzierten Bildungsgängen
unterrichtet. Dann werden auch so genannte «ASA-Klassen» (angestrebter
Schulabschluss) eingerichtet. Ergänzungsstunden,
eigenverantwortliches Lernen sollen der Sicherung des
gymnasialen Standards dienen.
Ab
der Klasse acht erfolgt eine intensive Beratung im Hinblick
auf den weiteren Bildungsgang und den angestrebten Schulabschluss.
Als
Fazit hält die Projektgruppe fest: «Die Gemeinschaftsschule
nutzt die Chance, die Schülerinnen und Schüler
nach neuesten Erkenntnissen der Unterrichtsforschung
auf ihr zukünftiges Leben in Beruf und Gesellschaft
vorzubereiten - unter Berücksichtigung der persönlichen
Begabungen und Interessen.»
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Schul-Zukunft
Treffen der Nordeifel Stadt- und Gemeinderäte
Stimmen:
biregio:
Für die biregio ist die Gemeinschaftsschule der einzig gangbare
Weg, der nach heute vorliegenden Zahlen auch bis 2025 abgesichert wäre.
Konzept
der Schulvertreter:
In der Orientierungsstufe 5/6 mit zwei Standorten zu arbeiten, «um
Eltern und Kinder der Gemeinde Simmerath besser und dauerhaft an die
neue Schule zu binden».
Simmerather
Ratsvertreter:
dieser Kompromiss ist nicht weitreichend genug bewertet.
Günter
Scheidt (CDU) Simmerath:
«Das Konzept ist hervorragend, aber sinnvoller wäre es, die Eingangsstufe
5/6 komplett in Simmerath zu fahren und ab der siebten
Klasse in Monschau».
Bruno
Löhrer (CDU) Simmerath:
glaubt, man könne die Kinder aus Randbereichen wie Schmidt oder
Einruhr nur dann für die hiesige(n) Schule(n) zurückgewinnen,
wenn die Wege nicht zu weit seien.
Franz-Josef
Hammelstein (SPD) Simmerath:
ist es schon «ein Riesenfehler, im Zusammenhang mit Simmerath
das Wort «Dèpendance» ins Spiel gebracht zu haben»,
denn dies bezeichne einen «kleinen, untergeordneten Ableger». Tatsächlich
komme aber nur eine Lösung mit zwei gleichberechtigten Standorten
in Frage, unterstrich Hammelstein.
Micha
Kreitz (CDU) Monschau:
schulpolitischer Sprecher der Monschauer CDU, hielt es für wenig
zielführend, «die Diskussion mit semantischen Spitzfindigkeien
und Wortklaubereien» zu führen, «über dieses
Stadium sind wir doch eigentlich schon hinweg», stellte er fest, «dass
in drei von vier Punkten Einvernehmen der Verantwortlichen in der Region
herrscht».
Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns Simmerath:
Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns erinnerte aber an
den einstimmigen Beschluss des Simmerather Gemeinderats, der nur für
eine Gemeinschaftsschule an zwei Standorten votiert habe. «Es
ist nicht sinnvoll, eine oder zwei Klassen in Simmerath anzubieten,
nur damit Simmerath etwas hat», so Hermanns, der aus einem
Gespäch bei der Bezirksregierung berichtete, dass man sich auch
dort eine Aufteilung von je rei Jahrgängen für Monschau und
Simmerath vorstellen könne.
Bürgermeister
Eis, Roetgen:
Roetgens Bürgermeister
Manfred Eis unkte, dass auch die Gemeinschaftsschule
wohl nichts daran ändern könne, dass
viele Roetgener ihren Lebensmittelpunkt in
Aachen hätten. Bei einer Gemeinschaftsschule
mit Ortswechsel nach der sechsten oder siebten
Klasse werde die Elternentscheidung wohl noch
eher für eine Aachener Einrichtung fallen,
mutmaßte Eis.
Stefan
Weber, (UWG) Simmerath:
«Das Konzept ist wichtiger als die Standortfrage»,
Ronald
Borning (CDU) Roetgen:
regte an, die Standortfrage nach dem Elternwille auszurichten, die
Grundschulen in die Entscheidungsfindung einzubeziehen und vor allem «die
Schule positiv zu bewerben».
Bernd
Goffart, (CDU) Simmerath:
«Wir haben heute zwar nichts verabschiedet, aber doch etwas auf den Weg
gebracht»
Quelle:
Aachener Zeitung
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Monschau
Annäherung
an neue Schule
Informationsveranstaltung
zum Thema Gemeinschaftsschule für die
drei Eifelkommunen.
Schülerzahlen würden für einen Versuch reichen.
28.02.2011
Beschlossene
Sache ist eine Gemeinschaftsschule für die drei
Eifelkommunen Monschau, Roetgen und Simmerath noch nicht,
aber die Annäherung an die neue Schulform macht
Fortschritte. Gestern abend durfte Monschaus Bürgermeisterin
Margareta Ritter in der Aula der Elwin-Christoffel-Realschule
(die ja vielleicht bald Elwin Christoffel-Gemeinschaftsschule
heißen könnte) die Ratsvertreter der drei
Eifelkommunen, die Schulleiter und rund 60 Zuhörer
zu einer weiteren Informationsveranstaltung zum Thema
Gemeinschaftsschule begrüßen.
