|
Sportplatzkonzept
für gesamte Gemeinde
25.01.2012
Bedarf ermitteln
Die
einstündige Beratung endete mit der Feststellung, dass zum
jetzigen Zeitpunkt keine Entscheidung über
einen Sportplatzneubau in Simmerath getroffen werden kann.
Nun soll die Verwaltung mit dem neugegründeten Gemeindesportverband
und unter Einbeziehung der Fußballvereine ein Konzept
erstellen, das den zukünftig tatsächlich zu erwartenden
Bedarf an Sportplätzen definiert.
Bei
diesen Überlegungen dürfte dann neben den Wünschen
aus Simmerath auch beispielsweise die weitere Planung des Sportzentrums
in Kesternich eine Rolle spielen. Die Ergebnisse dieses Arbeitskreises
sollen dann die Grundlage für einen Beschluss bilden.
Bis dahin muss sich die Hansa-Fußballabteilung also noch
gedulden.
Christoph
Poschen CDU:

Die
Sportplatzfrage für
Simmerath sei «noch nicht
entscheidungsreif». Die demografische Entwicklung
werde auch beim Fußball spürbar, und die Anzahl
der Mannschaften gehe zurück. Die Hansa hat derzeit
eine Seniorenmannschaft in der Kreisliga C als Spielgemeinschaft
mit Viktoria Huppenbroich gemeldet sowie je eine A-, F- und
Bambini-Mannschaft. Um
so mehr, betonte Poschen bedürfe es einer Bedarfsanalyse. «Als
Kommunalpolitiker dürfen wir nicht an diesem Bedarf vorbei
entscheiden.»
Für
Günter Mießen (Grüne) stand
ebenfalls die Bedarfsermittlung im Vordergrund, gelt es doch
allen Akteuren gerecht zu werden.
Als «nicht entscheidungsreif» sah auch Stephan
Weber (UWG) die Sportplatzfrage. Auch die Hansa dürfe
sich einer Kooperation nicht verschließen, und bei der
zukünftigen Planung sei es auch ganz wichtig, «über
den Tellerrand hinauszuschauen.»
Auch
für Hermann-Josef Bongard (FDP) galt es, «zusammen
mit den Vereinen eine vernünftige Lösung für
die gesamte Bevölkerung zu finden.»
Bürgermeister
Karl-Heinz Hermanns, der als Alternativvorschlag die Aufwertung
des Kleinspielfeldes an der Hauptschule ins Spiel gebracht
hatte, stellte fest, dass man der Hansa nichts wegnehmen wolle.
Die Gemeinde müsse aber verantwortlich mit den Finanzmitteln
haushalten, und weniger als 100 Geburten im Jahr seien ebenfalls
eine Tatsache, die bei den zukünftigen Planungen zu berücksichtigen
sei. Er strebe eine Lösung an, «mit der die Hansa
leben kann.»
Unbedingt
an einem Sportplatz in Simmerath festhalten will die SPD, erst
recht nachdem die Hansa einen Alternativvorschlag für
einen Sportplatzbau (Naturrasen) eingebracht hat, der 200.000
Euro
unter der vorliegenden Berechnung der Verwaltung liegt. Norbert
Brewer erinnerte zudem daran, dass der Hansa vor zwei
Jahren mit Wegfall der Josef Jansen-Sportstätte ein adäquater
Ersatz versprochen worden sei. Daher
wolle man konsequent an einem neuen Sportplatz auf dem Grundstück
neben der Leitstelle festhalten. Der Fußballabteilung
müsse eine Perspektive für ihre Arbeit eröffnet
werden, wolle man ein Auseinderbrechen der Abteilung verhindern.
Quelle:
Eifeler Zeitung/Nachrichten
Kommunalpolitisches
Handeln setzt
Verantwortung und Weitsicht voraus.
Vor
zwei Jahren, mit der Ankündigung des Wegfalls der bisherigen
Sportstätte, wurde der Hansa ein entsprechender Ersatz
angekündigt.
Zwischenzeitlich,
insbesondere wegen der demografischen Entwicklung und der leider
spürbaren personellen Rückwärtsentwicklung der
Fußballmannschaften, ist es doch nur vernünftig und
konsequent, dass am Anfang einer Ausgabe von 400.000 Euro eine
Bedarfsanalyse steht. So sehen es CDU, FDP, Grüne und UWG.
Anders
die SPD:
Einer
Bedarfsanalyse wurde nicht zugestimmt !!!
Deren Sprecher erklärt, man wolle schon jetzt, d. h. noch vor dem Ergebnis
der Bedarfsanalyse, konsequent an einem neuen Sportplatz festhalten.
Verantwortungsbewußtes Handeln sieht anders aus, so leichtfertig
geht man nicht mit 400.000 Euro Gemeindegelder um.
Außerdem ist die technische Prüfung und die Haftungsfrage des vorgelegten
Hansa-Konzeptes völlig offen.
|