Nach
einer umfangreichen Darstellung der aktuellen Schulentwicklung
im Hinblick auf die weiterführenden Schulen durch
die Projektgruppe „biregio“ wurden einige
Fakten rasch klar. Weder der Hauptschule Simmerath noch
der Hauptschule Monschau/Roetgen mit jeweils nur 15 Anmeldungen
für das kommende Schuljahr ist eine Zukunft beschert;
auch eine Zusammenlegung würde daran nichts ändern,
weil die Tendenz weg geht von dieser Form der weiterführenden
Schule.
Besser
steht es da schon um die Realschule, wie von Projektleiter
Wolf Krämer-Mandeau deutlich gemacht wurde, aber
nur auf den ersten Blick, denn die Realschule habe vor
allem deshalb ihre Struktur gefestigt, weil dahinter
die Abkehr der Eltern von der Hauptschule stehe.
Handlungsbedarf
ist also auf mehreren Ebenen gegeben, selbst wenn der
demographische Wandel die Region im NRW-Vergleich nicht
so hart trifft.
Ein
denkbares Modell wäre eine Gemeinschaftsschule,
die in der Klasse fünf und sechs an zwei Standorten
(Monschau und Simmerath) und ab der Klasse sieben nur
noch in Monschau, dem in der Region etablierten Schulstandort,
angeboten würde. Für zwei Standorte reichten
die Schülerzahlen definitiv nicht aus, so die Erkenntnisse
der Projektgruppe.
Für
einen sechs Jahre währenden Schulversuch mit einer
Gemeinschaftsschule reichen die Zahlen dagegen definitiv.
An der Elwin-Christoffel-Realschule wurden zum Schuljahr
76 Schüler angemeldet, wobei man die je 15 angemeldeten
Hauptschüler an den beiden Standorten noch hinzu
rechnen müsste.
Für
eine Gemeinschaftsschule hatten die Schulleiter auch
bereits ein vorläufiges pädagogisches Konzept
erarbeitet, das gestern abend ebenfalls erläutert
wurde. Die Vorteile einer Gemeinschaftsschule, vom differenzierten
Unterricht in den beiden Eingangsklassen bis zur garantierten
Chance, nach der Klasse zehn aufs Gymnasium wechseln
zu können, wurden aufgezählt, ehe dann in eine
intensive Diskussionsrunde eingestiegen wurde. (P. St.)
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Simmerath
05.02.2011
Demographischer
Wandel
Die Schullandschaft
wird sich radikal verändern
Was
wird aus unserer Hauptschule?
- dramatisch
rückläufige Schülerzahlen
-
die Zukunft unserer Hauptschule ist
gefährdet
- aber nicht abgeschrieben
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Hauptschule/Sporthalle
Derzeit findet die energetische Sanierung des Schulgebäudes
und der Turnhalle mit 6,7 Millionen Euro, davon 4,5 Millionen
Euro Landesmittel, statt.
www.ghs-simmerath.de
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Im
letzten Jahr wurden in Simmerath 100 Kinder geboren.
In Monschau wurden im Jahr 2010 bis Ende Oktober ganze 49 Kinder geboren.
Simmerath
alleine kann die Voraussetzungen für den Erhalt der Schulform
nicht erfüllen. Deshalb
setzt sich die
CDU-Simmerath für eine gemeinsame Schule der Sekundarstufe
I (bis 10. Schuljahr) mit den
Kommunen Simmerath, Monschau und Roetgen ein.
Was
wir bieten ist ein modernes, energetisch saniertes
Schulgebäude mit den entsprechenden Sportstätten.
(Sporthalle, Schwimmbad, Sportplatz) sowie eine
hoch motivierte Lehrerschaft.
Gemeinschaftsschule
Aus
unserer Hauptschule könnte eine Gemeinschaftsschule
mit zwei Standorten, in Monschau und Simmerath,
in der Trägerschaft der Kommunen Monschau
und Simmerath werden.
Kürzlich
trafen sich die CDU-Fraktionen der Stadt Monschau und
der Gemeinde Simmerath zu einem Vorgespräch.
Die von der Stadt Monschau beauftragte Projektgruppe Bildung und Region (Biregio) hat
nun erstes Zahlenmaterial zur Schul-entwicklungsplanung den Spitzen der
Verwaltungen Monschau, Roetgen und Simmerath vorgestellt. Vereinbart
wurde, eine weitere gemeinsame Informationsveranstaltung für die
Räte der 3 Kommunen durchzuführen. Diese findet am: Montag,
dem 28.02.2011 in Monschau statt.
Die
CDU-Simmerath setzt alles daran, dass es auch
zukünftig ein Schulangebot der Sekundarstufe
I in Simmerath geben wird.
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Wer ist Biregio?
Die Planungsfirma Biregio mit
Sitz in Bad-Godesberg berät Politik und Verwaltung bei der Planung
von Schulen, Kindertagesstätten und Sporteinrichtungen.
Aktuelles Monschauer Projekt:
Schulentwicklungsplanung, Demographie, Standortgutachten
www.biregio.de
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Düsseldorf/Aachen
21.01.2011
Lehrer: „Bloß Etikettenschwindel“
NRW-Schulministerin will 17 Gemeinschaftsschulen
gründen, von denen sechs nur aus Hauptschulen
entstehen sollen. Das kritisiert der Philologen-Verband
und sieht darin ein falsches Signal.
Von
Thorsten Karbach
Peter
Silbernagel ist über sechs der 17 Gemeinschaftsschulen
gestolpert, die NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann
(Grüne) gestern in Düsseldorf vorgestellt hat.
Der Landeschef des Philologen-Verbands, einem Zusammenschluss
der Gymnasiallehrer, moniert, dass in diesen sechs Fällen
Hauptschulen zu Gemeinschaftsschulen wurden, obwohl in
den Richtlinien des Ministeriums steht, dass „die
Gemeinschaftsschule in der Regel durch die Zusammenführung
bestehender Schulen entsteht“. Und eben nicht nur
aus einer Schule. In zehn anderen Fällen schließen
sich je eine Haupt- und Realschule zusammen, einmal entsteht
eine Gemeinschaftsschule an Stelle einer Realschule.
Zwei
Anträge abgelehnt
So
hatte Peter Silbernagel das Ministerium auch verstanden,
als die neue Schulform vorgestellt wurde. „Aber
das ist nicht die Regel. Wir sind nicht auf Frontalkurs,
aber das ist ein Etikettenschwindel und nicht seriös“,
sagt der Eschweiler. „Die Richtlinien sind anders.“ Im
Schulministerium ist man sich dessen bewusst. „Der
Bedarf ist in diesen Fällen dennoch da. Es geht
um die jeweils einzige Schule am Ort und auch die Mindestschülerzahl
von 69 und die Heterogenität der Schüler sind
gegeben“, erklärt Sprecher Jörg Harm
auf AZ-Anfrage. Peter Silbernagel reicht dies nicht. „Das
ist ein falsches Signal. Die 640 Hauptschulen im Land
müssen doch denken, sie könnten ihre Zukunft
sichern, indem sie sich als Gemeinschaftsschule bewerben.“ Zuletzt
wurde allein in Aachen die Schließung von drei
Hauptschulen beschlossen.
Im
Ministerium spricht man nach der Pressekonferenz dagegen
von einem „sehr guten Schritt“. 20 Gemeinschaftsschulen
waren angedacht, 17 sind es geworden: in Bad Honnef,
Billerbeck, Blankenheim/Nettersheim, Bochum, Bornheim,
Burbach, Finnentrop, Kalletal, Köln (2), Langenberg,
Lippetal, Morsbach, Neuenrade, Rheinberg und Sprockhövel.
40 weitere Interessensbekundungen für den Modellversuch
liegen vor. In zwei Fällen wurden Anträge abgelehnt.
Einmal konnte der Bedarf in einer Elternbefragung nicht
nachgewiesen werden, einmal wurde eine Bedrohung für
die Zukunft benachbarter Schulen ausgemacht.
Auch
in fünf genehmigten Fällen räumt das Ministerium
ein, Widerstände zu erwarten. Weil die neue Gemeinschaftsschule
alle Abschlüsse mitsamt des Abiturs (nach neun Jahren/G9)
verspricht, gibt es gerade unter den Gymnasien viele
Kritiker. Die Landeselternschaft der Gymnasien hat mit
Unterstützung der Schulleiter-Vereinigungen und
des Philologen-Verbandes einen Fragenkatalog für
Eltern entwickelt, um auf die weiterhin bestehenden Unterschiede
der „gymnasialen Standards“ aufmerksam zu
machen. Es gehe um eine „konstruktiv-kritische
Auseinandersetzung mit dem Schulformangebot der
Gemeinschaftsschule“, erklärt Silbernagel.
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Düsseldorf
11.01.2011
Partei-Vorstand
legt Schulkonzept vor
CDU: Keine Garantie für
Hauptschulen
Von Rainer Kellers
Die CDU in Nordrhein-Westfalen
will keine Schulform abschaffen. Für die Hauptschule
allerdings soll es keine Existenzgarantie mehr geben.
Das geht aus dem Schulkonzept der Partei hervor, das
der Vorstand am Dienstagabend vorgestellt hat.
Schulpolitik als "wichtigstes
Profilthema"
Eine Neuausrichtung der Schul- und Bildungspolitik kündigt der
nordrhein-westfälische CDU-Parteichef Norbert Röttgen an,
als er am Dienstagabend (11.01.11) vor die Mikrofone tritt. Gemeinsam
mit dem Fraktionsvorsitzenden
Karl-Josef Laumann stellt er den Leitantrag des Landesvorstands zur
Schulpolitik vor. "Jedem Kind gerecht werden", lautet der
Titel des Antrags, der im März beim Parteitag den Delegierten
vorgelegt wird. Er soll als Gegenentwurf zum Schulkonzept der rot-grünen
Landesregierung verstanden werden. Denn dieses - so die CDU - laufe
auf eine Einheitsschule hinaus. Die Christdemokraten wollen stattdessen
eine Vielfalt von Schulformen im Land erhalten.
Hauptschulen
sollen sich dem Wettbewerb stellen
Unantastbar ist für die CDU nach wie vor das Gymnasium. Überraschend
deutlich fällt aber auch das Bekenntnis zur Realschule aus. Beide
Schulformen seien akzeptiert und müssten für jeden Schüler
in "zumutbarer Entfernung" erhalten werden. Eine solch deutliche
Garantie will die CDU künftig aber nicht mehr für Hauptschulen
aussprechen. "Die Hauptschule ist doppelt getroffen von der demografischen
Entwicklung und von sinkender Akzeptanz", sagt Röttgen. Seine
Partei wolle zwar keine Hauptschulen abschaffen, aber auch nicht um jeden
Preis an ihr festhalten. "Hauptschulen müssen sich dem Wettbewerb
stellen und sich auf dem Markt behaupten." Immerhin will die CDU
jedem Schüler, der einen Hauptschulabschluss schaffe, eine staatliche
Ausbildungsplatzgarantie geben.
Verbundschulen sollen leichter genehmigt
werden
Dort, wo die Hauptschule keine Chance mehr hat, sollen nach dem Willen
der CDU vermehrt Verbundschulen entstehen. Diese Schulform ist bereits
im NRW-Schulgesetz vorgesehen, bislang allerdings nur als Ausnahme und
unter bestimmten Bedingungen. Es handelt sich um einen organisatorischen
Zusammenschluss einer Haupt- mit einer Realschule. Das Zusammengehen
der beiden Schulformen soll nun deutlich erleichtert werden. Die CDU
möchte Verbundschulen künftig sowohl auf dem Land wie in der
Stadt genehmigen. Gegründet werden dürfe sie schon bei zwei,
statt wie bisher ab drei Parallelklassen. Jede Klasse müsse mindestens
15 Schüler haben.
Auch Gymnasien sollen
ab zwei Gründungsklassen genehmigt werden. Neue
Gesamtschulen hingegen nur dann, wenn ein zusätzlicher
Bedarf für diese Schule besteht und weder ein Gymnasium
noch eine Realschule dadurch gefährdet würden.
Der zusätzliche Bedarf sei bewiesen, wenn es genügend
Anmeldungen für vier Parallelklassen gebe. Ganztagsangebote
an Schulen will die Union "bedarfsgerecht" ausbauen,
ohne eine Schulform zu bevorzugen. Die durchschnittlichen
Klassengrößen sollen landesweit sinken - bei
Grund- und Hauptschulen auf 20, bei allen anderen Schulformen
auf 24 Schüler. Außerdem plant die CDU ein
verpflichtendes beitragsfreies Lernjahr für Fünf-
bis Sechsjährige. Wie das umgesetzt werden kann,
ist aber noch völlig offen.
Keine
grundlegenden Änderungen am System
Insgesamt haben die von der CDU vorgeschlagenen Reformen keine grundlegenden
Veränderungen am Schulsystem zum Ziel. Sie sind für die CDU
nach den Worten ihres Vorsitzenden dennoch schmerzlich. Denn dass die
Hauptschule bei Verwirklichung des Konzepts eine Zukunft hätte,
bezweifeln selbst Röttgen und Laumann. "In großen Regionen
unseres Landes hat die Hauptschule keine Akzeptanz mehr", sagt der
Fraktionschef. Im vergangenen Jahr hatte Laumann sogar noch propagiert,
ganz aus dem dreigliedrigen Schulsystem auszusteigen. Nach dem "Zwei-Säulen-Modell" sollten
im Wesentlichen nur noch Gymnasien und eine aus Haupt- und Realschule
zusammengesetzte neue Schulform übrig bleiben. Dieses weitergehende
Konzept war in der CDU aber offenbar nicht durchsetzbar.
"Unser Leitantrag
ist ein faires Angebot für einen Schulfrieden",
sagt Röttgen nun und möchte das Konzept als
Einladung an die anderen Parteien im Landtag verstanden
wissen, gemeinsam den Kampf um Schulformen endgültig
zu beenden. Gleichzeitig macht er aber deutlich, dass
die CDU nicht bereit sei, die von der rot-grünen
Landesregierung favorisierte Gemeinschaftsschule mitzutragen. "Wenn
man das Gymnasium zerstören will, ist das mit uns
nicht zu machen", sagt Röttgen. "Alle
Seiten müssen sich bewegen."
Regierung
will Gemeinschaftsschule im Gesetz verankern
In der Gemeinschaftsschule, die zunächst als Schulversuch geplant
ist, sollen die Schüler länger gemeinsam unterrichtet werden
und dann integriert oder nach Bildungsgängen getrennt weiterlernen.
Dass es nicht beim Schulversuch bleiben soll, hatte vergangene Woche
schon Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) signalisiert.
Mehr als 60 kommunale Schulträger in NRW hätten Interesse,
eine Gemeinschaftsschule einzuführen, sagte Löhrmann. Nun sei
das Ziel, die Gemeinschaftsschule im Schulgesetz zu verankern. Gegenüber
WDR.de sagte Löhrmann, sie hoffe dabei auf die Unterstützung
der CDU. Danach sieht es aber jetzt nicht aus.
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Düsseldorf
20.12.2010
Die
NRW-CDU rückt von der Hauptschule ab
Die Basis nimmt murrend
zur Kenntnis, dass das dreigliedrige Schulsystem
vor dem Ende steht. Die Partei will nun eine
zweigliedrige Variante.
Von
Wilfried Goebels
Düsseldorf.
Die NRW-CDU rückt vorsichtig vom dreigliedrigen
Schulsystem ab. Weil der Hauptschule die Schüler
ausgehen, setzt CDU-Landeschef Norbert Röttgen auf
eine pragmatische Neuausrichtung der Partei hin zu einem „differenzierten
Zweisäulen-Modell“ mit unterschiedlichen Sekundarschulen.
An der CDU-Basis ist der Öffnungskurs allerdings
nicht unumstritten.
Auf
acht Regionalkonferenzen hatte die CDU-Basis über
eine neue Schulpolitik diskutiert. Am Samstag zog Röttgen
auf einem Bildungskongress mit 200 Delegierten aus Partei
und Gewerkschaften eine Zwischenbilanz: Die CDU will
zwar keine Schulform abschaffen, aber sie will sich weiter
für neue Schulstrukturen öffnen. Demnach soll
es neben dem Gymnasium vier Formen von Sekundarschulen
geben: Hauptschule, Realschule, Aufbau-Realschule (Verbund
aus Haupt- und Realschule) sowie die Gesamtschule.
Die
NRW-CDU will die unter Schülerrückgang leidende
Hauptschule als eigenständige Schulform erhalten.
Wenn Schüler fehlen, kann die Kommune aber auch
Haupt- und Realschule mit nur 40 Schülern pro Jahrgang
zusammenlegen. Damit könne ein „Schülerklau“ durch
Nachbarschulen verhindert werden, sagte CDU-Schulexperte
Klaus Kaiser.
Auf
der Bildungskonferenz warnte die Chefin von „Lehrer
NRW“, Brigitte Balbach, unter lautstarkem Beifall
vor einem Abrücken der CDU vom dreigliedrigen Schulsystem. „Das
Schulsystem muss wie das Steuerkonzept von Merz auf einen
Bierdeckel passen. Sonst versteht das keiner.“ Zudem
wirke die Formulierung „Zweisäulen-Modell“ wie
eine leise Verabschiedung von Haupt- und Realschule.
CDU-Fraktionschef
Karl-Josef Laumann glaubt, dass die Menschen die „quälende
Debatte über Schulstrukturen“ leid sind. Die
CDU muss aber der Gemeinschaftsschule von SPD und Grünen
eine Alternative gegenüberstellen. Dem rot-grünen
Konzept des längeren gemeinsamen Lernens setzt die
CDU die Idee des frühen gemeinsamen Lernens entgegen.
Vor Eintritt in die Grundschule sollen Kinder künftig
ein verpflichtendes „Lernjahr“ in Kita oder
Grundschule absolvieren.
Das
neue Schulkonzept der CDU mit den unterschiedlichen Sekundarschulen
blieb nicht unkommentiert. „Das ist ein fünfsäuliges
Zwei-Säulen-Modell“, kritisierte VBE-Landeschef
Udo Beckmann. Grünen-Schulexpertin Sigrid Beer sprach
von einem „neu lackierten gegliederten Schulsystem“.
Am
11. Januar will der CDU-Landesvorstand seinen Schulentwurf
beschließen. Am 12. März wird der CDU-Landesparteitag
abschließend beraten.
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Gemeinsamer
politischer Wille mit Beschlussfassung des Schulausschusses
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Simmerath
01.12.2010
Schulausschuss: Mögliche
Gemeinschaftsschule Monschau-Simmerath-Roetgen
Simmerather Fraktionen ziehen
an einem Strang
Gemeinsamer politischer Wille bekräftigt

Die
Fraktionen möchten, dass die Gemeinde, zusammen
mit Monschau und Roetgen, die von der Landesregierung
eingeräumte Chance eines Schulversuchs an einer
begrenzten Anzahl von „Modellschulen" wahrnimmt.
Beschluss
des Generationen-, Schul- und Sozialausschusses der Gemeinde
Simmerath vom 01.12.2010:
1)
Der Generationen-, Schul- und Sozialausschuss der Gemeinde
Simmerath stellt fest, dass er eine enge Zusammenarbeit
der Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath zur Gründung
einer gemeinsamen Schule im Bereich der Sekundarstufe
I begrüßt. Dabei ist nach derzeitigem Kenntnisstand
die Überführung der Gemeinschaftshauptschule
Simmerath in eine Gemeinschaftsschule mit 2 Standorten
in Monschau und Simmerath in der gemeinsamen Trägerschaft
der Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath eine zukunftsfähige
Option.
2)
Der GSA hält eine enge Einbeziehung der insoweit
am Schulleben Beteiligten (insbesondere der Eltern und
Lehrerschaften) für zwingend notwendig.
3)
Weiterhin beschließt der GSA, die Verwaltung zu
beauftragen, mit den Bürgermeistern der Nachbarkommunen
Monschau und Roetgen weitere Gespräche über
die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule der Sekundarstufe
I zu führen. Er begrüßt eine 2. gemeinsame
Zusammenkunft des zu der 1. Besprechung in Monschau vom
8. Nov. 2010 eingeladenen Personenkreises sowie der interessierten Öffentlichkeit.
4)
Nach Abstimmung mit der Stadt Monschau und der Gemeinde
Roetgen soll zeitnah eine Elterninformation mit anschließender
erweiterter Elternbefragung der ab 4-jährigen Kinder
sowie der Grundschulklassen 1- 4 erfolgen.
5)
Die Städteregion und die Förderschule in Eicherscheid
sollen frühzeitig bei der Erstellung einer Konzeption
mit dem Ziel der Inklusion von Schülern beteiligt
werden.
6)
Der GSA appelliert an die Kommunen Monschau und Roetgen,
möglichst bald eine Willenserklärung zur Errichtung
einer Gemeinschaftsschule abzugeben, damit zeitnah ein
Antrag auf Einrichtung einer gemeinsamen Gemeinschaftsschule
abgegeben werden kann.
7)
Der GSA begrüßt, wenn das Gymnasium Monschau
Kooperations-Partner der Gemeinschaftsschule für
den weiteren Unterricht in der Sekundarstufe II würde.
Drei
Kommunen, zwei Standorte, eine Schule
02.12.2010
Große
Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Das
Ereignis in diesem Fall ist die Einführung einer
Gemeinschaftsschule im Bereich Sekundarstufe I für
die Kommunen Simmerath, Monschau und Roetgen.
Die
Schatten: eindrucksvolle Zahlen und Daten, die eine Zusammenlegung
fast schon unausweichlich machen. So lautet der Konsens
auf der jüngsten Sondersitzung des Generationen-,
Schul- und Sozialausschusses der Gemeinde Simmerath (GSA).
Die
Zeit eilt
«Dieses
Jahr wurden in Simmerath 100 Kinder geboren - eine schwierige
Entwicklung», so Bürgermeister Karl-Heinz
Hermanns mit Verweis auf die jetzt schon rückläufigen
Schülerzahlen. Allein aus diesem Anlass müsse
sich die Schullandschaft vor Ort zwangsläufig ändern. «Ich
sehe aber auch keine mittel- bis langfristige Lösung
darin, ausschließlich die Hauptschulen in Monschau
und Simmerath zusammenlegen, dafür sind die Schülerzahlen
zu gering.»
Die
Gemeinschaftsschule als unausweichliche Lösung für
die drei Kommunen? Wenn ja, dann eilt die Zeit. Laut
Ministerium haben lediglich 50 Schulen in NRW die Möglichkeit,
als Gemeinschaftsschule zu fungieren. Wer also zuerst
den Antrag stellt, der mahlt zuerst. Und dieser muss
bis zum 31. Dezember dieses Jahres raus, will man im
kommenden Schuljahr bereits mit der neuen Schulform beginnen.
So
befürchtet nicht nur Stephan Weber (UWG): «Wenn
wir es nicht machen, kommen uns andere zuvor, dann ist
der Zug abgefahren.»
Nichts
desto trotz schlugen an diesem Abend für so manches
Mitglied «zwei Herzen in einer Brust», wie
es Bernd Goffart (CDU) formulierte. Einerseits erfordern
die Umstände schnelles Handeln, auf der anderen
Seite wolle man Eltern, Lehrer und vor allen Dingen die
Nachbarkommunen nicht vor den Kopf stoßen. Seitens
der Lehrerschaft wurde aber genau dieses schnelle Handeln
gefordert. Marianne Stiel, Schulleiterin der Grundschule
Lammersdorf: «Ich habe heute noch einen Elternabend
für die vierten Klassen. Was soll ich denen für
eine Schulempfehlung geben? Wir brauchen langsam Fakten,
feste Termine und Perspektiven.»
Die
gab es: Am Ende der Sitzung lautete der einstimmige Beschluss
der 16 Mitglieder, dass der GSA eine enge Zusammenarbeit
der drei Kommunen zur Gründung einer Gemeinschaftsschule
begrüße. «Die Einrichtung einer solchen
Schulform nur für Simmerath sehe ich weder umsetzbar
noch zielführend» so Hermanns. Eine zukunftsfähige
Option sei laut GSA eine Schule mit zwei Standorten in
Simmerath und Monschau. «Zudem ist es absolut wünschenswert,
dass Roetgen mit im Boot ist.» Weiter wurde die
Stadt Monschau als Kooperationspartner für die Sekundarstufe
II (Gymnasium) begrüßt.
Schnellstmöglich
sollen nun Gespräche mit den Nachbarkommunen geführt
werden, an die der GSA zudem appellierte, möglichst
bald eine Willenserklärung für die Gemeinschaftsschule
auszusprechen. So könne der Antrag im Idealfall
noch dieses Jahr bei der Regierung eingehen.
Weiter
hält der Ausschuss eine enge Einbeziehung der am
Schulleben Beteiligten für zwingend notwendig. Hermanns: «Es
ist ja Konsens, dass eine Schule ohne Elternzustimmung
zu nichts führt. Aber wir müssen hier und heute
ein politisches Signal geben.»
Zukünftig
wolle man in Abstimmung mit den Nachbarkommunen erweiterte
Elterninformationen sowie -befragungen durchführen,
und «das nicht nur in den Klassen eins bis vier,
sondern auch schon bei Eltern von Kindern ab vier Jahren»,
wie Günter Scheidt (CDU) betonte. Zudem sollen auf
Antrag der SPD unter Einbeziehung der Städteregion
und der Förderschule Eicherscheid frühzeitig
Punkte der Integration sowie Inklusion in die Entscheidung
einfließen. Der Antrag der Grünen, ein professionelles
Büro einzubeziehen, das die Rolle eines Moderationspartners übernimmt,
wurde mit elf Gegenstimmen und einer Enthaltung abgelehnt.
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Quelle:
Eifeler Zeitung (Nadine Preller)
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Die
CDU-Simmerath begrüßt eine gemeinsame Schule
der Sekundarstufe 1 mit den Kommunen Monschau, Simmerath
und Roetgen.
Dabei könnte unsere Hauptschule in eine Gemeinschaftsschule mit
zwei Standorten, in Monschau und Simmerath, in der Trägerschaft
der drei Kommunen gebildet werden.
Unbedingt
erforder- lich ist die frühzeitige Einbeziehung der
Lehrer und der Eltern.
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Simmerath
01.12.2010
Grundsatzberatung
zum Thema Schule
Die Diskussion über
die künftige Schullandschaft in der Nordeifel hat
begonnen. Nach einer großen Runde mit Vertretern
der Bezirksregierung im Rathaus Monschau wird die Thematik
möglicher gemeinsamer Schulangebote jetzt in den
einzelnen Kommunalparlamenten diskutiert.
Die Grundsatzberatung über
die Einrichtung einer gemeinsamen Schule im Bereich der
Sekundarstufe I durch die Kommunen Monschau, Roetgen
und Simmerath steht jetzt auch im Simmerather Generationen-,
Schul- und Sozialausschuss an. Die öffentliche Sitzung
findet am Mittwoch, 1. Dezember, statt und beginnt um
18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses in Simmerath.
Bei
der Beratung im Monschauer Schulausschuss war bereits
festgestellt worden, dass eine Zusammenlegung der beiden
Hauptschulen in Monschau und Simmerath „politisch
nicht gewollt“ sei.
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Monschau
25.11.2010
Schullandschaft vor großen
Veränderungen
Der Blick auf die Statistik der Schulstadt Monschau zeigt: Hier ist
die Welt noch in Ordnung - volle Klassen, Mehrzügigkeit
in fast allen Schulformen und Jahrgangsstufen, gut ausgelastete
und baulich intakte Schulgebäude. «Noch», sagt
Bürgermeisterin Margareta Ritter.
Ritter
nannte im Schulausschuss am Dienstag nur eine einzige
Zahl, um auf die Bedrohlichkeit der künftigen
Entwicklung dieser intakten Schullandschaft zu verweisen: «Im
Jahr 2010 wurden in der Stadt Monschau bis Ende Oktober
ganze 49 Kinder geboren.» Es bedarf keiner großen
Phantasie vorherzusagen, was solche Geburtenzahlen
selbst für nur noch drei Grundschul-Standorte,
geschweige denn für vier weiterführende Schulen
in Zukunft bedeuten.
Zusammenlegung
nicht gewollt
«Das
ist dramatisch», meinte auch Bernd Händler
(Grüne) beim Blick auf die aktuellen Zahlen der
Schüler und ihrer Herkunftsorte. So kommen von aktuell
889 Mädchen und Jungen am städtischen St. Michael-Gymnasium
alleine 542 Schüler oder 61 Prozent aus dem Stadtgebiet
Monschau, an der Hauptschule liegt der Anteil sogar bei über
64 Prozent.
Dieser
Anteil wird sinken. «Deshalb ist Handlungsbedarf
schon alleine beim Blick auf die Monschauer Geburtenzahlen
gegeben», fasste die Bürgermeisterin zusammen.
Da
die Schulstadt Monschau auch auf Schülerinnen und
Schüler aus den Nachbargemeinden angewiesen ist,
sind für die Schulentwicklungsplanung auch deren
Zahlen unabdingbar. «Sie liegen aber offiziell
noch nicht vor», so die Bürgermeisterin, die
deshalb anregte, «diese Zahlen vor einer weiteren
Diskussion und Entscheidung noch abzuwarten».
Die Bürgermeisterin zeigte auf, welchen Weg die Schulentwicklung
nehmen könnte. Kritisch seien zum jetzigen Zeitpunkt nur die Anmeldezahlen
der Gemeinschafts-Hauptschule Monschau-Roetgen, die in den Klassen
fünf bis sieben nur noch einzügig ist, jedoch ab dem achten
Schuljahr wieder über zwei Klassen verfügt.
Da die Entwicklung in Simmerath ähnlich ist, wurde schon vor geraumer
Zeit das Gespräch mit der Nachbargemeinde gesucht - «mit
dem Ziel einer Zusammenlegung der beiden Hauptschulen», so Margareta
Ritter. Mittlerweile aber sei deutlich, «dass eine Zusammenlegung
der beiden Hauptschulen in Simmerath politisch nicht gewollt ist»,
stellte die Bürgermeisterin klar.
Bei der anstehenden Diskussion um die Zukunft der weiterführenden
Schullandschaft stelle sich daher nun die Frage, ob man sich am Modellvorhaben
Gemeinschaftsschule des Landes NRW beteilige oder nach einer anderen
Lösung (beispielsweise eine Verbundschule mit zwei Standorten)
suche, erläuterte die Verwaltung.
«Aber
dazu bedarf es der Zahlen», regte Margareta Ritter
an, sich Anfang kommenden Jahres erneut zusammenzusetzen
und unter Bewertung der Schülerzahlen zu diskutieren.
«Alle
Beteiligten mitnehmen»
Mit dieser Vorgehensweise konnten sich die Fraktionen im Schulausschuss
anfreunden. «Wir sollten wie bei den Grundschulen auch
hier in Ruhe das Zahlenmaterial abwarten, auswerten und dann
bei der Diskussion und Entscheidung alle Beteiligten mitnehmen»,
schlug auch CDU-Sprecher Micha Kreitz vor.
Für
Brigitte Olschewski (SPD) sind drei Faktoren für
die Zukunft der weiterführenden Schulen wichtig: «Die
Erhaltung der ortsnahen Beschulung, die Chancengleichheit
und die individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen.» Bernd
Händler (Grüne) regte an, bei Vorliegen der
Zahlen «schnellstmöglich in die nichtöffentliche
Diskussion mit allen Beteiligten» einzusteigen.
Schon die vorliegenden Zahlen seien ein Alarmsignal.
Auch
wenn im Schulausschuss kein Beschluss zu fällen
war, schlossen sich alle Mandatsträger der Auffassung
der Verwaltung an, die nun auf konkrete Zahlen zur
Schulentwicklungsplanung der Nachbargemeinden wartet
und dann - «insbesondere im Hinblick auf die
Realisierbarkeit von zwei Schulstandorten und unter
Einbeziehung der Nachbarkommunen» weiter beraten
wird.
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Quelle:
Eifeler Zeitung (Hes.)
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Erste
Gemeinschaftsschule in der Eifel soll kommen
In der Eifel soll eine der ersten Gemeinschaftsschulen der Region entstehen.
In einer gemeinsamen Sitzung aller drei Gemeinderäte wollen Blankenheim,
Dahlem und Nettersheim am Donnerstag ein sechsjähriges Versuchsmodell
beschließen. Die beiden Hauptschulen in Nettersheim und Blankenheim
und die Realschule Blankenheim sollen eine Gemeinschaftsschule bilden.
Beide Standorte blieben erhalten. In Blankenheim könnten Schüler
in einigen Jahren außerdem zum ersten Mal ihr Abitur machen.
Der Antrag für die Gemeinschaftsschule soll bis Jahresende beim
Schulministerium liegen. Sinkende Schülerzahlen in ländlichen
Gebieten zwingen die Politik zum Handeln. So ist etwa die Zahl der
Hauptschüler in Blankenheim und Nettersheim in den vergangenen
sechs Jahren um mehr als 10 Prozent zurückgegangen.
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Quelle:
WDR Studio Aachen
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Bürgermeisterin
Margareta Ritter, Monschau:
.» Gemeinsames Ziel der Eifelkommunen müsse es sein»,
den Kindern die beste Bildung vor Ort zu bieten.» |
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Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns, Simmerath:
«Für
mich gibt es im Moment kein anderes Gebiet, wo die Zusammen-
arbeit der drei Eifelkommunen von solch hoher Bedeutung
ist.» |
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Monschau-Simmerath-Roetgen
08.11.2010
Demografische
Entwicklung
Die Schullandschaft
in der Nordeifel
wird sich verändern
Das liegt einerseits daran, dass die Hauptschule in der Öffentlichkeit
immer mehr als Auslaufmodell gehandelt wird, vor allem aber an der
Tatsache, dass die demographische Entwicklung in der Nordeifel keinen
Zweifel darüber zulässt, dass die Schülerzahl kontinuierlich
zurückgehen wird.
Die
Eifelkommunen Monschau, Simmerath und Roetgen wollen
daher ihren Gestaltungsspielraum, um die künftige
Schullandschaft in der Nordeifel mitzubestimmen.
Diesem
Zweck diente jetzt auch eine Art Gipfeltreffen der drei
Eifelkommunen im Rathaus Monschau, die vor allem zum
Ziel hatte, die Entscheidungsträger vor Ort mit
Informationen zu versorgen.
Nahezu
100 Teilnehmer fanden sich, denen fünf schulfachliche
Vertreterinnen der Bezirksregierung Rede und Antwort
standen. Eingeladen waren die Ratsvertreter der drei
Kommunen, die sachkundigen Bürger der Schulausschüsse
und die Schulleiter aller öffentlichen Schulen.
Monschaus
Bürgermeisterin Margareta Ritter sprach von einer «sehr
guten Veranstaltung,», wobei sich der Schwerpunkt
der Nachfragen auf die Möglichkeit der Einrichtung
einer Gemeinschaftsschule konzentriert hätten.
Informationsbedarf
gab es aber auch zum Thema Verbundschulen. Die Vertreterinnen
der Bezirksregierung machten dabei deutlich, an welche
gesetzlichen Voraussetzungen und Bedingungen ein Schulangebot
gebunden ist und ob dafür die perspektivischen Schülerzahlen
ausreichen.
Für
Margareta Ritter steht aufgrund der zu erwartenden Zahlen
bereits fest, dass es ohne Roetgen nicht geht.» Gemeinsames
Ziel der Eifelkommunen müsse es sein», den
Kindern die beste Bildung vor Ort zu bieten.»
Die
weiteren Beratungen finden nun auf der Grundlage der
kommunalen Schulentwicklungspläne statt. Ehe im
Januar 2011 die zweite interkommunale Runde stattfindet,
beraten in den nächsten Wochen zunächst einmal
- ebenfalls nicht öffentlich - die jeweiligen Schulausschüsse,
um die Informationen zu verarbeiten.
Einen «wichtigen
ersten Schritt» in der Zusammenkunft in Monschau
sieht auch der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz
Hermanns, der von einer «sehr konstruktiven Veranstaltung» und «kompetenter
Informationen durch die Bezirksregierung spricht.
Bei
dieser für die Schullandschaft der Eifel so wesentlichen
Fragen sollten auch die Eltern frühzeitig einbezogen
werden. Hermanns: «Wir sollten offensiv mit der
Thematik umgehen, und nicht den Anschein erwecken, als
gäbe es Geheimnisse.» Ebenso sollten parteipolitische
Aspekte in den Hintergrund treten.
«Erst
in einigen Jahren konkret»
Im
Blickpunkt stehe das gemeinsame Interesse der drei Eifelkommunen,
ein adäquates Schulangebot für die Region zu
schaffen. Es stehe eine mittel- bis langfristige Entscheidung
an, denn die Auswirkungen erst in einigen Jahren konkret
würden. Karl-Heinz Hermanns: «Für mich
gibt es im Moment kein anderes Gebiet, wo die Zusammenarbeit
der drei Eifelkommunen von solch hoher Bedeutung ist.»
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